AT207341B - Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung

Info

Publication number
AT207341B
AT207341B AT120758A AT120758A AT207341B AT 207341 B AT207341 B AT 207341B AT 120758 A AT120758 A AT 120758A AT 120758 A AT120758 A AT 120758A AT 207341 B AT207341 B AT 207341B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sieve
wear
resistant
plate
plastic
Prior art date
Application number
AT120758A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Rosenthal Isolatoren Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rosenthal Isolatoren Gmbh filed Critical Rosenthal Isolatoren Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT207341B publication Critical patent/AT207341B/de

Links

Landscapes

  • Centrifugal Separators (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung 
Die Erfindung betrifft einen Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung. 



   In der Technik des Siebens und des Zentrifugierens werden die Lochbleche oder Plattensiebböden wegen ihrer Einfachheit, ihres homogenen Verbandes und ihrer bequemen Einbaumöglichkeit bevorzugt. 



  Die wesentlichen Kriterien für jedes Trennorgan in Siebmaschinen sind Leistung und Lebensdauer. Die Leistung hängt von der offenen Siebfläche ab, der beim Lochvorgang deshalb Grenzen gesetzt sind, weil harte und/oder korrosionsfeste Stähle dem Durchstanzen insbesondere bei feineren Lochungen einen Widerstand entgegensetzen, der nur die sogenannte weit gestellte Lochung erlaubt,   d. h.   der Abstand zwischen den Öffnungen muss grösser sein als normal üblich. Damit sinkt die offene Siebfläche und mit ihr proportional die Arbeitsleistung der Maschine. Der gleiche Umstand des Lochungswiderstandes wirkt sich auch ungünstig hinsichtlich der Lebensdauer aus, da das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke eng begrenzt ist. Die Blechdicke bestimmt aber nahezu ausschliesslich die Lebensdauer.

   Dieser Umstand hat die Einführung besonders verschleissfester Werkstoffe, deren Eignung für die Siebtechnik ausser Frage steht, bisher verhindert. 



   Die Versuche, diesen Nachteilen auszuweichen, haben sich im wesentlichen auf die Anwendung sogenannter Spaltsiebe beschränkt, die wegen ihrer Schwere, ihrer mangelnden Präzision und ihres schwierigen Einbaues nur ungern verwendet werden, sowie auf besondere Lochungsvorgänge, die das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke etwas   verbessern. Diese Lochungsvorgänge   ergeben aber zumeist kein rundes oder schlitzförmiges Loch, wie es für die exakte Trennung erforderlich ist, sondern an den Rändern mit Grat versehene Löcher, deren Form sich beim Niedergehen des Stempels oft auch noch wegen der sehr schmal bemessenen Stegbreite verzieht. 



   Es hat Mehrschichtenlochbleche gegeben, bei denen ein besonders verschleissfestes Blech auf einer im Sinne des Verschleisses geringwertigeren Unterlage verfestigt ist. Diese Kombination war jedoch wieder den Gesetzmässigkeiten unterworfen, welche beim Lochungsvorgang generell für das Verhältnis zwischen Lochweite und Blechstärke gelten. Auch bei Gittersiebböden ist ein Verfahren zu deren Herstellung bekannt geworden, das verschleissfeste Werkstoffe mit geringwertigeren verbindet. 



   Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, für die Siebtechnik hochverschleissfeste Hartkeramiken oder Sintermetalle zu verwenden, die bisher für derartige Zwecke generell ausschieden, weil ihre mangelnde Dehnbarkeit und damit die fehlende Eignung für verformende oder spanabhebende Bearbeitung jeden Versuch in dieser Richtung scheitern liess. 



   Erfindungsgemäss wird die erwähnte Aufgabe dadurch gelöst, dass die Siebböden aus einer Vielzahl von hochverschleissfesten Körpern,   z. B.   aus Hartkeramik oder Sintermetall, bestehen, die durch plastische oder zeitweilig plastische Kleber wie Thermoplaste, Kunstharze auf PVC-Basis od. dgl. mosaikartig mit Fehlstellen zur Bildung von Sieböffnungen miteinander verbunden sind. Dies geschieht in der Weise, dass kleine verschleissfeste Körper in eine plastische   Unterlage eingedrückt   oder nur auf einer Unterlage festgeklebt und derart aneinandergereiht werden, dass zwischen ihnen Sieböffnungen entstehen.

