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Vorrichtung zum Schneiden von Filmen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von Filmen und ähnlichen Bahnen quer zu ihrer Längsrichtung mittels eines durch elektrischen Strom heizbaren Schneidorgans, z. B. ein dünner Widerstandsdraht, wobei das Schneidorgan auf einem Querteil angeordnet und mit diesem in einem Ständer drehbar gelagert ist.
Wenn ein kontinuierlicher Film auf Walzen aufgewickelt werden soll, ist es für verschiedene Zwecke notwendig, den Film quer zu seiner Längsrichtung zu zerschneiden :
1) wenn Filme einer vorherbestimmten Länge aufgewunden werden sollen,
2) wenn fehlerhafte Stücke des Filmes (beispielsweise mit Rissen od. dgl.) entfernt werden müssen und
3) bei Beginn des Aufwickelns, wenn der Film an der Aufwickelwalze befestigt werden muss.
Es ist notwendig, dass diese Schnitte mit höchster Präzision und Genauigkeit durchgeführt werden, um zu vermeiden, dass der Film auf der Walze unter Bildung von unregelmässigen Falten aufgewickelt wird, welche sich dann in den darauffolgenden Lagen des aufgespulten Filmes wiederholen würden ; dieser Effekt ist umso grösser, je geringer die Dicke des Filmes ist. Anderseits muss die Schnittgenauigkeit derart sein, dass nötigenfalls ein scharfer Schnitt sichergestellt ist, um unnötigen Materialverbrauch zu vermeiden, welcher bei eventueller Wiederholung des. Schnittes stattfinden würde.
Das Schneiden quer zur Längsrichtung der Filme wurde bisher entweder von Hand aus mit Hilfe eines Messers oder mit Hilfe einer mit einer Schere versehenen Maschine durchgeführt ; bei Durchführung der Schnitte von Hand aus treten immer Unregelmässigkeiten und Falten auf, während eine Schneidmaschine teuer ist und eine gewisse Gefährlichkeit aufweist.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 891736 und USA-Patentschrift Nr. 2, 727, 128 sind Einrichtungen bekannt, in welchen ein Schneidteil in Form eines Widerstandsdrahtes durch einen elektrischen Strom vor und während des Schneidvorganges erhitzt wird ; diese Einrichtungen dienen aber nicht zum Schneiden von Filmen und ihr Messer wird nicht durch eine Drehbewegung in Berührung mit dem Gut gebracht, so dass dieses nicht tangential geschnitten wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine einfache, wirksame und ausserordentlich ökonomische Vorrichtung zum Schneiden von Filmen und ähnlichen Bahnen quer zu ihrer Längsrichtung mittels eines durch elektrischen Strom heizbaren Schneidorgans. z. B. ein dünner Widerstandsdraht, wobei das Schneidorgan auf einem Querteil angeordnet und mit diesem in einem Ständer drehbar gelagert ist, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der Ständer aus zwei Rohren besteht, an deren oberen Enden je eine Büchse zur drehbaren Lagerung eines rohrförmigen Querteiles vorgesehen ist, wobei innerhalb der Lagerstellen am Querteil zwei senkrecht zu diesem verlaufende Rohre angeordnet sind,
die an ihren freien Enden Isolatoren aufweisen und mit dem zwischen ihnen verlaufenden Widerstandsdraht verbunden sind und dass der Querteil an einem freien Ende einen Handhebel sowie am andern freien Ende einen Schalter für den Heizstrom aufweist.
Dieser letztere besteht aus einem dünnen Leitungs- oder Widerstandsdraht, welcher in rotierender Bewegung mit dem sich in Längsbewegung befindlichen Film in Kontakt gebracht wird und welcher lediglich im letzten Teil seiner Bewegung zu Rotglut erhitzt wird.
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Das mechanische System wiederum wird aus einem Teil gebildet, welcher ein bewegliches Rahmenwerk unterstützt, mit welchem die Zuführungsteile und die automatischen Vorrichtungen zur Zuführung des Stroms und zu dessen Ein- bzw. Ausschaltung in Verbindung stehen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich, in welcher die vorliegende Erfindung mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert, jedoch nicht darauf beschränkt wird.
Fig. l ist eine perspektivische Ansicht der Trennvorrichtung und die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Möglichkeiten der Anordnung dieser Vorrichtung in einer Aufwickeleinrichtung.
In Fig. l ist mit 11 ein im Sinne des Pfeiles 10 vorlaufendes Band von folienartigem Material bezeichnet. Dies- und jenseits des Bandes befindet, sich je ein feststehender Ständer 0 bzw. 0'mit einem Lager 4 bzw. 4'an seinem oberen Ende. Ein zur Bewegungsrichtung des Bandes winkelrecht stehender rohrförmiger Querteil 2 ist in den Lagern schwenkbar. An ihm sind innerhalb der Lager, aber in einem Abstand, der grösser ist als die Bandbreite, zwei hohle Arme 3 bzw. 3'befestigt, die an ihrem freien Ende einen Isolator 9 bzw. 9'tragen.. Zwischen den Isolatoren ist ein elektrischer Widerstandsdraht 1 gespannt, der zum Querteil 2 parallel ist. An seinem über das Lager 4 hinausragenden einen Ende ist der Querteil abgewinkelt und mit einer Handbremse 5 versehen.
