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Vorrichtung zur Steuerung von Aufzügen
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angebrachtEin besonders geringer Aufwand an Mitteln wird erreicht, wenn die Folgestrecken durch Zahlen im zyklisch-binären System (Gray-System) bezeichnet sind, deren Ziffern den Signalen der Geberelemente an der Aufzugskabine zugeordnet sind.
Beispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung sind im folgenden an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt : Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Aufzugsschachtes mit den im gewöhnlichen binären System bezeichneten Folgestrecken, Fig. 2 eine gleiche Darstellung mit Bezeichnung der Folgestrecken im zyklisch-binären System, Fig. 3 einen Teil eines Schemas einer Aufzugsanlage, und Fig. 4 die Fortsetzung des Schemas nach Fig. 3.
In den Fig. l und 2 ist die Verwirklichung der erfindungsgemässen Vorrichtung bei einer Aufzugsanlage dargestellt. Die Kabine 40 ist mitHilfe von Drahtseilen 41 über eine freibscheibe 42 mit dem Gegengewicht 43 verbunden. Die Treibscheibe 42 und das Gegengewicht 43 befinden sich in einem Schacht 45.
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von Schnappschaltern befestigt. Diese Geberelemente haben entweder den Zustand 0 oder 1, entsprechend der Schnappschalterstellung offen oder geschlossen. Der Schacht ist in Folgestrecken XI-XlI eingeteilt, wobei die Folgestrecken XI, X3, X5, X7, X9, Xll Bremszonen darstellen. Die Folgestrecken X2, X4, X6, X8, X10 sind Zwischenstockzonen. Die Fahrbahnen derGeberelemente g', h', i', k'sind mit g, h, i, k bezeichnet.
Die Folgestrecken im Beispiel von Fig. l wurden, im gewöhnlichen binären Zahlensystem bezeichnet, d. h. die Folgestrecke XI mit 0001, die Folgestrecke X2 mit 0010 usw. Im gezeichneten Beispiel steht die Kabine 40 im Stockwerk c, also in der Folgestrecke X5, welcher die binäre Zahl 0101 zugeteilt ist. In dieser Folgestrecke entsprechen die Geberelemente k', i', h', g'dem Zustand 0101.
Bewegt sich die Kabine 40 beispielsweise von Stockwerk c abwärts und tritt von der Folgestrecke X5 in die Folgestrecke X4 ein, so bewirkt ein Betätigungsorgan 46, welches die Form einer Gleitbahn aufweisen kann, auf der Bahn g eine Änderung des Geberelementes g'vom Zustand 1 in den Zustand 0. Beim Übergang von der Folgestrecke X4 in die Folgestrecke X3 bewirken die Betätigungsorgane 47,48 und 49 den Wechsel der Geberelemente i', h', g'von den Zuständen 1, 0, 0 in die Zustände 0, 1, 1. In analoger Weise werden bei der Weiterfahrt der Kabine die den binären Zahlen entsprechenden Zustände, wie sie in Fig. l bezeichnet sind, erreicht.
In Fig. 2 wird die Darstellung einer analogen Aufzugsanlage gezeigt, wobei aber die Folgestrecken Xl-Xll an Stelle der gewöhnlichen binären Numerierung mit der zyklisch binären Numerierung (GraySystem) bezeichnet werden. In der gleichen Stellung der Aufzugskabine wie in Fig. l haben die Geberelemente k', i', h', g'die Zust1inde 0111.
Bewegt sich die Kabine 40 wiederum vom Stockwerk c abwärts und tritt von der Folgestrecke X5, welcher die zyklisch-binäre Zahl 0111 zugeteilt ist, in die Folgestrecke X4, so bewirkt das Betätigungsorgan 50 auf der Bahn g eine Änderung des Geberelementes g'in den Zustand 0. Beim Übergang von der Folgestrecke X4 in die Folgestrecke X3 bewirkt das Betätigungsorgan 51 den Wechsel des Geberelementes i' vom Zustand 1 in den Zustand 0. In analoger Weise werden bei Weiterfahrt der Kabine die entsprechenden Zustände erreicht, wie sie in Fig. 2 eingezeichnet sind.
Vergleicht man die Anzahl der Betätigungsorgane vonFig. l mit derjenigen von Fig. 2, so ist ersichtlich, dass durch die Verwendung des zyklisch-binären Zahlensystems eine wesentliche Einsparung an Betätigungsorganen erzielt werden kann.
, Ein weiterer Vorteil der Verwendung des zyklisch-binären Zahlensystems liegt darin, dass beim Übergang von einer Folgestrecke zur andern nur eine Ziffer ihren Zustand ändert und somit eine kurzzeitige falsche Positionsanzeige, wie sie beim gewöhnlichen binären System bei nicht gleichzeitigem Schalten der Geberelemente vorkommen kann, vermieden wird.
In den Fig. 3 und 4 wird anHand von Schemata gezeigt, wie die Informationen über die Zustände der Geberelemente g', h', i', k'bei der Verwendung des zyklisch-binären Zahlensystems verwertet werden.
