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Einrichtung an xerographischen Kopiergeräten zum Bepudem einer elektrophotographischen
Stoffbahn
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an xerographischen Kopiergeräten zum Bepu- dern einer elektrophotographischen Stoffbahn die über einen elektroskopisches Pulver ent- haltenden Behälter hinweggeführt wird.
Es ist bei Einrichtungen dieser Art be- kannt, das Entwicklungspulver auf das elek- trophotographische Gut zu übertragen, indem in das Entwicklungspulver hineinragende
Borsten einer rotierenden Bürste durch einen
Hemmstift zurückgehalten und im weiteren
Verlauf der Umdrehung plötzlich freigegeben werden, wodurch das an den Borsten haften- de Entwicklungspulver gegen das zu bestäu- bende Gut geschleudert wird.
Es sind ferner Einrichtungen bekannt, bei denen das Entwicklungspulver aus einem ober- halb der Bestäubungsstelle angeordneten Behälter an dem entgegengesetzt der Fallrichtung des Entwicklungspulvers bewegten elektrophotographischen Gut entlangrieselt. Abgesehen davon, dass das heruntergerieselte Entwicklungspulver durch ein besonderes Becherwerk wieder in den oberen Behälter gebracht werden muss, sind die bekannten Einrichtungen insofern nachteilig, als sie das Entwicklungpulver ungleichmässig über die zu bestäubende Fläche verteilen und keine definierte gleichmässige Pulverschicht herzustellen gestatten. Ausserdem können die ausgedehnten Bestäubungsräume nur ungenügend abgedichtet werden, so dass eine Verschmutzung der übrigen Geräteteile nur schwer vermeidbar ist.
Gemäss der Erfindung werden die Nachteile dadurch beseitigt, dass der Behälter oder dessen Bodenfläche durch einen ihm zugeordneten, im Schall- oder Ultraschallfre- quenzbereich arbeitenden Vibrationsgenerator in Schwingungen versetzt wird Der Behälter erhält dabei zweckmässig die Form einer Mulde. Damit das Entwicklungspulver durch die Schwingungen zu einem Wall aufgeworfen wird, dessen Grat das elektrophotographische Gut berührt, sind in den Seitenwänden sich längserstreckende Sicken oder Rippen vorge-
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de Mischung des Pulvers erzielt, so dass stirn- dig frisches Pulver dem Grat zugeführt wird.
Ein weiterer Vorteil bei der Bepuderung kann dadurch erzielt werden, dass zwischen
Behälter und elektrophotographischem Gut ein elektrostatisches Feld aufrechterhalten wird.
Ein leichter und billiger Antrieb lässt sich dadurch erzielen, dass die Frequenzen von Antrieb und Behälterresonanz übereinstimmen.
Das unerwünschte seitliche Entweichen von Entwicklungspulver lässt sich durch zwei oder mehrere am Behälter angelenkte Abschlussklappen vermeiden, die die gleiche elektrische Polarität aufweisen, wie das Entwicklungspulver. Weitere Verschmutzungsmöglichkeiten werden dadurch ausgeschaltet, dass durch photoelektrische oder sonstige Schaltmittel bekannter Art das Ein- bzw, Ausschalten der Schwingungen des Behälters in Abhängigkeit von der räumlichen Lage der zu bestäubenden Stoffbahn erfolgt.
Die Zuführung des Entwicklungspulvers aus einem Vorratsbehälter erfolgt mit Rücksicht auf eine gleichmässige Bepuderung dadurch, dass in der Zuführungsleitung Sperrschieber od. dgl. vorgesehen sind, die manuell betätigt werden oder in Abhängigkeit von der Durch- laufgeschwindigkeit des elektrophotographischen Gutes den Zulauf des pulverförmigen Stoffes regeln.
In den Figuren sind Ausjührunggbeispirle nach der Erfindung dargestellt. Und zwar zeigen Fig. 1 eine schematische Gesamtdarstellung einer elektrophotographischen J (. o.. pieranlage mit einer Bestäubungseinricht\U1g nach der Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt
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einer zweckmässigen Ausbildung der Be- stäubungseinrichtung.