An dem über das Lager 4'hinausragenden andern Ende des Querteiles ist ein elektrischer Kontaktarm 6 befestigt, der dazu bestimmt ist, mit einem feststehenden Kon- taktglied 7 zusammenzuarbeiten. Dieses ist durch einen Leiter C'direkt mit einer der Klemmen der Sekundärwicklung eines Speisetransformators 8 verbunden. Ein zweiter isolierter Leiter C erstreckt sich von der andern Klemme der Sekundärwicklung durch den Ständer 0', den Querteil 2 und den Arm 3 bis zu dem am Isolator 9 befestigten einen Ende des Widerstandsdrahtes 1.
Das am Isolator 9'befestigte andere Ende des Widerstandsdrahtes ist durch einen isolierten und sich durch den Arm 3'erstreckenden Leiter a'mit dem Kontaktarm 6 verbunden ; wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist die Anordnung so getroffen und sind namentlich die durch den Kontaktarm 6 und das Kontaktglied 7 gebildeten Schaltmittel durch die aus dem Querteil 2 und der Handhabe 5 gebildete Vorrichtung zur momentanen Herbeiführung einer linienförmigen Berührung des aus dem Widerstandsdraht 1 bestehenden Trenngliedes so gesteuert, dass das Trennglied nur jeweils während eines kurzen Zeitintervalls unter Strom steht, welches Zeitintervall der Berührung des Trenngliedes 1 mit dem Band 11 vorangeht und diese Berührung einschliesst.
Zur Vornahme einer Trennung wird die Handhabe 5 im Sinne des Pfeiles F betätigt, um so den Widerstandsdraht 1 an das Band 10 anzunähern. Kurz bevor die Berührung zwischen Widerstandsdraht und Band stattfindet, beginnt das freie Ende 6'des Kontaktarmes 6 auf dem Kontaktglied 7 zu schleifen und schliesst so den Stromkreis des Widerstandsdrahtes. Bis die Berührung stattfindet, wird der Widerstandsdraht auf Rotglut erhitzt sein. Dazu müssen natürlich die Stromstärke und die Dauer des Stromdurchganges-also der Berührung zwischen 6 und 7 - aufeinander abgestimmt sein. Es wird auf diese Weise höchste Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit erreicht.
Beim Loslassen der Handhabe 5 kehrt der bewegliche Einrichtungsteil l, 2, 3, 3', 5, 6 in seine durch einen nicht dargestellten Anschlag bestimmte Ruhelage zurück.
Wenn Bänder aus thermoplastischem Material zu trennen sind, welche die Tendenz haben, am heissen Widerstandsdraht anzuhaften, wenn dieser blank ist, wird zweckmässig ein Widerstandsdraht verwendet, der einen dünnen Überzug aus Poly tetra fluor äthylen hat.
Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei beispielsweise Anordnungen der eben beschriebenen, hier mit 40 bezeichneten Trennvorrichtung in einer Einrichtung mit einer Rolle 21, welche die Geschwindigkeit misst, mit der das Band 11 zu einer Rolle 22 aufgewickelt wird.
In der Anordnung nach Fig. 2, die insbesondere dazu dient, einen defekten Bandabschnitt herauszutrennen, ist die Vorrichtung vor der Rolle 21 angeordnet. Dagegen ist in der Anordnung nach Fig. 3, die insbesondere dazu dient, das Band beim Beginn des Aufwickelns abzutrennen, die Vorrichtung 40 hinter der Rolle 22 angeordnet.
Beispielsweise sei angeführt, dass sehr präzise und saubere "Trennschnitte" in 0,004 - 0,2 mm dicken Bändern von thermoplastischem Material wie Polyäthylenterephthalat, Polyäthylen, Polypropylen erzielt werden können mit einem Chrom-Nickel-Widerstandsdraht von 0, 9 mm Durchmesser und einer Länge von 100 cm (für 80 cm breite Bänder) bei einem Spannungsabfall von 15 bis 20 Volt zwischen den Drahtenden.
Die oben beschriebene Erfindung, welche zum Zwecke der besseren Deutlichkeit mit Bezug auf die Zeichnung erläutert wurde, soll durch diese Beispiele nicht beschränkt werden. Sie kann auf verschiedene Arten modifiziert werden, insbesondere in bezug auf Form und Anordnung des beweglichen Kontaktes 6,
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EMI3.1
Schutzbereiches der vorliegenden Erfindung fallen sollen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Schneiden von Filmen und ähnlichen Bahnen quer zu ihrer Längsrichtung mittels eines durch elektrischen Strom heizbaren Schneidorgans, z. B. ein dünner Widerstandsdraht, wobei das
Schneidorgan auf einem Querteil angeordnet und mit diesem in einem Ständer drehbar gelagert ist, da- durch gekennzeichnet, dass der Ständer aus zwei Rohren (0, 0') besteht, an deren oberen Enden je eine
Büchse (4, 4') zur drehbaren Lagerung einesrohrförmigen Querteiles (2) vorgesehen ist, wobei innerhalb der Lagerstellen am Querteil (2) zwei senkrecht zu diesem verlaufende Rohre angeordnet sind, die an ihren freien Enden Isolatoren (9, 9') aufweisen und mit dem zwischen ihnen verlaufenden Widerstandsdraht (1) verbunden sind und dass der Querteil (2)
an einem freien Ende einen Handhebel (5) sowie am andern freien
Ende einen Schalter (6, 7) für den Heizstrom aufweist.