<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Prägen von Briefpapier u. dgl.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine sehr einfache und leicht herstellbare Vorrichtung zum Einprägen von Adressen in Briefpapier und für ähnlichen Bedarf zu schaffen.
Es sind bereits Vorrichtungen zum Einprägen von Monogrammes bekannt, bei denen das zu prägende Blatt zwischen zwei als Patrize und Matrize ausgebildete, federnde Metallbleche gebracht und nun der erforderliche Druck dadurch hervorgebracht wird, dass man mit einem geeigneten Gegenstande über den Stempel hinstreicht oder darauf reibt. Auf diese Weise kann jedoch wegen der Ungleichheit des ausgeübten Druckes immer nur eino ungleichförmige und undeutliche Prägung erzielt werden.
Auch ist es unmöglich, gute Prägungen durch unmittelbares Niederdrücken eines Körpers mit ebener oder gekrümmter Anlagefläche zu erzielen, denn man ist in diesem Falle nicht allein ausserstande, ohne einen unhandlich langen Hebel einen hinreichenden Druck auf die Flächeneinheit aus- zuüben, sondern es wird auch wesentlich erschwert, etwa vorhandene Unebenheiten des
EMI1.1
gl'lUäss dieser Erfindung dadurch vermieden, dass der Prägedruck durch eine mittels schwenkbaren Ilandhebels geführte Walze hervorgebracht wird.
Behufs Ausführung der Prägung im Papier wird das obere Stempelblech mit Hilfe dieser Druckwalze niedergedrückt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung im senkrechten Schnitt, den Prägcstock ausser Gebrauch und Fig. 2 ist eine Seitenansicht des letzteren, die ihn während der Benützung und mit gestrichelten Linien ausser Gebrauch in einer Schachtel untergebracht, darstellt.
Der bekannte Blattstempel 73 ist auf einer Grundplatte 71 angebracht, die den Deckel eines Kastens 72 zur Aufnahme des Geräts bilden kann. In die Grundplatte 71 ist ein mit Kopf versehener Zapfen 74 fest eingesetzt, der die Drehachse für einen eine Walze 76 tragenden Hebel 75 bildet und mit Spielraum durch ein am Ende des Hebels 75 ausgebildetes Auge geht, so dass der Hebel seitlich, sowie in senkrechter Richtung gleichsam in einem Universalgelenk geschwenkt werden kann. Die Walze 76 ist mit Gummi bckkidot, um Beschädigungen des oheren Stempelblattes beim Prägen zu verhüten und am freien Ende des Hebels 75 ist ein Handgriff angebracht. Zwischen dem Kopf des Bolz''ns 74 und dem Auge des Hebels 75 kann eine Feder 77 angeordnet sein.
In Fig. 2 sind die Arbeitstcile samt dem zu prägenden Papierblatt 78 Illit voll ausgezogenen Linien in der Lage dargestellt, die sie während des Gebrauches der Prägevorrichtung einnehmen ; zugleich ist in gestrichelten Linien angedeutet, wie der Prägestock nach Abnahme des Handgriffes innerhalb des Kastens untergebracht werden kann. Der letztere kann natürlich auch in Fortfall kommen.
Der Hebel 75 wird zwecks Einlegens des Papiers zwischen die Blätter des Stempels zur Seite gedreht und sodann unter kräftigem Niederdrücken der Walze gegen den Stempel darüber hin bewegt. Man kann, was manchmal wünschenswert ist, den Druck des einen Endes der Walze im Verhältnis zu dem am anderen Ende ausgeübten dadurch regeln, dass man zwischen r Bund des Bolzens 74 und die Grundplatte 71 eine Unterlagsscheibe einlegt oder je nach Bedarf eine grössere oder kleinere Feder 77 verwendet, die nach dem Zusammendrücken unter dem Bolzenkopf mehr oder weniger Raum einnimmt.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Wirkung der Druckwalze 76 ist eine ganz andere und für den vorliegenden Zweck weit vorteilhaftere als die jedes anderen Hilfsmittels zur Erzielung des erforder-
EMI2.1
Drebstelle bilden und die Druckwalze 76 das Widerlager darstellt. Vermöge dieser Einrichtung kann durch die Walze ein viel grösserer Druck auf den Prägestempel ausgeübt werden, als es mittels eines flachen Gegenstandes möglich wäre ; ferner ist der während dor ganzen Dauer des Prägevorganges auf den Stempel wirkende Druck beinahe gleich- mässig, was bei dem durch Überreiben des Stempels mittels einer krummen Fläche erzeugten Druck sicherlich nicht der Fall ist.
Endlich beschränkt auch die Walze die Druckwirkung in jedem Augenblick auf die besondere Linie, in welcher sie den Stempel gerade berührt, dieser Druck wird also längs dieser Linie zusammengehalten und nicht über eine grössere Fliiche zerstreut, um so mehr, als der Blattstempel biegsam genug ist, eine seitliche Fortpflanzung des Druckes zu verhindern. Demgemäss tritt beim Prägen kein Kraftverlust auf und das Prägen kann durch Andrücken und Hinführen der Druckwalze über den Stempel jederzeit verhältnismässig leicht und bequem bewerkstelligt werden.