AT206649B - Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen und Verfahren zur Herstellung solcher Mischungen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften - Google Patents

Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen und Verfahren zur Herstellung solcher Mischungen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften

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AT206649B
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polyvinyl chloride
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Andre Kepes
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Saint Gobain
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   Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen und Verfahren zur Herstellung solcher Mischungen mit verbesserten   mechanischenEigenschaften   
Die vorliegende Erfindung betrifft Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften und bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung dieser Produkte. 



   Es ist bekannt, dass geformte Gegenstände aus festem Polyvinylchlorid ein bemerkenswertes Wider-   standvermögen   gegen chemische Angriffe und Witterungseinflüsse haben, aber unter bestimmten Bedingungen eine gewisse   Stossanfälligkeit aufweisen,   namentlich bei tiefen Temperaturen oder wenn bei der Formgebung zu grosse innere Spannungen in den Gegenständen verblieben sind. 



   Zur Behebung dieser Nachteile schlägt die Erfindung vor, dem Polyvinylchlorid Polyamidharze einzuverleiben. Diese Harze können in der Wärme leicht in homogener Form in das Polyvinylchlorid eingearbeitet werden und verleihen diesem ausserordentlich verbesserte mechanische Eigenschaften, insbesondere in bezug auf die   Stossfestigkeit,   ohne dabei aber die Biegungstemperatur wesentlich herabzusetzen. 



  Voraussetzung für diese Verbesserung ist, dass die zugesetzten Harze einen Erweichungspunkt haben, der die übliche Verarbeitungstemperatur von   reinem Polyvinylchlorid,   etwa   180    C, nicht merklich übersteigt, wobei entsprechend niedrigere Erweichungstemperaturen zulässig sind. 



   Die gemäss der Erfindung verwendbaren Polyamide können   abgeleitet werden entweder von tü-Amino-   säuren, wie z. B. von   derll-Aminoundekansäure,   oder von Diaminen   und Dikarbonsäuren,   wie z. B. das   3-Methylhexamethylendiamin   und die Adipinsäure oder das Pentamethylendiamin und die Pimelinsäure. 



   Ferner kann man gemäss der Erfindung Interpolymerisate der Polyamide verwenden, bei welchen der Erweichungspunkt im Vergleich zu den entsprechenden einfachen Polyamiden meistens herabgesetzt ist. 



   Obwohl die Polyamide durch ihre Zusammensetzung zu Stoffklassen gehören, die von der des Polyvinylchlorids sehr weit abliegen, lässt sich das Vermischen mit Polyvinylchlorid in der Wärme durch Eintragen in Form eines Harzpulvers oder eines   Form- bzw. Presspulvers   und Einmischen auf einem Walzwerk ohne besondere Schwierigkeit mit der zum Einarbeiten von Weichmachern oder   Füllmitteln gebräuchli-   chen Arbeitsweise durchführen. 



   Es ist jedoch noch zu beachten, dass die Menge von Polyamiden, die man normalerweise in das Polyvinylchlorid einarbeiten kann, eine bestimmte Menge nicht überschreiten darf, die mit der Art der hinzugesetzten Harze variiert. Diese Menge muss immer unterhalb jener Menge liegen, bei der eine Unverträglichkeit der Komponenten in der Wärme auftritt oder auch schon eine Abscheidung der Komponenten in der Kälte erfolgen kann. Im übrigen ist es aus wirtschaftlichen Gründen, da die Polyamide im allgemeinen kostspielige Produkte sind, aber auch aus rein physikalischen Gründen vorzuziehen, in das Polyvinylchlorid nur beschränkte Mengen von Polyamiden einzuführen, zumal die angegebenen Mengen der Bestandteile in bestimmten Fällen schon optimale Eigenschaften der Mischungen ergeben können. 



   So soll   z. B.   die in die Mischung eingeführte Menge des von der 11-Aminoundekansäure abgeleiteten Polyamids   (Handelsname"RILSAN"20 Gew.-%,   bezogen auf das Gewicht der Mischung mit Polyvinylchlorid, praktisch nicht überschreiten. 



