AT218156B - Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus flüssigen Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus flüssigen KohlenwasserstoffenInfo
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- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
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Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus flüssigen
Kohlenwasserstoffen
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trennen und jede für sich abgezogen werden kann. Die nunmehr vom H S befreiteKohlenwasserstoffflüssig- keit wird aus dem oberen Teil des Abscheiders abgezogen, während die vermittels oxydierenden Gases regenerierte Waschflüssigkeit zusammen mit S aus dem unteren Teil des Abscheiders abgezogen und, beispielsweise durch Filtration, vor der Rückführung in die Mischkolonne vom S abgetrennt wird.
Das Verfahren kann absatzweise ausgeführt werden, wobei die wässerige alkalische Lösung mit den H S-haltigen flüssigen Kohlenwasserstoffen zur Reaktion gebracht wird, bis der H S vollständig entfernt ist und die ganze oder ein Teil der Anthrachinonverbindung in Abhängigkeit von den gewählten Reaktionsbedingungen vollständig oder teilweise zur Leukoform reduziert ist, worauf die Lösung mit 0 oder einem diesen enthaltenden Gas regeneriert wird. Der ausgefallene S kann entweder vor oder nach der Regenerierung der Lösung aus derselben entfernt werden.
Die Anthrachinondisulfosäuren und deren Gemische haben die folgenden Eigenschaften, welche sie für die Zwecke des erfindungsgemässen Verfahrens besonders vorteilhaft machen :
1. Sie sind stabile Verbindungen, welche unter den Verfahrensbedingungen, wie beispielsweise der Gegenwart von Eisen und Alkali, keine Zersetzung erleiden und unbegrenzt oft mit geringem oder gar keinem Verlust wieder eingesetzt werden können.
2. Sie sind ungiftig.
3. Sie sind sowohl im oxydierten als auch im reduzierten Zustand wasserlöslich.
4. Sie haben einen günstigen Preis.
5. Sie sind reaktionsschnell'sowohl hinsichtlich der Reduktion als auch hinsichtlich der Oxydation, u. zw. in dem Masse, dass sie das Verfahren in ökonomischer Weise auszuüben gestatten.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können Rohbenzol- oder Erdölprodukte, welche H S enthalten, zur vollständigen Entfernung desselben in einer einzigen Arbeitsstufe behandelt werden. Dem Verfahren kommt gegenüber älteren Verfahren dieser Art der zusätzliche Vorteil zu, dass S in verkaufsfähiger Form gewonnen wird.
In der Zeichnung illustriert Fig. 1 schematisch eine zur Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens nach Beispiel 1 geeignete apparative Anordnung. Fig. 2 zeigt eine zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens im Sinne des Beispieles 2 geeignete apparative Anordnung.
Die Art und Weise, wie das erfindungsgemässe Verfahren ausgeübt wird, ist in den folgenden Beispielen illustriert.
Beispiel l : Es wird eine Apparatur, wie sie schematisch in Fig. 1 dargestellt ist, verwendet. Ein wasserstoffraffiniertes Öl mit einem ursprünglichen HS-Gehalt von 0, 29 Gew.-% wird von einem Vorratsbehälter 1 der Eingangsseite einer Pumpe 2 zugeleitet, welcher auch eine Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird, die auf 100 Gew.-Teile enthält :
0,5 Gew.-Teile einer handelsüblichen Anthrachinondisulfosäure (58go 1, 5 - Anthrachinondisulfosäure, 29% 1,8 - Anthrachinondisulfosäure, 2,4% 1,6 - Anthrachinondisulfosäure und 10, 6% 7 - Anthrachinondisulfosäure) und 98, 5 Gew.-Teile Wasser, das durch Zugabe von 1 Teil Alkali (NaCO/NaHCO) auf den pH-Wert 9 eingestellt wurde. Diese Flüssigkeit wird aus dem Behälter 3 zugeführt. Die Pumpe 2 fördert das Gemisch aus Öl und Flüssigkeit in ein Extraktionsgefäss 4, in welchem es turbulent aufwärts strömt, während die Reaktion vor sich geht, wobei H S absorbiert und unter Freisetzung von S oxydiert und Anthrachinondisulfosäure reduziert wird.
Durch Leitung 5 wird dem Gefäss 4 Luft zugeführt und die Anthrachinondisulfosäure im oberen Teil des Gefässes 4 aufoxydiert.
Das Gemisch geht dann durch eine Leitung 6 zu einer gefüllten Kolonne 7, die im oberen Teil eines Abscheiders 8 angeordnet ist. In der Kolonne 7 entweicht die Luft und zerlegt sich das Gemisch, worauf sich im Abscheider 8 die ölige und die wässerige Phase voneinander trennen. Das gereinigte Öl gelangt vom Kopf des Abscheiders 8 zu einem Sammelgefäss 9, während die wässerige Flüssigkeit vom Boden des Abscheiders einem Vakuumdrehfilter 10 zugeleitet wird, welches aus derselben den Schwefel entfernt, worauf die wässerige Flüssigkeit in den Behälter 3 gelangt.
