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Handbetätigbares Steuergerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein. handbetätigbares Steuergerät mit einem um ein Drehzentrum in einer oder in zwei Koordinatenrichtungen von Hand aus verschwenkbaren Steuergriff zur Gewinnung von entsprechenden Steuergrössenkomponenten für einen in Abhängigkeit von diesen Steuergrössenkomponenten entsprechend steuerbaren Körper.
Bei derartigen Geräten wirkt eine Bedienungsperson in einem Regelkreis als Vermittler, wobei sie die Aufgabe hat, mittels ihrer Sinnesorgane die Differenz zwischen einem Istzustand und einem Sollzustand nach Vorzeichen und Grösse festzustellen und den Steuergriff am Steuergerät entsprechend zu verstellen, um den Istzustand in den Sollzustand überzuführen bzw. die Abweichungen des Istzustandes vom Sollzustand dauernd unter einem zulässigen Grenzwert zu halten.
Es kann sich beispielsweise darum handeln, eine fernlenkbare Panzerabwehrrakete dauernd in der Visiergeraden zwischen dem Auge des Schützen und einem zu treffenden Panzerwagen zu halten, d. h. der fliegenden Rakete Lenkbefehle"links-rechts"bzw."auf-ab"zu übermitteln, die geeignet sind, die Rakete ständig in der genannten Visiergeraden zu halten. Es gibt noch eine Menge andersartiger tech nischer Steuerungen, bei denen unter Beiziehung einer beobachtenden und steuernden Person dieselben Probleme auftreten.
Bei derartigenSteuerungenhandelt es sich letzten Endes immer darum, zu verhindern, dass sich unwillkürliche und unvermeidliche Zuckbewegungen der steuernden Hand auf das gesteuerte Organ auswirken können, weil derartige Störimpulse geeignet sind, die gewollte Bewegung des zu steuernden Körpers zu stören und z. B. unerwünschte und kaum wieder innerhalb einer bestimmten Frist ausgleichbare Schwingbewegungen des gesteuerten Körpers um die mittlere Bewegungsbahn einzuhalten bzw. um ihren Bestimmungsort zu erreichen.
Es ist schon versucht worden, die Wirksamkeit derartiger Störimpulse durch eine entsprechende mechanische Dämpfung der Steuerknüppel-Bewegung oder durch Glättung der erzeugten Steuerkomponenten zu verkleinern. Diese Versuche haben aber nicht zu brauchbaren Erfolgen geführt, weil dadurch die gewollten Steuerbewegungen auch entsprechend erschwert bzw. in ihrer Auswirkung stark beeinträchtigt wurden.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass ungewollte Handbewegungen am besten dann vermieden werden können, wenn die Hand auf einer feststehenden Fläche abgestützt wird, wobei die gewollten Steuerbewegungen durch Verminderung des Auflagedruckes bzw.. durch Abheben der Finger von der feststehenden Auflagefläche vollkommen frei ausführbar sind.
Unter Auswertung dieser Erkenntnis ist das erfindungsgemässe Steuergerät dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Steuergriff aus einer Vertiefung in einer zum Drehzentrum koaxialen Kugelhaube des Gerätegehäuses vorsteht und am vorstehenden Ende eine den Lichtraum dieser Vertiefung übergreifende Handauflageplatte trägt, deren innere Fläche koaxial zur Kugelhaubenfläche gekrümmt ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung im Schnitt schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In zwei fest mit dem Gehäuse verbundenen Wandteilen 11 sind mittels Lagern 12 von einem Kardanrahmen 1 abstehende Wellenzapfen 13 frei drehbar gelagert, wobei an einem oder an beiden Wellenzapfen 13 beispielsweise drehbare Schleifkontakte von an den feststehenden Wandteilen 11 montierten Potentiometern 14 sitzen.
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Im Kardanrahmen 1 ist eine zur Achse der Wellenzapfen 13 querstehend angeordnete Tragwelle 15 für eine Steuerstange 3 frei drehbar gelagert, wobei diese Welle 15 um den Schnittpunkt der Tragwelle 15 und der Wellenzapfen 13 Schleifkontakte von am Kardanrahmen 1 befestigten Potentiometern 16 trägt. Die Potentiometer sind in einer elektrischen Schaltungsanordnung eingebaut, um Steuergrössen zu erzeugen, die dem eingestellten Drehwinkel ihrer Schleifkontakte entsprechen. So kann also die Steuerstange 3 um den Schnittpunkt der Wellenachsen 13 und 15 als Drehzentrum in zwei Koordinatenrichtungen X und Y von Hand aus frei verschwenkt werden, wobei z. B. an den Ausgängen der Potentiometer 14, 16 entsprechende Steuerkomponenten x, y in Form von elektrischen Steuerspannungen gewonnen werden.
Die Steuerstange 3ist da :) ei innerhalb einer trichterförmigen Vertiefung 20 einer zum Drehzentrum koaxial angeordneten Kugelhaubenfläche 21 des Steuergerätes untergebracht und steht mit seinem äusseren Ende aus diesem vor.
Eine am vorstehenden Ende der Steuerstange 3 befestigte, den Lichtraum der Vertiefung 20 nach allen Seiten übergreifende Handauflageplatte 30 hat eine zur Kugelhaubenfläche 21 koaxial gekrümmte Innen- fläche und trägt auf der Aussenfläche geeignete Grifforgane, z. B. einen Griffzapfen 31 oder einen Ring oder Vertiefungen für die Hand- und Fingerkuppen usw. Wenn nun die steuernde Person ihre Hand H (strichpunktiert eingezeichnet) auf diese Platte 30 auflegt, so ist es ihr möglich, zum Ruhighalten die Finger-und den Handwurzelballen auf der Kugelhaubenfläche 21 abzustützen und zum gewollten Verschwenken der Steuerstange 3 diese Auflage so weit zu lockern, dass eine freie Verdrehung möglich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handbetätigbares Steuergerät mit einem um ein Drehzentrum in einer oder zwei Koordinatenrichtungen von Hand aus verschwenkbaren Steuerorgan, z. B. einer Stange zur Gewinnung von entsprechen-
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Steuergrössenkomponontenfür einen in Abhängigkeit von diesen Steuergrössenkomponentensteuerbaren Körper, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstange (3) aus einer Vertiefung (20) in einer zum Drehzentrum koaxialen Kugelhaube (21) vorsteht und am vorstehenden Ende eine den Lichtraum dieser Vertiefung (20) übergreifende Handauflageplatte (30) trägt, deren innere Fläche koaxial zur Kugel- haubenfläche gekrümmt ist.