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Expansionsventil für die Löschkammer von Flüssigkeitsschaltern
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Expansionsventil für die Löschkammer von Flüssigkeitschaltern mit eigener Löschenergie.
Bei den bisher bekannten Ausführungen von Löschkammer für Flussigkeiisschalter werden Expansionsventile überhaupt nicht oder nur als Sicherheitsventile benützt. Meist werden mehrere Sicherheitsventile vorgesehen und ausserhalb der Löschkammerachse, z. B. in der Vorder-oder Seitenwand der Löschkammer im Druckraum untergebracht. An dieser selben Stelle pflegt man ständige Entlastung- öffnungen anzuordnen, u. zw. neben den Sicherheitsventilen. Die Ventile sind klein und haben keine vollkommene Führung.
Die bisherige Anordnung und Ausführung der Sicherheitsventile hat folgende Nachteile : Bei der er- wähnten Anordnung der Ventile wird keine zusätzliche Löschwirkung erzielt, eher das Gegenteil. Die heissenGase üben auf jene Stellen der Löschkammer, welche gewöhnlich nicht leicht auswechselbar sind, eine ungünstige Wirkung aus ; bei Differentiallöschkammern werden geschmolzene Teilchen zu den Sicherheitsventilen in die Nähe der Kolbenringe hingetragen, wodurch die Gefahr eines Verreibens entsteht.
Meist muss eine Anzahl kleiner Ventile vorgesehen werden, was die Einrichtung verwickelter macht und die Neigung zu Störungen vergrössert ; auch ist es nicht möglich, direkt in diesen Ventilen ständige Entlastungsventile unterzubringen.
Die angeführten Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt, deren Wesen darin besteht, dass das Sicherheitsventil die Funktion eines Expansionsventils versieht, welches in einer zylinderfönnigen, mit Auspufföffnungen versehenen Haube angeordnet ist, u. zw. in der Achse oberhalb der mit einer Durchgangsöffnung versehenen Kontakttulpe. Das Expansionsventil wird durch eine über dem Expansionsventil angeordnete Feder niedergedrückt und ist in seinem oberen Teil verlängert und so verengt, dass es einen Dämpfungsstift bildet. Dieser Stift passt In eine Ausnehmung des oberen Deckels, welche als Dämpfer
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Entlastungs-öffnung versehen, welche schief zur Auspufföffnung der zylinderfönnigen Haube hin gerichtet ist.
Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, welche einen Teil der Löschkammer mit dem Expansionsventil im Schnitt darstellt, 1 ist das Expansionsventil, 2 die zylindrische Haube, 3 die ständige Entlastungsöffnung, 4 die Feder, 5 der Dämpfungsstift, 6 die Kontakttulpe, 7 die Öffnung in der Kontakttulpe, 8 eine Ausnehmung, 9 eine Auspufföffnung, 10 ein Deckel. Über der eigentlichen Löschkammer, von welcher nur derjenige Teil abgebildet ist, der die mit einer Öffnung 7
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In dieser zylindrischen Haube 2 befindet sich das Expansionsventil 1, dessen obere Verlängerung als Dämpfungsstift 5 ausgebildet ist und dessen unterer Teil mit einet ständigen Entlastungsöffnung 3 versehen ist :
- Diese führt aus dem Raume über der Öffnung 7 schief zu den Auspufföffnungen 9 hin. Die Feder 4, welche das Expansionsventil 1 auf seinen Sitz drückt, stUtzt sich gegen den Deckel 10, welcher die zylindrische Haube 2 oben abschliesst und die Ausnehmung 8 trägt.
Beim Entstehen des Lichtbogens bildet sich im Räume um die Kontakttulpe 6 und innerhalb derselben ein Druck, der je nach der Grösse des ausgeschalteten Stromes schnell anwächst. Beim Erreichen des eingestellten Druckes wird das Expansionsventil l plötzlich angehoben und ermöglicht der Löschflüssigkeit, an den Kontakt-
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Auspufföffnungentulps 6 entstandene Lichtbogen wirksam gekühlt, so dass demnach diese Ausführung die in der Löschkammer selbst vor sich gehende Löschung des Lichtbogens unterstützt. Beim Ausschalten grosser Ströme, bei dem hohe Drücke entstehen, erreicht das Expansionsventil einen grösseren Hub, so dass der grössere Ausschaltstrom ein Anwachsen der Flüssigkeitsströmung und damit der Löschwirkung in Abhängigkeit vom Strome zur Folge hat.
Um zu verhindern, dass sich die Windungen der Feder 4 bei einem grossen Hub des Expansionsven- tifs 1 hart aufeinander aufsetzen, ist im Deckel 10 eine Ausnehmung 8 so vorgesehen, dass der Dämpfungsstift 5 des Expansionsventils 1 vor dem Erreichen des äussersten Hubes in die Ausnehmung 8 ein- dringt, und dadurch den Anschlag dämpft. Im Falle einer in der eigentlichen Löschkammer auftretenden Störung und einem damit zusammenhängenden Anstieg des Druckes dient dieses Expansionsventil l gleichzeitig als Sicherheitsventil. Um auch bei kleineren Strömen, bei denen kleinere Drücke entstehen, eine Durchsträmwirkung der Flüssigkeit zu erzielen, ist im unteren Sitzkörper des Expansionsventils l eine ständige Entlastungsöffnung 3 vorgesehen.
Diese Öffnung verringert auch die ständige Druckbeanspruchung der ganzen Löschkammer.
Als Vorteile einer Einrichtung gemäss der Erfindung sind die folgenden zu bezeichnen : Durch die Anordnung des Expansionsventils in der Achse oberhalb der Kontakttulpe erzielte man ein zusätzliches Löschen des Lichtbogens und ermöglichte die Unterbringung einer Entlastungsöffnung in diesem Expansionsventil, mit derselben Wirkung. Es ist nur ein Ventil vorgesehen, und dieses ist mechanisch kräftig und infolge der breiten Führung zuverlässig. Man kann es leicht demontieren und gegebenenfalls untersuchen.
Der Druck der Feder und damit des ganzenExpansionsventiIs kann durch kreisförmige Beilagscheiben leicht umgestellt werden, womit man auch den Augenblick des Inwirkungtretens des Expansionsventilswäh- len kann. Bei Differential-Löschkammern hilft das Ventil beim Absaugen von Metallteilchen und verhindert dadurch das Fressen des Kolbenringes des Differentialkolbens. Die zylindrische Haube kann in ihrem oberen Teil noch verlängert worden, um als Stromableitung dienen zu können. Das Expansionsventil dient zugleich als Sicherheitsventil.
PATENTANSPRÜCHE :
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welchem das unter dem Einfluss einer entsprechenden Gegendruckfeder stehende Ventil in der Achse des mit einer Öffnung versehenen feststehenden Kontaktes (der Kontakttulpe) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (1) in einer zylindrischen, mit Auspufföffnungen (9) versehenen Haube (2) angeordnet ist. und in seinem oberen Teil so verlängert und verjüngt wird, dass es einen Dämpfungstift (5) bildet, der in eine Ausnehmung. (8) des Deckels (10) der Haube hineinpasst und als Flüssigkeitdämpfer dient.