   Die Erfindung bringt derartige und andere als besonders verschleissfest, aber nicht mit normalen Mitteln   als lochfähig geltende Stoffe   in   eine so günstige Form, dass ihre Verwendung als Siebwerkstoff möglich wird.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Um die Belastungsgrenze durch das Aufprallen des Siebgutes auf den Siebboden zu   erhöhen,   ist es auch   möglich. die verschleissfesten   Körper auf einer leicht bearbeitbaren Unterlage, z. B. aus Aluminiumblech unter Zwischenschaltung plastischer oder zeitweilig plastischer Kleber als Zwischenschicht anzuordnen, wobei dann nachträglich die Unterlage an den Fehlstellen durchbohrt wird. 



   Um den Verband der verschleissfesten Körper fester zu gestalten ist es zweckmässig, diese an den seitlichen Berührungsstellen mit Einschnürungen oder Aussparungen zu verseheu, die sich beim Eindrücken 
 EMI2.1 
 bearbeitbare Abstandskörper beispielsweise aus   Aluminium, Thermoplasten od. dgl.   auszufüllen. Während die leicht bearbeitbaren metallischen Abstandskörper dann mechanisch entfernt werden müssen, beispielsweise durch Herausziehen, Ausbohren   usw.,   können solche aus thermoplastischen Werkstoffen durch einfaches Erwärmen auf Schmelztemperatur herausfliessen. 



   An Hand der Zeichnung, welche einige Ausführungsbeispiele darstellt, soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf einen aus sechseckigen Formkörpern   zusammenge-   setzten Siebboden, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig.   l,   Fig. 3 eine Draufsicht auf einen durch kreisförmige Formkörper gebildeten Siebboden, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen aus länglichen Formkörpern gebildeten Siebboden, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt des Siebbodens nach Fig. 6 auf einer Montageplatte, mit Distanzkörpern versehen, Fig. 8 eine Draufsicht auf einen aus versetzten quadratischen Formkörpern gebildeten Siebboden, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 8 und Fig. 10 einen Schnitt des Siebbodens nach Fig.

   9,   auf einer Montageplatte liegend, mit vergleichweise geringer Schichtdicke der   Klebe-oder plastischen Masse. 



   Die verschleissfesten Körper   l,   2 werden durch ein Klebemittel 3 miteinander verbunden, wobei zusätzlich noch eine Plattenunterlage 4 verwendet werden kann. Es kann aber auch die Kombination verschleissfester   Körper-Klebmasse allein   in die Anwendungsmaschine eingesetzt werden. Durch entsprechende Kombination von Formkörpern lässt sich jede in der Siebtechnik erforderliche Sieböffnung und jede Richtung der Sieböffnung erzielen. Das letztere ist für Zentrifugensiebe besonders wichtig, weil dort die Schlitzrichtung in Austragrichtung verlaufen soll. 



   Ein mögliches Herstellungsverfahren ist durch die Kombination von Klebemittel 3 und Unterlageplatte 4 gegeben, die eine Lochung in den Zwischenräumen zwischen den verschleissfesten Körpern dadurch ermöglichen, dass sowohl der Kleber als auch die Unterlageplatte thermoplastisch sind. Dann ist es mög-   lich,   mit einer erwärmten Nadel die Zwischenräume zu entfernen, nachdem der Klebverband fest geworden ist. Es können aber auch vorher gelochte Unterlageplatten verwendet werden. Vorteilhaft ist als Unterlage eine nach Streckmetallart hergestellte Platte, da sich der Klebstoff in deren Öffnungen und Rauhigkeiten gut festsetzt. Je kleiner der verschleissfeste Körper wird, umso weniger treten die statischen und dynamischen Kräfte nachteilig in Erscheinung.

   Schliesslich ist es möglich, dem verschleissfesten Körper eine Form zu geben, die eine Verankerung in der Klebemasse durch eine Einschnürung 5 begünstigt. In diesem Fall braucht es sich nicht um eine Klebemasse zu handeln ; es kann auch ein plastischer Stoff genügen, da die Verankerung durch die besondere Formgebung des verschleissfesten Körpers erfolgt. 



  Man kann dann den Siebverband auf einer Unterlage 7 lösbar zusammensetzen und hiebei die Sieböffnung durch Zwischenstücke 6 in Form und Grösse fixieren. Anschliessend wird diese Konstruktion auf der Rückseite mit dem elastischen oder klebenden Stoff 3 in der notwendigen Dicke aus-und aufgefüllt. Nach Entfernen der   Zwischenstücke   ist das Sieb fertig. Die Zwischenstücke 6 können bei genügender Präzision der verschleissfesten Körper auch entfallen. 



   Sollen Siebböden mit relativ grossen Sieböffnungen hergestellt werden, so ist es auch möglich, die Formkörper so zusammenzusetzen, dass jeweils ein Gesamtkörper zur Bildung der Stegfläche zwischen den Öffnungen aus mehreren Einzelkörpern zusammengefügt wird. Man kann also für die Herstellung feitier, mittlerer und grober Siebböden von einheitlichen Grössen der verschleissfesten Körper ausgehen. 



