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Putzgerät
Auf Tischplatten sich ansammelnde Asche, Staub- und Abfallteilchen wurden bisher meist mit Bür- sten, Besen oder Tüchern entfernt. Zur Erleichterung dieser Arbeit wurden aber auch schon motorisch an- getriebene Geräte vorgeschlagen. Diese sind meist in verkleinertem Massstab einem elektrisch betriebenen
Staubsauger nachgebildet, weisen eine die Einsaugöffnung aussen umgebende Bürste auf, saugen de Luft i samt dem Abfall in die Vorrichtung ein und blasen sie gefiltert an anderer Stelle des Gehäuses wieder aus.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Putzgerät, ausgebildet als Tischgerät, insbesondere als Aschen- becher, zum Entfernen von Abfallteilchen, wie Staub, Brotkrumen und Asche von Tischflächen, versehen mit einem von einem batteriegespeisten Kleinmotor angetriebenen, als Hubvorrichtung dienenden, senk- recht zur Tischplatte über einer Gehäuseöffnung angeordneten Gebläse, ferner mit einem über der zu rei- nigenden Tischplatte endigenden Saugschacht, sowie einer letzteren umgebenden Staubablage und einem den Schacht unterseitig umschliessenden, nachgiebigen Streifen und besteht im wesentlichen darin, dass das vorzugsweise zylinderförmige Gehäuse bloss an der Unterseite geöffnet ist durch den aus ihm ragen- den, zentralen, gegen die zu reinigende Tischplatte gerichteten Saugstutzen, in dessen kreisförmigem,
aussenseitigem, einen gegen das freie Ende schräg nach einwärts gerichteten Gummistreifen tragendem
Ende koaxial, zentral ein Ventilator angeordnet ist und dass der in an sich bekannter Art etwa senkrecht aufwärts geführte Luftstrom durch den Gehäuseoberteil radial nach auswärts und anschliessend etwa senk- recht nach abwärts geführt wird in einen, die Abfälle aufnehmenden rinnenartigen Sammelraum und dass zur weiteren Luftführung dieser Sammelraum oberseitig in Verbindung steht mit dem von ihm umschlos- senen Saugstutzenraum, wobei der Luftführungsweg durch den Raum zwischen der Saugstutzenwand und dem Ventilator in sich geschlossen ist.
Zur Erhöhung der Leistung der mit Kleinmotor durch Batterien be- triebenen Vorrichtung wird statt der Bürste ein elastischer, den Luftzutritt von aussen abschirmender, schräg einwärts gerichteter Ringstreifen angeordnet und die Luft im Innern der Vorrichtung in geschlossener Bahn geführt und somit nicht ausgeblasen. Die Erfindung betrifft ferner noch Einzelheiten an einem solcher. Ge- rät.
Die Zeichnung stellt ir Fig. L eine beispielsweise als Aschenbecher ausgebildete Ausführung des er- findungsgemässen Putzgerätes im Aufriss bzw. im Mittelschnitt dar. Die Fig. 2 zeigt das Einsatzstück in
Unteransicht.
Der Aschenbecher besteht aus dem Gehäuse 1 und dem Deckel 2, der nach Art eines Stülpdeckels aus- gebildet ist. In der Mitte des Deckels befindet sich eine Öffnung 3, in welcher ein Ablagering 4 für Zi- garetten oder Zigarren untergebracht ist, der aus der Öffnung 3 herausragt. Gehalten wird der Ablagering von mehreren Stäben 5, die einerseits an dem Ablagering und anderseits an einer nach innen ragenden Ab- kröpfung 6 des Deckels 2 befestigt sind.
Der Boden des Gehäuses 1 weist in der Mitte einen Saugstutzen 7 auf, der begrenzt wird von einer nach innen verlaufenden Einbördelung 8 mit abgebogenem Rand 9. Dergestalt wird ein ringförmiger Sam- melraum 10 für Staub, Asche u. dgl. gebildet. In die Öffnung 7 ist ein Blechring 11 eingepresst, der zum
Halten eines Ringes 12 aus flexiblem Material, z. B. Gummi, dient. Der Gummiring 12 ist im unteren Be- reich schräg einwärts gerichtet und vorzugsweise so dimensioniert, dass dann, wenn der Aschenbecher mit seinen Füssen 13 auf einer harten Unterlage steht, die untere Kante 14 des Gummiringes nicht ganz bis an die Unterlage heranreicht.
Durch diese Massnahme ist die Gewähr dafür gegeben, dass dann, wenn der Aschenbecher auf einem Tischtuch verschoben wird und sich die Füsse 13 in den Stoff eindrücken, trotz- dem der Gummiring das Tischtuch nur leicht berührt, was unbedingt erforderlich ist, da bei einer zu festen Berührung die Staubteilchen verschmiert und grössere Abfallteilchen weggeschoben werden. Damit das
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Tischtuch nicht in das Flügelrad gesaugt wird, ist die Motorwelle mit einem Abhalteknopf 34 ausgestattet.
