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Zentriervorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Zentriervorrichtung zum zentrischen Einlegen von Schussblättern in das Treffergebnis anzeigende Messgeräte.
Bei Schützenwettbewerben wird das Ergebnis der auf den Schussblättern in Scheibenständen erzielten Treffer durch Messgeräte festgestellt, die den Abstand des jeweiligen Schusses vom Scheibenmittelpunkt messen und in Ringen zum Ausdruck bringen. Es ist leicht ersichtlich, dass die am Schussblatt angeordneten Ringe konzentrisch zum kreisrunden Schussblatt sein müssen, weil die Messgeräte bei der praktischen Ausführung der Messung vom Umfang des Schussblattes ausgehen und exzentrisch zum Umfang des Schussblattes liegende Ringe einen objektiven Vergleich des Schussergebnisses auf zwei verschiedenen Schussblättern ausschliessen.
Nun ist die Herstellung derart genauer Schussblätter nicht einfach und daher teuer. Gerade der hohe Verbrauch an Schussblättern in Vereinen und bei Schützenveranstaltungen lässt dies sehr unerwünscht erscheinen, weil namhafte Beträge für Schussblätter aufgewendet werden müssen. Es ist verschiedentlich der Versuch gemacht worden, Schussblätter durch Handdruck mittels eines Stempels selbst anzufertigen oder Ausschussstücke der Druckereien, die zu einem billigeren Preis zu haben sind, zu verwenden, doch sind derartige Schussblätter nicht beliebt und haben sich nicht eingeführt, weil die objektive Beurteilung der Treffergebnisse zweier Schützen durch die jeweils verschieden im Messgerät liegenden Ringe des Schussblattes unmöglich gemacht ist.
Hier versucht die Erfindung helfend einzugreifen und dem Mangel einer entsprechenden Vorrichtung, die die Verwendung von Schussblättern mit nicht genau zentrisch zum Umfang des Blattes liegenden Kreisen möglich macht, abzuhelfen. Sie erreicht dies dadurch, dass eine kreisförmige Grundplatte und/oder eine Ringscheibe, die zueinander konzentrisch anordenbar sind, Mittel aufweisen, um ein zwischen beide eingelegtes Schussblatt mit Grundplatte und Ringscheibe mittelpunktgleich festzuhalten, wobei die in eine an sich bekannte Messeinrichtung eingesetzte Grundplatte und Ringscheibe mit dem zwischengelegten Schussblatt zentrisch in der Messeinrichtung liegen.
In den Figuren der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel wiedergegeben, u. zw. zeigt Fig. l die erfindungsgemässe Grundplatte und Fig. 2 die Ringscheibe mit einem unterlegten Schussblatt.
Die Grundplatte 1, deren Grösse auf das zur Verwendung kommende Messgerät abgestimmt ist, weist auf der Kreislinie 2 vier feine Bohrungen 3 auf, in die feine Stahlspitzen einsetzbar sind. Diese Stahlspitzen sind auf der Ringscheibe 4 (Fig. 2) in den Punkten 5 angeordnet und stehen vom Beschauer abgewendet senkrecht zur Ringscheibe 4. Die Grundplatte 1 und die Ringscheibe 4 sind so aufeinander abgepasst, dass ihre Mittelpunkte, wenn die Stahlspitzen der Ringscheibe 4 in die Bohrungen 3 eingesetzt sind, also wenn die Punkte 5 genau ilber den Bohrungen 3 liegen, sich decken.
Gleiche Spitzen sind auf der Ringscheibe 4 in den Punkten 6 angeordnet, wobei die Punkte 6 auf einem Kreis liegen, der den gleichen Durchmesser hat wie der äussere Ring des Schussblattes. Diese in den Punkten 6 angeordneten Spitzen werden nun genau in den äussersten Ring des Schussblattes eingedrückt, wobei diese Spitzen genau mit den Bohrungen 7 der Grundplatte l korrespondieren, so dass der Mittelpunkt der Ringe im Schussblatt, wenn die Ringscheibe 4 auf die Grundplatte 1 aufgesetzt ist, immer in Deckung ist mit den Mittelpunkten von Grundplatte und Ringscheibe.
Auf diese Weise kommen die Schussblätter immer in vollkommen gleicher Lage in die Messeinrichtung, und ein objektiver Vergleich zweier oder mehrerer Schussblätter ist damit sichergestellt. Solcherart können nun beliebige Schussblätter verwendet werden, vorausgesetzt, dass ihre Aussenringe gleichen
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Durchmesser haben wie der Kreis, auf dem die Spitzen in den Punkten 6 liegen. Es ist nunmehr vollkommen gleich, ob die Schussringe zum Schussblatt konzentlisch sind oder nicht, das Messergebnis ist immer gleich. Es ist nach der Erfindung somit leicht möglich, ohne grosse Sorgfalt sich durch Handdruck Schussblätter selbst herzustellen oder von den Druckereien gelieferte Ausschussstucke zu verwenden.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel soll die Erfindung aber nicht darauf beschränken, denn der Erfindungsgedanke ist in mancherlei Abwandlung auch in anderer Ausführung anwendbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zentriervorrichtung zum zentrischen Einlegen von Schussblättern in das Treffergebnis anzeigende Messgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass eine kreisförmige Grundplatte (1) und/oder eine Ringscheibe (4), die zueinander konzentrisch anordenbar sind, Mittel aufweisen, um ein zwischen beide eingelegtes Schussblatt mit Grundplatte (1) und Ringscheibe (4) mittelpunktgleich festzuhalten, wobei die in eine an sich bekannte Messeinrichtung eingesetzte Grundplatte (1) und Ringscheibe (4) mit dem zwischengelegten Schussblatt zentrisch in der Messeinrichtung liegen.