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Vorrichtung für Mehrfachrohrprüfmaschinen
In den sogenannten Mehrfachrohrprüfmaschinen werden eine Mehrzahl von Rohren gleichzeitig auf Dichtigkeit geprüft. Dies geschieht derart, dass die zu prüfenden Rohre parallel zueinander an den ein- zelnen Prufstationen angeordnet werden, auf den Anfang und auf das Ende jedes einzelnen dieser Rohre, je ein sogenannter Prüfkopf dicht aufgesetzt wird und sodann durch Einleitung von Druckwasser am einen Ende aller Rohre die Dichtigkeitsprüfung vorgenommen wird.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verteilung aller gleichzeitig zu prüfender Rohre auf die einzelnen Prüfstationen, bei welcher die Rohre über eine schwach geneigte Bahn zu den Prüfstationen rollen. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Länge der zu prüfenden Rohre im Bereiche der Prüfstationen mindestens zwei senkrecht stehende Wände angeordnet sind, deren Oberkanten schräg geneigt verlaufen, dass in diesen Wänden an den den einzelnen Prüfstatio- nen entsprechenden Stellen nach oben offene Aussparungen angebracht sind, dass zwischen je zwei Aussparungen je ein doppelarmiger Hebel mit einem Drehgelenk in der Nähe der schräg geneigten Oberkante der Wand angebracht ist,
dass der eine Arm jedes'Hebels an einem Anschlag anliegt und in eine Aussparung hinein ausweichen kann, wenn ein Rohr über die Aussparung zu liegen kommt, dass dieses Rohr unter Abheben des einen Armes von dem Anschlag und unter Ausweichen des einen Armes in die Aussparung hineingeleitet und damit an die gewünschte Prüfstation gelangt, dass der andere Arm des betrachtetendoppelarmigen Hebels die nächste Aussparung verschliesst und diese nur freigibt, wenn der ersterwähnte Arm in die ersterwähnte Aussparung hinein ausweicht, so dass dann auch in die nächste Aussparung ein Rohr unter Ausweichen des einen Armes des nächsten doppelarmigen Hebels hineingleiten kann.
Eine Ausführungsform der Erfindung soll im folgenden an Hand der Fig. 1-4 erläutert werden, während an Hand der Fig. 5 gezeigt werden soll, dass die gemäss der Erfindung auf die einzelnen Prüfstationen der Mehrfachrohrprüfmaschine verteilten Rohre gemeinsam später, nach Durchführung des Prüfvorganges, ohne Schwierigkeit der Rohrprüfmaschine wieder entnommen und abgeführt werden können.
Die Fig. 1 zeigt in der Seitenansicht eine von mindestens zwei innerhalb der Länge der zu prüfenden Rohre und senkrecht Zll deren Längsrichtung angeordneten Wände 10. Die Oberkante 11 dieser Wand ist schwach geneigt, d. h. verläuft in Fig. 1 nach rechts abwärts. In der Wand 10 sind eine Reihe von oben offenen Aussparungen 12, 13 und 14 angebracht. Zwischen je zwei Aussparungen liegt das Drehgelenk 15 bzw. 16 je eines doppelarmigen Hebels. Der um das Drehgelenk 15 drehbare Hebel 17 besitzt einen Arm 18, welcher sich in Fig. 1 oberhalb der Aussparung 12 erstreckt und einen zweiten Arm 19, der sich oberhalb der Aussparung 13 erstreckt. Am rechten Ende des Armes 18 befindet sich eine Nase 20, welche an einem Anschlag 21 anliegt. Ebenso liegt der Hebel 22 mit einer am Ende seines rechten Armes befindlichen Nase 23 an einem Anschlag 24 an.
Der Schwerpunkt jedes der Hebel 17 und 22 liegt links von dem betreffenden Drehpunkt, also links von den Drehgelenken 15 bzw. 16, so dass die in Fig. 1 dargestellte Lage der beiden Hebel 17 und 22 die Ruhelage darstellt.
Die Fig. 2 zeigt die in Fig. l in der Seitenansicht dargestellte Wand von oben und lässt ebenfalls die Aussparungen 12, 13 und 14, die beiden Hebel 17 und 22 mit ihren Drehgelenken 15 und 16 und mit den Anschlägen 21 und 24 für die jeweils am rechten Ende des rechten Armes der beiden Hebel angeordneten Nasen erkennen.
