<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Verkehrsinsel oder ein Teilstück einer solchen, die (das) plattenartig und auf die Fahrbahn aufsetzbar ausgebildet ist, wobei zwischen Platte und Fahrbahn Distanzelemente angeordnet sind.
Eine Verkehrsinsel der eingangs erwähnten Art ist in der Schrift des DE GBM G 91 15 098. 1 beschrieben. Es handelt sich dabei um eine Ausführung aus Recycling-Kunststoff mit unterseitigen Distanzstegen, die einander in Randbereichen gegen- überliegen, wobei die Seitenbereiche der Verkehrsinsel dicht auf der Fahrbahn aufliegen und grundsätzlich lediglich eine durchgehende Längsöffnung vorhanden ist. Solche Verkehrsinseln, auch als"mobile Verkehrsinseln"bezeichnet, kommen für vorübergehenden Einsatz in Frage, schon weil ihnen infolge der relativ raschen Alterung des Recyclingbaustoffes nur begrenzte Lebensdauer eigen ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Verkehrsinsel der bekannten Art so weiterzubilden, dass sie auch für den Dauereinsatz geeignet ist und weitere Sicherheitsfunktionen übernehmen kann.
Diese Aufgabe einer Verkehrsinsel oder eines Teilstückes einer solchen der genannten Art wird dadurch gelöst, dass die Platte (1) in Hartbauweise aus Beton oder Stahlbeton od. dergl. hergestellt ist und an ihrer Unterseite elastische Füsse (2) besitzt. Bekanntlich ist Beton oder Stahlbeton ein im Strassenbau besonders bewährter Baustoff, der durch den Fortschritt in der Betontechnologie Eigenschaften wie Langlebigkeit, Robust-
EMI1.1
fertige Fahrbahn aufzusetzen, wobei das Problem gelöst ist, das bei Lagerung harter grossflächiger Bauteile auf harten Flächenuntergrund mit Abweichungen von der Ebenflächigkeit besteht.
Wenn nun in weiterer Ausbildung der Erfindung die Verkehrsinsel die Füsse (2) aus Hartgummi, Elastomer (Neoprene), Kunststoff od. dergl. etwa scheibenartig geformt und in den Randbzw. Eckbereichen der Platte (1) gleichmässig verteilt angeordnet sind, so erhält die Verkehrsinsel eine gute Standfestigkeit auf dauerhaften, hochwertigen Füssen (2). Die Füsse (2) stehen unterseitig vorschlagsweise ca 15 bis 20 mm vor.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung besitzt eine
EMI1.2
dreieckiger oder halbrunder Form. Da bekanntlich drei Punkte immer in einer Ebene liegen, bringt dies einen Stabilitätsgewinn.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag sind in den Zentren der Füsse (2) die Platte (1) und die Füsse (2) durchsetzende Montagelöcher (3) für die Verankerung vorgesehen,
<Desc/Clms Page number 2>
wobei gemäss einem folgenden erfinderischen Schritt in den Montagelöchern (3) Ankerschrauben (7) sitzen, deren Köpfe mit elastischen Beilagscheiben (8) unterlegt sind. Diese erfindungsgemässe Lösung bietet die elastische Sicherung und Lagerung der relativ starren Platte (1), wobei Belastungs- und Stosskräfte gemildert werden und die Anlage vor Schäden weitgehend bewahrt wird.
Um infolge eventueller Unebenheiten der Fahrbahn keine Probleme durch Aufsitzen zu bekommen, besitzt einem erfinderischen Kennzeichen zufolge die Platte (1) unterseitig im Bereich innerhalb der Füsse (2) eine flache Ausnehmung (4). Diese Ausnehmung (4) kann sowohl die Form einer Mulde haben, als auch den Querschnitt eines schmalen Rechteckes oder eines sehr niederen Trapezes. Die Tiefe der Ausnehmung (4) sollte bei einer Plattendicke von ca 14 cm und einer Plattenlänge (-breite) von ca 150 cm etwa 2 cm betragen.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Platte (1) oberseitig eine in Richtung einer Längs-, Hauptoder Symmetrieachse verlaufende oben überstehende Rippe (5) besitzt, die ggf. mit einer Befestigungsvorrichtung für Verkehrszeichen, Lampen od. dergl. ausgerüstet ist. Diese Rippe (5) könnte eine Höhe von ca 50 cm aufweisen und oberseitig mit einer Gewindehülse versehen sein. Die Verkehrsinsel oder das Teilstück einer solchen kann in dieser Ausführung so auf die Fahrbahn gesetzt sein, dass die Rippe (5) nach dem Verkehrsfluss ausgerichtet ist und somit eine Barriere gegen ein Überfahren der Insel bildet. Dadurch erhält die Verkehrsinsel eine verstärkte Leitwirkung, bzw. auch eine verbesserte Schutzwirkung z. B. bei Fussgeherübergängen.
