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Einrichtung zur Betätigung des Satteldrehgestells und der hydraulischen Stütze von
Sattelanhängegarnituren
Die bestehenden Sattelanhängegarnituren verwenden bei ihren Ausführungen halbautomatische Betätigungseinrichtungen, bei welchen die Ankupplung des Drehgestells an den Sattelanhänger zwar automatisch vor sich geht, jedoch die Si- cherung des Drehgestells und der Stütze des Sattelanhängers sowie auch die Entkupplung der Garnitur von Hand aus betätigt werden ; hiebei muss der Lenker aus dem Fahrzeug aussteigen und sich anstrengen, insbesondere beim Herablassen der Stütze des Sattelanhängers. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Pumpe zur Betätigung der hydraulischen Stütze am Sattelanhänger angeordnet ist.
Die Verbindung der elektrischen und pneumatischen Leitungen zwischen Sattelzugmaschine und Sattelanhänger wird üblicherweise mitels Kabel und Schlauch bewerk-
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aus betätigt wird.
Diese Nachteile beseitigt die Anordnung ge- mäss der Erfindung, die es ermöglicht, die Entkupplung und Kupplung der Sattelanhängegarnitur direkt vom Platz des Lenkers mittels eines Hebels und Drückers auszuführen, ohne dass der Lenker aus dem Fahrzeug aussteigen müsste.
Die Verbindung der elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Leitung der Sattelzugmaschine mit dem Sattelanhänger setzt die an sich bekannte gleichzeitige Kupplung des Anhängers durch die Mitte des Drehgestellzapfens voraus, wobei im Innern des Kupplungszapfens im wesentlichen aus achsgleichen paarigen Kupplungsteilen bestehende Vorrichtungen zur automati-
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beim Einsetzen des Kupplungszapfens ange-zugmaschine angebrachte Pumpe liefert. Die Pumpe wird vom Fahrzeugmotor angetrieben ; beim Ankuppeln mehrerer Sattelanhänger an eine Sattelzugmaschine können alle Stützen durch diese einzige Pumpe betätigt werden.
Die Pumpe wird mittels einer Lamellenkupplung in Tätigkeit gesetzt, welche ebenso wie das Drehgestell elektropneumatisch zu betätigen ist.
Das Drehgestell ist mechanisch mittels eines Hebels gesichert, der gleichzeitig den Lufteintritt in die Leitung für die Bremsen des Sattelanhängers öffnet oder schliesst.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Die erfindungsgemässe Einrichtung besteht aus einem Betätigungshebel 1, der mit einer in zwei Lagern 2 gelagerten Welle verbunden ist. Die Schaltbewegungen des Hebels sind durch einen Ausschnitt in der Führung so beschränkt (nicht gezeichnet), dass es möglich ist, den Hebel aus der Ausgangsstellung. I um einen Winkel von 900 nach rechts in die Stellung II zu verschwenken, dann in die Stellung III hinaufzuschieben und wieder durch Verschwenkung um einen Winkel von 900 nach links in die Stellung IV zu bringen.
Die Welle des Hebels 1 ist in der Mitte mit einem Nocken 3, der die elektrischen Schalter 4, 5, 6 schaltet und mit zwei Bunden 7, die über den Winkelhebel 38 und die Zugstange 39 den Sicherungshebel 40 des Drehgestells 10 betätigen, versehen. Das untere Ende der Welle ist als Vierkant 8 ausgebildet, der das Absperrorgan 9 für die Luft schliesst oder öffnet. Ist bei gekuppelter Sattelzug-Garnitur der Hebel 1 in der Ausgangsstellung I, so ist die Kupplungseinrichtung des Drehgestells 10 gesichert, der Luftzutritt 9 geöffnet und die Druckluft strömt von einem Luifribehälter 11 durch die Leitung 56 über die Mitte des Drehgestells 10 und durch die Leitung 66 in den Luftbehälter 12 des Sattelanhängers.
Der Nocken 3 betätigt keinen von den Schaltern 4, 5, 6 ; die ganze Einrichtung ist demnach im ,Stillstand.
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Sattelanhänger abgestellt und dadurch der Sat- telanhänger gebremst. Der Nocken 3 schaltet die Schalter 4 und 5 ein ; ein elektrischer Strom fliesst von der Stromquelle 13 über die Sicherung 14,
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Elektroventils 19 zu dem Gestell 20. Gleiche;tig fliesst Strom durch die Kontakte 21 des Schalters 5 über die Anschlüsse 22 des Elektroventiliz 23 zu dem Gestell 24 und durch die Kontakte 25 des Drückers 17 über die Anschlüsse 26 des Elektroventils 27 auf das Gestell 28. Das elektrische Ventil 19 lässt Druckluft aus der Roh tleitung 74 über die Rohrleitung 67 in den Arbeitszylinder 29 und schaltet die OIpumpe 30 ein.
