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Zerkleinerungsgera insbesondere zum Zerkleinern von
Fleischwaren
Es sind Zerkleinerungsgeräte zum Zerkleinern von Fleischwaren bekannt, welche sich u. a. insbe- sondere zum Zerkleinern zäher Fleischbestandteile wie Schweineschwarten und Rinderflexen eignen und eine aufrecht stehende, rotierende Messerwelle aufweisen. Das Gerät weist ein Gehäuse mit einem obe- ren Einlass und einem unteren Auslauf für das Behandlungsgut auf. In diesem Gehäuse ist eine die An- i triebswelle umgebende waagrechte Lochscheibe angeordnet, unterhalb welcher sich Abstreifarme od. dgl.
Mittel zum Hinausbefördern des behandelten Gutes durch den Auslass befinden. Es ist ferner bekannt, bei solchen Geräten den unterhalb der Lochscheibe befindlichen Gehäuseteil mittels einer die Antriebswelle umgebenden Dichtung, insbesondere aus synthetischem Gummi, nach unten hermetisch abzuschliessen, um zu verhindern, dass der beim Hinausbefördern des behandelten Gutes durch den Auslass entstehende Sog von unten her Luft ansaugt, statt von oben her das zu behandelnde Gut anzusaugen und dadurch eine grössere
Durchlassgeschwindigkeit dieses Gutes zu bewirken, was der Zweck der genannten Dichtung ist. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Sogwirkung unter Umständen gewisse Nachteile mit sich bringt, welche das
Verwendungsgebiet eines solchen Zerkleinerungsgerätes in unerwünschter Weise einschränken können.
Wenn z. B. ein solches Gerät für die normale Brätverarbeitung befriedigend arbeitet, indem die Sogwir- kung eine grosse Durchlassgeschwindigkeit bei kleinster Erwärmung des zu behandelnden Gutes gewähr- leistet, dann ergeben sich beim Gebrauch des Gerätes zur Verarbeitung zäher Fleischwaren, wie Schwar- ten, sehr hohe Stossbeanspruchungen, welchen der motorische Antrieb bei mittleren und kleineren Ge- räten nicht gewachsen ist. In solchen Fällen musste entweder auf die Verwendung des Gerätes für solche
Waren verzichtet werden, oder aber es musste ein Gerät Verwendung finden, bei welchem die erwähnte
Dichtung, von welcher das Zustandekommen des Soges abhängt, entfällt.
Ein solches Gerät arbeitet je- doch dann für die Brätverarbeitung unbefriedigend, indem bei kleiner Leistung eine unerwünscht hohe Be- handlungstemperatur auftritt, wodurch das behandelte Gut unter Umständen einen entsprechend geringeren Gebrauchswert aufweist.
Die Erfindung vermeidet nun diese Unzulänglichkeiten der erwähnten bekannten Geräte und schafft ein Zerkleinerungsgerät, bei welchem die erwähnte Dichtung keine ungünstigen Rückwirkungen auf die Art des zu verarbeitenden Gutes und die Qualität des zerkleinerten Gutes hat. Das Zerkleinerungsgerät gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlassquerschnitt des an den unteren Behandlungs- gehäuseteil angeschlossenen Auslaufes regulierbar ist. Das hat zur Folge, dass man in demjenigen Falle, in welchem die starke Sogwirkung unerwünscht ist, den Durchlassquerschnitt im Auslauf durch entsprechen- de Regulierung so gross bemessen kann, dass die Sogwirkung entsprechend reduziert bzw. bei voller Öff- nung praktisch völlig ausgeschaltet werden kann.
