AT206491B - Verfahren zur Bildung der kristallinischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen - Google Patents

Verfahren zur Bildung der kristallinischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen

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AT206491B AT735157A AT735157A AT206491B AT 206491 B AT206491 B AT 206491B AT 735157 A AT735157 A AT 735157A AT 735157 A AT735157 A AT 735157A AT 206491 B AT206491 B AT 206491B
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  Verfahren zur Bildung der kristallinischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen 
Bekanntlich entsteht der photoelektrische Effekt in kristallischen Selen einer bestimmten, u. zw. hexagonalen Struktur. Aus diesem Grunde wird daher in der Regel die in passender Weise entweder durch Aufpressen oder Aufdampfen aufgetragene Selenschicht thermisch behandelt, um dadurch das Selen in jene Modifikation zu   überführen,   in welcher zuverlässig durch die Wirkung des auffallenden Lichtes ein elektrischer Potentialunterschied hervorgebracht wird. 



   Der thermische Kristallisationsverlauf ist wichtig. Der Prozess wird meist in zwei Phasen mit genauer Einhaltung der Temperatur und Wirkungsdauer durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass die Werte der Photoemissionsströme direkt von den Bedingungen der thermischen Behandlung abhängen und dass selbst geringfügige Abweichungen die Güte der zu erzeugenden Photozellen beeinträchtigen. Diese Empfindlichkeit der thermischen Behandlung bewirkt eine bedeutende Ungleichmässigkeit der Erzeugnisse und grossen Ausschuss in der Erzeugung. Bekanntlich beeinflusst jedoch auch eine Reihe von Stoffen den Kristallisationsvorgang, einerseits durch künstliche Ausbildung von Kristallisierkernen, welche das Anwachsen der Kristalle fördern, oder anderseits durch katalytische Wirkung.

   Es wurde nun gefunden, dass auf diese Weise auch der Kristallisationsvorgang in der Selenschicht von Photozellen so beeinflusst werden kann, dass im Endergebnis die Photoemission günstiger liegt. 



   Die vorliegende Erfindung beruht also im wesentlichen darin, dass auf die mit Selen bedeckten Platten mit bestimmten Stoffen eingewirkt wird, welche die Entstehung einer geeigneten kristallischen Modifikation hervorrufen oder unterstützen, derart, dass die ganze Schicht gleichmässig und maximal auskristallisiert. Es ist klar, dass die Kristallisation von der Einwirkungsdauer des Mittels abhängig ist. 



  Demgemäss ist erfindungsgemäss ein Verfahren zur Bildung der kristallischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen dadurch gekennzeichnet, dass die auf eine Grundplatte aufgetragene Schicht des amorphen oder teilweise thermisch behandelten Selens in Pyridin während einer Dauer von 30 Minuten bis 24 Stunden oder in einer Hydrochinonlösung in Alkohol während einer Dauer von 15 Minuten bis 12 Stunden oder in Anilin während einer Dauer von 15 Minuten bis 24 Stunden getaucht oder damit benetzt wird, worauf der restliche Wirkstoff oder seine Lösung mit destilliertem Wasser oder mit dem benützten Lösungsmittel abgespült wird. 



   Für die vorstehend angeführten Behandlungsmittel gelten beispielsweise folgende Regeln :
1) Die Photozelle wird in Pyridin getaucht oder mit demselben benetzt während einer Dauer von 30 Minuten bis 24 Stunden, worauf sie mit destilliertem Wasser und Alkohol abgespült wird. Sodann wird an der Luft getrocknet. 



   2) Der gleiche Vorgang lässt sich während einer Dauer von 15 Minuten bis 12 Stunden mit einer 0,   01-0, 27eigen   Hydrochinonlösung in Alkohol mit nachträglicher   Abspülung   mit Alkohol ausführen. 



   3) Die Photozelle wird während einer Dauer von 15 Minuten bis 6 Stunden in Anilin getaucht, sodann mit Alkohol abgespült. 



   Nach dieser Einwirkung, welche die thermische Behandlung vollkommen oder teilweise ersetzt, wird die Photozelle weiter behandelt, d. i. durch Ausbildung einer passenden Sperrschichte,   z. B.   durch Auftragen von Kadmium mittels kathodischer Bestäubung und Erstellung der lichtdurchlässigen Elektrode,   z. B.   aus Gold, fertiggestellt. Das Verfahren lässt sich auch für photoempfindliche Selenwiderstände anwenden. 

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   Die auf die vorstehend beschriebene Weise bearbeiteten Photozellen ergeben.   : m 50%   grössere Photoströme als Photozellen ohne chemische Behandlung und ausserdem ist die Produktion gleichmässiger.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Bildung der kristallischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf eine Grundplatte aufgetragene Schicht des amorphen oder teilweise thermisch behandelten Selens in Pyridin während einer Dauer von 30 Minuten bis 24 Stunden oder in einer Hydrochinonlösung in Alkohol während einer Dauer von 15 Minuten bis 12 Stunden oder in Anilin während einer Dauer von 15 Minuten bis 24 Stunden getaucht oder damit benetzt wird, worauf der restliche Wirkstoff oder seine Lösung mit destilliertem Wasser oder mit dem benützten Lösurgsmittel abgespült wird.
AT735157A 1956-11-14 1957-11-13 Verfahren zur Bildung der kristallinischen Selenschicht bei der Herstellung von Photozellen AT206491B (de)

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