Die Einsatzstoffe werden in einem relativen Verhältnis von 3 Volumina Luft und 2 Volumina wässerige Flüssigkeit auf 1 Volumen Öl eingesetzt. Die Strömungsgeschwindigkeit ist so gewählt, dass in dem Öl im Sammelbehälter 9 kein H S vorhanden ist.
Beispiel 2 : Es wurde eine apparative Einrichtung entsprechend Fig. 2 verwendet. Öl mittlerer Siedegrenzen mit einem Gehalt von 0, 061o H S wird aus einem Vorratsbehälter 11 dem Boden eines Gegenstromextraktionsgefässes 12 von der Type, die üblicherweise als ein Drehscheibenkontaktgefäss be-
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enthält :chem sich die gesamte im Öl enthaltene wässerige Flüssigkeit ausscheidet und über Leitung 16 zu dem Gefäss 12 zurückkehrt, während das Öl in ein Sammelgefäss 17 weiterfliesst. Die wässerige Flüssigkeit verlässt das Gefäss 12 am Boden und tritt in einen Abscheider 18 ein, in welchem sich das in ihr enthaltene Öl abscheidet und über Leitung 19 in das Gefäss 12 zurückläuft.
Die wässerige Flüssigkeit gelangt über ein Überlaufrohr 20 in ein Drehscheibenkontaktgefäss 21, das als Oxydierraum dient. Es wird Luft durch eine Messanordnung 22 eingeblasen und verlässt den Oxydierraum durch die Leitung 23. Die den Oxydierraum 21 verlassende Flüssigkeit geht zur Herausnahme des Schwefels über ein Vakuumfilter 24 und wird aus dem Filtratsammelbehälter 25 mittels der Pumpe 26 dem Gefäss 13 zugespeist. Der Öl-und der Flüssigkeitsstrom sind durch die Ventile 27 und 28 geregelt.
Der Ölstrom ist so eingestellt, dass das in den Sammelbehälter 17 gelangende Öl von H S frei ist. Das erforderliche Flüssigkeitsvolumen ist zweimal so gross wie das Ölvolumen und die für die Regenerierung der Flüssigkeit erforderliche Luftmenge ist dreimal so gross wie das Ölvolumen.
Beispiel 3 : Ein Öl, wie es in Beispiel 2 beschrieben wurde, wird in einer Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit einer Flüssigkeit behandelt, die auf 100 Gew.-Teile enthält : 0, 2 Teile Dinatriumsalz von 2,6/2, 7 - Anthrachinondisulfosäure, 2 Teile Borax und genügend Borsäure, um den pH-Wert auf 8,8 zu erniedrigen, Rest Wasser. Es wird unter den in Beispiel 2 beschriebenen Bedingungen gearbeitet. Es wird
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2,6/2, 7-Anthrachinondisulfosäure, 3 Teile NaCO und genügend Essigsäure, um den pH-Wert auf 8,8 zu erniedrigen, Rest Wasser. Die Einsatzstoffe werden im Verhältnis von 3 Volumina Luft und 1 Volumen wässerige Flüssigkeit auf 1 Volumen Benzol eingespeist und die Strömungsverhältnisse sind so geregelt, dass das ablaufende Benzol keinen H S enthält.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigen Kohlenwasserstoffe unter Oxydation von H2S und Freisetzung von S mit einer wässerigen alkalischen, eine oder mehrere Anthrachinondisulfosäuren enthaltenden Waschflüssigkeit in Berührung gebracht werden und die reduzierten Anthrachinondisulfosäuren bzw. -säure mit freiem 02 oder einem diesen enthaltenden Gas wieder aufoxydiert werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung eines Gemisches isomerer Anthrachinondisulfosäuren verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung eines Gemisches mit einem Gehalt an 2, 6 - und 2, 7 - Anthrachinondisulfosäure verwendet wird.4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung eines Gemisches mit einem Gehalt an 1, 5 - und 1, 8 - Anthrachinondisulfosäure verwendet wird.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung durch die Zugabe von Alkali oder einer organischen Base auf den gewünschten pH-Wert von über 7 gebracht wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zur Entfernung des freien S entweder vor oder nach ihrer Regenerierung durch ein Filter geschickt wird.7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenwasserstoffund die Waschflüssigkeit im Gegenstrom durch einen Wäscher geführt werden und die gebrauchte Waschflüssigkeit zusammen mit einem aus freiem Sauerstoff bestehenden oder diesen enthaltenden Gas einem Oxydationsturm zugeleitet wird, in welchem der Einsatz zur Rückführung in den Wäscher aufoxydiert wird.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenwasserstoffund die Waschflüssigkeit im Gleichstrom durch eine Mischkolonne geschickt werden, welcher ein aus freiem Sauerstoff bestehendes oder diesen enthaltendes Gas zugeführt wird und in der eine turbulente Strömung herrscht.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung in der bei der Durchführung des Verfahrens verwendeten Vorrichtung mit Eisen in Berührung gebracht wird, indem zumindest ein Teil derselben aus Eisen besteht.
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