Durch die Regulierung lässt sich für jedes Behandlungs- gut die optimale Behandlungsbedienung schaffen, u. zw. unabhängig von der jeweiligen Konsistenz des betreffenden Gutes von der Dickflüssigkeit bis zur Dünnflüssigkeit. Die Verschiedenheit der Konsistenz des Behandlungsgutes war bei den bisherigen Geräten stets ein Unsicherheitsfaktor bezüglich. der Qualität des durch die Behandlung erzeugten Endproduktes, wobei insbesondere wieder die Frage der Einhaltung einer angemessenen Behandlungstemperatur im Vordergrund stand.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, auch den Durchlassquerschnitt des Einlasses regulierbar zu gestalten, u. zw. gegenläufig zur Regulierung des Durchlassquerschnittes des Auslaufes, so dass also die Einlassöffnung umso grösser wird, je kleiner die Auslassöffnung einreguliert wird, d. h. je grösser die gewün-
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schte Sogwirkung ausfällt. Umso schneller ist dann infolge der Sogwirkung verhältnismässig die Durchlass- geschwindigkeit des behandelten Gutes. Dem entspricht die entsprechend grössere Einlassöffnung und die dadurch erzielte Leistungssteigerung.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, welche einen Längsschnitt nach der Li- nie n-n in Fig. 1 darstellt. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt nach der Linie rn-rn in Fig. 2, Fig. 4 zeigt ein
Skalenschild.
Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, weist das Zerkleinerungsgerät eine aufrecht stehende, drehbar gelagerte Messerwelle 1 auf. Diese ist durch einen nicht dargestellten Elektromotor in einem nicht darge- stellten Motorgehäuseteil drehbar und weist am oberen Ende einen zweiteiligen Messerkopf auf. Der mit der Welle 1 fest und undrehbar verschraubte Unterteil 2 des Messerkopfes dient als Auflage und Führung für den Messerkopfoberteil 3, welcher an der oberen Seite mit zwei Messern 4 versehen ist. Jedes Mes- ser ist mitzwei in einemAbstand übereinander liegenden Schneiden versehen. Der Teil 3 ist mittels einer im Teil 1 sitzenden Schraube 5 und einer auf dieser aufgeschraubten Handmutter 6 starr, aber leicht lös- bar mit dem Unterteil 2 verbunden.
Der Messerkopf befindet sich zentral in einem zur Welle 1 koaxialen Behandlungsgehäuse 7. In die- sem ist eine die Antriebswelle 1 und den oberen Messerkopfteil 3 umgebende Lochscheibe 8 angeordnet, welche auf einer nach innen vorspringenden Schulter 9 des Gehäuses 7 aufliegt. Dadurch wird der Innen- raum des Gehäuses 7 in einen Oberteil 10 und einen Unterteil 11 unterteilt. Der Oberteil weist am oberen
Ende einen Einlass 12 auf, dessen Durchlassquerschnitt mittels eines weiter unten noch näher zu beschrei- benden Schieberpaares 13 regulierbar ist. Die Schieber laufen in waagrechten Nuten zweier nach innen vorspringenden Rippen 14 des Gehäuses 7.
Der Messerkopfunterteil 2 weist eine nach unten offene, zur Welle 1 konzentrische Ringnut von tra- pezförmigem Querschnitt auf, in welche ein Dichtungsring 15 eingesetzt und starr befestigt ist. Dieser besteht aus synthetischem Gummi und weist eine nach unten offene Nut auf, in welche ein Kragenstück 16 hineinragt, welches an einem Bodenstückl7 des Gehäuses7 nach oben konzentrisch zur Welle 1 vorspringt.
Das Bodenstück 17 ist mit einer zentralen Öffnung zum Durchlass der Welle 1 und des Nabenteils des
Messerkopfunterteiles 2 versehen und schliesst den Raum 11 nach unten ab. Das Kragenstück 16 gestattet das Drehen des Teiles 2 durch die Welle l, ebenso eine axiale Verschiebung der Welle 1 und des Teiles 2 in beschränktem Ausmasse, wie es zur an sich bekannten Höhenverstellung der Messer 4 gegenüber der
Lochscheibe 8 vorgesehen sein kann. Hiebei ist jedoch in allen Lagen der Raum 11 nach unten hermetisch durch den Dichtungsring 15 abgeschlossen.
