AT210875B - Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen

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AT210875B
AT210875B AT359859A AT359859A AT210875B AT 210875 B AT210875 B AT 210875B AT 359859 A AT359859 A AT 359859A AT 359859 A AT359859 A AT 359859A AT 210875 B AT210875 B AT 210875B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Halogendiphenylsulfonen   
 EMI1.1 
 
Schwankungen wahrscheinlich auf den Einfluss von Nebenprodukten zurückzuführen sind, die bei der Herstellung von Halogenbenzolsulfo- halogenid in geringem Ausmass neben diesem
Halogenid entstehen. Diese Nebenprodukte sind vermutlich schwefelhaltige Verbindungen, in denen
Schwefel in zwei-oder vierwertiger Form vor- kommt. Diese Verbindungen beschleunigen wahr- scheinlich eine mit der Halogendiphenylsulfon- bildung rivalisierende Reaktion, d. h. die Bildung von Sulfinsäure. Je mehr das Sulfohalogenid solche schwefelhaltige Verbindungen enthält, umso mehr Sulfinsäure und umso weniger Halogendiphenylsulfon wird gebildet werden. 



   Es wurde nunmehr gefunden, dass die erwähnten Schwankungen in der Ausbeute von Sulfon durch Behandlung des Halogenbenzolsulfohalogenids mit einem Oxydationsmittel behoben werden können und dass dabei eine Ausbeute an Sulfon erzielt werden kann, die ganz oder nahezu gleich der hohen Ausbeute an Sulfon ist, die mit reinen Halogenbenzolsulfohalogeniden erzielbar ist. 



   Die Erfindung bezeiht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen durch Reaktion von Halogenbenzolsulfohalo- genid mit Benzol, indem eines oder mehrere
Wasserstoffatome durch Halogenatome ersetzt sein können, in Anwesenheit eines Kondensa-   tionsmittels,   z. B. Aluminiumchlorids, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Halogenbenzol- sulfohalogenid vor oder während der Reaktion mit einem Oxydationsmittel behandelt wird. 



   Als Oxydationsmittel sind viele verschiedene
Oxydationsmittel anwendbar, z. B. Salpeter- säure und Salze derselben, Ferrisalze, wie z. B. 



   Ferrichlorid, Chlorate, Chromate und Bichromate, fein verteilter Braunstein, Manganate und Permanganate, Wasserstoffperoxyd und organische Peroxyde, wie z. B. Ätherperoxyde. 



   Es hat sich gezeigt, dass insbesondere Salpetersäure und Nitrate sehr gute Resultate liefern. 



   Salpetersäure ist in praktisch jeder Konzentration anwendbar. Bei der Anwendung verdünnter Salpetersäure (5-30 Gew.-%) ist es vorteilhaft, mehr Aluminiumchlorid bei der Kondensationsreaktion zu verwenden, da das in der Salpetersäure vorhandene Wasser einen Teil des Chlorids inaktiviert. Bei Anwendung von etwa 60   gew. -%iger   Salpetersäure oder stärkerer, kann eine Nitrierung des Benzolringes eintreten. Man verwendet daher vorzugsweise etwa 50   gew.-% ige Salpetersäure.   



   Die für das Verfahren nach der Erfindung anwendbaren Oxydationsmittel lösen sich häufig nicht oder kaum in dem zu behandelnden Halogen- benzolsulfohalogenid. 



   Die Menge anzuwendender Oxydationsmittel ist einigermassen abhängig von dem anzuwenden- den   Halogenbenzolsulfohalogenid ;   es wird vor- zugsweise eine Menge Oxydationsmittel ver- wendet, die 0, 002-0, 2, und besonders die,   welche 0, 02-0, 1   Grammäquivalente Sauerstoff pro
Grammolekül zu behandelnden Sulfohalogenids liefern kann. 



   Es hat sich gezeigt, dass die Behandlung von Halogenbenzolsulfohalogenid mit einem Oxydationsmittel vorteilhaft einige Zeit, z. B. mindestens 5 Minuten, vor dem Zusammenfügen dieses Sulfohalogenids mit den andern Bestandteilen zur Herstellung von Halogendiphenylsulfon durchgeführt werden kann. 



