AT218253B - Verfahren zur Herstellung von Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffen 
 EMI1.1 
 vinylchlorid-Pulver mit einem geeigneten Treibmittel versetzt, die Mischung in gasdicht schliessenden Formen aufheizt, abkühlt und den so entstandenen Rohling unter nochmaliger Wärmeeinwirkung expandiert. Es entstehen auf diese Weise Schaumstoffe mit einem spezifischen Gewicht bis zu zirka 0,08. Will man Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffe mit wesentlich geringerem spezifischem Gewicht herstellen, ist die Zugabe eines flüssigen Reagenzes erforderlich, das in der zweiten Stufe des Arbeitsprozesses, dem Expandieren, die Zellstruktur weich hält, damit das in den Zellen unter Überdruck stehende Gas den Schaumstoff leichter und daher mit höherem Wirkungsgrad expandieren kann. Durch nachträgliche Verflüchtigung in der Wärme entfernt man die flüssige Komponente und erhält einen harten Schaumstoff. 



   Als flüssige Komponenten wurden bisher als Lösungsmittel auf den Kunststoff wirkende Reagenzien, wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran,   Tetrachloräthan   und Aceton, oder Nichtlöser, wie höher siedende Benzine und Alkohole, vorgeschlagen. Die Konzentration der als Lösungsmittel wirkenden Substanzen wird indenRezepturen mit   201o   und darüber angegeben, oft unter weiterer Mitverwendung eines Weichmachers. 



  Es zeigte sich jedoch, dass dieser hohe Lösungsmittelanteil eine Reihe von Nachteilen bringt, durch welche die grosstechnische Herstellung von leichten Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffen sehr erschwert wird. 



  Steigt der Anteil, z. B. des Methylenchlorids, in einer Mischung aus 100 Teilen Polyvinylchlorid, 90 Teilen Trichloräthylen und 15 Teilen Treibmittel, über etwa   311/0,   so tritt beim Einmischen infolge des Lösevermögens in wenigen Augenblicken eine starke Andickung ein, welche die homogene Verteilung der Komponenten verhindert und die Lagerfähigkeit der Mischung stark beeinträchtigt. Auch die Verarbeitbarkeit der Mischung verschlechtert sich wesentlich. Dies zeigt sich darin, dass die Mischung eine krümelige Konsistenz annimmt, die vor dem Einfüllen in die Druckform eine Tablettierung erfordert. Noch unangenehmer ist, dass die Platten bei der Wärmebehandlung in der zweiten Stufe des Prozesses, dem Expandieren, anfangs wohl ausreichend aufblähen, dann aber nach Entnahme aus dem Wärmebad bzw. Heizschrank stark schrumpfen.

   Diese Treibempfindlichkeit ist insbesondere auch dann zu beobachten, wenn man ohne die oben genannten zusätzlichen flüssigen Komponenten arbeitet. 



   Es wurde gefunden, dass man Hart-Polyvinyl-Schaumstoffe aus Mischungen von Polyvinylchlorid, Treibmitteln und Anpastungsmitteln vorteilhaft herstellen kann, wenn man als Anpastungsmittel eine Kombination einer bei normaler Temperatur das Polyvinylchlorid stark lösenden oder quellenden Flüssigkeit und einer bei normaler Temperatur nicht oder wenig lösenden oder quellenden Flüssigkeit verwendet, in der die stark lösende Komponente bis zu   e,   bezogen auf das Polyvinylchlorid, enthalten ist. 



   Geeignete, bei normaler Temperatur das Polyvinylchlorid stark lösende oder quellende Flüssigkeiten sind beispielsweise Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, Tetrachloräthan. Als nicht oder wenig lösende bzw. quellende Flüssigkeiten lassen sich beispielsweise Ketone und einzelne chlorierte Kohlenwasserstoffe,   wie Trichlor-, Tetrachlor-undperchloräthylen,   verwenden. 



   Vermischt man das Kunststoffpulver, das zirka   13% Treibmittel   enthält, im   Verhätlnis   1   : 1   mit dem Lösungsmittelgemisch, kann die Mischung in einem verschlossenen Gefäss längere Zeit aufbewahrt werden, ohne von   der Qualität ihrer Konsistenz   und Verarbeitbarkeit wesentlich einzubüssen.

   Gleichzeitig erweist sich dieser geringe Anteil an stark lösender Komponente als ausreichend, um selbst mit dem für Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoff relativ geringen Anteil von le Treibmittel zu einem spezifischen 

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 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Gesamtmenge <SEP> Konsistenz <SEP> spezifisches <SEP> Gewicht
<tb> Anpastungsflüssigkeit
<tb> 110 <SEP> breiig <SEP> 0,04
<tb> 100 <SEP> breiig <SEP> 0, <SEP> 04
<tb> 90 <SEP> breiig <SEP> 0,04
<tb> 80 <SEP> krümelig <SEP> 0,04
<tb> 70 <SEP> krümelig <SEP> 0,04
<tb> 60 <SEP> krümelig <SEP> 0,04
<tb> 50 <SEP> krümelig <SEP> 0, <SEP> 1
<tb> 
 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   AnpastungsflüssigkeitBeispiel: 100 Teile Polyvinylchlorid, 80 Teile Trichloräthylen, 20 Teile Isopropylalkohol, 3 Teile Methylenchlorid, 18 Teile   Diphellylsulfon-3,   3'-disulfhydrazid und 3 Teile Natriumbicarbonat werden zu einer cremeartigen Mischung verrührt und in eine gasdicht schliessende   Form l on   200 cm und einer Tiefe von   2fj     nun   gespachtelt. Man erhitzt die Form   23 Minuten   auf 1700, kühlt die Mischung ab, entforint den Rohling und expandiert ihn in 900 heissem Wasser. Der Schaumstoff kommt sodann, um die flüssigen Zusatzstoffe zu entfernen, 8 Tage in einen   Umluftwärmeschrank,   welcher auf   7 !) o   eingestellt ist und erreicht nach dieser Zeit ein spezifisches Gewicht von 0,03.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von harten Polyvinylchlorid-Schaumstoffen unter Druck aus Mischungen von Polyvinylchlorid, Treibmittel und Anpastungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man als Anpastungsmittel eine Kombination aus einer bei normaler Temperatur stark lösenden oder quellenden Flüssigkeit und einer oder mehreren bei normaler Temperatur wenig bzw. nicht lösenden oder quellenden Flüssigkeit verwendet, wobei die stark lösende Komponente bis zu 6%, bezogen auf das Polyvinylchlorid, in dem Fliissigkeitsgemisch enthalten ist.
AT827959A 1959-06-06 1959-11-16 Verfahren zur Herstellung von Hart-Polyvinylchlorid-Schaumstoffen AT218253B (de)

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