Der Messerkopfunterteil 2 ist in an sich bekannter Weise, z. B. gemäss der Schweizer Patentschrift Nr. 315809, mit Abstreifarmen 2a versehen, die radialso weit vorstehen, dass sie den ganzen Bereich der
Lochscheibe 8 bestreichen und das durch die Lochscheibe hindurchtretende zerkleinerte Gut zwangsläufig durch den an den Raum 11 anschliessenden Auslass 18 befördern, durch welchen es infolge der Zentrifugal- kraft hinausgeworfen wird, wodurch Verstopfungen vermieden werden und der erwähnte Sog im Raum 11 unterhalb der Lochplatte 8 erzeugt wird.
Der Durchlassquerschnitt des Auslasses 18 ist durch ein Schieberpaar 19 regulierbar. Die beiden Schieber sind vertikal angeordnet und laufen in je einer oberen und unteren waagrechten Nut des Auslasses 18.
Neben dem Gehäuse 7 ist ein Steuerkasten 20 angeordnet, in welchem eine waagrechte Steuerspindel 21 drehbar gelagert ist, welche parallel zu den Schieberpaaren 13 und 19 angeordnet ist und deren einer Endteil aus dem Kasten 20 herausragt und mit einem Handrad 22 versehen ist (Fig. 2 und 3). Die Welle ist durch zwei Lagerplatten 23, 24 geführt, welche Durchbrechungen der Wände des Kastens 20 abdecken und durch Schrauben od. dgl. lösbar befestigt sind. Die Schieberpaare 13 und 19 weisen gemäss den Fig. 3 bzw. 2 je zwei Schieber 25 bzw. 26 auf, die in einer gemeinsamen Ebene liegen und auf den einander zugekehrten Randteilen je eine Ausnehmung 27 besitzen, welche bei völlig aneinander herangeschobenen Schiebern (Fig. 3) zusammen den kleinstmöglichen Durchlassquerschnitt ergeben, u. zw. in Form einer kreisrunden Öffnung 28.
Die einander abgekehrten Ränder der Schieber eines jeden Paares sind mittels je einer Stange 29,30 bzw. 31,32 mit je einer für beide Schieberpaare gemeinsamen Laufmutter 33, 34 gekuppelt. Die Lauf- muttemlaufen auf je einem Gewindestück 35 bzw. 36 der Steuerspindel 21. Von diesen Gewindestücke weist das eine Rechts- und das andere Linksgewinde auf, so dass sich beim Drehen der Spindel 21 durch das Handrad 22 die Laufmuttern 33, 34 gegenläufig bewegen. Die Stangen 31 und 32 kreuzen sich gegenseitig um die Schieberbewegung der Paare 13,19 gegenläufig zu steuern.
Wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, befinden sich die Auslaufschieber 26 in der dargestellten Lage
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in der Öffnungsendstellung, wogegen sich die Einlassschieber 25 in der Schliessendlage befinden, in wel- cher der kleinstmögliche Durchgangsquerschnitt 28 eingestellt ist.
Durch Drehen der Spindel 21 im entsprechenden Richtungssinn können die Auslaufschieber 26 in jede gewünschte, durch die Selbsthemmung der Schraubentrieb gesicherte Zwischenlage bis zur Schliessend- , stellung gegeneinander verschoben werden. In letzterer Lage ist dann der Durchlassquerschnitt des Auslau- fes auf das Ausmass der beiden Ausschnitte 27 der Schieber 26 reduziert, wobei die Ausschnitte zusammen eine kreisrunde Öffnung bilden, wie die Öffnung 28, der Schieber 25, jedoch ohne dass grössenmässig un- bedingt eine Übereinstimmung zwischen beiden vorhanden zu sein braucht.
Es ist unter Umständen zweckmässig, die Schiebebewegung durch Anschläge zu begrenzen, z. B. durch Anschläge, welche auf einem der Gewindestücke 35, 36 anbringbar sind bzw. längs dieses Gewindestückes verschiebbar und in verschiedenen Lagen feststellbar sind und in der festgestellten Lage den Hub der ent- sprechenden Laufmutter 33 bzw. 34 begrenzen. Dadurch ist es möglich, den maximalen Durchlassquer- schnitt des Auslasses zu begrenzen, falls sich ein Bedürfnis hiezu in der Praxis ergeben kann, indem für
Spezialzwecke bestimmte Geräte eine entsprechende diesbezügliche Ausstattung erhalten können, ohne dass ein besonderer Gerättyp gebaut zu werden braucht. Es liegt eine solche Massnahme also im Interes- se der Normalisierung der eigentlichen Geräteteile.
