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Steuergerät für eine Vulkanisiervorrichtung, insbesondere zum Vulkanisieren schadhafter Stellen von Reifen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Steuergerät für eine Vulkanisiervorrichtung, insbesondere zum Vulkanisieren schadhafter, Löcher oder Schlitze aufweisender Stellen von Reifen, mit einer äusseren und einer Inneren Heizplatte, welche jede mit einem elektrischen Heizkörper versehen ist.
Bei den bekannten elektrisch beheizten Vulkanisiervorrichtungen können die Heizkörper beider Heiz- platten nur zusammen ein-und ausgeschaltet werden. Eine getrennte Beheizung der Heizplatten ist nicht möglich. Für Reparaturarbeiten ist es aber erforderlich, dass die auf den Reparaturfleck wirkende Heizplatte eine geringere Wärme abgibt als die andere Heizplatte, die im wesentlichen die für die Vulkanisierung der schadhaften Stelle notwendige Wärme liefern soll. Erforderlich ist auch oft ein getrenntes Abschalten der Heizplatten.
Die Erfindung, die diese Forderungen erfüllt, besteht darin, dass die Heizkörper der Heizplatten für sich abschaltbar an das Steuergerät angeschlossen sind.
Hiedurch kann die Vulkanisiervorrichtung allen vorkommenden Reparaturarbeiten angepasst werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Heizkörper der einen Heizplatte in an sich bekannter Weise in mehreren Leistungsstufen beheizbar. Die erforderliche Vulkanisierhitze kann hiedurch entsprechend gewählt werden.
Vorteilhaft sind hiezu an die Niederspannungswicklungeines Schutztransformators die Heizkörper der Heizplatten über Schalter parallel angeschlossen, und diese Wicklung besitzt mehrere Anzapfungen, an welche das eine Ende des einen Heizkörpers wahlweise anschaltbar ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Heizdauer von einer Schaltuhr bestimmt, die den Primärkreis des Schutztransformators schaltet.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung sei nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert, Es zeigen : Fig. 1 einen Aufriss einer Vulkanisiervonichtung in der Arbeitsstellung mit dem erfindungsgemässen Steuergerät ;. Fig. 2 ein Schaltschema des Steuergerätes.
Die bügelförmig Vulkanisiervorrichtung weist eine äussere Heizplatte 33 und eine innere Heizplatte 6 auf.
Die elektrischen Heizkörper 8 bzw. 34 (Fig. 2) der Heizplatten 6 bzw. 33 sind über biegsame Kabel 9 bzw. 35 an ein im Bügel der Vorrichtung untergebrachtes Klemmstück 10 angeschlossen.
Vom Klemmstück 10 verläuft ein Kabel 40 zu dem erfindungsgemässen Steuergerät 41, dessen Gehäuse eine Schaltuhr 42 zur Einstellung der Heizzeiten bzw. Abkühlzeiten, einen Schutztransformator 43 (Fig. 2), eine Anzeigelampe 44, eine Sicherung 45, mehrere, vorzugsweise vier, Drucktastenschalter 46 aufnimmt. Das Steuergerät 41 kann über ein Geräteanschlusskabel 47 an das Lichtnetz angeschlossen werden.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen, sind die Eingangsklemmen 50 des Steuergerätes 41 über die Sicherung 45 bzw. über den Schaltkontakt der mechanischen Schaltuhr 42 mit der Primärwicklung 51 des Schutztransformators 43 verbunden. Parallel zur Primärwicklung 51 des Schutztransformators 43 liegt die Anzeigelampe 44. Die Sekundärwicklung 52 des Schutztransformators 43 besitzt mehrere Anzapfungen für den Abgriff der Niederspannung. Eine der drei Anzapfungen kann über einen der drei Schalter 46 mit dem Heizkörper 34 der einen Heizplatte 33 wahlweise verbunden werden. Die Heizplatte 33 kann hiedurch
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mit drei Leistungsstufen betrieben werden. Der Heizkörper 8 der Heizplatte 6 ist über einen der Schalter 46 nur an eine Anzapfung der Sekundärwicklung anschliessbar.
Diese Heizplatte wird also immer mit der gleichen Leistung betrieben.
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Nachdem die Vulkanisiervorrichtung in Arbeitsstellung gebracht ist, wobei die Heizplatten fest an die Reifenoberseite bzw. Innenseite angepresst sind, wird je nach der Grösse der zu vulkanisierenden Stelle an der Schaltuhr 42 die gewünschte Heizzeit eingestellt. Durch Drehen des Schaltuhrgriffes hat sich der Schaltuhrkontakt geschlossen, und die beiderseitige Beheizung des Reifens beginnt, sofern vorher durch Drücken der entsprechenden Tasten 46 die Heizkörper 8 bzw. 34 angeschlossen wurden. Je nachdem, welche Taste 46 niedergedrückt wurde, wird die Heizplatte 33 mit einer kleinen, mittleren oder grossen Leistung arbeiten.
Die Leistung der gegen die Reifeninnenwandung anliegenden Heizplatte 6 ist verhältnismässig klein, da sie nur zur Beheizung des eingelegten Reparaturfleckes dienen soll.
Nach Ablauf der eingestellten Heizzeit schaltet das Steuergerät 41 selbsttätig ab, und die vorher eingeschaltete Anzeigelampe 44 erlischt.
An die Heizzeit schliesst sich meist eine Abkühlzeit an, während dieser bleiben die Heizplatten in ihrer Stellung. Die Abkühlzeit wird wieder an der Schaltuhr eingestellt. Die Anzeigelampe leuchtet wieder auf, aber die Tastenschalter werden in ihre Öffnungsstellung gebracht, so dass die Heizplatten nicht mehr beheizt werden. Das Ende der Abkühlzeit wird der Bedienungsperson durch das Erlöschen der Anzeigelampe 44 angezeigt. Natürlich könnte statt einer optischen Anzeige auch eine akustische verwendet werden. Anstatt einer Anzeigelampe wäre dann nur eine Klingel od. dgl. vorzusehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuergerät für eine Vulkanisiervorrichtung, insbesondere zum Vulkanisieren schadhafter Stellen von Reifen, mit einer äusseren und einer inneren Heizplatte, welche jeweils mit einem elektrischen Heizkörper versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper (8, 34) der Heizplatten (6, 33) für sich abschaltbar an das Steuergerät (41) angeschlossen sind.