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Filtrationsapparatur
Gegenstand der Erfindung ist eine Apparatur zur Filtration von Flüssigkeiten, wie z. B. Injektionslösungen. Die erfindungsgemässe Apparatur ist gekennzeichnet durch zwei Flüssigkeitsbehälter, die über zwei Filtrierleimngen miteinander verbunden sind, von denen jede mindestens ein Filter aufweist, wobei jede der beiden Leitungen nur in einer Richtung und unter sich gegensinnig durchlässig sind und mindestens die dem Flüssigkeitszufluss zugekehrten Enden der Leitungen am Boden je eines Flüssigkeitsbehälters münden, sowie durch in die Behälter oben einmündende, mit Filtern versehene Über- oder Unterdruckleitungen. Zweckmässigerweise sind in den beiden Filtrierleitungen gegensinnig angeordnete Rückschlagventile vorgesehen.
Man kann jedoch auch an Stelle der Rückschlagventile Hähne verwenden, vor allem dann, wenn die Apparatur nicht für den automatischen Betrieb bestimmt ist.
Mit der erfindungsgemässen Apparatur ist es möglich, optisch leere Injektionslösungen zu erhalten, da durch periodische Beaufschlagung je eines Flüssigkeitsbehälters mit Druck, oder aber auch durch entsprechende Anwendung von Unterdruck, die zu behandelnde Flüssigkeit gezwungen wird, abwechslungsweise und gegenläufig durch das eine und durch das andere der in den Verbindungsleitungen vorgesehenen Filter zu fliessen. Es kann dabei im geschlossenen System so lange filtriert werden, bis alle Schwebestoffe entfernt sind. Die in den Über- bzw. Unterdruckleitungen angeordneten Filter dienen dazu, die in dem der Apparatur zugeführten Gase enthaltenen Schwebestoffe zu entfernen. Bei der Filtration mit der erfindungsgemässen Apparatur kann unter Sauerstoffausschluss gearbeitet werden.
Zu diesem Zwecke wird beim Betrieb mit Überdruck als Überdruckquelle Stickstoff oder ein anderes inertes Gas verwendet. Dieselben Gase kann man auch zum Druckausgleich beim Betrieb der Apparatur mit Unterdruck verwenden. Durch die wiederholte Umwälzung des Filtrationsgutes während des Filtrationsvorganges wird dabei in diesem vorhandener Sauerstoff automatisch weitgehend entfernt.
Um eine nochmalige Verunreinigung des Filtrationsgutes nach Beendigung des Filtrationsvorganges beim Anschluss an die Ampullenabfüllmaschine zu vermeiden, kann einer der Flüssigkeitsbehälter zusammen mit einer am Boden dieses Behälters mündenden Leitung an einer ausserhalb des Behälters befindlichen Stelle von der übrigen Apparatur trennbar ausgebildet sein, z. B. durch Anordnung eines Kugelschliffes an dieser Stelle. Für diesen Zweck und gleichzeitig zur Vereinfachung der Apparatur ist es vorteilhaft, dass die Filtrierleitungen als Gabelung einer die beiden Flüssigkeitsbehälter verbindenden Hauptleitung ausgebildet sind, wobei die vorstehend erwähnte Trennstelle in letztere eingebaut wird.
Es ist jedoch auch zweckmässig, dass eine der Filtrierleitungen direkt mit der Abfüllvorrichtung verbindbar ist, z. B. mittels eines Dreiweghahnes. Auf diese Weise kommt beim Abfüllvorgang nur eine geringe, in den Leitungen befindliche Flüssigkeitsmenge mit der Luft in Berührung, so dass nur die zu Beginn des Abfüllvorganges anfallenden Ampullen verworfen werden müssen, was bei jedem Ampullierungsvorgang auch aus andern Gründen notwendig ist. Eine möglichst weitgehende Automatisierung des Filtrationsvorganges erreicht man dadurch, dass die Über- oder Unterdruckleitungen mit einem gemeinsamen Mehrweghahn verbunden sind, dem ein Motorantrieb zugeordnet ist, der über ein Relais von in den Flüssigkeitsbehältern vorgesehenen Niveau-Elektroden gesteuert wird.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Apparatur ausführlich dargestellt. Die Fig. 2 - 6 veranschaulichen in schematischer Form einige weitere Ausführungsformen.
