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Anbaumöbel
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Patentes Nr. 205702 ; Gegenstand dieses Patentes ist ein Anbaumöbel mit einem im Querschnitt rechteckigen Gestell, welches aus Rahmen und/oder Platten zusammengefügt ist und bei welchem die zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit je einer steifen Platte, z. B. aus Sperrholz, Hartfasermaterial od. dgl., verkleidet sind, wobei an einer Schmalseite des auf diese Weise gebildeten Kastens mindestens eine Abstellplatte mit einem Teil ihrer Länge lösbar eingesetzt ist.
Dieses Anbaumöbel wird erfindungsgemäss dadurch weiter ausgestaltet, dass die Abstellplatte unsymmetrische Form besitzt, um eine senkrechte Kastenkante waagrecht schwenkbar ist und der innerhalb des Kastens befindliche Teil der Abstellplatte in Richtung zum eingeschobenen Ende der Abstellplatte abnehmende Breite besitzt.
Durch diese Ausbildung wird eine bei Bedarf mögliche Näherbringung der Abstellplatte durch Ausschwenken um eine senkrechte Kastenkante des Anbaumöbels erreicht und die besondere Verwendung als schwenkbare Servierplatte ermöglicht, z. B. als Kopfteil zu Betten und Liegemöbeln.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch eine schwenkbare Abstellplatte. Fig. 2 stellt zwei Stellungen einer ausschwenkbaren Abstellplatte am Anbaumöbel dar. Fig. 3 veranschaulicht einen beispielsweisen inneren Aufbau, als tragenden Teil des Anbaumöbels. Fig. 4 dient der Erläuterung der Schmalseite des Anbaumöbels ohne Abstellplatte und einer zweiten sowie einer besonders vereinfachten dritten Ausführungsform des Anbaumöbels.
Wie Fig. 1 zeigt, weist die Abstellplatte eine unsymmetrische Form auf und besteht aus dem am Anbaumöbel vorstehend sichtbaren und flächenmässig grösseren Teil 1 und dem eingeschobenen Teil 2. Die angenommene Längsachse 3 als ungefähre Mittellinie des Teiles 1 bildet mit ihrer Verlängerung die Grundlinie des Teiles 2 und im Schnittpunkt beider Teile den am Kasten 13 gedachten Anschlag 4. Eine in der Plattenebene liegende Senkrechte auf die Längsachse 3 im Anschlag 4 ergibt den Anschlag 5, welcher als Doppelanschlag am Kasten gedacht ist. Vom Anschlag 5 in Richtung zum Ende 6 der Abstellplatte erfährt der eingeschobene Teil 2 gegenüber der Längsachse 3 eine keilförmige Ausbildung bzw.
Abschrägung 7, welche je nach Ausführung auch eine abgerundete oder ovale Linie bilden kann. Der am Anbaumöbel breitere, sichtbare Teil 1 der Abstellplatte kann an den Ecken 11,12 sowie bei bestimmten Ausführungen auch an den Anschlägen 4,5 teils abgerundet oder durch eine verlaufende Linie ersetzt werden bzw. eine dem Erfordernis, Bedarf und Geschmack Rechnung tragende Form aufweisen.
Fig. 2 stellt die Normalstellung 1. 4 und die Ausschwenkstellung 15 der Abstellplatte am Anbaumöbel dar. Der eingeschobene Teil 2 der Abstellplatte befindet sich im Kasten 13 unter den Stegen 16,17 (Fig. 3), welche ein Ausheben und Abkippen der Abstellplatte verhindern. In der Normal-Stellung 14 ist die Kante zwischen dem Anschlag 4 und dem Ende 6 der Laufleiste 18 zugekehrt. In Ausschwenkstellung 15 kommt die Abschrägung 7 an die Laufleiste 19 zum anliegen. Die Stege 16,17 sind in die Laufleisten 18,19 so weit eingelassen, dass die Schublade 20 darüber hinweggleiten kann. Zweckentsprechend wird dabei Steg 16, dem beschriebenem Kreisbogen des Endes 6 zufolge, schräg mittels Mutterschrauben befestigt ; beide Stege bestehen aus Bandeisen.
