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Die Erfindung betrifft eine Leitungskupplung an einer selbsttätigen Mittelpufferkupplung für Schienenfahrzeuge, die in oder an dem Kupplungskopf längs des Anstellweges axial durch seitliche Leitflächen geführt und durch eine von der Gegenkupplung betätigbare Ansteuervorrichtung verschiebbar angeordnet ist und deren Stirnfläche Zentrierorgane bzw. Greifer aufweist.
Es ist bereits eine Kupplung bekannt, bei der die Leitungskupplung innerhalb des Kupplungskopfes eine labile Lage einnimmt, also gegenüber dem Kupplungskopf keinerlei Führung erhält. Diese Leitungskupplung wird erst unmittelbar vor Abschluss des Kuppelvorganges in eine bestimmte Lage geführt, indem die an der Vorderseite der Leitungskupplung angeordneten Zentrierorgane in Form von Klauen mit entsprechenden Klauen der Gegenkupplung in Eingriff kommen. Gemäss einer Weiterbildung dieser Leitungskupplung sind an ihrem äusseren Umfange obere und untere Vorsprünge angeordnet, welche mit an der oberen bzw. unteren Wand der Kanalbegrenzung vorgesehenen Führungsbahnen zusammenwirken.
Dadurch erhält die Leitungskupplung in ihrer Ruhestellung zwar eine genaue, stabile Lage gegenüber dem Kupplungskopf, nimmt aber unmittelbar nach Beginn des Kuppelvorganges wieder die bereits erwähnte labile Lage ein, was durch die V-förmige Ausbildung der Führungsbahnen bedingt ist.
Auf Grund dieser labilen Lage der Leitungskupplung während fast des gesamten Kuppelvorganges weist diese bekannte Lösung den Nachteil auf, dass die miteinander zu kuppelnden Leitungskupplungen leicht aneinander vorbeifahren und damit Kuppelversager eintreten können. Diesem Mangel könnte dadurch begegnet werden, dass entweder das Spiel zwischen der Leitungskupplung und dem Kupplungskopf abnormal gering oder die an der Vorderseite der Leitungskupplung angeordneten Zentrierorgane abnormal gross ausgebildet werden.
Beide Möglichkeiten weisen jedoch ebenfalls Nachteile auf. Wird das Spiel gering gehalten, so kann nicht mehr die erforderliche und durch das Kupplungsspiel bedingte Bewegungsfreiheit der Leitungskupplungen im gekuppelten Zustand gewährleistet werden. Eine übermässige Vergrösserung der Zentrierorgane führt zu einem höheren Gewicht sowie zu grösseren Einbaumassen der Leitungskupplung, was weitere Nachteile mit sich bringt.
Weit grösser werden die geschilderten Nachteile der bekannten Lösung noch, wenn die Leitungskupplung nicht wie bei der vorliegenden Ausführung in einem Winkel von weniger als 450 zur Kupplungslängsachse, sondern in einem Winkel von mehr als 45 zur Kupplungslängsachse angeordnet wird, da dann auf Grund der veränderten Lage der Leitungskupplungen eine wesentlich grössere Bewegungsfreiheit der gegenseitig gekuppelten Leitungskupplungen gegenüber dem Kupplungskopf notwendig wird. Eine derartige Veränderung der Zustellrichtung der Leitungskupplung wird aber angestrebt, da damit bezüglich der Zustellung der Leitungskupplung günstigere übersetzungsverhältnisse und Zustellwege erzielt werden können.
Zweck der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu beseitigen und damit die Möglichkeit des Auftretens von Kuppelversagern auszuschliessen.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine selbsttätige Mittelpufferkupplung für Schienenfahrzeuge mit Leitungskupplung zu schaffen, bei der die Leitungskupplung während des gesamten Kuppelvorganges einer bestimmten Führung unterliegt und in Kuppelstellung ein beliebig grosses Spiel gegenüber dem Kupplungskopf erhalten kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die seitlichen Leitflächen des Kanals im Bereich der hinteren Endlage der Leitungskupplung zur exakten linearen Führung der Leitungskupplung parallel zu deren Anstellrichtung verlaufen und im anschliessenden vorderen, der Kuppelstellung näheren Bereich, zwecks Erzielung einer begrenzten Abweichung von der Mittenstellung der Leitungskupplung, schräg nach vorne sich pyramidenförmig erweitern und dass die Leitungskupplung den Leitflächen zugeordnete und an diesen während des Ankuppeln zeitweilig gleitende Führungsflächen aufweist, die an ihrer der Gegenkupplung abgewandten Seite analog den vorderen Bereichen der Leitflächen des Kanals schräg nach hinten pyramidenförmig verjüngt sind, wobei die am äusseren Umfang der Leitungskupplungen vorgesehenen,
über die jeweils der Gegenkupplung zugekehrten Stirnseiten der Leitungskupplungen hinausragenden und gegeneinander wirkenden Greifer beim Heraustreten der Führungsflächen der Leitungskupplung aus dem parallelverlaufenden Bereich der Leitflächen des Kanals die weitere Führung der Leitungskupplungen übernehmen.
