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Vorrichtung zum Prüfen von Geldrollen
Das Prüfen von Geldrollen auf Vollständigkeit und einwandfreien Inhalt bei Banken, grösseren Geschäftshäusern u. dgl. ist an sich zeitraubend. Zur Vereinfachung benutzt man daher oft übliche Küchenwaagen, wobei eine Normalrolle auf einer Waagschale das Gegengewicht bildet. Diese Prüfung ist aber verhältnismässig ungenau, da die einzelnen Geldrollen infolge unterschiedlichen Rollenpapieres und Abnutzung der Münzen Abweichungen aufweisen. Die Benutzung einer normalen Geldrolle, die ja auch derartigen Gewichtsabweichungen unterworfen ist, kann daher zu Fehlern fuhren. Eine genauere Prüfung ist mit Hilfe von Neigungswaagen möglich, derartige Waagen sind jedoch kostspielig, überdies müssten sie, um die Ablesung zu vereinfachen, eine besondere Skala besitzen.
Hiezu kommt, dass oftmals die Ablesung durch die Parallaxe beeinträchtigt wird. Bekannt ist es zwar, einzelne Geldstücke mit einer waagebalkenartigen Vorrichtung zu prüfen, wobei an einem Waagebalken Schlitze für verschiedenartige Geldstücke in unterschiedlichem Abstand vom Lagerpunkt des Waagebalkens angeordnet sind. Diese Vorrichtung ist jedoch wie erwähnt nur zum Prüfen einzelner Geldstücke geeignet.
Nach der Erfindung werden die bisherigen Nachteile vermieden und es wird eine ausserordentlich einfach zu bedienende, zuverlässig arbeitende und unter geringem Aufwand herstellbare Prüfvorrichtung dadurch geschaffen, dass ein Waagebalken an seinem einen Arm eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Aufnahmemulde od. dgl. für eine Geldrolle und an seinem andern Arm ein entsprechendes Gegengewicht trägt und dass der Abstand des Gegengewichtes und bzw. oder der Aufnahmemulde von der Lagerung des Waagebalkens mittels einer Skala und Rasten entsprechend der zu prüfenden Geldsorte einstellbar ist. Von besonderem Vorteil ist es, die Rasten an einer an dem einen Arm des Waagebalkens verstell-und auswechselbar befestigten Schiene anzuordnen.
Auch die Skala kann zur Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Währungseinheiten auswechselbar angeordnet sein. Ebenso kann auch das Gegengewicht auswechselbar und an einer die Schiene laschenartig umgreifenden Aufhängevorrichtung angebracht sein. Um nicht nur eine sichere Lage der Geldrollen, sondern vor allem ungeachtet des Rollendurchmessers immer eine gleiche Entfernung von der Lagerung des Waagebalkens zu gewährleisten, besitzt die Aufnahmemulde mit Vorteil einen winkelförmigen Querschnitt.
Schliesslich können ober-und unterhalb des einen Endes des Waagebalkens an diesem oder an der Gegenzunge Anschläge vorgesehen sein, deren Abstand ober-bzw. unterhalb der Gleichgewichtslage des Waagebalkens so gewählt ist, dass ein Anschlag beispielsweise des Waagebalkens an ihnen erst bei Unter- oder Überschreiten der üblichen Toleranzen des Rollengewichtes stattfindet. Wie an Waagen üblich, kann auch am Waagebalken selbst eine Justierschraube od. dgl. angebracht werden. Vorteilhaft schliesslich kann es sein, die Lagerung des Waagebalkens oberhalb seines Schwerpunktes anzubringen, um damit eine unerwünscht grosse Empfindlichkeit der Vorrichtung zu verhindern.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der gesamten Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf den die Einstellschiene und die Skala tragenden Arm des Waagebalkens, Fig. 3 einen Querschnitt durch Fig. 2.
Auf einem Sockel l beliebiger Ausführung ist zwischen Gabelarmen 2 ein Waagebalken 3, 4 mit Vorteil so gelagert, dass sich die Lagerung 5 etwas oberhalb des Schwerpunktes dieses Waagebalkens befindet.