   Es versteht sich von selbst, dass ausser den erfindungsgemäss zugesetzten harzartigen Stoffen dem Poly- 

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 vinylchlorid auch thermische Stabilisiermittel, Schmiermittel, Färbemittel, Füllstoffe   zugeführt   werden können ; sogar Weichmacher können mit der Massgabe verwendet werden, dass durch deren Gegenwart keine Entmischung, d. i. keine Abtrennung der   Harzoestandteile   stattfindet sowie dann, wenn spezielle Warmefestigkeit nicht verlangt wird. 



   Ausführungsbeispiel :
Auf dem Walzenstuhl wird bei einer Temperatur von 175-1800C eine Mischung verarbeitet, die aus 90 Teilen Polyvinylchlorid und 10 Teilen des von derAminoundekansäure abgeleiteten Polyamides" RILSAN" besteht, wobei auf je 100 Teile der Mischung 3 Teile Bleistearat als thermischer Stabilisator und 0, 5 Teile eines Schmiermittels wie Kalziumstearat zugesetzt wurden. 



   Die Mischung kann leicht erhalten werden. Im Verlauf von 15 bis 20 Minuten erhält man eine homogene Masse, die man zu einem Blatt von 0, 4 bis 0, 5 mm Dicke auszieht. Dieses Blatt wird in Quadrate von 20 x 20 cm unterteilt, die aufeinandergelegt und bei 1800 C zu Platten von 3 mm Dicke gepresst werden. Von diesem Platten werden mit der Säge Probekörper mit für die thermischen und mechanischen Untersuchungen geeigneten Abmessungen abgetrennt. 



   Bei Torsionsversuchen nach Clash und Berg mit Standardprobekörpern zur Bestimmung der Abhängigkeit des Festigkeitsmoduls von der Temperatur hat sich gezeigt, dass die Biegungstemperatur, entsprechend einem Festigkeitsmodul von 31, 5   kg/mm2,   bei der erfindungsgemässen Mischung 750C gegen 770 C für reines Polyvinylchlorid beträgt, das unter denselben Bedingungen wie das beschriebene Gemisch stabilisiert worden war. 



   Die mit dem Gerät Dynstat IZOD zur Ermittlung der   Stossfestigkeit   durchgeführten Versuche haben bei 250 C an Probekörpern von 10 x 20 mm, deren nicht gefasster Teil um 13 mm vorragte, folgendes ergeben : Die Stossfestigkeit der Mischung beträgt 18   kg/cm2,   wobei   310/0     der Probekörper   einen freien Bruch zeigten, gegenüber 69% der Probekörper, bei denen der 3ruch an der Stossstelle auftritt, sie J. Lesavre Ind. des Plastiques Mod.   Nr. 7-10 (195n).   Die Stossfestigkeit von Vergleichskörpern aus reinem Polyvinylchlorid beträgt 12 kg/cm2, wobei   41%   der Probekörper grosse Brüchigkeit aufwiesen.

   Man sieht daraus, dass die   Stossfestigkeit   des Polyvinylchlorids durch   Einverleib'mg   von   10%   Polyamid um   500'in   erhöht wird, seine Biegungstemperatur sich dabei aber relativ nui um   2, 6% vermindert.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie in homogener Verteilung Polyamidharze enthalten, die höchstens einen etwa 1800 C nicht wesentlich überschreitenden Erweichungspunkt haben.

Claims (1)

  1. 2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein von ll-Aminoundekansäure abgeleitetes Polyamid, vorzugsweise in einer Menge bis 20use, bezogen auf das Gewicht der Mischung mit Polyvinylchlorid, enthält.
    3. Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchlorid enthaltenden Mischungen mit verbesserter. mechanischen Eigenschaften, nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Polyvinylchlorid in der Wärme Polyamidharze einverleibt, deren Erweichungspunkt im Höchstfalle die übliche Verarbeitungstemperatur von Polyvinylchlorid von etwa 1800 C nicht wesentlich überschreitet.
AT351058A 1957-05-16 1958-05-16 Polyvinylchlorid enthaltende Mischungen und Verfahren zur Herstellung solcher Mischungen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften AT206649B (de)

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