Zum besseren Verständnis wird einleitend eine kurze übersicht über die Anordnung und Wirkungsweise der einzelnen Behandlungs- einrichtungen gegeben.
Die Transporttrommel 1 (Fig. 1) ist auf der sich vorzugsweise nicht drehenden Achse 2 beidseitig gelagert. Sie besteht aus elektrisch leitendem Glas, dessen Leitfähigkeit ausreicht, um das von einer zeichnerisch nicht dar- gestellten Spannungsquelle aktivierte elektrophotographische Gut 3 in Blatt- oder Bandform auf dem Mantel der Transporttrommel
1 infolge der elektrostatischen Kräfte genügend festzuhalten und die dabei auftretenden elektrischen Ladungen zur Erde abzuleiten.
Konzentrisch zur Trommel 1 sind der Vorratsbehälter 4 mit dem elektrophotographischen Gut 3, z. B. elektrophotographischem Papier, der Zuführschacht 5 für-das Vorlageoriginal, das vorzugsweise lichtdurchlässige Andrückband 6 mit einer oder mehreren Lichtquellen 7, sowie der Auffangschacht 8 mit dem Auffangbehälter 9 für die Originalvorlage angeordnet.
Bei weiterem Durchlauf des elektrophotographischen Papiers durch die Maschine wird dieses mittels einer Bestäubungseinrichtung bestäubt und anschliessend über eine zeichnerisch nicht dargestellte Erwärmungseinrichtung für das aufgestäubte Entwicklungspulver geleitet, durch die dieses zum Schmelzen gebracht und in das gleichzeitig zugeführte übertragungspapier eingeschmolzen wird.
Eines der möglichen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung zum Be- stäuben mit Entwicklungspulver ist in Fig. l gezeichnet. Diese Bestäubungseinrichtung wirkt in der Weise, dass das in dem Vorratsbehälter 12 befindliche Entwicklungspulver 13 durch eine vorzugsweise sich düsenähnlich ver- jüngende Zuführungsleitung 14 auf die schwingende Fläche 15 des mit Schall- oder Ultraschallfrequenzen angeregten Schwingsystems 16 gebracht wird, dessen Erregungsspule 17. beispielsweise über den Schalter 18, mit einem Hooh- oder Mittelfrequenzgenerator 19 verbunden ist.
In der Zuführungsleitung 14 ist ein Regelorgan 20, z. B. ein magnetisch betätigter Schieber angeordnet, der zweckmässig in Abhängigkeit von der Durchlaufgeschwindigkeit des elektrophotographischen Gutes durch bekannte Schaltmittel betätigt wird und somit die Durchflussmenge des Entwicklungspulvers regelt. Es ist auch möglich, die vorgenannte Regelung vollautomatisch, z. B. in der Weise durchzuführen, dass durch eine Photozellensteuerung bzw. durch eine Lichtstrahlensteuerung, die auf der schwingenden Fläche 15 befindliche Pulvermenge, überwacht und der Regelvorgang des Regelorganes 20 in Abhängigkeit von diesen überwachungsgrössen ausgeführt wird.
In der Zeichnung ist die schwingende Fläche 15 als ebene Fläche dargestellt ; sie kann aber auch der Krümmung des Mantels der Trommel 1 angepasst oder in Form einer Mulde oder Rinne ausgebildet werden, wodurch dem Entwicklungspulver eine bessere Richtwirkung erteilt wird. Die Verschmutzungsgefahr kann ferner durch Anbringen von
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21verbunden sind oder es abdecken und somit die Bestäubungsfläche noch schärfer ab- grenzen.
