AT206273B - Verfahren zur Verleimung von Fasern - Google Patents

Verfahren zur Verleimung von Fasern

Info

Publication number
AT206273B
AT206273B AT541258A AT541258A AT206273B AT 206273 B AT206273 B AT 206273B AT 541258 A AT541258 A AT 541258A AT 541258 A AT541258 A AT 541258A AT 206273 B AT206273 B AT 206273B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
water
resins
weight
parts
Prior art date
Application number
AT541258A
Other languages
English (en)
Inventor
Curt Walther Dr Leupold
Kurt Dr Sponsel
Rolf Dr Mohr
Original Assignee
Schickedanz Ver Papierwerk
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schickedanz Ver Papierwerk filed Critical Schickedanz Ver Papierwerk
Application granted granted Critical
Publication of AT206273B publication Critical patent/AT206273B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verleimung von Fasern 
Es ist bekannt, dass Di- oder Polyepoxyharze bei geeignetem PH-Wert eine feste, hornige, sperrige Verbindung mit Faserstoff-, Zellwoll- oder Kunstseidefasern, die wasserabweisend aber weitgehend   wasser- und chemikalienfest   ist, ergeben. Als solche sind geeignet die Di-oder Polyäthoxylinharze, gewonnen aus Polyestern, z. B. Adipinsäure-Polyglykolesterharzen, Fumarsäuresorbitesterharzen, Polyurethanharzen, die mit Allylglycidyläthern umgesetzt sind und mehrere freie Epoxygruppen im Molekül enthalten. 



   Es wurde auch schon zur Herstellung von geleimten Papieren aus Papierstoffen vorgeschlagen, dass man als Leimmittel Epichlorhydrin-Kondensationsprodukte verwendet, die aliphatische Amine mit mindestens 16 Kohlenstoff-Atomen enthalten. Diese Arbeitsweise ergibt aber wasserabweisende Erzeugnisse, weil ein Gehalt an Kohlenwasserstoffketten mit so hohem C-Gehalt zu hydrophoben Verleimungen führt, also die Papiere wasserabweisend macht. Das ist aber im Rahmen vorliegender Erfindung unerwünscht. 



   Die Klebemittel müssen von sich aus so beschaffen sein, dass sie sich mit den Fasern gut verbinden und auf diesen haften. Diese Eigenschaft wird als faserstoffaffin bezeichnet. Sie wird durch Einkondensieren von Aminen, Iminen oder andern geeigneten Gruppen erreicht. Es war nun überraschend und in keiner Weise vorauszusehen, dass eine Mischung dieser genannten Harze mit Dimethylolharnstoff, wasserlöslichen Harnstoff-Formaldehydharzen, also Verbindungen, die ebenfalls schon allein zur Leimung von Fasern oder Fasergebilden verwendet werden, dann aber wasserabweisende, brüchige Verleimungen ergeben, zu wasserbenetzbaren,   wasser- und chemikalienfesten,   weich-elastischen Verleimungen führt. 



   Diesem neuen Verfahren kommt eine grosse technische Bedeutung zu, da durch die Faserstoffaffinität der Mischungen aus   Di- oder   Polyäthoxylinharzen und Dimethylolharnstoff, Melamin- oder HarnstoffFormaldehydharzen mit geringen Mengen und in grosser wässeriger Verdünnung gearbeitet werden kann und eine elastische   wasser- und chemikalienfeste   Verleimung erzeugt wird. Nach Bedarf und Zweckmässigkeit können Füllstoffe, wie z. B. Kaolin, Bentonit, Illit, oder Farbstoffe, wie   z. B.   Titandioxyd, und/oder Verdickungsmittel, wie z. B. Methylcellulose oder   Stärke äther,   zugesetzt werden. Diese obengenannten Mischungen sind geeignet zur Herstellung wasser-und chemikalienfester Papiere und Zellstoffoder   Zellwoll-bzw.