In dem Aschenbecher ist ein Einsatzstück angeordnet, das im wesentlichen aus einer oberen, in der Mitte trichterförmig vertieften Platte 15 und einer unteren Ringplatte 16 besteht. Beide Platten sind durch Ab- standsbolzen 17 miteinander verbunden. Zum Ausheben des Einsatzstückes befindet sich an der oberen Platte 15 ein Handgriff 18.
In der Mitte des von der oberen Platte 15 gebildeten Trichters ist der Motor 19 eingesetzt, auf dessen Welle ein Flügelrad 20 befestigt ist. Gegebenenfalls kann der Motor auch verschieb- bar in einer Hülse gelagert sein, die in dei frichteröffnung angebracht ist. Dergestalt besteht die Möglich- keit, den umgedrehten Aschenbecher mit herausgezogenem Motor alsTischventilator zu verwenden, wobei man zweckmässig die Drehrichtung des Motors durch Umpolung mit Hilfe eines Schalters umkehrt. Zwi- schen den beiden Platten 15 und 16 sind zwei oder mehrere Stabbatterien 21 und 22 untergebracht, die an dem Abstandsbolzen 17 anliegen. Der Abstand der beiden Platten voneinander ist so gross gehalten, dass die Batterien unter Reibungsschluss festgehalten werden.
Zur Stromabnahme liegt der Bodenkontakt der
Batterie 21 an einem Kontaktbolzer 23 und die Kopfelektrode 24 der Batterie 22 an einem Kontaktbol- zen 25 an, der zu diesem Zweck mit einer Bohrung versehen ist. Von den Kontaktbolzen 23 und 25 führen zwei elektrische Leitungen 26 und 27 zu dem Motor 19. Zur Überbrückung der beiden andern Pole der Bat- terien sind zwei Kontaktfedern 28 und 29 vorgesehen, die an einem Isolierstück 30 befestigt sind. Die
Kontaktfeder 28 steht in ständiger Verbindung mit der Kopfelektrode 31 der Batterie 21, während die Kon- taktfeder 29 als Schaltfeder ausgebildet und mit einer Betätigungslasche 32 ausgestattet ist, die durch einen Schlitz im Aschenbechergehäuse nach aussen ragt. Durch einen Druck auf die Betätigungslasche kommt die Kontaktfeder 29 in Berührung mit dem Bodenkontakt der Batterie 22, und der Motor 19 wird in
Drehung versetzt.
Die Luftwird, wie in Fig. 1 strichliert angedeutet, in dem Aschenbecher in einem geschlossenen Kreis- lauf bewegt. Sie strömt zunächst spiralenförmig senkrecht aufwärts, wird sodann durch die obere Platte 15 radial nach aussen umgelenkt, durchläuft den die Abfälle aufnehmenden Sammelraum 10 und wandert an dem Blechring 11 und dem Gummiring 12 entlang wieder nach unten.
Dem Gummiring 12 kommt hiebei die Aufgabe zu, beim Bewegen des Aschenbechers den Gebläse- raum gegen die Aussenluft abzudichten. Damit die in den Aschenbecher von oben eingeworfene Asche nicht. mit dem Motor in Berührung kommt, ist dieser mit einer Aufsteckkappe 33 ausgestattet.
Es versteht sich von selbst, dass der Aschenbecher aus beliebigem Material, z. B. aus Metall oder
Kunststoff, hergestellt oder aus Metall- und Kunststoffteilen zusammengesetzt sein kann. Auch kann der eigentliche Aschenbecher ein normaler Aschenbecher, ein Schleuderascher oder ein Schwenkplatte- aschenbecher und das Putzgerät auch als anderer Zier- oder Gebrauchsgegenstand geformt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Putzgerät, ausgebildet als Tischgerät, insbesondere als Aschenbecher, zum Entfernen von Abfall- teilchen, wie Staub und Asche von Tischen, versehen mit einem vor einem batteriegespeisten Kleinmo- tor angetriebenen, als Hubvorrichtung dienenden, senkrecht zur Tischplatte über einer Gehäuseöffnung an- geordneten Gebläse, ferner mit einem über der zu reinigenden Tischplatte endigenden Saugschacht sowie einer letzteren umgebendenStaubablage und einem den Schacht unterseitig umschliessenden nachgiebigen
Streifen, dadurch gekennzeichnet, dass das im wesentlichen zylinderförmige Gehäuse (1) bloss an der
Unterseite geöffnet ist durch den aus ihm ragenden, zentralen, gegen die zu reinigende Tischplatte ge- richteten Saugstutzen (7), in dessen kreisförmigem, aussenseitigem,
einen gegen das freie Ende schräg einwärts gerichteten Gummistreifen (12) tragendem Ende koaxial, zentral ein Ventilator (19,20) angeordnet ist und dass der in an sich bekannter Art etwa senkrecht aufwärts geführte Luftstrom durch den Gehäuseoberteil (15) radial nach auswärts und anschliessend etwa senkrecht nach abwärts geführt wird in einen die Abfälle aufnehmenden rinnenartigen Sammelraum (10) und dass zur weiteren Luftführung dieser Sam- melraum (10) oberseitig in Verbindung steht mit dem von ihm umschlossenen Saugstutzenraum (7), wobei der Luftführungsweg durch den Raum zwischen der Saugstutzenwand (7) und dem Ventilator (20) in sich geschlossen ist.