Die Filtrationsapparatur nach Fig. l weist zwei Flüssigkeitsbehälter a und b auf, durch deren Ver-
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schlusshauben sich gasdicht je eine Hauptleitung c bzw. d erstreckt, die knapp über dem betreffenden Behälterboden mündet. Diese beiden Leitungen c und d sind an ihren oberen Enden durch zwei Zweigleitungen e und f miteinander verbunden, von denen jede ein Rückschlagventil el bzw. fl und ein Filtere2 bzw. f2 enthält. Die beiden Behälter a und b sind oben mittels je einer Leitung al bzw. bl, die auch wieder ein Filter a2 bzw. b2 enthält, mit einem gemeinsamen Mehrweghahn g verbunden, der seinerseits an einer hier nicht gezeigten Unterdruckquelle (z. B. Wasserstrahlpumpe) angeschlossen ist. Die Apparatur könnte aber auch mittels einer Druckquelle betrieben werden.
Dem Hahn g ist ein Motorantrieb zugeordnet, dessen Motor in Triebverbindung mit dem Hahnküken steht und dieses im Betrieb jeweils um \100 dreht. Der Stromkreis dieses Motorantriebes wird in Abhängigkeit des Flüssigkeitsspiegels in den Behältern a und b von in diesen letzteren vorgesehenen Niveau-Elektroden m und n über ein nicht gezeigtes Steuergerät bekannter Art geöffnet und geschlossen.
Von der gezeichneten Zustandslage der Apparatur ausgehend, in welcher der Behälter b die zu filtrierende Flüssigkeit enthält und der Behälter a leer und über die Leitung al und den Kanal gl des Hahnes g in Verbindung mit der Unterdruckquelle steht, ist die Arbeitsweise der Apparatur wie folgt :
Im Behälter a entsteht ein Unterdruck, der sich so im Behälter b auswirkt, dass die Flüssigkeit in letzterem durch die Leitungen d, fund c in den Behälter a abgesaugt wird. Der Betätigung des Rückschlagventils f1in der Zweigleitung f im Sinne des Öffnens desselben steht dabei, im Gegensatz zum Rückschlagventil e1 in der Zweigleitung e, nichts im Wege. Die Flüssigkeit muss somit zwangsläufig durch die Zweigleitung f fliessen und dabei auch durch das Filter f2 hindurch.
Wenn die Flüssigkeit bei allmählich steigendem Flüssigkeitsspiegel im Behälter a die Elektrode m erreicht, so wird der Stromkreis des genannten Steuergerätes geschlossen, was zur Folge hat, dass der Motor vorübergehend in Betrieb gesetzt wird und das Küken des Hahnes g um Oo dreht, so dass nun der leere Behälter b über die Leitung b1 und den Kanal g2 des Hahnkükens mit der Unterdruckquelle verbunden ist. Die Flüssigkeit wird nun vom Behälter a durch die das Filter e2 enthaltende Leitung e in den Behälter b abgesaugt, bis sie den Stromschluss der Elektrode n herstellt und dadurch das Weiterdrehen des Kükens des Hahnes g um 900 bewirkt. womit das Wechselspiel der Apparatur von neuem beginnt.
Von den schematischen Darstellungen in den Fig. 2-6 zeigen die Fig. 2 und 3 Anordnungen, bei welchen die Filtrationsleitungen analog wie bei der in Fig. l gezeigten Ausführungsform oberhalb der Flüssigkeitsbehälter angeordnet sind, die Fig. 4 - 6 zeigen analoge Anordnungen mit unter den Flüssigkeitsbehältern verlaufenden Leitungen. Prinzipiell entsprechen die Anordnungen nach den Fig. 2 und 4, 3 und 5, sowie l und 6 einander. Wie in Fig. 1 bezeichnen in den Fig. 2 - 6 aund b die beiden Flüssig-
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in angeordneten Filter. Bei der Anordnung nach den Fig. 2 und 4 münden beide der Filtrationsleitungen e und f am Boden der beiden Flüssigkeitsbehälter a und b.
Nach den Fig. 3 und 5 mündet nur die der Zuflussseite des Rückschlagventils el bzw. f1 zugekehrte Seite der Filtrationsleitung e bzw. f am Boden des Flüssigkeitsbehälters a bzw. b. Nach Fig. 6 sind die beiden Filtrationsleitungen e und f als Zweigleitungen einer beide Flüssigkeitsbehälter a und b verbindenden Hauptleitung c bzw. d ausgebildet, welche am Boden dieser Behälter mündet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Apparatur zur Filtration von Flüssigkeiten, wie z. B. Injektionslösungen, gekennzeichnet durch zwei Flüssigkeitsbehälter, die über zwei Filtrierleitungen miteinander verbunden sind, von denen jede mindestens ein Filter aufweist, wobei jede der beiden Leitungen nur in einer Richtung und unter sich gegensinnig durchlässig sind und mindestens die dem Flüssigkeitszufluss zugekehrtenEnden der Leitungen am Boden je eines Flüssigkeitsbehälters münden, sowie durch in die Behälter oben einmündende, mit Filtern versehene Über- oder Unterdruckleitungen.