Das Fixieren der Abstellplatte in ihrer jeweiligen Stellung 14,15 Kann durch eine Sperre, Schnapper bzw. auch durch ein Einrasten von Zapfen in Schlitze zwischen Laufleisten 18, 19 und den Längskanten des eingeschobenen Teiles 2 erfolgen, wobei
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diese Möglichkeiten miteinander kombiniert werden können. Da der eingeschobene Teil 2, der Anschlag 4 sowie die senkrechte Kastenkante 21 einer gewissen Reibung bzw. Abnützung ausgesetzt sind, werden diese durch einen Metallbelag 10 oder durch Kunststoff geschützt.
Fig. 3 zeigt eine beispielsweise Zusammenstellung eines aus einzelnen Rahmen bekannter Art gebildeten Gestelles, welches seitlich durch die mit 22, 23 angedeuteten Platten verkleidet ist und zusammen den tragenden Teil des Anbaumöbels bildet. Die Enden der waagrecht auslaufenden Rahmen sind durch Eckleisten 24, 25 an den zwei Schmalseiten des Gestelles verbunden. Um bei extremer Belastung der Abstellplatten ein Abreissen der waagrechten Rahmenenden zu verhindern, weisen diese Eckleisten Einschnitte 26 auf und können ausserdem vor dem Verkleiden mit den Platten 22, 23 mittels eingelassener Schraub- drähte 27 (Torbandschrauben) verbunden werden, so dass auch bei der Verschraubung zu Betten eine einwandfreie Gewähr besteht.
Der symmetrische Aufbau des Kastens 13 nach Fig. 3, bei welchem der Rahmen 37 die Mitte bildet, erlaubt, wie dargestellt, die Links- wie Rechtsverwendung des Anbaumöbels zu Betten verschiedenster Art und gibt damit die Möglichkeit, den örtlichen Raumverhältnissen, z. B. in Hinblick auf Türen, Fenster oder andere Möbel, weitgehend Rechnung zu tragen. Die Rahmen 28, welche als Zwischenrahmen dienen und den eventuellen Einbau einer zweiten Abstellplatte gestatten, erhöhen die Stabilität des Möbels und können im dargestellten Sinne auch als Fächer verwendet werden, wobei entsprechend die Innenflächen mit Sperrholz, Faserplatten u. dgl. ausgekleidet sind.
Wie Fig. 4 zeigt, kann das Anbaumöbel ober-bzw. unterhalb der Abstellplatte mit an sich bekannten Türen 29, Klappen oder Schubladen 20 ausgestattet werden, wobei solche unterhalb der Abstellplatte an den Längsseiten Ausschnitte aufweisen, um eine Entnahme von Gegenständen bei wenig geöffneter Lade möglich zu machen.
Eine zweite Ausführungsform des Anbaumöbels wird durch einen besonders verkürzten Teil 2 gebildet, welche eine grössere Schwenkbarkeit ermöglicht. Dabei kommt das Ende 6 unter den Steg 17 zu liegen, ein Zapfen 8 schlägt an Steg 17 an. Durch eine Mitnehme-Sperre 9 (Fig. 1), d. i. ein nach unten vorstehender Haken oder Zapfen mit Einschnitt an der Abstellplatte, wird Tür 29 mitgenommen. Die waagrechte Oberkante der Türe 29 erhält dabei einen unter dem Griff 32 eingelassenen Riegel 33, welcher die in dieAusnehmung 34 einrastende Mitnehme-Sperre 9 umschliesstund verriegelt. Um einem Ausheben und Abkippen der Abstellplatte entgegenzuwirken. wird weiters ein zusätzliches Scharnier zwischen Anschlag 4 und senkrechter Kastenkante 21 angebracht.