Der Arm 3 des Waagebalkens ist mit einer quer zu seiner Längsachse verlaufenden Aufnahmemulde 6 für Geldrollen versehen, wobei diese Aufnahmemulde winkelförmigen Querschnitt besitzt, um die Geldrollen ungeachtet ihres Durchmessers immer genau gegenüber der Lagerung 5 festzulegen. Der andere Waagebalken 4 trägt das, im Falle der Fig. 1 verstellbar angeordnete, Gegengewicht 7. Dieses Gegengewicht
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umgreift mit einer laschenartigen Aufhängevorrichtung eine Schiene 9, die der Länge nach über einem
Längsschlitz 10 des Waagebalkens 4 befestigt ist. Die Befestigung durch Schrauben 11 od. dgl. ist so ge- wählt, dass diese Schiene auswechselbar ist und sich auch der Länge nach in gewissem Umfang einstellen lässt.
Die Schiene 9 ist mit einer Reihe von Rastkerben 12 versehen, in welche die Aufhängevorrichtung 8 mit einer Schneide 13 eintasten kann. Der Waagebalken 4 ist ferner entsprechend den Rasten 12 der Schie- ne 9 mit einer Skala 14 versehen, die die Einstellung des Gewichtesauf die einzelnen Münzsorten und den jeweiligen Wert der Geldrollen angibt. Auch diese Skala kann auswechselbar angeordnet sein. Ebenso auch das Gegengewicht 7, so dass man die Vorrichtung sämtlichen in Betracht kommenden Währungseinheiten und
Münzsorten anpassen kann. Zur Justierung kann, wie an sich von Waagen bekannt, eine Justierschraube 15 vor- gesehensein. Es ist. femer eine Gegenzunge 16 an der Vorrichtung angeordnet, die einen oberen und einen un- teren Anschlag 17 bzw. 18 besitzt.
Die Entfernung dieser Anschläge ober-und unterhalb von der Normallage des Waagebalkens 3, 4 ist so gewählt, dass der Waagebalken erst dann an ihnen zum Anschlag kommt, wenn das Gewicht einer Geldrolle die üblichen Toleranzen überschreitet, so dass durch Anschlag am obe- ren Anschlag 17 ein unzulässiges Untergewicht, also eine Unvollständigkeit der Rolle, oder durch Anschlag am unteren Anschlag 18 ein unzulässiger Mehrinhalt oder das Vorhandensein von Falschgeld angezeigt wird.
Es besteht naturgemäss die Möglichkeit, die Vorrichtung auch anders als in Fig.. 1 wiedergegeben, auszuführen. Es könnte beispielsweise das Gegengewicht fest angeordnet sein und es wäre dann auf dem
Arm 3 des Waagebalkens die Aufnahmemulde 6 verschiebbar und an Rasten einstellbar zu lagern. Möglich wäre es auch, den gesamten Waagebalken gegenüber seiner Lagerung 5 längsverschiebbar anzubringen und an Hand von. Rasten festzustellen. Die in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsform dürfte jedoch die für den Gebrauch zweckmässigste Lösung darstellen und die grösste Genauigkeit trotz einfacher Her- stellung gewährleisten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Waagenartige Vorrichtung zum Prüfen von Geldrollen auf ihren ordnungsgemässen Inhalt dadurch gekennzeichnet, dass ein Waagebalken (3,4) an seinem einen Arm (3) eine quer zu seiner Längsachse ver- laufende Aufnahmemulde (6) für eine Geldrolle und an seinem andem Arm (4) ein entsprechendes Gegen- gewicht (7) trägt und dass der Abstand des Gegengewichtes (7) und bzw. oder derAufnahmemulde (6) von der
Lagerung (5) des Waagebalkens mittels einer Skala (14) und Rasten (12) entsprechend der zu prüfenden
Geldsorte einstellbar ist.