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Vorrichtung zum ununterbrochenen Trocknen von dünnbreiigem und flüssigem Gut, insbesonders von Melasse und anderen zuckerhaltiges Flüssigkeiten.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum ununterbrochenen Trocknen von dünnbreiigem und flüssigem Gut, insbesonders von Melassen und anderen zuckerhaltigen Flüssigkeiten und bezweckt also, diesen Flüssigkeiten denjenigen Wassergehalt zu entziehen, der durch Verdampfen entfernt werden kann, wobei speziell bei zuckerhältigen Materialien dieselben beim Verlassen des Apparates zwar infolge der Wärme noch dickflüssig sind, beim Erkalten aber erstarren und fest werden.
Die Vorrichtung besteht im allgemeinen aus den bekannten zwei nebeneinander angeordneten, in entgegengesetzter Richtung umlaufenden Walze. welche durch Dampf ; Gas, Elektrizität, Spiritus oder ein sonstiges Heixmaterial erhitzt werden und aus einer oberhalb
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liegenden Erfindung bildet. Die Vorrichtung besteht aus zwei nebeneinander und sich gänzlich oder nahezu berührend angeordneten, in entgegengesetztem Sinne umlaufenden Walzen I und II. Diesen Walzen wird das zu trocknende Gut von einem oberhalb der
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zugeführt.
Diese Verteilungsvorrichtung besteht aus einer hochwandigen Mulde A mit vollständig rundem Boden, in welche die zu trocknende Flüssigkeit aus dem Behälter abfliesst. Diese Mulden A sind ober jeder der beiden Trockenwalzen der Länge nach, knapp neben der Abstreifvorrichtung angebracht, so dass die Mulde A zugleich als Vorwärmer für die zu trocknende Flüssigkeit dient, indem durch die von den Trockenwalzen strahlende Wärme einerseits, durch die bfi der Wasserverdampfung entstehenden Dämpfe anderseits die in den Mulden vorhandene Flüssigkeit vorgewärmt wird, also eine nahezu vollständige Aus- nützung der erzeugten Wärme stattfindet.
Auf dem Boden der Mulde sind in Abständen kleine Löcher a, deren Grösse durch die Konsistenz des zu trocknenden Materials bestimmt wird, angebracht. Aus diesen Löchern a findet nun die in den Mulden A vorhandene Flüssigkeit ihren A. usnuss auf die heissen Walzen I, 1I, was jedoch nicht ununterbrochen geschehen darf, da sich sonst kleine Ströme bilden, wodurch die rasche Verdampfung beeinträchtigt würde. Es darf also der Ausfluss aus den Mulden auf die heissen Walzen nur in Zwischenräumen geschehen, wodurch eine rationellere Zerteilung der Flüssigkeit, auf welche es hauptsächlich ankommt, erzielt, also eine raschere Verdampfung herbeigeführt wird.
Um die obenerwährten Zeitabschnitte im Ausunsse des Gutes aus den Mulden herbeizuführen, ist oino Welle R der Länge nach durch die Mulde A durchgeführt, deren Enden
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schliessen können, indem sie derart fest gegen die Ausflussöffnung gedrückt sind, dass ein Entweichen von Flüssigkeit nicht stattfinden kann.
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sie in ihrer Bewegung über der bezügliche AusnussöQ'nung a anlangen, der Flüssigkeit aus der Mulde A freien Austritt auf die, Walzen 1-11 gestatten, während, wenn die vollen Teile der Scheiben über den Ausflussöffnungen streichen, ein Austritt von Flüssigkeit
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Dieselbe Wirkung kann auch mittelst eines Schiebers erreicht werden,
welcher entweder an der Aussenseite oder an der Innenseite der Mulde angebracht ist und durch seitliche Bewegung und entsprechende Lochung dieselbe Zerteilung des Materials bewerkstelligen kann, wie die zuerst angeführte Vorrichtung.
Um eine vollkommene Ausnützung der Gesamtwalzenfläche zu erzielen, wird besonders bei Zuckermelassen das Abräumen des den Apparat in breiigem oder auch dickflüssigem Zustande verlassenden Gutes in der Weise bewirkt, dass dasselbe sich gegen die Rückenfläche eines Abstreifers C, Cl staut, durch das nachschiebende Material abgedrängt und bei Erreichung des entsprechenden Übergewichtes zum Abtropfen gebracht und in untergeschobenen Förderrinnen D aufgefangen wird, wobei die Stellung des Abstreifers eine solche ist, dass feim. Kante sich in nächster Nähe der Zuführungsstelle des zu trocknenden Gutes befindet, um die erwähnte vollkommene Ausnützung der Walzenoberfläche herbeizuführen.
Zweckdienlich ist es, das zu trocknende Gut in schräger Richtung gegen die Trookenwalzen austreten zu lassen, und zwar in der Drehrichtung der Walze entgegengesetztem Sinne derart, dass es vor der höchsten Stelle der Trockenwalze auf diese auf- trifft, um die Walzenoberfläche in grösstmöglicher Weise auszunutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus zwei in entgegengesetztem Sinne umlaufenden Trockenwalzen bestehende Vorrichtung zum ununterbrochenen Trocknen von dünnbreiigem oder flüssigem Gut, insbesonders Zuckermelasse und anderen zuckerhaltigen Flüssigkeiten mit über den Walzen angeordneten Verteilern, dadurch gekennzeichnet, dass diese Verteiler mit Absperrorganen ausgestattet sind, die die Auslässe für das zu trocknende Gut aufeinander folgend verschliessen und freigeben und dadurch das Gut mengenweise auf die Trockenwalzen verteilen, wobei die Verteiler, die teils durch die strahlende Wärme der Trockenwalzen, teils durch die Wärme der vom Trockengut abstreichenden Dämpfe erhitzt werden, gleichzeitig als Vorwärmer für das zu trocknende Gut dienen.