Zwecks Erlangung besserer Fuss- und Bodenfreiheit beim Ausschwenken der Abstellplatte wird die Türe 29, dem Bedarf entsprechend, formgebend, z. B. keilförmig (30, gestrichelt), abgeschrägt und der damit teilweise sichtbar werdende Innenraum des Anbaumöbels, bei vorheriger Rückversetzung des Rahmens 28 unter anderem, in bereits beschriebener Weise ausgestattet (31).
Es ist möglich, sämtliche, auch die nachfolgendbeschriebenen, Ausführungsformen so auszugestalten und anzuordnen, dass nach Lösen, Wenden und Versetzen der Einzelteile und Beschläge eine Links- wie Rechtsverwendung des Anbaumöbels in kurzer Zeit durchführbar ist. Entsprechend diesem Erfordernis kann auch die Profilleiste bzw. Rundung 36, welche an der Leiste 25 lösbar und unsichtbar befestigt ist, an die andere Schmalseite des Anbaumöbels in vorhandene Löcher 40 Tüttels Mutterschraub-Verbindungen ver- kehrt versetzt werden oder auch eine durchgehende fixe Verlängerung bis unter die Deckplatte 39 bilden bzw. als verbreiterte Eckleisten 25 zu beiden Schmalseiten des Anbaumöbels in Erscheinung treten.
Der durch die Verschiedenartigkeit der schmalseitigen Ausgestaltung des Anbaumöbels voneinander abweichende Einschlag zwischen Abstellplatte und Türe wird bei der zweiten Ausführungsform durch das in der Ausnehmung 34 befindliche Langloch ausgeglichen.
Eine besonders vereinfachte dritte Ausführungsform mit schwenkbarer Abstellplatte wird durch die Anbringung eines kleinen Metallwinkels gebildet, welcher einerseits an Stelle des Beschlages 32,33 (Griff mit Riegel), anderseits anstatt der Mitnehme-Sperre 9 aufgeschraubt wird, so dass eine feste, unverrückbare Verbindung entsteht. Diese Ausführungsform ergibt die Notwendigkeit, sämtliche Scharniere senkrecht übereinander anzuordnen. Das Ausschwenken der Abstellplatte insbesondere bei der zweiten und dritten Ausführungsform kann durch Anbringung von Schnappen, besonderen Wünschen Rechnung tragend, stufenweise erfolgen. Um ein Beschädigen durch Kratzen der beidseitig flächengleichen Abstellplatte zu verhindern, ist neben dem Griff 32 und an der Unterkante 35 der Schublade ein schmaler Filzbelag vorgesehen.
Bei entsprechenden Massverhältnissen des Anbaumöbels können Abstellplatten auch zu beiden Schmal- seiten des tragenden Teiles (Fig. 3) in Anwendung kommen und den Kopfteil (Kopfhaupt) zu Doppelbetten bilden. Es ist möglich, den tragenden Teil (Fig. 3) aufbaumässig durch bekannte Konstruktionsverbindungen zu verändern, Rahmen durch Platten zu ersetzen bzw. umgekehrt. So kann auch ein zweiter senkrechter Rahmen 37 eingesetzt werden oder dieser durch unsymmetrische Bauweise ganz ans Ende gesetzt wer-
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den, wodurch der innere Nutzungsraum (z. B. durch längere Schubladen) vergrössert werden kann. Erforderlichenfalls können dem Anbaumöbel Füsse 38 oder Sockel sowie eine Deckplatte 39 und/oder andere bekannte Formteile beigegeben werden.
Durch eine Verlängerung der vier Eckleisten 24,25 des Anbaumöbels nach unten ist eine besonders stabile Ausbildung zu Füssen möglich, welche in dargestellter (38) oder anderer Form verkleidet werden können.