AT211740B - - Google Patents
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-
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Abgabe von eichgenau abgewogenen oder abgemessenen Mengen von Stückgut, insbesondere Kohlen und/oder Briketts, in Gebrauchspackungen
Es ist bekannt, in beliebigen und insbesondere in praktisch beliebig kleinen Mengen eichgenau abwiegbare oder abmessbare Güter in gebrauchs- üblichen Kleinmengen einzeln zu verpacken, wobei diese einzelnen Gebrauchspackungen in gemeinsamen Transportverpackungen, z. B. Kartons, transportiert und beim Verkauf einzeln oder zu mehreren, je nach Verlangen, abgegeben werden. Bei diesem bekannten Verfahren zur Abgabe von eichgenau abgewogenen oder abgemessenen Mengen von Gütern in gebrauchsüblichen Pakkungen werden die für die Gebrauchspackungen vorgesehenen Mengen einzeln eichgenau abgewogen oder abgemessen und verpackt.
Der Begriff eichgenau sagt dabei, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Wiege-und/oder Messtoleranzen eingehalten werden.
Für Massengüter, die stückig sind, insbesondere für Kohlen, Briketts, aber auch Kartoffeln, Futtermittel, Düngemittel und ähnliche Waren, sind die bekannten Massnahmen nicht durchführbar. Die genannten Massengüter sind notwendigerweise verhältnismässig billig und verlangen daher geringe Manipulations- und Verpackungskosten, deren Höhe nur Bruchteile des Warenwertes ausmachen darf. Das Einzelabwiegen von eichgenau abgewogenen oder abgemessenen Gebrauchsmengen derartiger stückiger Massengüter ist folglich schon mit Rücksicht auf dieses Erfordernis nicht möglich.
Darüber hinaus ist das Stückgewicht von derartigen Massengütern oft verhältnismässig hoch, ausserdem von Stück zu Stück sehr unterschiedlich. Bei einem Stückgewicht von z. B. 25 g, wie es bei Kohlen oder Briketts vorkommt, ergibt sich bei Verwiegung von einem Kilogramm bereits
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toleranzen liegt. Es ist demnach auch technisch unmöglich, die bekannten Massnahmen zur Abgabe von eichgenau abgewogenen oder abgemessenen Mengen von Gütern in gebrauchsüblichen Packungen auf stückige Güter und insbesondere auf Kohlen und/oder Briketts anzuwenden. Die seither bekannten Packungen für Kohlen sind daher auch nicht in gebrauchsüblichen Mengen von z.
B. 1 kg od. dgl. abgepackt, wie sie üblicherweise mit einer Schaufel auf eine Herd-
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;Differenzen rein geometrisch durch Aufteilung gewonnen werden, ohne dass dadurch der Ver- brauch oder der Verbraucher beeinträchtigt werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden schematischen Zeichnung einer Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemässen Verfah- rens ausfuhrlicher erkläutert :
Die dargestellte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist in ihrem grundsätzlichen Aufbau gekennzeichnet durch eine automatische Wiege- oder Messeinrichtung
6, 7 mit vorgeschalteter Zuteilvorrichtung 2, 3 sowie nachgeschaltetem Taschenband 9 für die
Aufnahme der abgewogenen oder abgemessenen handelsüblichen Mengen und eine angeschlossene
Vorrichtung 12,
13 zur Aufteilung der handels- üblichen Mengen sowie Einrichtung 14 - 16 zum Verpacken der gebrauchsüblichen Mengen und Einrichtungen 17 - 21 zur Stapelung und
Verpackung der Gebrauchsverpackungen mit ihrem Inhalt in handelsübliche Mengen.
Im einzelnen arbeitet die erfindungsgemässe
Vorrichtung wie folgt :
Das in einer Produktions- oder Aufbereitungs- anlage 1 in geeigneter Weise vorbereitete Massen- gut, im Beispielsfalle grusfrei gesiebte und staub- frei gemachte Hausbrandkohle, wird über einen
Zwischenbunker 2 mit automatischer Zufuhrregelung der Zuteilerrinne 3 einer automatischen Waage zugeführt. Ein Teil dieser Rinne ist als
Siebstrecke ausgebildet, um den bei der Zwischenbunkerung eventuell neu entstandenen Abrieb auszuscheiden, der durch einen Abriebtrichter 4 einem Förderband 5, dem sogenannten Abriebband, zum Abtransport zugeleitet wird ; das klassierte Gut gleitet aus der automatisch gesteuerten Zuteilrinne 3 in das Wiegegefäss 6 und wird dort automatischinhandelsüblicheMengen, z. B. 25 kgMengen, verwogen.
Der Ausgleicher 7 in dem Wiegegefäss bewirkt eine möglichst gleichmässige Schüttung des Gutes auf die Verteiler 8 und durch diese auf das Taschenband 9. Dieses Band ist mit seitlichen Führungen 10 und z. B. aufvulkanisierten Mittelrippe 11 versehen, um die vorgeteilte Wiegemenge getrennt zum zweiten Verteiler 12 zu bringen, der in eine beliebige Anzahl verbrauchsgerechter Kleinmengen unterteilt.
