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Vorrichtung zur Steuerung der Sprühmittelzufuhr von
Presslufthämmern
Es sind Presslufthämmer, insbesondere Abbauhämmer, bekannt, die Sprühdüsen besitzen und das Spruh- mittel meist rund um die Bohrstelle drücken. Dadurch wird der Staub niedergeschlagen-und die durch das Einatmen des Staubes bedingte Entstehung der Staublungenkrankheit bei der Bedienungsmannschaft vermieden.
Bei den bekannten Hämmern muss die Sprühmittelzufuhr durch ein gesondertes, von Hand aus zu betätigendes Ventil gesteuert werden. Dies hat den Nachteil, dass vielfach von der Bedienungsmannschaft das Sprühmittelventil während des Arbeitens mit Absicht nicht geöffnet wird, um eine Belästigung durch das flüssige Sprtihmittel zu vermeiden. Die Gefahr der Erkrankung des Arbeiters, die erst nach geraumer Zeit erkannt wird, wird ausser Acht gelassen. Zur Verhinderung dieser Unachtsamkeit wurden zwar Geräte entwickelt, bei welchen das Sprühmittelventil zwangsläufig gleichzeitig mit dem Pressluftventil gesteuert wird. Hiebei sind der Pressluftanschluss und der Sprühmittelanschluss am Griffkörper des Hammers nebeneinander angeordnet. Der Hammer wird dadurch unhandlich, schwer und auch anfälliger gegen Störungen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Steuerung der Sprühmittelzufuhr zur Bohrstelle vorgeschlagen, wobei rund um den Bohrer eines Drucklufthammers das Sprühmittel zufliesst. Hiebei ist an den Abluftkanal des Hammers eine vorzugsweise auswechselbare, mit einem Sprühmittelventil versehene Vorrichtung angeschlossen, wobei das Sprühmittelventil von der Abluft entgegen der Wirkung einer Rilckstellkraft beaufschlagt wird, so dass die Abluft den Sprühmittelzufluss zur Bohrstelle steuert.
Die Sprtihmittelzufuhr erfolgt hiebei nur während der Arbeitszeit, wodurch eine Belästigung der Bedienungsmannschaft durch unnützen Zufluss des Sprl1hmittels vermieden wird. Der Sprühmittelanschluss befindet sich etwa in der Mitte des Hammerzylinders über der Auspufföffnung. Er ist daher räumlich getrennt von dem meist am Griffkörper angeordneten Pressluftanschluss.
Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Hierin zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt bei Linie B-B der Fig. 1 durch den Schieber. Die Gesamtanordnung des mit dem Erfindungsgegenstand ausgerüsteten Hammers ist aus der Fig. 4 zu ersehen.
Über den Hammerzylinder in der Höhe des Abluftaustrittes wird ein zweiteiliger Ring 1 gelegt. Die beiden Ringhälften sind einerseits mit Ösen 2 versehen. Ein Stift 3, der durch die Ösen der beiden Ring- hälften geschoben ist, verbindet die beiden Ringhälften miteinander. Die beiden andern Seiten der Hälften sind zu Teilen eines Rohrstutzens ausgebildet, über den ein Ring 4 geschoben ist. Um ein Verschie- ben der beiden Ringhälften gegeneinander zu verhindern, kann ein Zentrierstift 5 durch die beiden Teile des Abluftstutzens 7 gesteckt sein. Zwischen die Ringhälften und den Hammerzylinder sind Dichtungsmittel eingelegt. Über den mit einem Gewinde versehenen Stutzen 7 ist die Steuervorrichtung 6 aufgeschraubt, die den Stutzen 8 für die Sprühmittelzufuhr trägt.
Der Kopf 6 besitzt eine axiale Bohrung, in welcher der Kolben gleitet, mit dem einerseits der Schieber 11 und anderseits der Kolbenteller 13 verbunden ist. Über dem Kolben ist eine Schraubenfeder 12 angeordnet, die den Kolben und damit den Schieber 11 in die Schliessstellung drückt. Die Feder 12 stützt sich gegen einen Deckel 14 ab, der den Zylinder nach oben abschliesst. In dem Spruhmittelkanal 10 des Sprühmittelkopfes gleitet der Schieber 11 zur Steuerung der Öffnung der Düse 9, durch die das Sprühmittel entsprechend der Schieberöffnung dem Kanal 10 zugeführt wird. An den Sprühmittelkanal ist ein Rohr oder ein Schlauch angesetzt, welcher das Sprühmittel dem Bohrloch oder einem Sprühring zuführt.
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Die Arbeitsweise dieser Nassspritzeinrichtung ist folgende :
Wenn das Presslufteinlassventil des Hammers geöffnet wird und die Pressluft nach ihrer Arbeitsleistung im Zylinder den Auspuff verlässt, drückt die Abluft einerseits auf die Unterseite des Kolbentellers 13 und anderseits auf die Oberseite des Schiebers 11. Da die Fläche des Kolbentellers, auf den die Abluft auftrifft, grösser ist als die Fläche des Schiebers, wird der Kolbenteller entgegen der Federspannung im Sprühmittelkanal verschoben. Durch diese Bewegung wird der Schieber 11, der mit dem Kolben verbunden ist, mitbewegt und der Düsenquerschnitt-entsprechend der Abluftmenge und dem Druck der Abluft- geöffnet.
Die Federspannung soll so gering sein, dass die Schieberöffnung ohne merklichen Rückstau der Abluft erfolgt. Das Sprühmittel tritt durch die Düse aus und fliesst mit der Abluft durch das Rohr 15 zur Bohrstelle.
Ein besonderer Vorteil der in der Zeichnung dargestellten Ausbildung des Erfindungsgegenstandes besteht darin, dass die Sprüheinrichtung an jedem Presslufthammer nachträglich angebracht werden kann.
Hiebei werden die beiden Ringhälften in der Höhe des Auspuffs über dem Hammerzylinder zusammengeklappt und der Ring 4 aufgeschoben und anschliessend der Sprühmittelkopf 6 angeschraubt. An dem Stutzen 8 wird der Sprühmittelschlauch befestigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Steuerung der Sprühmittelzufuhr rund um den Bohrer von Drucklufthämmern od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abluftkanal des Hammers eine vorzugsweise auswechselbare, mit einem Sprühmittelventil (11) versehene Vorrichtung angeschlossen ist, wobei das Sprühmittelventil von der Abluft entgegen der Wirkung einer Rückstellkraft beaufschlagt wird, so dass die Abluft den Sprühmittelzufluss zur Bohrstelle steuert.