Fig. 2 stellt ein bevorzugtes Ausführungs- beispiel der Bestäubungseinrichtung nach der Erfindung dar. Das Entwicklungspulver befindet sich hier in einem trog- oder wannenförmigen Behälter 23, der durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Antriebssystem zu Vertikalschwingungen angeregt wird. Der Antrieb kann hiebei elektrisch, rein mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch, entweder unter Einschaltung von Zwischengliedern oder durch direkte Einflussnahme auf den Trog erfolgen, beispielsweise kann der Trog aus magnetisierbarem Werkstoff bestehen oder einen Anker aus solchem tragen.
In die Seitenwände des Troges 23 sind Sicken, z. B. 26, eingedrückt, die einen unsymmetrischen Querschnitt zeigen. Das in dem Trog befindliche Entwicklungspulver wird unter dem Einfluss der Schwingungen zu einem Wall 25 aufgeworfen, dessen Scheitel bzw. Grat die elektrophotographische Stoffbahn bestreicht und hiebei bestäubt. Die Sicken bewirken ausserdem eine bessere Durchmengung bzw. Durchwirbelung des Entwicklungspulvers. Es hat sich hiebei als vorteilhaft erwiesen, kleine Glaskörperchen als Träger des Entwicklungspulvers vorzusehen.
Nach herrschender Ansicht erfolgt dabei gleichzeitig bei der Durchwirbelung bzw.
Durchmengung ein Aktivieren des Ent- wicklungspulvers durch Reibungselektrizität.
Bei entsprechender elektrischer Polarität der elektrophotographischen Stoffbahnen wird so ein erhöhtes Haftvermögen bei der Bestäubung gewährleistet.
Während des Arbeitsganges ist hiebei nur die absatzweise Zufuhr von Entwicklungpulver erforderlich. Die Glaskörperchen dienen hiebei als Träger des allmählich verbrauchten Entwicklungspulvers. Die Zuführung neuen Entwicklungspulvers erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem 1 Vorratsbehälter durch ein Rohr 27, das mit seiner Entnahmeöffnung die Füllhöhe'des Entwicklungspulvers bestimmt. Die Verteilung des frischen Farbpulvers erfolgt sehr inten-
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siv und gleichmässig durch die Materialbewegung innerhalb des aufgeschütteten Dammes, die durch die Rippen hervorgerufen wird.
Eine noch grössere Beschleunigung der Pulverpartikel wird erreicht, wenn man sie zusätzlich oder auch allein der Wirkung eines elektrostatischen Feldes aussetzt. Dies kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man das elektrophotographische Papier auf ein anderes Spannungspotential als die Bestäubungseinrichtung bringt, d. h., dass die Feldlinien des elektrostatischen Feldes von der Zerstäubungseinrichtung auf das elektrophotographische Gut hin gerichtet sind. Die Wirkung des elektrostatischen Feldes kann auch, gegebenenfalls gleichzeitig, zur Vermeidung von Entwicklungspulververlusten nach den Seiten hin-also zur Beseitigung der Verschmutzungsgefahr des Geräteinneren-be- nützt werden.
Dies lässt sich durch die Ab-
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gebenenfalls zwei weitere, parallel zur Papierebene liegende Abschlussklappen, die zusammen ein rahmenartiges Gebilde darstellen und deren Polarität gleich der des Entwicklungspulvers gehalten wird, erreichen. Dadurch üben die auf diese Weise statisch aufgeladenen Abschlussklappen ein abstossende Wirkung auf die Entwicklungspulverpartike !
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Erfindungbeispiele, sondern sie kann in mehrfacher Weise abgewandelt werden. So kann beispielsweise an Stelle des mit Mittel- oder Hochfrequenzen angeregten Schwingsystems auch eine elektromagnetisch mit Netzfrequenz (z.
B. 50 Hz) in Schwingungen versetzte oder willkürlich angestossene Membran verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an xerographischen Kopier- geräten zum Bepudern einer elektrophoto- graphischen Stoffbahn, die über einen elek- troskopisches Pulver enthaltenden Behälter hinweggeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter oder dessen Bodenfläche durch einen ihm zugeordneten, im Schalloder Ultraschallfrequenzbereich arbeitenden Vibrationsgenerator in Schwingungen versetzt wird.