Auch die ggf. montierten Verkehrszeichen, Lampen od. dergl. geniessen auf der Rippe (5) mehr Sicherheit gegen Beschädigung.
Wenn Teilstücke der Verkehrsinsel die Form von Ringsegmenten (6) besitzen, so können sie zu einer ringförmigen Insel zusammengesetzt werden und einen Kreisverkehr regeln. Andererseits können solche Ringsegmente (6) auch für die Gestaltung von Sonderformen herangezogen werden, wie Ovale, Nierenformen usw. Sind die Ringsegmente (6) mit Rippen (5) ausgestattet, so ist auch die Auffüllung einer solchen Insel mit Erde und somit eine Bepflanzung möglich.
Um erfgm. Verkehrsinseln gegen Eindringen von Wasser, Schmutz
EMI2.1
Rande rundumlaufender Dichtung (9) auszustatten. Die Dichtung (9) kann beispielsweise aus einem Gummischlauch oder einem schlauchartigen Vollprofil bestehen und wird durch die Platte (1) gegen die Fahrbahn gedrückt.
Die Erfindung ist in 5 Figuren dargestellt, wobei die Figuren folgendes bedeuten :
<Desc/Clms Page number 3>
Figur 1 einen Querschnitt durch eine erfgm. Verkehrsinsel, Figur 2 einen Detailquerschnitt im Bereich der Verankerung, Figur 3 eine Untersicht einer erfgm. Verkehrsinsel, Figur 4 eine Untersicht einer erfgm. Verkehrsinsel, und Figur 5 die Draufsicht auf Teilstücke einer Verkehrsinsel mit Ringsegmentform.
Der Querschnitt in Fig. 1 veranschaulicht die typische Form der erfgm. Verkehrsinsel oder eines Teilstückes in der Schnittdarstellung, nämlich eine flache Platte (1), die auf scheibenartigen Füssen (2) lagert. An den Rändern ist die Platte (1) ähnlich einem Flachbordstein angeschrägt, wobei die Anschrägung im unteren Bereich eine Abrundung oder-wie in der Zeichnung - eine senkrechte Abschlussfläche besitzt, die die Spitze der Anschrägung bricht und mildert und gleichzeitig auch eine radabweisende Fläche ergibt. Die Hauptachsen der Füsse (2) bestimmen die Lage von Montagelöchern (3), die sowohl die Platte (1) als auch die Füsse (2) durchsetzen, und die für die Verankerung der Verkehrsinsel in die darunter liegende Fahrbahn bestimmt sind.
Oben besitzen die Montagelöcher (3) trichterartige Erweiterungen, um die Köpfe von Ankerschrauben od. dergl. versenken zu können. In der Mitte der Oberseite findet der Betrachter eine etwa flossenartig aufwärtsragende Rippe (5), die in ihrem Scheitel eine Gewindehülse zur Befestigung von Verkehrszeichen, Lampen od. dergl. vorgesehen hat.
Wie sich der Fachmann unschwer vorstellen kann, stellt diese Rippe (5), wenn sie längs der Fahrbahn ausgerichtet ist, eine Barriere gegen ein Überqueren der Verkehrsinsel auf die Gegenfahrbahn dar. Ausserdem aber bildet die Rippe (5) eine Versteifung der Platte (1) und erhöht somit die Tragfähigkeit derselben und deren Widerstandskraft gegen Belastungen und
EMI3.1
Abstand zwischen den Füssen (2), auf Fahrbahnunebenheiten aufsitzt. An den äusseren Rändern der Unterseite der Platte (1) ist eine Dichtung (9) angebracht, die die Verkehrsinsel gegen Eindringen von Wasser, Schmutz usw schützt. Anstatt des gezeigten runden Profiles können natürlich auch andere Dichtungsprofile verwendet werden, wie rechteckige oder zungenförmige od. dergl.