   Kunstseidenfaservliesen   u. dgl., plastischer Massen, Kunststoffhalbzeuge, wie Rohre, Stäbe, Platten und Gusskörper. 
 EMI1.1 
    l :0. 6 Gew.-Teile   eines wasserlöslichen   Diepoxvharzes.   gewonnen aus : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 50 <SEP> Gew.-Teilen <SEP> eines <SEP> Polyurethans, <SEP> also <SEP> eines'Polyesters <SEP> aus <SEP> 3 <SEP> Mol <SEP> Triol <SEP> (= <SEP> Glycerin, <SEP> Hexantriol <SEP> u. <SEP> dgl.),
<tb> 26 <SEP> Teilen <SEP> Cyanurchlorid.
<tb> 



  18 <SEP> Teilen <SEP> Sorbit <SEP> und
<tb> 5 <SEP> Teilen <SEP> Epichlorhydrin <SEP> oder <SEP> 6 <SEP> Teilen <SEP> Allylglycidyläther <SEP> sowie
<tb> 
   0, 2 Gew.-Teile   eines niedrig polymeren Melaminharzes   aufgeschlagen und über eine normale Papiermaschine ein wasserfestes Papier in einem Arbeitsgang gewonnen. Die Reisslänge beträgt zirka 6 Rkm.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 2 : Auf ein Faservlies, das aus Zellwollstapelfasern besteht, die durch Kardierung gewonnen werden, und ein Quadratmetergewicht von zirka 20   g/nr'besitzt, wird eine Schaumlösung   mit einem PH von 7, 6 bis 8   aufgerackelt.   die aus 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 1 <SEP> Gew.-Teil <SEP> Methylcellulose, <SEP> 
<tb> 1 <SEP> Gew.-Teil <SEP> eines <SEP> Triäthoxylinpolyesterharzes
<tb> aus
<tb> 9 <SEP> Mol <SEP> Buten-2-diol-l, <SEP> 4, <SEP> 
<tb> 9 <SEP> Mol <SEP> Fumarsäure,
<tb> 1 <SEP> Mol <SEP> Triäthanolamin,
<tb> 3 <SEP> Mol <SEP> Epichlorhydrin,
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> Gew.-Teil <SEP> Dimethylolharnstoff <SEP> und
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> Gew.-Teil <SEP> eines <SEP> Polyglykoläthers <SEP> zur <SEP> Schaumerzeugung
<tb> 
 besteht.

   Nach der Trocknung folgt eine Auskondensation durch kurzfristige Erwärmung auf   1300.   was durch Heisskalandrieren innerhalb von 3 Sekunden erfolgen kann. 



   Das gewonnene Faservlies ist leicht benetzbar, besitzt etwa 1, 2 Rkm Reisslänge im trockenen Zustand und zeigt auch nach 24 ständiger Wasserlagerung etwa die gleiche Nassfestigkeit. Durch   10stilndiges   Kochen in 2%iger Natronlauge oder 2stündiges Kochen in   10'yoiger   Ameisensäure verliert dieses nicht seine Festigkeit. 



   Beispiel 3 : In einem Filterstutzen mit 3000   Gew.-Teilen   Wasser weisen 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 1000 <SEP> Gew.-Teile <SEP> Kaolin <SEP> gegeben <SEP> und <SEP> umgerührt.
<tb> 



  Hiezu <SEP> werden
<tb> 40 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Kondensationsproduktes <SEP> aus
<tb> 9 <SEP> Mol <SEP> Äthylenimin,
<tb> 18 <SEP> Mol <SEP> Maleinsäureanhydrid <SEP> und
<tb> 10 <SEP> Mol <SEP> Sorbit, <SEP> das <SEP> anschliessend <SEP> mit
<tb> 5 <SEP> Mol <SEP> Allylglycidyläther <SEP> umgesetzt <SEP> wird, <SEP> und <SEP> dann
<tb> 20 <SEP> Gew.-Teile <SEP> Harnstoffharzleim <SEP> gegeben.
<tb> 
 
