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Anlass- und Betriebsschaltung für den Netzten eines Röhrensenders
Die bisher bekannten Netzteil zum Betrieb von Leistungsröhren, z. B. eines Magnetrons, verwenden für die Bereitstellung der erforderlichen Hochspannung, die einige tausend Volt beträgt, einen einzigen grossen Hochspannungstransformator oder statt dessen auch mehrere, vorzugsweise drei einzelne Transfor- matoren, deren Sekundärwicklungen in üblicher Weise in Reihe geschaltet sind. Diese Anordnungen ha- ben den Nachteil, dass die Röhre bei Inbetriebnahme sofort von Null auf volle Last geschaltet wird, was jedoch bei der bekannten Emissionsträgheit der Kathode bei plötzlicher Vollbelastung nach längeren Ru- hepausen nicht bedeutet, dass auch sofort die volle Hochfrequenz-Leistung erreicht wird.
Die Erfahrung lehrt, dass während dieses Übergangszustandes häufig Durchschläge auftreten.
Die nachstehend beschriebene Erfindung vermeidet diesen Nachteil grundsätzlich und hat ausserdem andere zusätzliche Vorteile konstruktiver und elektrischer Art.
Die Erfindung bezieht sich auf den für die Anodenhochspannungserzeugung vorgesehenen Netzteil aus einer an sich bekannten Anordnung von mehreren, vorzugsweise drei einzelnen 1 ransformatoren, deren
Sekundärwicklungen in Serie geschaltet sind. Aus diesen wird das Magnetron oder der sonstige Verbraucher direkt oder über Gleichrichter gespeist, wobei jedoch erfindungsgemäss bei betriebsbereiter Einrichtung ein Transformator primärseitig dauernden der Netzspannung liegt. Dadurch gibt die Sekundärseite dieses einen Transformators der Kathode des Magnetrons eine geringe Vorbelastung, ohne dass bereits Schwingungen erzeugt werden. Die Emissionsträgheit der Kathode bei plötzlicher Vollast wird durch diese Massnahme vollständig vermieden.
Die übrigen Transformatoren werden auf ihrer Primärseite durch Schutzkontakte an Spannung gelegt, wenn der Sender schwingen soll. Die Belastung der Schützkontakte ist hiebei gegenüber der üblichen Methode entsprechend dem geringeren Leistungsanteil der zuzuschaltenden Transformatoren kleiner, da ein Transformator bereits an Netzspannung liegt.
An der Primärseite, vorzugsweise des bei Bereitschaftszustand dauernd eingeschalteten Transformators, sind erfindungsgemäss mehrere Anzapfungen vorgesehen, die der Regelung der Betriebsspannung dienen. Diese Regelung erfolgt nach der Anzeige eines in"HF-Leistung"geeichten Indikators und dient der Anpassung an Netzspannungsschwankungen, sowie einer für den Betriebszweck erforderlichen Veränderung der Leistung. Das hiefür vorgesehene Regelorgan (Stufenschalter oder Potentiometer) ist gegenüber der üblichen Ausführung wesentlich geringer belastet.
Weitere Vorteile der erfindungsgemässen Anordnung liegen darin, dass die Kühlung durch die geringere Dicke der einzelnen Wickel günstiger ist und dass Bauhöhe und Gewicht kleiner sind.
Die beschriebene Anordnung wird an Hand der nachstehenden Zeichnung näher erläutert :
Mit 1, 2 und 3 sind die drei einzelnen Transformatoren bezeichnet. Die Sekundärwicklungen sind phasenrichtig so in Serie geschaltet, dass sich die Spannungen addieren. Die Summenspannung wird bei 4 der zu speisenden Einrichtung, z. B. einem Magnetron, direkt oder über Gleichrichter zugeführt. Auf der Primärseite werden die Transformatoren aus dem Netzanschluss 5 in Parallelschaltung gespeist. Der Netzschalter 6 setzt die ganze Einrichtung in Betriebsbereitschaft, das heisst, über den Anschluss 7 wird die zu
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mator 1 erhält sofort seine Betriebsspannung über den Schalter 8 und die Anzapfungen 9, die zur Leistungregelung dienen. Der Zweck dieser Massnahmen ist bereits oben beschrieben.
Die Transformatoren 2 und 3 werden erst fiber den Schützkontakt 10 in Betrieb genommen, wenn beispielsweise das Magnetron schwin-
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gen soll. Zu der bereits vorhandenen Sekundärspannung des Transformators 1 addieren sich dann die Se- kundärspannungen der Tranformatoren 2 und 3, und die Schwingungen werden angeregt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anlass-und Betriebsschaltung fUr den Netzteil eines Röhrensenders, insbesondere eines Magnetronsenders, bei dem der Hochspannungstransformator für die Anodenspannung der Röhre in mehrere, vorzug-
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durch gekennzeichnet, dass einer der Hochspannungstransformatoren bei betriebsbereiter Röhre primärseitig ständig an der Netzspannung liegt und seine Sekundarspannung'o bemessen ist, dass der Kathode eine geringe Vorbelastung gegeben wird, bei der der Schwingzustand noch nicht erreicht wird, und'dass die Primärwicklungen der übrigen Transformatoren nur an die Netzspannung gelegt werden, wenn der Sender schwingen soll.