Eine weitere Vervollkommnung kann dahin gehen, dass das Regulierorgan, d. h. also die Spindel 21, z. B. zusätzlich, unter dem Einfluss eines Thermostaten stehen kann, welcher es in Abhängigkeit der Be- handlungstemperatur des Gutes derart verstellt, dass bei steigender Behandlungstemperatur der Durchlass- querschnitt des Auslasses abnimmt, im Sinne einer Beschleunigung der Durchlassgeschwindigkeit und Her- absetzung der Erwärmung des iehandlungsgutes. Entsprechende Temperaturfühler können gegebenenfalls im Raum 11 untergebracht werden.
Eine weitere Vervollkommnung besteht darin, dass an einer bei der Bedienung gut sichtbaren Stelle des Gerätes ein Amperemeter für den Motorstrom angeordnet wird, dem eine Skala für die Art des zu be- handelnden Gutes zugeordnet ist. Im vorliegenden Falle eignet sich hiezu das in Fig. 1 schrägpultartig ab- fallende obere Bewandungsstück 37 des Kastens 20.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles 38 in Fig. 1 auf dieses Wandstück. Auf diesem ist das in Fig. 4 dargestellte Schild 39 angeordnet, welches winkelrecht zur Achse 40 des nicht dargestellten
Amperemeters liegt, dessen Zeiger mit 41 bezeichnet ist. Auf der Amperemeterskala 42 ist die Leistung des Motors im Betrieb in jeder Arbeitsphase ablesbar. Dieser ist eine zweite Skala 43 zugeordnet. welche für den in Betracht kommenden Arbeitsbereich unterschiedliche Felder a. b, c, aufweist, die z. B. durch unterschiedliche Farbe gekennzeichnet sein können und durch entsprechende Beschriftung auf diejenigen
Waren hinweist, welche im entsprechenden Leistungsbereich zu behandeln sind, um optimale Verhält- nisse zu erhalten.
Es kann z. B. sinngemäss das Feld a auf die Verarbeitung von Kalbfleisch, das Feld b auf
Rindfleisch und das Feld c auf Schwarten hinweisen, wobei auch andere ihrer Natur nach in die betref- fenden Felder fallende Warenbezeichnungen daneben aufgeführt werden können.
Im Betrieb lassen sich nun durch Betätigung des Steuerrades 22 die Schieberpaare 13, 19 derart ein- regulieren, dass der Ampere-Meterzeiger 41 sich innerhalb des der zu verarbeitenden Waren entsprechen- den Feldes a bzw. b bzw. c hält. In der in Fig. 4 dargestellten Stellung befindet sich der Zeiger 41 im mittleren Teil des Feldes a. das z. B. für Kalbfleischverarbeitung bestimmt ist und beispielsweise zwi- schen 25 und 30 Ampere liegen kann. Sollte sich herausstellen, dass erfahrungsgemäss in einem beson- deren Falle der Verarbeitung von Kalbfleisch die Zeigerstellung gegenüber dem Durchschnitt zu hohe
Amperezahlen angibt, dann kann der Bedienende hieraus den Schluss ziehen, dass das Gerät an und für sich mangelhaft arbeitet, indem z. B. die Messer 4 stumpf sind bzw. die Lochplatte 8 nachgeschliffen werden sollte.
Für den Bedienenden ist also die Skala 43 auch dann aufschlussreich und nützlich, wenn an und für sich die Steuerspindel 21 richtig eingestellt ist. Zur Einstellung der Spindel kann gegebenenfalls ebenfalls eine z. B. am Gehäuse befindliche Skala vorgesehen sein, die mit einer Marke der Spindel zusammenarbeitet. Auch diese Skala kann eventuell auf dem Bewandungsstück 37 angebracht sein, also an einer Stel- le, die im Blickfeld des Bedienenden liegt.
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