AT215332B - Geschoß mit Kopfzünder - Google Patents

Geschoß mit Kopfzünder

Info

Publication number
AT215332B
AT215332B AT168960A AT168960A AT215332B AT 215332 B AT215332 B AT 215332B AT 168960 A AT168960 A AT 168960A AT 168960 A AT168960 A AT 168960A AT 215332 B AT215332 B AT 215332B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
chamber
projectile
charge
safety
ignition charge
Prior art date
Application number
AT168960A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Energa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Energa filed Critical Energa
Application granted granted Critical
Publication of AT215332B publication Critical patent/AT215332B/de

Links

Landscapes

  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Geschoss mit Kopfzünder   Die Erfindung bezieht sich auf eine in der Zuverlässigkeit verbesserte Sicherheitsvorrichtung für Geschosse, insbesondere Hohlladungsgeschosse, die das Geschoss nicht nur beim Transport und bei seiner Handhabung, sondern auch noch nach dem Abschuss über eine bestimmte Strecke der Flugbahn gegen vorzeitiges Krepieren sichern soll. 



  Dabei handelt es sich um Geschosse mit einem Kopfzünder, einem die Sprengladung enthaltenden Geschosskörper und einer am hinteren Ende des Geschosskörpers befindlichen Sicherheitskammer in der die Zündladung bis zum Abschuss in einer hinter den Geschosskörper zurückgezogenen unwirksamen Stellung ausserhalb der Sprengladung verbleibt und aus der sie nach dem Abschuss in einen innerhalb der Sprengladung befindlichen Raum in die wirksame Stellung gelangt. 



  Die Erfindung besteht darin, dass die Zündladung innerhalb der Sicherheitskammer von vorstehenden stossdämpfenden Teilen umgeben ist, die bei einer vorzeitigen Detonation der Zündladung auf der Innenfläche der Wand der Sicherheitskammer verformt, vornehmlich plattgedrückt werden und dadurch einen Teil der von der Detonation herrührenden kinetischen Energie absorbieren, so dass die Wand der Sicherheitskammer nicht zerstört wird. 



  Man hat schon vorgeschlagen, im Inneren der die Zündladung in der unwirksamen Stellung aufnehmenden Sicherheitskammer eine Zwischenwand vorzusehen, die zur Verminderung der Wirkung der Detonation der Zündladung dienen soll. Diese Massnahme allein reicht aber nicht aus, besonders weil die konstruktiven Gegebenheiten ein sehr geringes Gewicht und eine sehr geringeGrösse derSicherheitskammeT für eine Zündladung erfordern, deren verhältnismässig grosse Sprengkraft die Durchschlagskraft oder Spreng- wirkung des Geschosses am Ziel weitgehend bestimmt. 



  Die nach der Erfindung vorgesehene Anordnung von stossdämpfenden Teilen zwischen der Zündladung und der Wand der Sicherheitskammer ermöglicht trotz dieser widrigen Umstände den gewünschten Erfolg. 



  Vorzugsweise ist die Zündladung innerhalb der Sicherheitskammer von einer Zwischenkammer umgeben, die auf ihrer Aussenfläche ringförmige Rippen aufweist, deren Aussenränder in Abstand von der Innenfläche der Wand der Sicherheitskammer liegen. Bei einer vorzeitigen Detonation wird dann die Wand der Zwischenkammer zunächst gedehnt, bis die Rippen mit ihren Aussenrändern an der Innenfläche der Sicheiheitskammer anliegen, und dann werden die Rippen an der Wand der Sicherheitskammer defor- miert, inbesondere plattgedrückt. Diese Wirkungen werden in besonders günstiger Weise erzielt, wenn die Zwischenkammer und insbesondere ihre Rippen aus dehnbarem und verformbarem Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen. 



  Um die Verformung der Rippen durch Radialdruck zu erleichtern, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Rippen im Querschnitt nach aussen verjüngt zulaufen. 



  In der Zeichnung ist ein Geschoss gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des teils aufgeschnittenen Geschosses, Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Teil des Geschosses und Fig. 3 eine Teilansicht eines Bauteils von der Seite. 