   Die Behandlung von Halogenbenzolsulfohalogenid mit einem Oxydationsmittel wird vorzugs- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 der angewandten Menge von 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid berechnet wurden. Die Mengen Oxydationsmittel sind in Gew.-% wasserfreier Verbindung, bezogen auf die benutzte Menge an 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid, angegeben. 



   Es sei bemerkt, dass, wenn Aluminiumchlorid als Kondensationsmittel verwendet wird, eine geringe Menge Wasser, vorzugsweise 0, 2-2 Gewichts-%, auf Basis des Aluminiumchlorids berechnet, das in dem Reaktionsgemisch zur Sulfonherstellung vorhanden ist, die Ausbeute an Sulfon fördert. Ein besonders gut geeignetes Verfahren zum Zusetzen des Wassers besteht darin, dass feuchte Luft durch das Gemisch von Halogenbenzolsulfochlorid und Aluminiumchlorid oder durch fein verteiltes Aluminiumchlorid geführt wird. 



   Für die nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren hergestellten Halogendiphenylsulfone gibt es verschiedene Verwendungsmöglichkeiten, wie z. B. als Akaricide, Insekticide, Weichmacher usw. 



   Tabelle : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> angewandte
<tb> angewanate
<tb> Menge
<tb> 0 <SEP> 1,5 <SEP> 1,0 <SEP> 0,5 <SEP> 0,3 <SEP> 0,2 <SEP> 0,02 <SEP> 0,01
<tb> OxydationsMittel
<tb> Mittel <SEP> I <SEP> 
<tb> Salpetersäure
<tb> (50%) <SEP> ........ <SEP> 50 <SEP> 81 <SEP> 81 <SEP> 81 <SEP> - <SEP> 82 <SEP> - <SEP> 67
<tb> Natriumnitrat... <SEP> 50 <SEP> 78 <SEP> 77 <SEP> 78 <SEP> 64 <SEP> 
<tb> Kalium-nitrat.... <SEP> 50-77----- <SEP> 
<tb> Ammoniumnitrat. <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 77 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 
<tb> Bariumnitrat.... <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 78 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 
<tb> Bleinitrat <SEP> ......... <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 78 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Kaliumchlorat... <SEP> 50-74----Kaliumchromat.. <SEP> 50-74----Kaliumbichromat <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 70 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 
<tb> Kaliumpermanganat..

   <SEP> 50-66----Mangandioxyd... <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 59 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Wasserstoffperoxyd <SEP> (30%ige
<tb> Lösung)...... <SEP> 53---60--Ferrichlorid..... <SEP> 50-67----Kaliumperoxydisulfat....... <SEP> 50-58-----
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen durch Reaktion von Halogenbenzolsulfohalogeniden mit Benzol, in dem eines oder mehrere Wasserstoffatome durch Halogenatome ersetzt sein können, in Anwesenheit eines Kondensationsmittels, z. B. Aluminiumchlorids, dadurch gekennzeichnet, dass das Halogenbenzolsulfohalogenid vor oder während der Reaktion mit einem Oxydationsmittel behandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel Salpetersäure oder ein Salz derselben verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel ein Chlorat, ein Chromat oder ein Bichromat ver- EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> vorzugsweise 0, 02-0, 1 Grammäquivalente Sauerstoff pro Grammolekül des zu behandelnden Halogenbenzolsulfohalogenids liefern kann.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung von Halogenbenzolsulfohalogenid einige Zeit, z. B. mindestens 5 min, vor dessen Zusammen- fügung mit dem Reaktionspartner und dem Kondensationsmittel durchgeführt wird.
    7. Verfahren zur Herstellung von 2, 4, 5, 4'Tetrachlordiphenylsulfon nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass 2, 4, 5-Trichlorbenzolsulfochlorid mit Monochlorbenzol kondensiert wird.
AT359859A 1958-05-17 1959-05-14 Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen AT210875B (de)

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