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Einrichtung zur Änderung der Spritzbreite von Düsen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Änderung der Spritzbreite vonDtisen, insbesondere solcher, die für Beizanlagen zur Besprühung von durchlaufenden Bändern mit Beizsäure bestimmt sind.
Beim Beizen von bandförmigem Material ergibt sich oft die Notwendigkeit, verschieden breite Bänder zu beizen, wobei es auch vorkommt, dass das Band eines und desselben Wickels seine Breite ändert.
Bei den bekannten Einrichtungen muss die Spritzbreite für das breiteste zu behandelnde Band festgelegt werden, was zur Folge hat, dass bei schmäleren Bändern die Ränder des ausgesprühten Säurestrahles ins Leere gehen.
Es sind bereits Spritzköpfe für Spritzwagen bekannt geworden, welche aus drei ineinandergeschobenen Rohren bestehen, von denen jedes einen anders geformten Schlitz aufweist, durch den die auszuspritzende
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Rohre und damit eintretende Änderung der Überdeckung ihrer Schlitze geregelt werden. Die Schlitze ver- laufen als Ringsegmente quer zur Längsrichtung der Rohre, wobei sich der Schlitz des äusseren Rohres von beiden Enden gegen die Mitte nach dem oberen Ende des Rohres zu dreiecksförmig verbreitert.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, die insbesondere in Beizanlagen verwendeten Düsen mit in der Längs- richtung des Düsenrohres verlaufendem Schlitzausschnitt für den Austritt der Flüssigkeit nach dem Prinzip der bekannten Spritzköpfe für Spritzwagen dahingehend zu verbessern, dass die eingangs erwähnten Nach- teile beseitigt werden und der Austritt der Flüssigkeit der Breite des zu behandelnden Gutes angepasstwer- den kann. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Düsen im Bereiche der Sprühöffnungen mit einer verstellbaren, zu einem in die Düse eingeschobenen Rohr zusammengerolltenAbdeckplatte versehen sind, die einen, an sich bekannten, im wesentlichen dreieckigen Ausschnitt aufweist, welcher senkrecht zur Düsenöffnung über diese bewegbar ist.
Hiebei ist zweckmässig eine Abtastvorrichtung vorgesehen, die die Abdeckplatte in Abhängigkeit von der Breite des zu behandelnden Gegenstandes einstellt.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausfüh- rungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt ist. Es zeigen Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung eine Schlitzdüse mit Abdeckplatte und der Antriebseinrichtung in der Gebrauchslage, Fig. 2 die Abdeckplatte aufgerollt und Fig. 3 einen Teil eines zu behandelnden Bandes mit der Abtastvorrichtung.
In Fig. l bezeichnet l eine rohrföxmigeDüse mit einem Öffnungsschlitz 2, durch den Beizsäure auf das Behandlungsgut ausgesprüht wird. In der Düse 1 ist eine in die Form eines Rohres 3 eingerollt Platte 3' (Fig. 2) eingesetzt, welche einen im wesentlichen dreieckförmigenAusschnitt 4 besitzt, der nach dem Einsetzen in den Bereich des Öffnungsschlitzes 2 zu liegen kommt.
Je nach Winkellage des Rohres 3 in der Düse 1 ist der Schlitz 2 mehr oder weniger abgedeckt. Seine wirksame Breite hängt von der Breite des jeweils über ihn liegenden Abschnittes des Ausschnittes 4 ab.
Die eingerollte Platte 3 ist an ihrem aus der Düse 1 herausragenden Ende mit einem Schneckenrad 5 verbunden und über eine Schnecke 6 an einen Motor 7 angeschlossen, welcher von einer Abtastvorrichtung 8 gesteuert wird.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird dieBehandlung eines Bandes 9 von wechselndem Querschnitt beschrieben. Der Massstab des in Fig. 3 dargestellten Bandes ist wesentlich kleiner als der der Düse 1 in Fig. l und der Platte 3'in Fig. 2.
Wenn an der Abtastvorrichtung 8 ein Band von einer Breite"a"vorbeigeht, lässt die Abtastvorrichtung den Motor 7 so ansprechen, dass er die zum Rohr 3 zusammengerollte Platte 3'im Düsenwerk 1 so weit verdreht, bis der die Breite "a" des Bandes besitzende Abschnitt"b"des Ausschnittes 4, über dem Schlitz 2 zu liegen kommt. In diesem Augenblick ist die Spritzbreite der Düse 1 gleich der Bandbreite und es wird
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keine Flüssigkeit seitlich neben den Bandrändern ins Leere gespritzt.
Die grösste Breite des Schlitzes 2 und des Ausschnittes 4 richtet sich nach dem breitesten, in der betreffenden Beizanlage zu behandelnden Ge- gestand
Natürlich können, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich, den Dùsenschlitz in eine Mehrzahl von Einzeldüsen aufzulösen. In diesem Falle erfasst der Ausschnitt in jeder Stellung mehrere in seinem Bereich liegende Düsen. Die Düsen können hiebei für einen linien-oder auch flächenförmigen Strahl angeordnet sein. Auch kann der Ausschnitt 4 beliebig anders geformt sein. Schliesslich können an Stelle-des Motors andere Antriebseinrichtungen gewählt werden.
In Fällen, wo mehrere Düsen etagenweise übereinander angeordnet sind, beispielsweise bei Turmbeizen, ist es vorteilhaft, alle Düsen von einer gemeinsamen Antriebsquelle zu steuern, welche ihren Impuls von der Abtasteinrichtung erhält.
Bei allen beschriebenen Einrichtungen können zusätzlich noch Vorkehrungen getroffen sein, welche es ermöglichen, dass die Steuereinrichtung erst eine bestimmte Zeit nach der Beeinflussung der Abtasteinrichtung in Tätigkeit tritt. u. zw. annähernd dann, bis die geänderte Bandbreite die Düse erreicht hat.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Änderung der Spritzbreite rohrförmiger Düsen mit einem in der Längsrichtung des Düsenrohre verlaufenden Schlitzausschnitt für den Austritt der Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen im Bereiche der Sprühöffnungen mit einer verstellbaren, zu einem in die Düse eingeschobenen Rohr zusammengerollten Abdeckplatte versehen sind, die einen, an sich bekannten, im wesentlichen dreieckigen Ausschnitt aufweist, welcher senkrecht zur Düsenöffnung über diese bewegbar ist.