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Dreikolben-Gaskraftmaschine.
In der Patentschrift Nr. 14459 ist eine doppeltwirkende Zweitaktgaskraftmaschine beschrieben, deren Arbeitsweise im wesentlichen darin besteht, dass sich zwischen zwei gleichläufigen, einfachwirkenden Arbeitskolben ein dritter, doppeltwirkender Arbeitskolben so bewegt, dass die Kolben während einer ganzen Umdrehung der Kurbelwelle zwei Arbeitsimpulse erhalten, indem nach je einer halben Umdrehung der Kurbelwelle von den vier wirksamen Kolbenflächen sich zwei nähern und im Vereine mit dem Zylindermantel je einen Verbrennungsraum bilden.
In der im Stamm-Patente dargestellten Ausführungsform wird die erforderliche Gegen- läufigkeit der Arbeitskolben von einer dreifach gekröpften Kurbelwelle abgeleitet, und zwar sind die bei den einfach wirken den, äusseren Arbeitskolben durch eine äussere Umführung und vordere und rückwärtige Querstange miteinander starr verbunden, während die Kolbenstange des mittleren Arbeitskolben den vorderen Arbeitskolben mittels einer Stopfbuchse durchdringt.
Durch die beschriebene Kolbenanordnung und Arbeitsweise im Vereine mit der angegebenen Verbindung der Kolben untereinander und mit der Kurbelwelle wird zwar im wesentlichen ein Massenausgleich in den Gestängegruppen gewährleistet, doch genügt dieser nicht für alle Zwecke. Insbesondere bei Maschinen für sehr raschen Gang machen sich die durch die beschriebene Anordnung bedingten, verhältnismässig grossen, beweglichen
Massen unangenehm bemerkbar.
Um die durch die Kolbenanordnung und Arbeitsweise nach dem Stamm-Patent bewirkte Massenausgleichung zu erhöhen, wird nun zweckmässig die bei anderen Maschinen dem Wesen nach bereits bekannte Anordnung getroffen, wonach die beiden äusseren, einfach wirkenden Arbeitskolben mittels einer zentralen Kolbenstange, die den mittleren Arbeitkolben durchdringt, verbunden werden.
In den Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung sind derartige Ausführungsformen gezeigt.
In allen Figuren bedeuten A und B die beiden äusseren, mittels der zentralen
Kolbenstange D verbundenen, einfachwirkenden Arbeitskolben. Gegenläufig zu diesen beiden äusseren Arbeitskolben bewegt sich der mittlere, doppeltwirkende Arbeitskolben C, den die
Kolbenstange D durchdringt. Die Stopfbüchse besteht hier am besten aus federnden
Kolbenringen, die auf der entsprechend verstärkten Kolbenstange D angebracht sind. Die
Verbindung des mittleren Arbeitskolbens C mit dem äusseren Gestänge erfolgt bei der An- ordnung nach Fig. 1 durch zwei im Zylinder gelegene, den vorderen Arbeitskolben B mittels zweier Stopfbüchsen Z und Af durchdringende Stangen E und F.
Um diese beiden Kolbpnstopfbüchsen zu vermeiden, ist in der Anordnung nach Fig. 2 der mittlere Teil des
Arbeitszylinders gegenüber den äusseren Teilen vergrössert und die beiden Stangen E und F durchdringen die Zylinderwand mittels ruhender Stopfbüchsen N und 0. Um auch diese beiden Stopfbüchsen, allerdings auf Kosten der Zylinderbaulängo, zu vermeiden, kann man auch, wie in Fig. 3 gezeigt, den mittleren Arbeitskolben C von aussen mittels der Stangen E und F fassen, ohne dass hiedurch die Wirkungsweise der Maschine eine Änderung erfährt, indem der Arbeitszylinder in allen dargestellten Fällen in der Mitte aufgeschnitten ge-
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im allgemeinen ist es aber vorteilhafter, die Auslassöffnungen nach aussen zu verlegen.
Wie bei der Maschine nach dem Stamm-Patente können die hier dargestellten Ausführungsformen auch für fillssige Brennstoffe verwendet werden, die in üblicher, bekannter Weise. an Stelle des Brenngases in die Kraftmaschine eingeführt werden. Bei GleichdruckVerbrennungskraftmaschinen für flüssige Brennstoffe kann der Brennstoff in bekannter Weise nach beendeter Verdichtung in den Verbrennungsraum durch die in den Fig. 1 und 3 dargestellten Brennstoffdüsen P und Q eingeführt werden.