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Verfahren zur Herstellung von Reissverschlüssen
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gemäss der Erfindung, Fig. 10 eine Nähmaschine zum Verbinden vorgeschnittener Gliederreihen und
Fig. 11 einen einzelnen Verschlussstreifen dieser Type.
Ein erfindungsgemäss herzustellender Reissverschluss umfasst gemäss Fig. 1 zwei biegsame Bänder 10, ein Paar Gliederreihen 11, die an den Bändern angebracht sind und einen Schieber 12.
Die Gliederreihen 11 sind schraubenförmige Kunststoffäden (Wendeln), deren Windungen (s. Fig. 2) etwas abgeflacht sind. Die Schlingen 13 der Wendeln 11 sind parallel nebeneinander angeordnet und um- fassen innere Verbindungsteile 14 und äussere Laufteile 15.
Ein kordelähnlicher Verstärkungsteil 17 erstreckt sich entlang dem äusseren Rand jeder Gliederrei- he 11. Ein biegsamer Faden18 ist um den Verstärkungsteil 17 gewickelt und erstreckt sich zwischen jedes benachbarte Paar Verbindungselemente 13, um den Laufteil 15 zu umwinden und die Gliederreihe 11 mit dem Verstärkungsteil 17 zu verbinden, so dass ein Wulst für die Gliederreihe gebildet wird.
Das Anbringen erfolgt ohne Nähvorgang. in einer üblichen Wickelmaschine. Der Faden 18 wird zwi- schen die Wicklungen der Wendel geführt und um den Laufteil 15 und das Verstärkungsglied 17 gewickelt.
Die Kombination von Kuppelgliedern, Verstärkungsteilen und Bindegam wird nachstehend als "Glieder- streifen" bezeichnet. Zur Befestigung der Gliederstreifen (Fig. 2) an den Bändern 10 werden die Gliederreihen in Eingriff gebracht, wobei jeder der Verstärkungsteile 17 über einem der Bänder liegt. Die ver- einigten Gliederstreifen mit dem Band 10 werden durch eine Doppelnadel-Nähmaschine geführt, deren Stiche 19 die Verstärkungsteile und die Bänder 10 durchsetzen (Fig. 3). Gemäss Fig. 3 umfasst der Schieber12 eine Vorderwand 21, eine Riickwand 22 und Seitenflansche 23,24, wobei der Wulst 17 die Führung für den Schieber 12 bildet.
Fig. 4 erläutert das erfindungsgemässe Verfahren, das, wie erwähnt, die Möglichkeit bietet, die am Rande verstärkten Gliederreihen in die jeweils gewünschten Längen zu zerschneiden, ohne dass die Verstärkungsfäden sich an den Schnittstellen von-den Wendeln lösen oder ausfasern.
Der Gliederstreifen wird zwischen Rollen 26 geführt, die von einem Klebestoffbad 27 beaufschlagt werden, so dass flüssiger Klebstoff auf die Oberflächen der Fasern 17,18 aufgebracht wird, die die Verstärkung für die Gliederreihen bilden. Das Profil der Rollen ist so, dass die Flüssigkeit nur die Verstärkung berührt und imprägniert und vorzugsweise die Wendeln der Gliederreihen nicht befeuchtet. Von den Rollen wird der Gliederstreifen durch eine Heizkammer 28 geführt, wo der Klebestoff trocknet, worauf der Gliederstreifen durch einen Mechanismus 29 in Teile der gewünschten Länge geschnitten wird. Die Fasern des Verstärkungsstreifens werden so gebunden, und wenn der Gliederstreifen geschnitten wird, findet kein Ausfasern statt.
An Stelle eines flüssigen Klebestoffes kann eine Stärkelösung oder ein geschmolzenes thermoplastisches Material verwendet werden. Stärke kann nach Vollendung des Herstellungsvorganges ausgewaschen werden. Geschmolzene Thermoplaste und andere Klebestoffe werden durch geeignete Lösungsmittel entfernt.
Statt die ganze Gliederstreifenlänge zu überziehen, kann das Klebe-odef Versteifungsmaterial auch nur an den Stellen angewendet werden, die später durchgeschnitten werden, so dass, wenn der Gliederstreifen zerschnitten wird, die Enden der Verstärkung an ihrem richtigen Platz bleiben und sich beim Einführen eines einzelnen Gliederstreifens in die Nähmaschine zur Anbringung an den Bändern keine Schwierigkeit ergibt.
Gemäss einem ändern Verfahren zur Sicherung gegen ein Ausfasern der Verstärkungen werden für mindestens einen Teil des Garns, der Kordel, der Fäden oddg1. synthetische Fasern verwendet, die beim Er- hitzen-schmelzen, während der Rest der Verstärkung aus Baumwolle od. dgl. hergestellt ist.