   Es ist nach diesem Verfahren auch möglich, für sogenannte Prall- oder Aufschlagflächen Formkörper an Formkörper zu setzen, so dass eine geschlossene Fläche ohne Öffnungen entsteht. 



   Die geringe Ausdehnung und für alle Beanspruchungen günstige Formgebung der Einzelkörper erlaubt erstmals die Verwendung hochverschleissfester, daher spröder Werkstoffe und diese in einen Kleber oder eine ursprünglich plastische Masse einzubetten, so dass die Lebensdauer der Siebböden um ein Vielfaches steigt. So werden für das Sieben und Zentrifugieren neue Anwendungsgebiete erschlossen, die bisher aus 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Gründen des Verschleisses nicht wirtschaftlich erschliessbar waren. Aber auch die Leistung der Maschinen steigt, da neben der günstigen Formgebung für die einzelne Sieböffnung im Sinne einer Konizität und damit eines geringen Durchgangswiderstandes nahezu jede beliebige Form oder Richtung der Sieböffnung möglich wird. Schliesslich ist das Kriterium für die   Siebleistung,   die offene Siebfläche, besonders günstig.

   Insgesamt ergibt sich so für das Gebiet der Lochsiebböden ein wesentlicher Fortschritt mit der Mög-   lichkeit, neue Sieb- und Ze : atrifugiereffekte für   Stoffe zu erzielen, die bisher nicht oder doch nur äusserst schwierig zu behandeln waren. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Vielzahl von hochverschleissfesten Körpern   (l,   2),   z. B.   aus Hartkeramik oder Sintermetall, besteht, die durch plastische oder zeitweilig plastische Kleber, wie Thermoplaste, Kunstharze auf   PVC-Basisod. dgl., mosaikartig   mit Fehlstellen zur Bildung von Sieböffnungen miteinander verbunden sind.

Claims (1)

  1. 2. Plattensiebboden nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung seiner Belastungfähigkeit der plastische oder zeitweilig plastische Kleber als Zwischenschicht (3) zwischen den ver- schleissfesten Körpern (1, 2) und einer Unterlageplatte (4) angebracht ist.
    3. Plattensiebboden nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschleissfesten Körper (l, 2) Einschnürungen oder Aussparungen (5) aufweisen, welche deren Verankerung in dem plastischen oder zeitweilig plastischen Kleber ermöglichen.
    4. Verfahren zur Herstellung von Plattensiebböden nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verschleissfesten Körper zur Bildung von Sieböffnungen mit später vorzugsweise mechanisch entfernbaren Abstandskörpern aus weichem Material, z. B. Thermoplasten, verbunden werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass-die aus Thermoplasten bestehenden Abstandskörper durch Erwärmen aus dem Verband entfernt werden.
AT120758A 1957-02-20 1958-02-19 Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung AT207341B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE207341X 1957-02-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT207341B true AT207341B (de) 1960-01-25

Family

ID=5793664

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT120758A AT207341B (de) 1957-02-20 1958-02-19 Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT207341B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2556194A1 (de) Siebbodenanordnung
DE102007020325B3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Siebes für die Behandlung von zur Papiererzeugung geeigneten Faserstoffsuspensionen
DE2649376A1 (de) Verfahren zum herstellen eines siebes
DE1586593A1 (de) Eierschachtel
DE1951035A1 (de) Filter aus Metallpulver
CH624315A5 (de)
DE19804493A1 (de) Filtermedium für die Fest/Flüssig-Trennung
DE2634934C3 (de) Plattenartiges Siebelement
DE1043768B (de) Platten-Siebboden
AT207341B (de) Plattensiebboden, insbesondere für Siebmaschinen und Siebzentrifugen und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2340444B2 (de) Schalldaemmelement in sandwichbauweise
DE2616191A1 (de) Verfahren zur herstellung eines siebes aus elastomer-material
DE1660790A1 (de) Nadelbett fuer Nadel-Filzmaschinen
DE102009032661A1 (de) Scheibenbremsbelagträgerplatte
DE2718622C3 (de) Trennplatte für die Herstellung von Asbestzementplatten o.dgl.
DE3114573C2 (de) Siebfeld für Vibrationssiebe
DE2532379C3 (de) Siebblech
DE1965005A1 (de) Siebvorrichtung
DE1233239B (de) Lochsieb
DE3907021C1 (de)
DE2316410C3 (de) Auf Axialdruck belastbare Feder
DE202020100466U1 (de) Siebelement, Sieb und Siebschaufel
AT344112B (de) Sieb
AT65447B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststeinplatten aus breiigem Gut.
CH555455A (de) Fachwerkknotenpunkt.