DE608317C - Sicherheitsventil, bei welchem die das Ventil anhebende Druckflaeche nur mit einem von der Stroemung unbeeinflussten Teil in Verbindung steht - Google Patents
Sicherheitsventil, bei welchem die das Ventil anhebende Druckflaeche nur mit einem von der Stroemung unbeeinflussten Teil in Verbindung stehtInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
- F16K17/02—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
- F16K17/04—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded
- F16K17/08—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded with special arrangements for providing a large discharge passage
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Sicherheitsventil der bekannten Bauart, bei welcher
der Druck des überwachten Mittels, z. B. der Dampfdruck, auf eine Druckfläche des Ventils
wirkt, die in einen von der Strömung des durch das Ventil ausströmenden Mittels unbeeinflußten
Teil des zu überwachenden Raumes hineinragt.
Bedingung für ein solches Ventil ist, daß ausschließlich der auf die Druckfläche wirkende
Druck das Anheben oder Senken des Ventils steuert, während das ausströmende Mittel keinerlei Wirkung auf die Ventilbewegung
haben darf. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch erfüllt, daß das Ventil selbst im Strom des entweichenden
Mittels zwei entgegengesetzt gerichtete, hintereinanderliegende Lenkflächen von gleicher
Größe oder gleichem wirksamem Querschnitt aufweist. Das entweichende, radial in das
Ventil einströmende Mittel wird dann durch die erste Lenkfläche um etwa 90 ° gegenüber
seiner Strömrichtung abgelenkt. Hierauf findet eine zweite, praktisch ebenfalls 900 betragende
Ablenkung des Mittels durch die zweite Lenkfläche statt, wenn das Mittel aus dem Ventil herausströmt.
Die durch die Strömenergie des- Mittels auf die beiden Lenkflächen ausgeübten Drücke
heben sich dabei auf, so daß der Strom des Mittels die Ventilbewegung nicht beeinflußt.
Dieser Grundgedanke läßt sich beispielsweise in der Weise verwirklichen, daß die
Lenkflächen die Verschlußstücke eines hohen Zylinders bilden, dessen Zylinderwand an den
Lenkfiächen mit abschließbaren Öffnungen für den Ein- und Austritt des entweichenden
Mittels versehen ist, wobei die Rückseite des einen Verschlußstückes gleichzeitig die Druckfläche
bildet, auf die der Ventilhubdruck wirkt.
Das Verschlußstück an den Austrittsschlitzen kann dabei einen Ventilkörper mit
Flachsitz bilden, während an der anderen Schlitzreihe eine zylindrische Dichtungsfläche +5
nach Art eines KoMenschiebers vorgesehen, ist.
Aus der nachfolgenden Beschreibung sind
weitere Ausführungsbeispiele, wie sie auf den
608 S17
Zeichnungen dargestellt sind, ersichtlich, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch ein gemäß
der Erfindung ausgestaltetes Ventil, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie X-X
der Fig. i,
Fig. 3 im Längsschnitt eine Konstruktionsänderung des Ventilkörpers,
Fig. 4 im teilweisen Schnitt die Dampf-ίο auslaßkammer in einer gegenüber Fig. ι abgeänderten
Ausführungsmöglichkeit,
Fig. 5 eine Seitenansicht im teilweisen Schnitt durch eine Ventilkonstruktion, die
geändert und für höhere Leistungen verwendbar ist, indem ein Ventilpaar mit einer
einzigen Einlaßleitung vom Kessel her zusammenarbeitet,
-.Fig. 6 einen Schnitt durch die Kanäle der
Konstruktion, nach Fig. 4, jedoch unter gleichzeitiger Anwendung gewisser Änderungen.
Zur Verwirklichung der Erfindung kann beispielsweise in der Weise vorgegangen
werden, daß auf den Kessel o. dgl. ein Gehäuse ι aufgesetzt wird, welches in Ausführung
und innerer Gestaltung der Fig. 1 entspricht. Die Verbindung dieses Gehäuses
mit dem Kessel o. dgl. kann in üblicher Weise geschehen. Auf dem Gehäuse 1 ist ein Gehäuse
2 für den Auslaß des Dampfes auf der Auslaß seite des Ventils 3 befestigt. In dem
Einläßkanal 4 des Gehäuses 1 sitzt ein. nach
innen konischer Ablenkblock 5, der gemäß der Zeichnung durch Befestigungsschrauben 6
mit dem Teil 1 verbunden ist, j edoch auch aus einem Stück mit diesem bestehen kann.
Durch den Ablenkblock 5 wird der Dampf gezwungen, zum Ventil 3 waagerecht oder im
rechten Winkel zur Ventilachse hinzuzutreten.