Wird die so konstruierte Verstärkung erhitzt, gekühlt und dann geschnitten, so verhindert die Verschmelzung der synthetischen Fasern aus thermoplastischem Material mit den andern Fasern eine Trennung des Verstärkungsgarnes vom Verstärkungskörper. Gemäss Fig. 5 wird ein im Sinne des Pfeiles bewegter Gliederstreifen, dessen Verstärkung vorzugsweise thermoplastische Garne enthält, einem Erhitzungs- und Druckvorgang mittels eines Metallelemente 30 unterworfen, das in Zwischenräumen auf den Gliederstreifen dort heruntergeht, wo die Schnitte vorgenommen werden sollen, wobei die Verstärkungsfasern an diesen Stellen verschmolzen werden. Der Gliederstreifen wird dann durch ein Werkzeug 31 an den verschmolzenen Stellen auf die gewünschten Längen geschnitten.
Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Gliederstreifen nur dort erhitzt zu werden braucht, wo er zerschnitten wird, und der Rest des Reissverschlussstreifens nicht erhitzt und folglich. nicht angegriffen wird. Vorzugsweise ist das thermoplastische Garn aus Celluloseacetat hergestellt, das schnell auf eine plastifizierende Behandlung reagiert, sich nicht auswäscht und nicht chlorempfindlich ist. Der Verschmelzungs- und Schneidevorgang kann synchronisiert werden mit dem Arbeitsgang der Nähmaschine, wie in Fig. 7 dargestellt. Andere geeignete Thermoplaste sind Poly- äthylen, Nylon, Vinyl usw.
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Fig. 6 zeigt das Ende des Gliederstreifens. Der Vetstärkungsteil 17a kann so wie der Bindfaden 18a aus verschiedenen Garnen zusammengesetzt sein, wobei einige Fasern aus thermoplastischem Material sind, um die gewünschte Verschmelzung zu erzielen.
Fig. 7 zeigt eine Doppelnadelnähmaschine mit der die seitlichen Verstärkungen des Gliederstreifens an das Band 10 genäht werden. Die Bänder 10 werden laufend in die Maschine eingeführt, während vorgeschnittene Gliederstreifen, gebildet aus den Gliederreihen 11 und den Verstärkungen 17, 18, nacheinander diskontinuierlich eingeführt werden, mit kurzen Zwischenräumen zwischen den einzelnen Glieder- streifen. Die Nähmaschine liefert eine kontinuierliche Reihe unterbrochen angebrachter Gliederstreifen, die an den Bändern 10 mittels Stichreihen 19 angenäht sind (Fig. 8). Um getrennte Verschlüsse zu erlan- gen, werden die Bänder in der Mitte zwischen den aufeinanderfolgenden Gliederstreifen zerschnitten, wie gestrichelte Linien andeuten.
Fig. 9 zeigt eine abgeänderte Form eines Reissverschlusses der in den Fig. 1-3 dargestellten Type.
Eine zusätzliche Kordel 32 entlang jedem Verstärkungsteil 17 schützt die Verstärkung vor Abrieb und verhindert ein Lockern (Schlingern) des Schiebers.
Das Anbringen der Kordel geschieht gemäss Fig. 10 in der Weise, dass in die Maschine zwei Kordeln 32 gleichzeitig mit den fortlaufenden Bändern 10 eingeführt werden. Wie Fig. 9 zeigt, liegt die Kordel 32 über der Verstärkung des Gliederstreifens in dessen ganzer Länge und erstreckt sich darüber hinaus auf die Bänder. Sie erleichtert die Montage des Schiebers, der angebracht werden kann, bevor die Bänder durchschnitten werden. Das Garn für die Verstärkung kann zur Gänze thermoplastisch sein. Ein Vorteil der Verwendung thermoplastischer Fasern ist die Möglichkeit, durch bekannte Schweissverfahren die Verstärkung an thermoplastischen Folien anzubringen, wobei ein Nähvorgang entfällt. Diese thermoplastischen Folien bilden entweder die Tragbänder oder Teile der Gebrauchsgegenstände, an denen die Reissverschlüsse befestigt werden.
An Stelle der Nähmaschine können dieGliederstreifen und Folienmaterialien in einen elektrischen Hochfrequenz-Schweissapparat eingeführt werden, um die gewünschte Verbindung zu bewirken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Reissverschlüssen, bei denen die Gliederreihen (Schraubendrähte bzw. Wendeln) am Rande durch Textilmaterial verstärkt werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellung eines fortlaufenden Verschlussstreifens mindestens in den Abschnitten, in welchen die Gliederreihen durchschnitten werden, an den Schnittstellen der Gliederreihen und Verstärkungen durch Aufbringen von Klebemitteln oder durch einen Schweissvorgang eine das Ausfasern der Schnittstellen verhindernde Bindung bewirkt wird, worauf die abgeteilten Gliederreihen mit Zwischenräumen auf den fortlaufenden Tragbändern, gegebenenfalls mit zusätzlichen Verstärkungselementen befestigt werden.