Wie in Fig. 2, ebenfalls in einem Schnitt, zu sehen ist, können die Füsse (2) von unten her in die Platte (1) eingreifen. Zwecks einer besseren Verbindung können die Füsse (2) oberseitig mit Schwalbenschwanzformen ausgerüstet sein. Natürlich sind auch andere Verbindungselemente wie Ankerschlaufen aus Stahldraht od. dergl. möglich. Die scheibenartigen Füsse (2) können aber auch an die Unterseite der Platte geklebt sein. Das im Zentrum des Fusses (2) durchgehende Montageloch (3) durchsetzt auch die Platte (1) und beherbergt eine Anker-
<Desc/Clms Page number 4>
schraube (7), die unterseitig in die Fahrbahnkonstruktion eingreift. Als Ankerschrauben kommen z. B. Dübel-oder Klebeanker in Frage. Der Kopf der Ankerschraube (7) ist mit einer elastischen Beilagscheibe (8) unterlegt.
Dadurch sitzt die harte und relativ starre Platte (1) in der Halterungskonstruktion, die durch Fuss (2) und Ankerschraube (7) gebildet ist, sowohl ober-als auch unterseitig elastisch fest.
Hierdurch können Schäden an der Verkehrsinsel und an der Verankerung infolge von Anfahrereignissen zum Teil verhindert bzw. herabgemindert werden.
In Fig. 3 ist die Untersicht einer erfgm. Verkehrsinsel zu sehen. In diesem Beispiel handelt es sich um eine Verkehrsinsel mit dreieckförmiger Platte (1) mit ausgerundeten Spitzen, wobei eine Spitze einen 900 Winkel, die beiden anderen Spitzen jeweils 450 Winkel bilden. Die kreisrunden Füsse (2) sind gleichmässig verteilt in den Rand- bzw. Eckbereichen angeordnet. In den Zentren der Füsse (2) sitzen die Montagelöcher (3). Aus den strichliert eingezeichneten Kantenlinien zwischen den Anschrägungen und dem Kern der Platte (1) (die in dieser Ansicht verdeckt sind) ist zu erkennen, dass dieses Beispiel eine für sich abgeschlossene Verkehrsinsel darstellt.
Bei einem Teilstück nämlich würde zumindest an einer Seite die Anschrägung fehlen, um mit einem stumpfen Stoss an das benachbarte Teilstück anzuschliessen.
Vom quadratischen Teilstück in Fig. 4 ist ebenfalls die Untersicht zu sehen. Die Platte (1) besitzt drei Füsse (2), wobei zwei runde an der einen, und ein rechteckiger an der gegenüberliegenden, Stossseite angeordnet sind. Die beiden Stossseiten sind daran zu erkennen, dass keine Anschrägungen ausgebildet sind, wie sie an den beiden Randseiten (strichliert eingezeichnet) vorhanden sind. Solche Teilstücke können in Reihe aneinandergeschlossen und mit entsprechenden halbrunden oder dreieckigen Teilstücken zu einer kompletten Verkehrsinsel ausgebaut werden.
Fig. 5 veranschaulicht in einfacher Draufsicht, wie Teilstücke in Form von Ringsegmenten zusammengeschlossen werden. Es ist sicher unschwer vorstellbar, dass damit ein geschlossener Kreis gebildet werden kann. Die Platten (1) weisen oberseitig an ihren bogenförmigen Längsseiten Anschrägungen und in der Mitte Rippen (5) auf. Anders zusammengesetzt können die Teilstücke auch S-Linien und damit andere Inselformen bilden.
Die Erfindung beschränkt sich natürlich nicht auf die in den Figuren dargestellten Formen. So können auch rechteckige, tra- pezförmige, rautenförmige oder andere geometrische Formen verwendet werden, wobei sinnvolle Kombinationen möglich sind.
Es ist auch möglich, Teilstücke mittels Überplattungen, Fälzen, Nut- und Federausbildungen, Laschen usw miteinander zu verbinden.