Diese Kleinmengen werden über ein Portions-Becherwerk 13 und den Führungstrichter 14 mit Prall- : Gummi-Teilen zur Vermeidung von Abrieb der Füll-und Trennschweisseinrichtung 15 eines Beutel-Automaten 16 oder einem Verpackungsautomat für Papierbeutel zugeführt und verpackt. Über das Stapelband 17 werden diese Beutel in] einer der ursprünglichen Wägemenge entsprechenden Anzahl der Umsack-Maschine 18 zugeleitet, in der aus einem Stapler die verpackten Kleinmengen in einen Papiersack gefüllt werden. Nach Übergabe der Umsack-Packung an den] Lattenförderer 19 wird der mit einem Tragegriff versehene Papiersack einer Faltung und Formung 20 unterzogen und von der Nähmaschine 21 zu-
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genäht.
Die gesamte Anlage ist automatisch ge- steuert und die einzelnen Aggregate sind bezüg- lich ihrer elektrischen und mechanischen Antliebe untereinander verriegelt. Ferner ist die Verriege- lung der Produktionsstrasse insgesamt so gestaltet, dass der Ausfall einer nachfolgenden Maschine die
Stillsetzung aller vorangehenden Aggregate aus- löst, damit auch in Störungsfällen gewährleistet ist, dass die verwogene Gesamtmenge stets wieder in der Umsackmaschine zusammengeführt wird, um damit die gesetzlichen Bestimmungen hin- sichtlich Verwiegung (oder Mengenmessung) von Masser. gütern im Rahmen des erfindungsge- mässen Verfahrens zu erfüllen.
Automatische Zähl-, Registrier- und Schreib- einrichtungen können zusätzlich eingebaut sein, um z. B. nach bestimmten Produktionsmengen die Strasse oder Teile davon stillzusetzen. Die- selben Einrichtungen können auch zur Überwachung des Verpackungsvorganges selbst mit herangezogen werden.
Die verkaufsfähige, kofferartige Packung wird dann über eine Führung 22 einer Stapelvorrich- tung 23 zugeführt, und dort auf Paletten 24 von einem Hubstapler 25 zur Verladung in Waggons oder Lastkraftwagen übernommen.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Abgabe von eichgenau abge- wogenen oder abgemessenen Mengen von Stück- gut, insbesondere Kohlen und/oder Briketts in
Gebrauchspackungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine handelsübliche, eine Vielzahl der ge- brauchsüblichen Mengen ausmachende Menge des
Stückgutes mit der erforderlichen Genauigkeit gemessen oder gewogen und diese handelsübliche
Menge dann geometrisch in eine beliebige Anzahl gebrauchsüblicher Mengen geteilt, sowie letztere einzeln in Packungen verpackt und diese Ge- brauchspackungen mit ihrem Inhalt wieder zu der handelsüblichen Menge, aus der sie hervorge- gangen sind, vereinigt und mit einer gemeinsamen Abgabeverpackung versehen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stückgut nach Aufbereitung in einer automatischen Wiege- und Messeinrichtung (6, 7) in eichgenau gemessene bzw. gewogene handelsübliche Mengen geteilt und diese in einen Verteiler (12) eingeführt sowie EMI3.1 einem Beutelimtomaten (16) zugeführt und in Kunststoffbeuteln staubdicht eingeschweisst wer- EMI3.2 3.Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine automatische Wiege- oder Messeinrichtung (6, 7) mit vorgeschalteter Zuteil- EMI3.3 13) der handelsüblichen Menge in gebrauchs- übliche Mengen und durch eine Einrichtung (14, 15) zum Verpacken der gebrauchsüblichen Mengen sowie eine Einrichtung (17 bis 21) zur Stapelung und Verpackung der gefüllten Gebrauchspackungen zu handelsüblichen Mengen.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Verpakkung der handelsüblichen Mengen als an sich bekannter Beutelautomat (16) für KunststoffFolien-Verpackungen mit Full- un Trennschweisseinrichtung (15) oder als ebenfalls im Prinzip bekannter Verpackungsautomat für Papierbeutel ausgebildet ist.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungfür die Verpackung der Gebrauchsverpackungen in einer Transportverpackung als an sich bekannte Umsackvorrichtung (18) mit Nähmaschine (21) eingerichtet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE211740T | 1959-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT211740B true AT211740B (de) | 1960-10-25 |
Family
ID=29591877
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT740759A AT211740B (de) | 1959-09-25 | 1959-10-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT211740B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1228181B (de) * | 1964-12-24 | 1966-11-03 | Fritz Thuerlings Dipl Ing | Vorrichtung zum Zufuehren gewichts-genauer Mengen eines Schuettgutes zu einer Verpackungsmaschine |
-
1959
- 1959-10-13 AT AT740759A patent/AT211740B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1228181B (de) * | 1964-12-24 | 1966-11-03 | Fritz Thuerlings Dipl Ing | Vorrichtung zum Zufuehren gewichts-genauer Mengen eines Schuettgutes zu einer Verpackungsmaschine |
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