Gleichzeitig strömt die Druckluft durch die Rohrleitung 68 zum Überströmventil 31. Dadurch werden die Rohrleitungen 43,44 miteinander verbunden und das Elektroventil lässt Luft aus dem Luftbehälter 12 durch die Rohrleitung 69 und 64 zum Verschlussventil 32 der
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durch die Rohrleitung 65 zum VerschlussventH 32 der hydraulischen Stütze 33 zu pumpen und schiebt diese aus. Sobald die Stütze ausgeschoben ist, steigt der Druck des Öles so weit an, dass sich im Überströmventil 31 das Sicherheitsventil 57 öffnet ; das 01 strömt durch die Rohrleitung 3 : ; zurück in den Behälter 34. Dieser Rückstrom des Drucköles schaltet den Druckschalter 36 ein, wor. auf die Kontrollampe 37 aufleuchtet und anzeigt, dass die Stütze 33 herabgelassen wurde.
Gleichzeitig lässt das Elektroventil 23 die Druckluft aus der Rohrleitung 71 in den Arbeitszylinder 51 des Drehgestells 10 einströmen und hält die eingekuppelte Einrichtung des Sattelanhängers im eingekuppelten Zustande.
Durch Verschieben des Hebels 1 in die Stellung III verschwenken die Ringe 7 den um den Zapfen 72 schwenkbar angeordneten Winkelhebel 38, von dem die Bewegung mittels Zugstange 39 auf den Hebel 40 zur Sicherungseinrichtung des Drehgestells 10 übertragen wird, welche hiedurch entsichert wird. Der Vierkant 8 des Hebels 1 schiebt sich aus dem Vierkant 58 des Absperrorgans 9 aus. Der Nocken 3 schaltet den Schalter 4 aus, öffnet die Kontakte 15 und verbindet die Kontakte 41. Der elektrische Strom fliesst dann durch den Schalter 4 über die Kontakte 41 zu den Anschlüssen 42 des Elektroventils 19. Die
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stellt.
Gleichzeitig wird Druckluft durch die Rohrleitung 59 in das Überströmventil 3. ? über- führt, die Rohrleitung 43 geschlossen und die Rohrleitung 35 mit den Rohrleitungen 44, 65 verbunden, die zur hydraulischen Stütze 33 führen. Das Elektroventil 27 ist ohne Strom und schliesst die Zufuhr der Druckluft in das Verschlussventil 32. Die Flüssigkeit hört auf zu strömen, der Druckschalter 36 unterbricht den Strom- kreis und die Kontrollampe 37 erlischt.
Durch Verschwenken des Hebels 1 in die Stellung IV schaltet der Nocken 3 die Kontakte 21 des Schalters 5 aus und die Kontakte 45 des Schalters 6 ein. Der elektrische Strom fliesst durch die Kontakte 45 des Schalters 6, die Anschlüsse 47 des Elektroventils 23, weiters über die Kontakte 48 des Endschalters 49 zu dem Gestell 50.
Das Elektroventil 23 lässt Druckluft in den Arbeitszylinder 51 des Drehgestells 70 eintreten. wodurch die Entkupplung der Garnitur erfolgt.
Am Ende des Hubes des Kolbens im Arbeitszy- linder 51 erfolgt eine Umschaltung des Schalters 49, die Kontakte 48 trennen sich und die Kortakte 52 werden geschlossen. Dadurch wird der Stromkreis über die Kontrollampe 53, die das Abkuppeln der Sattelzug-Garnitur auf dem Instrumentenbrett anzeigt, eingeschaltet, worauf mit
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Die Kupplung des Sattelzuges wird durch Umstellung des Hebels 1 aus der Stellung IV über die Stellungen III und II in die Stellung I vollführt, wobei sich der ganze Vorgang in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. In der Stellung III schaltet der Nocken 3 die Kontakte 21 des Schalters 5 ein und der elektrische Strom fliesst über die Anschlüsse 22 des Elektrovent11s 23 zu dem Gestell 24.