Das Ventil 3 sitzt in rohrförmigen zylindrischen Buchsen 7 und 8. Das obere Ende der
Buchse 7 enthält eine Auflagefläche oder einen Ventilsitz Ja, der weiter unten näher beschrieben
wird. Das untere Ende der Buchse 8 ist durch den Block 5 abgeschlossen, der jedoch
ein Rohr 9 enthält, welches sich zu einer Stelle des Dampfraumes im Kessel ö. dgl. erstreckt,
wo praktisch ruhende Dampfverhältnisse sind. Das Rohr 9 kann also ruhenden
Dampf aufnehmen, um den Hubdruck gegen . die Unterseite 9°.des Ventils 3 zu leiten, wie
dies spater beschrieben werden wird. Gegebenenfalls
kann die Buchse 8 und der Block 5 aus einem einzigen Stück bestehen.
Das Ventil 3 ist ein zylindrischer Hohlkörper,
der in den zylindrischen Buchsen 7 und 8 sich verschieben kann. Das Ventil ist
am unteren Ende bei 9« abgeschlossen,1 so daß hier der vom- Rohr 9 zugeführte" Dampf
wirken kann. Am Umfang des Ventilrohres sind in der Roiirwandung Fensterreihen 10
und 11 vorgesehen. Die Fensterreihe 11 liegt
unter dem oberen Rand 8" des Rohres 3, wenn das Ventil geschlossen ist. Die andere
Fensterreihe 10 liegt unterhalb des oberen Randes der Ventilsitzfläche 7°, wenn das
Ventil 3 geschlossen ist. Sowohl bei offenem wie bei geschlossenem Ventil ist der Durchströmquerschnitt
durch beide Fenster 10, 11 praktisch derselbe.
Das. Ventil ist auf der Oberseite durch einen Block 12 : abgeschlossen, auf welchem
die Schließbelastung ruht.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführung besitzt der Block 12 eine Verschriaubung,
auf welche ein Rohrstück 13 aufgeschraubt ist. Der Schluß des Ventüs erfolgt
durch eine Druckstange 14. Ein Halslager am Block 12" legt sich dabei auf die
Ventilsitzfläche 7a, wenn das Ventil in der
Schließstellung sich- befindet, um so die Abwärtsbewegung des Ventile zu begrenzen.
Das Ventil kann durch eine ruhende Last, Hebel und Gewicht oder durch eine oder
mehrere Federn belastet werden.
Die das Ventil niederdrückende Spindel 14 hat einen Absatz 14", auf dem ein Ring ruht,
welcher auf seiner Oberseite durch eine Feder von einstellbarer * Spannung in bekannter ■
Weise belastet werden kann. Zweckmäßig ist es jedoch, eine Federbelastung vorzusehen,
die mittels starrer Gelenke einen dauernd konstant bleibenden Belastungsdiruck: auf das
Ventil ausübt, wie dies weiter unten noch erläutert werden soll.
Um die Sicherheit dafür zu haben, daß der Dampf beim Herausströmen hinter dem
Ventilsitz ya (bei offenem' Ventil) waagerecht
oder im rechten Winkel zur Ventilachse weggeht, ist eine Austrittskammer 15 lose auf das
Verschlußstück 12 gelegt. Die Kammer wird durch einen Haltestift 16 so gehalten, daß die
Kammeröffnung 15a dem Auslaß za des Gehäuses
2 gegenüberliegt. Bei einer anderen Ausführungsmöglichkeit der Auslaßkammer ι s und des Gehäuses 2, wie sie in Fig. 4 gezeigt
ist und bei der zwei über den Durchmesser verteilte öffnungen 15fl in der Auslaßkammer
vorgesehen sind, besitzt das Gehäuse zwei gegenüberliegende entsprechende Auslasse
2a, wodurch jede Neigung zur Erzeugung seitlicher Wirbel auf das Ventil 3
durch die Kammer 15 vermieden wird. Die Auslasse 2° können auch zu einer gemeinsamen
Auslaßstelle 2*, wie in Fig. 6 gezeigt, geführt werden.