Es bedeutet :
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<tb>
<tb> MB <SEP> Bremsmagnet
<tb> MV <SEP> Magnet <SEP> zur <SEP> Betätigung <SEP> der <SEP> Schachttilrverriegelung
<tb> RSa-'RSf <SEP> Stockwerkrelais
<tb> R1U <SEP> Schütz <SEP> für <SEP> Abwärtsfahrt
<tb> R2U <SEP> Schütz <SEP> für <SEP> Aufwärtsfahrt
<tb> R1P-R4P <SEP> Positionsrelais <SEP>
<tb> RIX <SEP> - <SEP> Rl1X <SEP> Zonenrelais
<tb> RIV <SEP> Vorsteuerrelais <SEP> für <SEP> Abwärtsfahrt
<tb>
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<tb>
<tb> R2V <SEP> Vorsteuerrelais <SEP> für <SEP> Aufwärtsfahrt
<tb> DH <SEP> Haltknopf
<tb> KTa-KTf <SEP> Turkontakt <SEP>
<tb> KVa-KVf <SEP> Verriegelungskontakt
<tb> KMB <SEP> Kontakt <SEP> am <SEP> Bremsmagnet
<tb> DCa-DCf <SEP> Druckknopf <SEP> in <SEP> der <SEP> Kabine
<tb> Daa <SEP> - <SEP> Daf <SEP> Druckknopf <SEP> in <SEP> den <SEP> Stockwerken
<tb> g'h'i'k* <SEP> Geberelemente,
<SEP> beispielsweise <SEP> Schnappschalter.
<tb>
In Fig. 3 ist ein Drehstromnetz mit U, V, W bezeichnet, welches über den Hauptschalter JHth und die Schütze RIU und R2U den Motor Mo speist. Über einen Transformator Tr werden Leiter 101 und 1000 gespeist. Zwischen dem Leiter 101 und einem Leiter 129 sind der Haltknopf DH und die Türkontakté KTa - KTf eingebaut.
Nach der in Fig. 2 gezeichneten Lage befindet sich die Kabine im Stockwerk c, welchem der Zustand 0111 zugeteilt ist. Dieser Zustand wird mit Hilfe derGeberelemente k', i', h', g'mit den entsprechenden Relais R1P - R4P (Fig. 4) an den Zonenrelais R1X-R11X nachgebildet. Für den erwähnten Fall sind die Relais R1P, R2P, R3P angezogen, während Relais R4P stromlos ist. Demzufolge ist Kontakt R4P1 offen.
Relais R5X ist angezogen über Kontakt R4P2 - R3P2 - R2P4 - R1P7. Mit den Zonenrelais R1X-R11X und den Stockwerkrelais RSa-RSf werden an den Vorsteuerrelais R1V und R2V die jeweiligen, den Rufen entsprechenden Fahrrichtungen gebildet.
Die Erledigung eines Rufes, beispielsweise eines Aussenrufes im Stockwerk a, wird folgendermassen abgewickelt : Aussendruckknopf Daa schliesst, Relais RSa zieht an. Kontakt RSa2 schliesst und zieht über die Kontakte R1X2 und R1X1 das Vorsteuerrelais R1V an. Relais RSa wird über Kontakte R1V3 und RSal
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bringt den Motor Mo und somit die Kabine 40 in Abwärtsfahrt.
Der Aufzug erhält erst dann den Haltebefehl, wenn Relais R1V über die offenen Kontakte R1X2 und R1X1 abfällt, denn beim Übergang von der Zone X2 in die Zone XI-was der Bremszone des Stockwerkes a entspricht-wird Relais R1X über die Kontakte R4P2 - R3P3 - R2P6 - RIPll entsprechend den Stellungen derRelais R1P-R4P, welche der zyklisch-binären Zahl der Zone XI gleich ist, angezogen. Kon-
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trennt den Motor Mo vom Netz ; Magnete Mv und Mb werden stromlos, die mechanische Bremse fällt ein und die Türverriegelung wird freigegeben. Stockwerkrelais RSa fällt ab.
In analoger Weise werden auch andere Fahrbefehle abgewickelt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Steuerung von Aufzügen, deren Hub zur Bestimmung der Lage der Aufzugskabine in Folgestrecken eingeteilt ist, wobei an der Kabine Geberelemente angebracht sind, mit zwei stabilen Zuständen, die durch elektrische Signale festgestellt und durch im Schacht entlang der Fahrbahn jedes Geberelementes angeordnete Betätigungsorgane beeinflusst werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Folgestrecken durch Zahlen im binären System bezeichnet sind und die einzelnen Ziffern dieser Zahlen den Signalen der an der Aufzugskabine angebrachten Geberelemente entsprechen, wodurch in jedem Zeitpunkt der Fahrt auf eindeutige Weise festgestellt werden kann, innerhalb welcher Folgestrecke sich die Aufzugskabine befindet.