Diese erfindungsgemässen Lösungen haben den Vorteil, dass in der Kuppelstellung das notwendige Spiel zwischen der Leitungskupplung und dem Kupplungskopf innerhalb einer bestimmten verhältnismässig hoch liegenden Höchstgrenze in beliebiger Grösse gewährleistet werden kann, ohne auf eine bestimmte Führung der Leitungskupplung während des gesamten Kuppelvorganges verzichten zu müssen. Damit ist auch bei den erfindungsgemässen Lösungen die Möglichkeit des Eintretens von Kuppelversagern mit ihren Folgen auf Grund des aneinander Vorbeifahren der Leitungskupplungen völlig ausgeschlossen, da die Leitungskupplung den Führungsbereich der in dem Kanal des Kupplungskopfes angeordneten Leitflächen und der an der Leitungskupplung enthaltenen Führungsflächen erst dann verlässt, wenn die an den Leitungskupplungen angeordneten Greifer gegeneinander wirken.
Die Erfindung ist nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 die Vorderansicht einer erfindungsgemässen Leitungskupplung, den Kupplungskopf nur teilweise dargestellt ; Fig. 2 die Draufsicht auf zwei erfindungsgemässe Leitungskupplungen während des Kuppelvorganges, die Kupplungsköpfe nur teilweise im Schnitt dargestellt ; Fig. 3 die Vorderansicht einer weiteren erfindungsgemässen
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Leitungskupplung und Fig. 4 die Draufsicht auf zwei dieser weiteren erfindungsgemässen Leitungskupplungen während des Kuppelvorganges, die Kupplungsköpfe nur teilweise und im Schnitt dargestellt.
In Fig. 1 weist die in einem Kanal --1-- des Kupplungskopfes --2-- angeordnete Leitungskupplung
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eines Zentrierkegels --9-- und einer entsprechenden Zentrieraussparung--10--.
Aus Fig. 2 ist neben der genauen Ausbildung der einzelnen Führungs- und Zentrierelemente vor allem deren Wirkungsweise ersichtlich.
In Ruhestellung sowie in der ersten Phase des Kuppelvorganges ist die Leitungskupplung --3-- mit ihren Führungsflächen--4--genau zwischen den Leitflächen --5-- des Kanals --1-- des Kupplungskopfes - 2-- geführt und befindet sich damit gegenüber dem Kupplungskopf --2-- in einer stabilen Lage.
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--5-- undLeitungskupplung--3--nicht mehr gegenüber dem Kupplungskopf--2--, sondern gegenüber der Leitungskupplung --3'-- der Gegenkupplung geführt, indem sich die Greifer--7 ; 7'--der
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Kuppelvorganges nicht gegeneinander ausweichen, sondern werden durch die Greifer-7 ; 7'--in eine einheitliche Richtung geführt, bis sie in den Greifbereich der Zentrierkegel--9 ; 9'--gelangen und die endgültige Zentrierung der Leitungskupplungen-3 ; 3'--durch den Zentrierkegel --9-- in der Zentrieraussparung--10'--und den Zentrierkegel --9'-- in der Zentrieraussparung--10--übernommen wird.
Die nur in einer Querrichtung vorgesehene Führung der Leitungskupplung--3--durch den Greifer --7-- ergibt sich daraus, dass sich in der Praxis die beiden Leitungskupplungen--3 ; 3'--, bedingt durcb die beim Kuppelvorgang auftretenden Massenkräfte sowie durch die auf die Leitungskupplung--3--wirkende Angriffskraft des Zustellhebels der nicht dargestellten Ansteuervorrichtung, nur nach einer bestimmten Seite bewegen und damit auch nur nach dieser bestimmten einen Seite ausweichen können.
In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere erfindungsgemässe Leitungskupplung--3--dargestellt, die bezüglich der Führung innerhalb des Kanals --1-- des Kupplungskopfes --2-- der bereits erläuterten Ausführung nach den Fig. 1 und 2 entspricht. Im Gegensatz zu dieser Ausführung besitzt die Leitungskupplung--3--nach den Fig. 3 und 4 jedoch an ihrer oberen Begrenzung--6--und an ihrer unteren Begrenzung --11-- vorzugsweise diagonal angeordnete Greifer--7--und diesen jeweils zugeordnet Anschlagnocken-12--, welche zu den
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Ausführung, die Greifer--7--der Leitungskupplung--3--mit dem Greifer --7'-- der Leitungskupplung --3'-- zusammenwirken, Im weiteren Verlauf des Kuppelvorganges werden die Greifer--7 bzw.
7'--jeweils in die Aussparungen-13'bzw. 13-, welche durch die Greifer --7'bzw. 7-- und die Anschlagnocken - bzw. 12--gebildet werden, geführt und damit die Leitungskupplungen-3 und 3'--gegeneinander zentriert. Damit kann bei der weiteren erfindungsgemässen Leitungskupplung --3-- nach den Fig. 3 und 4 auf die Zentrierorgane in Form der Zentrierkegel --9-- und Zentrieraussparungen --10-- verzichtet werden.
Dadurch wird es möglich, die Breite der Leitungskupplung--3-zu verringern, woraus sich günstigere Einbaumasse der gesamten Leitungskupplung ergeben.
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