AT207211B - Verfahren zum Schweißen mit dem elektrischen Lichtbogen unter Verwendung von Kohlendioxyd mit Edelgaszusatz als Schutzgas - Google Patents

Verfahren zum Schweißen mit dem elektrischen Lichtbogen unter Verwendung von Kohlendioxyd mit Edelgaszusatz als Schutzgas

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AT207211B AT755556A AT755556A AT207211B AT 207211 B AT207211 B AT 207211B AT 755556 A AT755556 A AT 755556A AT 755556 A AT755556 A AT 755556A AT 207211 B AT207211 B AT 207211B
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  Verfahren zum Schweissen mit dem elektrischen Lichtbogen unter
Verwendung von Kohlendioxyd mit Edelgaszusatz als Schutzgas   Bei der Verwendung von Kohlendioxyd an Stelle von Argon oder Helium als Schutzgas bei der elektrischen Lichtbogenschweissung macht sich vor allem der Nachteil bemerkbar, dass beim Schweissen ein starkes Spritzen auftritt. Insbesondere das Mundstück, aus dem das Schutzgas auf die Schweissstelle ausströmt, wird durch das Spritzen stark verunreinigt. 



  Im Oszillographen sind sowohl bei der Verwendung von Argon als Schutzgas als auch in erheblich verstärktem Masse bei der Verwendung von Kohlendioxyd Spannungsspitzen zu beobachten, die im Zusammenhang mit dem Spritzen stehen. Der Sauerstoff aus dem im Lichtbogen dissoziierten Kohlendioxyd wird die Bildung von Eisenoxyd sowohl an der Elektrodenspitze als auch am Werkstück bewirken. Dieses Eisenoxyd zersetzt sich nun aller Wahrscheinlichkeit nach explosionsartig durch die plötzliche Temperatursteigerung, wenn es vom Ansatz des Lichtbogens getroffen wird, der hin-und herwandert. In Übereinstimmung mit dieser Vermutung steht auch die Beobachtung, dass sich ein Wassergehalt von nur 1/3 g je m3 Kohlendioxyd beim Schweissen bereits nachteilig auf das Spritzen auswirkt.

   Selbstverständlich wird durch einen Wassergehalt des Kohlendioxyds die Bildung von Eisenoxyd beim Schweissen begünstigt. 



  Ein weiterer nachteiliger Einfluss auf die Erscheinung des Spritzens ist in dem Umstand zu erblicken, dass bei Verwendung von Kohlendioxyd an Stelle von z. B. Argon die Schweissspannung von etwa 24 Volt auf etwa 30 Volt erhöht wird. Durch die bei der Kohlendioxydschweissung vergleichsweise erhöhte Schweiss- spannung wird bekanntlich der Einbrand verstärkt und das Spritzen wird besonders intensiv. 



  Diese Erscheinungen sind jedoch in starkem Masse von der Art der zur Verschweissung kommenden Elektroden abhängig. Insbesondere kann durch entsprechende Elektrodenauswahl oder durch die Verwendung speziell für den Zweck der Kohlendioxyd-Schutzgas-Schweissung geeigneter Elektroden eine unerwünschte Erhöhung der Schweissspannung vermieden werden. 



  Es ist bereits ein Schutzgas verwendet worden, das aus Kohlendioxyd und Beimengungen von Argon in Höhe von 0 bis 100 % besteht und man hat dabei beobachtet, dass mit zunehmendem Argonanteil die Schweissverhältnisse sich wesentlich gebessert haben. Die Höhe des erforderlichen Zusatzes an Edelgas zum Kohlendioxyd, die zur Vermeidung eines unerwünschten Spritzens notwendig ist, hängt unter anderem von der zu verschweissenden Elektrodenart ab und ändert sich ausserdem auch während des Schweissens bei Verwendung ein und derselben Elektrode, insbesondere durch Änderung der Lichtbogenlänge, der Schweissbadtemperatur und der Art des Metallübergangs. Es ist natürlich möglich, den Argonzusatz so hoch zu bemessen, dass er in jedem Falle ausreicht, das unangenehme Spritzen des Lichtbogens zu vermeiden.

   Der besondere Vorteil der Verwendung des Kohlendioxyds als Schutzgas, nämlich seine Billigkeit, geht dann jedoch weitgehend verloren. 



  Beispielsweise wurde bereits ein Schutzgas aus Kohlendioxyd und Edelgas empfohlen, das aus nur 3-10 % Kohlendioxyd, aus 40 - 80 % Helium und aus 10 - 57 % Argon besteht. 



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, den Vorteil der Verwendung des billigen Kohlendioxyds mit dem Vorteil des Edelgaszusatzes zu verbinden und dabei den Nachteil der Verteuerung durch den Edelgas- zusatz erheblich zu vermindern. 



  Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Schweissen mit dem elektrischen Lichtbogen unter Verwendung vonKohlendioxyd mit einem Zusatz von bis zu 40 % Edelgas zur Verminderung des Spritzens und die Erfindung besteht darin, dass in Anpassung an die wechselnden Verhältnisse an der Schweissstelle hinsichtlich Lichtbogenlänge, Schweissbadtemperatur und Metalliibergangsform der Edelgaszusatz mengenmjssig während des Schweissens verändert wird.   

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   Der Schweisser regelt also den Argonzusatz so ein, dass das Spritzen des Lichtbogens entfällt und der Argonzusatz nicht mehr als 40 % beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Schweissen mit dem elektrischen Lichtbogen unter Verwendung von Kohlendioxyd mit einem Zusatz von bis zu 40 % Edelgas zur Verminderung des Spritzens, dadurch gekennzeichnet, dass in Anpassung an die wechselnden Verhältnisse an der Schweissstelle hinsichtlich Lichtbogenlänge, Schweissbadtemperatur und Metallüber gangs form der Edelgaszusatz mengenmässig während des Schweissens verändert wird.
AT755556A 1956-12-18 1956-12-18 Verfahren zum Schweißen mit dem elektrischen Lichtbogen unter Verwendung von Kohlendioxyd mit Edelgaszusatz als Schutzgas AT207211B (de)

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