Wenn nun das erste der zu prüfenden Rohre, welches in Fig. l mit 25 bezeichnet ist, längs der schrägen
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Oberkante 11 der Wand 10 von links herabrollt, so gelangt es zuerst über die Aussparung 14. Der doppelarmige Hebel 22 wird also durch das genannte Rohr belastet und die Nase 23 am rechten Ende des rechten Armes dieses Hebels nur noch fester gegen den Anschlag 24 gedrückt. Entsprechendes gilt, wenn das Rohr 25 über die Aussparung 19 gelangt ist. Es drückt dort auf den linken Arm des doppelarmigen Hebels 17, und die Nase 20 am rechten Ende des rechten Armes dieses Hebels wird dadurch fester an den Anschlag 21 angedrückt.
Wenn jedoch das Rohr 25 über die Aussparung 12 gelangt ist, so weicht der rechte Arm 18 des Doppelhebels 17 in die Aussparung 12 hinein aus, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, und das Rohr 25 gleitet also in die Aussparung 12 hinein und möge sich nunmehr an der gewünschten Prüfstation befinden.
Der Hebel 17 nimmt dabei die in Fig. 3 dargestellte Lage an und wird durch einen Anschlag 26 daran gehindert, sich noch wesentlich weiter zu verdrehen, als in Fig. 3 dargestellt. Durch die Bewegung, welche der Arm 19 des Hebels 17 gemäss Fig. 3 durchlaufen hat, wird nun auch die Aussparung 13 für das zweite Rohr 27, welches dem Rohr 25 folgt, freigegeben, so dass, wenn das Rohr 27 über die Aussparung 13 gerollt ist, auch der Hebel 22 eine Schwenkbewegung durchläuft und das Rohr 27 in die Aussparung 13 hineingleiten kann. Ein nächstes Rohr 28, welches dem Rohre 27 folgt, wird also auch, wie in Fig. 4 dargestellt, in die Aussparung 14 hineingleiten. u. zw. unabhängig davon, ob, wie in Fig. 1-3 veranschaulicht, nur drei Aussparungen mit zusammen zwei Hebeln vorhanden sind oder eine grössere Zahl von Aussparung- gen und Hebeln.
Man sieht also, dass durch eine Vorrichtung der in Fig. 1-4 dargestellten Art, eine Mehrzahl von Rohren auf die einzelnen Prüfstationen der Rohrprüfmaschine verteilt werden können.
An Hand der Fig. 5 soll nun noch erläutert werden, dass man in ausserordentlich einfacher Weise sämt- liche in den einzelnen Prüfstationen befindliche Rohre nach Durchführung der gewünschten Dichtigkeitsprüfung der Maschine auch wieder entnehmen kann. Wenn man nämlich parallel zu der Wand 10 eine weitere Wand 29 mit einer ebenfalls schräg geneigten Oberkante 30, die also beispielsweise parallel zur Oberkante 11 der Wand 10 verlaufen kann, nach oben bewegt, so werden alle in den einzelnen Prüfstationen befindlichen Rohre 25, 27 und 28 aus den Aussparungen 12, 13 und 14 herausgehoben, so dass die Hebel 17 und 22 sich dann wieder in ihre in Fig. l dargestellte Ruhelage zurückbewegen können.
Die Rohre 25, 27 und 28 können sodann auf der schräg geneigten Oberkante 30 der Wand 29 nach rechts abrollen und der Maschine entnommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung fürMehrfachrohrprüfmaschinen zur Verteilung einer Mehrzahl von Rohren auf die ein-
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len, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Länge der zu prüfenden Rohre (25, 27, 28) im Bereiche der Prüfstationen mindestens zwei senkrecht stehende Wände (10) angeordnet sind, deren Oberkanten (11) schräg geneigt verlaufen, dass in diesen Wänden an den den einzelnen Prüfstationen entsprechenden Stellen nach oben offene Aussparungen (12, 13, 14) angebracht sind, dass zwischen je zwei Aussparungen je ein doppelarmiger Hebel (17, 22) mit einem Drehgelenk (15, 16) in der Nähe der schräg geneigten Oberkanten der Wände angebracht ist, dass der eine Arm (18) jedes Hebels an einem Anschlag (21, 24) anliegt und in eine Aussparung hinein ausweichen kann,
wenn ein Rohr über diese Aussparung zu liegen kommt, dass dieses Rohr unter Abheben des einen Armes von dem Anschlag und unter Ausweichen des einen Armes in die Aussparung hineingeleitet und damit an die gewünschte Prestation gelangt, dass der andere Arm (19) des betrachteten doppelarmigen Hebels die nächste Aussparung verschliesst und diese nur freigibt, wenn der ersterwähnte Arm in die ersterwähnte Aussparung hinein ausweicht, so dass dann auch in die nächste Ausspa- rung ein Rohr unter Ausweichen des einen Armes des nächsten doppelarmigen Hebels hineingleiten kann.