Die Druckluft tritt aus der Rohrleitung 71 in den Arbeitszylinder 51 über, der die Kupplung der Garnitur mit Hilfe des Drehgestells 70 vollführt. Die Kontakte 52 des Endschalters 49 öffnen sich und das Auslöschen der Kontrollampe 53 zeigt an, dass die Kupplung der Sattelzug-Garnitur vollzogen ist. Gleichzeitig werden die Kontakte 48 des Schalters 49 eingeschaltet, Strom fliesst jedoch nicht, da sich die
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In der Stellung II des Hebels 1 erfolgt mit Hilfe des Hebels 38, der Zugstange 39 und des Hebels 40 eine mechanische Sicherung der Kupplungseinrichtung des Drehgestells 10. Der Vierkant 8 greift in den Vierkant 58 des Luftvet- schlusses 9 ein. Gleichzeitig bewirkt der Nocken 3 das Schliessen der Kontakte 15 des Schalters 4.
Der elektrische Strom fliesst durch die Kontakte 16 und 25 des Drückers 17 über die Anschlüsse 18 des elektrischen Ventils 19 zu dem Gestell 20 und über die Anschlüsse 26 des elektrischen Ventils 27 zu dem Gestell 28. Dadurch wird einerseits eine überleitung von Druckluft aus der Rohrleitung 74 in die Rohrleitung 67 über das elektrische Ventil 19 in den Arbeitszylinder 29 der Pumpe 30, die wieder in Tätigkeit versetzt wird, anderseits das öffnen des Verschlussventils 32 bewirkt. Nachdem jedoch die hydraulische Stütze in der unteren Lage ausgeschoben ist, lässt das Ventil 31 das Drucköl aus der Rohrleitung 43 durch die Rohrleitung 35 in den Behälter 34 zurückströmen.
Durch Verschwenken des Hebels 1 in die Stellung I öffnet sich das Absperrorgan 9, die Druckluft strömt aus dem Luftbehälter 11 durch die
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Rohrleitung 56 über das Drehgestell 10 in das Bremssystem des Sattelanhängers und entbremst diesen. Der Nocken 3 öffnet die Kontakte 15 und 21 der Schalter 4, 5 und verbindet die Kontakte 41. Durch Eindrücken des Drückers 17 werden die Kontakte 60 und 61 geschlossen.
Der elektrische Strom fliesst aus der Batterie 13 über die Sicherung 14, Kontakte 60, 61, Drücker 17, Anschlüsse 42 des Elektroventils 19 zu dem Gestell 62, weiters über die Anschlüsse 26 des Elektroventils 27 zu dem Gestell 28 und über die Kontakte 41 des Schalters 4 und die Anschlüsse 22 des elektrischen Ventils 23 zu dem Gestell 24.
Das Elektroventil 19 lässt Druckluft durch die Rohrleitung 69, 64 in das Verschlussventil 32 eintreten und öffnet es. Mittels einer Feder (nicht gezeichnet) wird dann die Stütze eingeschoben und verdrängt ds Öl durch die Rohrleitung 65 über das Drehgestell 10, weiters durch die Rohrleitung 44 und über das überströmventil 31
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PATENTANSPRÜCHE :
1.
Einrichtung zur Betätigung des Satteldrehgestells und der hydraulischen Stütze von Sattelanhängegarnituren, bestehend aus einem elektri- schen System, einem Druckluftsystem, verbunden mit einem Bremssystem, aus einem hydraulischen
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gekennzeichnet, dass die Einrichtung durch einen Betätigungshebel (1) und einen Drücker (17) derart gesteuert wird, dass der Hebel (1), dessen Welle in Lagern (2) geführt wird, beim Verschwenken in zwei Stellungen (T, IV-Il, sil) mittels eines Nockens (3) die Schalter (4, 5, 6) des aus einer Stromquelle (13), aus Schaltern (4, 5, 6, 49) aus einem Drücker (1 aus elektrisch
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Druckschalter (36)
bestehenden elektrischen Systems und mittels eines Vierkants ( , ; das Absperrorgan (9) der Luftleitung zum Sattelanhänger und bei. axialer Verschiebung in zwei Stellungen (I, II-III, IV) mittels der Bunde (7) über den doppelarmigen Hebel (38) den Sicherungshebel (40) des Drehgestells (10).
betätigt, wobei beim Umstellen des Betätigungshebels (1) zwischen den einzelnen Stellungen (1, Il, III, Il) der Reihe nach das Einbremsen des Sattelanhängers, das Ausschieben der Stütze (33) und das Freimachen des gesicherten Drehgestells (10) erfolgen und beim Rückstellen des Hebels (1) der Drücker (17) das Einschieben der Stütze (33) bewirkt.