  Das in Fig. 1 gezeigte Geschoss trägt auf der Spitze des eigentlichen Geschosskörpers 2 einen Aufschlagzünder l, während am hinteren Ende des Geschosskörpers ein verhältnismässig langer Schwanz 3   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vorgesehen ist, der ein Leitwerk 4 trägt. Der Schwanz ist hohl und enthält eine Vortriebsladung. 



   Zwischen dem Geschosskörper 2 und dem Schwanz 3 befindet sich die Sicherheitsvorrichtung gemäss der Erfindung. Diese weist eine Sicherheitskammer 5 auf, die sich unmittelbar an den Boden des Geschosskörpers anschliesst. In eine Gewindebohrung des Bodens ist von hinten eine zylindrische, nach vorn offene Zwischenkammer 8 eingeschraubt, die zur Aufnahme der sich in einer Hülse 7 befindenden Zündladung 6 in ihrer unwirksamen Stellung dient. Die Zwischenkammer 8 ist auf ihrer Aussenfläche mit ringförmigen Rippen 9 versehen und besteht aus dehnbarem und leicht verformbarem Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Die Rippen 9 verjüngen sich von innen nach aussen, und ihr Aussenrand hat einigen Abstand von der Innenfläche der Sicherheitskammer 5.

   Die die Zündladung 6 enthaltende Hülse 7 steht unter der Wirkung einer Schraubenfeder 12, die sie   nach vom zu drücken   sucht, und wird durch einen Bolzen 10 innerhalb der Zwischenkammer 8 gehalten, der hiezu in eine in besonderer Weise geformte Nut 11 der Hülse 7 eingreift. 



   Die Sprengladung des Geschosses besteht aus zwei übereinandergeschichteten Teilen 13, 14, die nach vorn durch ein hohlkegeliges Blech ausgekleidet sind und einen zentralen Kanal 15 bilden, der in seinem vorderen Teil einen düsenartigen Einsatz enthält und im hinteren Teil durch ein Rohr ausgekleidet ist, das eine solche lichte Weite und Länge aufweist, dass es die Hülse 7 mit der sie enthaltenden Zündladung 6 aufnehmen kann, wenn diese von der Verriegelungseinrichtung   10, 11 freigegeben wird.   



   DieSicherheitseinrichtung arbeitet folgendermassen : Beim Abschuss bewegt sich die Hülse 7 mit der in ihr enthaltenen Zündladung 6 infolge der auftretenden Beschleunigung des Geschosses entgegen der Kraft der Feder 12 nach hinten. Dabei bewegt sich der Bolzen 10 entlang dem ansteigenden geraden Ast der Nut 11. Bei der anschliessenden, durch den Luftwiderstand verursachten Verzögerung des Geschosses bewegt sich die Hülse 7 unter der Wirkung der Feder 12 nach vorn, wobei der Bolzen 10 den andern Schenkel der Nut 11 durchläuft und schliesslich aus ihm austritt. Dadurch wird die Hülse freigegeben und kann sich nun weiter nach vorn bis in den hinteren, mit dem Rohr ausgekleideten Teil des zentralen Kanals 15 bewegen, wo sich die Zündladung in ihrer wirksamen Stellung befindet. 



   In der unwirksamen Stellung kann die Zündladung bei einer vorzeitigen Detonation die Sprengladung nicht zur Entzündung bringen. Sie bewirkt stattdessen eine Verformung der Zwischenkammer 8, deren Rippen 9 sich schliesslich gegen die Innenwand der Kammer 5 anlegen und an dieser plattgequetscht werden. Die Rippen 9 dienen dabei als eine Art Stossdämpfer, der einen Teil der von der Detonation der Zündladung herrührenden kinetischen Energie absorbiert und   eine Zerstörung der Wand der   Kammer 5 verhindert. Auf diese Weise wird ein Austreten heisser und unter Druck stehender Gase wirksam verhindert, 
 EMI2.1 
 Geschoss transportiert oder gelagert werden.