Da der auf die Unterseite des Endes 90 des
Ventüs 3 wirkende Dampfdruck einem in Ruhe befindlichen Teile des Dampfraumes
entnommen wird und da der Strom-des austretenden Dampfes zum Ventilzylinder 3 hin
und von diesem fort praktisch in einem
rechten Winkel zur Ventilachse erfolgt, so daß irgendwelche Kräfte, die von dem austretenden
Dampf geschaffen werden, sich praktisch gegeneinander aufheben (wenigstens während der öffnungs- und Schlußbewegung
des Ventils), ist man in der Lage, für eine absolut eindeutige Ventilöffnung in Abhängigkeit
vom Dampfdruck des Kessels o. dgl. einzustehen und braucht nicht mit Kräften zu
ίο rechnen, die durch die Geschwindigkeit des
austretenden Dampfes am Ventil entstehen könnten. Das obere Ende des Ventils ist im
Querschnitt gleich dem des Teiles ψ und dem Atmosphärendruck in der Belastungskammer
ausgesetzt, welche von dem ausströmenden Dampf nicht berührt wird.
Bei der* Ausführungsform gemäß Fig. 5 sind ein paar gegenüberliegende Ventilkörper
3 und untere Sitzflächen 8 vorgesehen, die mit ihren Achsen im rechten Winkel zum
Dampfrohr 9 stehen. Der Ablenkkörper 5 ist in diesem Fall verdoppelt und in der Lage,
Dampfaustrittskanäle zu schaffen, die im rechten Winkel zu den Achsen der beiden
Ventile liegen. Der Dampfauslaß 2a erhebt sich senkrecht und gestattet einen Dampfabfluß
ohne Krümmungen. Die äußeren Teile der Ventilvorrichtung sind in Fig. 5 nicht gezeigt. An Stelle von zwei Ventilen gemäß
Fig. 5 können auch drei Ventile benutzt werden, deren Achsen dann radial in Winkeln
von 120 ° liegen.
In baulicher Änderung der Ventilgestaltung als Schieberform kann sich eine kolbenähnliehe
Form ergeben, deren Steuerungsteile auf einer Spindel 41 sitzen (Fig. 3). Das untere
Ende der Spindel trägt eine Kappe mit Fenstern 11, während die oberen Fenster 10
der Ausführung nach Fig. 1 fortfallen können.
Der obere wirksame Teil des Ventils wird durch den ringförmig aufsitzenden Teil 12
gebildet, an sich ähnlich dem der Fig. 1. Der Teil 12 (Fig. 3) besitzt eine ähnliche Verlängerungsbuchse
13 wie die der Fig. 1.
Obwohl die Erfindung im vorstehenden in der hauptsächlichsten Anwendung auf einen
Kessel oder ein dampfenthaltendes Gefäß beschrieben wurde, soll doch die Erfindung
keineswegs hierauf beschränkt werden. Das neue Sicherheitsventil kann auch bei Behältern
Anwendung finden, die mit anderen Medien, z. B. Gas, Luft, Wasser o. dgl., gefüllt sind.
Claims (4)
1. Sicherheitsventil, bei welchem die das Ventil anhebende Druckfläche nur mit
einem von der Strömung des durch das Ventil ausströmenden Mittels unbeeinflußten
Teil des zu überwachenden Raumes in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil zwei entgegengesetzt
gerichtete, im Strom des entweichenden Mittels hintereinanderliegende Lenkflächen (9°, 12) von gleichem wirksamem
Querschnitt hat, deren eine das entweichende, radial in das Ventil einströmende und deren zweite das radial
aus dem Ventil herausströmende Mittel um praktisch je 90 ° derart ablenkt, daß der Strom des Mittels keinen Einfluß auf
die Ventilbewegung haben kann.
2. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkflächen
(12 und gf) die Verschlußstücke
eines hohlen Zylinders (3) bilden, dessen Zylinderwand an den Lenkflächen mit abschließbaren
öffnungen (11, 10) für den Ein- und Austritt des entweichenden
Mittels versehen ist, und daß die Rückseite des Verschlußstückes (90) die Druckfläche
darstellt, auf die der Ventilhubdruck wirkt.
3. Sicherheitsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eine
Verschlußstück an den Austrittsschlitzen (10) einen Ventilkörper mit Flachsitz
bildet und an der anderen Schlitzreihe eine zylindrische Dichtungsfläche (7 und S)
nach Art eines Kolbenschiebers vorgesehen ist.
4. Sicherheitsventil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkörper (12) und das andere, einen Kappenkörper mit Einlaßschlitzen (11)
bildende Verschlußstück (9°) durch eine Spindel (41) verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB608317X | 1930-12-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608317C true DE608317C (de) | 1935-01-22 |
Family
ID=10486152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET39902D Expired DE608317C (de) | 1930-12-15 | 1931-12-10 | Sicherheitsventil, bei welchem die das Ventil anhebende Druckflaeche nur mit einem von der Stroemung unbeeinflussten Teil in Verbindung steht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608317C (de) |
-
1931
- 1931-12-10 DE DET39902D patent/DE608317C/de not_active Expired
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