AT211367B - Graphithaltiges Gleitstück für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, auf einem Drehgestell - Google Patents

Graphithaltiges Gleitstück für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, auf einem Drehgestell

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AT211367B
AT211367B AT366059A AT366059A AT211367B AT 211367 B AT211367 B AT 211367B AT 366059 A AT366059 A AT 366059A AT 366059 A AT366059 A AT 366059A AT 211367 B AT211367 B AT 211367B
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Ver Westdeutsche Waggonfab
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    Graphithaltiges Gleitstück   für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, auf einem Drehgestell   Die Erfindung betrifft ein graphithaltiges Gleitstück für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, auf einem Drehgestell. 



  Derartige Gleitstücke, die aus einer Mischung von Graphit und einem Kunstharzbindemittel, gegebenenfalls auch noch ändern zusätzliehen Bestandteilen bestehen und deren Verfestigung durch Aushärtung i des Bindemittels erfolgt, werden infolge ihrer Selbstschmierung und damit Wartungslosigkeit in steigendem Masse verwendet. Während die Gleitstücke bisher nur bei Fahrzeugen mit tragender Drehpfanne Anwendung fanden, wobei sie in Einbaustellung einen kleinen Abstand von der zugehörigen, am Wagenkasten befestigten Gleitplatte aufweisen, wird nun auch ihre Verwendung bei entlastetem Drehzapfen, d. h. also zur Übertragung des gesamten Wagenkastengewichtes, angestrebt. 



  Die bekannten graphithaltigen Gleitstücke, die eine durchgehende, ebene Gleitfläche besitzen und volltragend sind, zeigen nun nach anfänglich zufriedenstellendem Arbeiten nach einer gewissen Betriebsdauer den Nachteil, dass sie knarrende Geräusche hervorrufen, was zusammen mit der gleichzeitig eintretenden Erhöhung des Abriebes (Verschleisses) auf einen zumindest teilweisen Verlust der Selbstschmiereigenschaft hindeutet. 



  Die Vermeidung dieser Nachteile durch die Verwendung üblicher Schmiermittel wie Fett oder Öl hat sich als unmöglich erwiesen, weil diese Schmiermittel den Werkstoff der Gleitstücke angreifen, ihn teilweise auflösen und eine stark klebende Paste bilden, wodurch nicht nur der Reibungswiderstand, sondern auch der Verschleiss der Gleitstücke in unzulässiger Weise erhöht werden. 



  Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines graphithaltigen Gleitstückes für die Wagenkastenabstützung von Fahrzeugen auf Drehgestellen, das ohne eine Wartung gleichbleibende Eigenschaften während einer langen Betriebsdauer aufweist. 



  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zumindest der der Gleitfläche benachbarte Teil de ! Gleitstückes mit Paraffin getränkt wird. Diese Tränkung, die nur ein einziges Mal vor dem Einbau des Gleitstückes erforderlich ist, hat die überraschende Wirkung, dass das Gleitstück nicht nur einen gegenüber ungetränkten Gleitstücken kleineren Reibwert aufweist, sondern seine Gleiteigenschaft auch im Dauerbetrieb ohne die geringste Wartung beibehält. Bei dem Gleitstück gemäss der Erfindung wird ausserdem die bei Verwendung von Schmieröl oder Schmierfett auftretende Bildung eines schmirgelartig wirkenden, aus dem Schmiermittel und von diesem aufgenommenem Staub, Sandkörnern u. dgl. bestehenden Gemisches auf den Gleitflächen völlig vermieden. 



  Die Tränkung nur des der Gleitfläche benachbarten Teiles des Gleitstückes mit Paraffin kann dadurch erfolgen, dass die Gleitfläche des in beliebiger Weise, beispielsweise mit Lötlampen oder Schweissbrennern vorsichtig erwärmten Gleitstückes mit einem Paraffinstück abgerieben wird, wobei das schmelzende Paraffin in das Gleitstück, u. zw. in dessen der Gleitfläche benachbarten Teil, einsickert. Die Tränkung des gesamten Gleitstückes kann dagegen durch genügend langes Eintauchen in ein Bad von durch Erwärmung verflüssigtem Paraffin erfolgen. 



  Bei aus Sintereisen oder Eisenschwamm hergestellten Lagern oder Lagerteilen ist es bekannt, diese Teile mit einem Gemisch von Schwefel mit andern schmierenden Stoffen, z. B. thermoplastischen Kunst-   

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 stoffen oder auch Paraffin, zu'tränken. Die Auswahl des   TränkuI1gsstoffes   ist hier wesentlich einfacher, weil die weiter oben geschilderten, bei graphithaltigen Lagerteilen auftretenden Probleme bei Sintermetall-Lagerteilen nicht zu beobachten sind. 



   In der Zeichnung ist ein Gleitstück gemäss der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung zeigt einen lotrechten Querschnitt durch die   seitliche Wagenkastenabstützung   eines Schienenfahrzeuges auf dem Wiegenträger eines Drehgestelles. 



   Die Abstützung des Wagenkastens bzw. des Untergestell-Querträgers 1 auf dem Wiegenträger 2 erfolgt über die an ersterem befestigten Gleitkonsolen 3 und Gleitstücke 4 auf am Wiegenträger 2 befestigten Konsolen 5. Die Gleitstücke 4 sind auf ihrer der oberen, mit den Gleitkonsolen 3 zusammenarbeitenden Gleitflächen 6 gegenüberliegenden Seite 7 kugelig ausgebildet und in einer entsprechenden Kugelgleitpfanne der Konsole 5 nach allen Richtungen einstellbar gelagert. Die Verschiebung der Gleitstücke 4 in den Kugelgleitpfannen wird durch an den Konsolen 5 befestigte Anschlagringe 8 begrenzt. 



   Das Gleitstück 4 ist vor seinem Einbau zumindest in seinem der   Gleitfläche   6 benachbarten Teil mit Paraffin getränkt. Im dargestellten Beispiel, in dem auch zwischen der Unterseite 7 und der Konsole 5 Gleitbewegungen auftreten können, empfiehlt es sich jedoch, das gesamte Gleitstück durchgehend zu tränken. 



   Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellte Ausführungsform eines Gleitstückes beschränkt, sondern ist auch auf in anderer Weise ausgebildete, beispielsweise an ihrer Unterseite ebene oder an ihrer Gleitfläche mit Nuten versehene Gleitstücke anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Graphithaltiges Gleitstück für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahr- zeuges, auf einem Drehgestell, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest sein der Gleitfläche (6) benachbarter Teil mit Paraffin getränkt ist.
AT366059A 1958-05-22 1959-05-15 Graphithaltiges Gleitstück für die Abstützung eines Wagenkastens, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, auf einem Drehgestell AT211367B (de)

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