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Stütz- bzw. Förderrolle für Industrieöfen
Industrieöfen sind häufig mit quer zur Ofenlangsrichtung angeordneten drehbaren Rollen ausgerüstet, um das Ein- und Ausbringen des zu erwärmenden Gutes in den bzw. aus dem Ofen zu erleichtern oder das
Gut während des Durchlaufes durch den Ofen zu unterstützen. Es ist bekannt, die aus der Ofenmauerung vorragenden vollen Lagerzapfen solcher Rollen jeweils durch ein hohlhege liges Übergangsstück mit der im Durchmesser grösseren rohrförmigen Rolle zu verbinden, wobei die Rolle selbst das Übergangsstück bilden kann oder letzteres mit dem Rollenrohr verschweisst ist.
Bei der bisherigen Ausführung ist nun das Übergangsstück als schlanker, sich über die ganze Stärke der Ofenmauerung erstreckender Hohlkegel ausgebildet, und es schliesst der eingeschweisste Lagerzapfen erst ausserhalb der Ofenmauerung an. Dies führt zu einer äusserst starken Wärmebelastung der Lager bzw. zu einer ungünstig hohen Erwärmung der Lagerzapfen, da innerhalb des Hohlkegels eine ungehemmteDurchstrahlungsmöglichkeit von den rohrförmigen Förder-bzw. Stützrollen im Ofen zur Lagerstelle bzw. zum kurzen Lagerzapfen ausserhalb der Ofenmauerung besteht.
Die Erfindung bezweckt eine diesbezügliche Verbesserung, d. h. die Schaffung einer Stück-bzw. Förderrolle für Industrieöfen, bei der sich eine wesentlich verringerte Erwärmung der Lagerzapfen bzw. eine bedeutende Verminderung der Wärmebelastung der Lager erreichen lässt.
Die Erfindung geht von der herkömmlichen Stntz- bzw. Förderrollenausbildung aus und besteht darin, dass sich der verlängerte, aus einem Material entsprechender Festigkeit, aber schlechter Wärmeleitfähigkeit gefertigte Lagerzapfen bei verkürztem Übergangsstück in die Ofenmauerung einwärts über etwa zwei Drittel der Ofenmauerungsstärke erstreckt. Die Strecke, auf der innerhalb des hohlen Übergangsstückes eine ungehemmte Durchstrahlungsmöglichkeit besteht, ist demnach auf etwa ein Drittel der Mauerstärke beschränkt, und es ergibt sich dadurch ein viel schwächerer Wärmestrom nach aussen, da die Wärmeüber- tragung durch Strahlung vielfach höher als die Wärmeübertragung durch Wärmeleitung liegt.
Da ausserdem ein Werkstoff besonders schlechter Wärmeleitfähigkeit bei hinreichenden Festigkeitseigenschaften, also beispielsweise Chrom-Nickelstahl, verwendet wird, bleibt die Erwärmung des Lagerzapfens ausserhalb der Ofenmauerung verhältnismässig gering. Nimmt man einen Durchmesser des Lagerzapfens von etwa 50 mm bei hitzebeständigem Stahl an und legt man der Berechnung eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 10 Kcal/ C/m/h/m zugrunde, ergibt sich ein Wärmestrom von ungefähr 50 WE/h, der sehr leicht zu beherrschen ist. Bei der bisherigen Ausführung beträgt der Wärmestrom dagegen ein Vielfaches des berechneten, da eben eine freie Durchstrahlung bis unmittelbar an die Lagerstelle möglich ist.
In der Zeichnung sind beispielsweise die bisherige Ausbildung und die erfindungsgemässe Ausbildung einer Herd- bzw. Stützrolle in Fig. 1 und 2 in Schnittdarstellung einander gegenübergestellt.
Mit 1 ist die Ofenmauerung bezeichnet, durch welche die Enden der Stütz- bzw. Förderrollen durchgeführt werden müssen. Die rohrförmigen Rollen 2 besitzen zu diesem Zweck beidseitig je ein hohlkegeliges Übergangsstück 3, 3a, durch das sie mit dem aus der Ofenmauerung vorragenden Lagerzapfen 4,4a verbunden sind.
Während sich bei der bisherigen Ausbildung gemäss Fig. 1 das Übergangsstück 3 über die ganze Stärke der Ofenmauerung erstreckt und demnach ungehemmte Durchstrahlungsmöglichkeit bis zur Aussenlagerstelle besteht, ist das Übergangsstück 3a nach Fig. 2 erfindungsgemäss verkürzt, der Lagerzapfen 4a dagegen wesentlich verlängert, so dass letzterer bis etwa zum inneren Drittel der Mauerungsstarke einwärts ragt, womit die Wärmestrahlung durch Wärmeleitung innerhalb des Lagerzapfens ersetzt und der Wärmestrom um ein Vielfaches herabgesetzt wird.