 EMI2.3 
 und an der Luft erhärten gelassen. Nach 3wöchiger Lagerung ist   z. B.   ein wasserfester Wegwerfteller entstanden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Verbindung von Fasern aus Zellstoff, Zellwolle und Kunstseide, wobei wasserbenetzbare, wasser- und chemikalienfeste, weich-elastische Fasergebilde entstehen, dadurch gekennzeichnet, dass auf Faservlies oder Einzelfasern Gemische aus faserstoffaffinen Di-oder Polyäthoxylinharzen einerseits und Dimethylolharnstoff, Harnstoff-Formaldehydharzen, Melaminharzen, Guanidin-Abkömmlingen oder Polyaminen anderseits in wässeriger Lösung oder Dispersion bei geeignetem pH-Wert in an sich bekannter Weise aufgetragen werden, und das gesamte Gebilde, gegebenenfalls unter Zusatz von Ver- dickungsmitteln. Farb- und Füllstoffen und weiteren Hilfsmitteln, unter gleichzeitiger Auskondensierung der Kunstharze bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur getrocknet wird.
AT541258A 1957-11-02 1958-07-31 Verfahren zur Verleimung von Fasern AT206273B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE206273X 1957-11-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT206273B true AT206273B (de) 1959-11-25

Family

ID=5791584

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT541258A AT206273B (de) 1957-11-02 1958-07-31 Verfahren zur Verleimung von Fasern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT206273B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1595791A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines kationischen,waermehaertenden Harzes
DE2400058A1 (de) Verfahren zum leimen von papier
DE2250995A1 (de) Leimstoffgemische und ihre verwendung
AT206273B (de) Verfahren zur Verleimung von Fasern
DE908793C (de) Verfahren zur Herstellung von waesserigen Kunststoffdispersionen
DE753862C (de) Verfahren zum Appretieren von Geweben aus Cellulose- oder Cellulosehydratfasern
EP0000780B2 (de) Verwendung einer wässrigen Lösung eines schwefligsauren Salzes von primären, sekundären oder tertiären aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkanolaminen bzw. des Morpholins als latenter Härter für Aminoplastharze
EP0037055B1 (de) Hydrophobierungsmittel für cellulosehaltige Flächengebilde, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE969446C (de) Wasserhaltige Zellulosefasern enthaltendes Klebe- und Bindemittel auf der Basis von waessrigen Kunstharzdispersionen oder -loesungen
DE1155666B (de) Verfahren zur Herstellung von saugfaehigen und wasserbestaendigen Flaechengebilden aus Cellulosefasern
DE1222363B (de) Verfahren zur Herstellung von mindestens teilweise aus Chemiefasern bestehenden Papieren
DE1771243B2 (de) Verfahren zum Leimen von Papierer Zeugnissen in der Masse und durch Ober flachenbehandlung
DE725633C (de) Verfahren zum Leimen von Papier
DE2241158A1 (de) Nassverfestigungsmittel
DE911436C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE831505C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Papier und aehnlichen aus Faserstoffen bestehenden Produkten
AT241966B (de) Verfahren zur Herstellung eines in Wasser zerfallenden Papieres
AT232367B (de) Verfahren zur Herstellung eines mindestens teilweise aus Chemiefasern bestehenden Papiers
DE744850C (de) Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtenmaterial
DE878086C (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Leimen
DE1720268A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Traenkharzen fuer Traegerstoffe
DE1546323A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Zellulosematerial von verbesserter Nassfestigkeit
AT227958B (de) Verfahren zur Herstellung von Schichtpreßstoffen
DE857335C (de) Verfahren zur Verbesserung von Textilien
DE1495351A1 (de) Verfahren zur Herstellung rasch haertender Aminoplastharze