   Auch wird durch die Sicherheitseinrichtung jeder Unfall verhindert, der beim Abschuss entstehen könnte, wenn das Geschoss durch ein vorzeitiges Detonieren der Zündladung in zwei Teile gesprengt werden würde. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
 EMI2.2 
 teren Ende des Geschosskörpers vorgesehenen Sicherheitskammer, in der die Zündladung bis zum Abschuss ausserhalb der Sprengladung in einer hinter dem Geschosskörper zurückgezogenen, unwirksamen Stellung durch eine Verriegelungseinrichtung gehalten wird, die die Zündladung nach dem Abschuss für die Bewe-.

   gung in ihre wirksame Stellung in einen innerhalb der Sprengladung befindlichen Raum freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündladung (6,7) innerhalb der Sicherheitskammer (5) von vorstehenden stossdämpfenden Teilen (9) umgeben ist, die bei einer vorzeitigen Detonation der Zündladung auf der Innenfläche der Wand der Sicherheitskammer verformt, vornehmlich plattgedrückt werden und dadurch einen Teil der von der Detonation herrührenden kinetischen Energie absorbieren, so dass die Wand der Sicherheitskammer nicht zerstört wird.

Claims (1)

  1. 2. Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündladung (6,7) innerhalb der Sicherheitskammer (5) von einer Zwischenkammer (8) umgeben ist, die auf ihrer Aussenfläche ringförmige Rippen (9) aufweist, deren Aussenränder in Abstand von der Innenfläche der Wand der Sicherheitskammer liegen.
    3. Geschoss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmigen Rippen (9) der Zwischenkammer (8) aus einem dehnbaren und leicht verformbaren Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Geschoss nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ringförmigen Rippen (9) der Zwischenkammer (8) von innen nach aussen verjungen.
AT168960A 1959-04-20 1960-03-04 Geschoß mit Kopfzünder AT215332B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH872631X 1959-04-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT215332B true AT215332B (de) 1961-05-25

Family

ID=4354648

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT168960A AT215332B (de) 1959-04-20 1960-03-04 Geschoß mit Kopfzünder

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT215332B (de)
BE (1) BE588246A (de)
DK (1) DK96969C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE588246A (fr) 1960-07-01
DK96969C (da) 1963-09-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE569406C (de) Mittels des Geschosses einer Schusswaffe abzuwerfende Granate
DE7719490U1 (de) Projektil
DE1086594B (de) Zerlegerzuender
DE1578457B2 (de) Sicherungseinrichtung fuer aufschlagzuender
DE953948C (de) Zuender fuer drallose Hohlladungsgeschosse mit Leitwerk
DE2412346A1 (de) Handabfeuerungsgeraet mit brandladung
CH628977A5 (de) Flossenstabilisierter flugkoerper mit aufweitbaren steuerflossen.
DE2444919B2 (de) Selbstzerleger-kopfzuender fuer drallgeschosse
DE1578109C3 (de) Zerfallgeschoß
DE877571C (de) Hohlladungsgeschoss
AT215332B (de) Geschoß mit Kopfzünder
DE2557293A1 (de) Uebungsgeschoss
DE4042344A1 (de) Langstab-wuchtgeschoss
CH660627A5 (de) Hohlladung.
DE1099905B (de) Manoeverpatrone fuer Maschinenwaffen
DE1097323B (de) Mit einer Sicherheitsvorrichtung versehenes Kopfzuendergeschoss
DE1273373B (de) Zerfallgeschoss fuer UEbungspatronen fuer Handfeuer- oder Maschinenwaffen
DE3421841A1 (de) Unterkalibrige uebungspatrone
DE3139525A1 (de) Verfahren zum zuenden einer gaserzeugenden treibladungskartusche und konstruktion einer derartigen kartusche
DE2426838A1 (de) Aufschlagzuender
DE60024568T2 (de) Verfahren und Verpackung zur Reduktion der Ausbreitung einer Explosion in einem Magazin, das Hohlladungen enthält
AT384671B (de) Uebungsgeschoss, insbesondere uebungsgranate
AT301395B (de) Aufschlagzünder für Geschosse
AT228095B (de) Geschoß
DE946689C (de) Zuendung eines Sprenggeschosses, dessen Hohlraum-Sprengladung vorn eine vorzugsweisekegelfoermige Metallauskleidung aufweist