AT206116B - Kosmetische Präparate, insbesondere Haarwaschmittel - Google Patents

Kosmetische Präparate, insbesondere Haarwaschmittel

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kosmetische Präparate, insbesondere Haarwaschmittel 
Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische Präparate, insbesondere gut schäumende, klebeeffektfreie und gut hautverträgliche Haarwaschmittel. die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie kationaktive, amidgruppenhaltige Umsetzungsprodukte aus Harnstoff und Acylierungsprodukten, die sich von 1 Mol eines aliphatischen Polyamins und mindestens 1 Mol einer aliphatischen höhermolekularen Carbonsäure ableiten, wobei die genannten Acylierungsprodukte vorzugsweise Oxyalkylgruppen enthalten, oder deren Salze, gegebenenfalls neben inerten Verdünnungsmitteln, Trägersubstanzen und andern in kosmetischen Präparaten üblichen Zusätzen, enthalten. 



   Die Herstellung der erfindungsgemässen Haarwaschmittel oder anderer kosmetischer Präparate erfolgt durch einfache Vermischung und Lösen der Komponenten ; es kans hiebei ein einzelner Vertreter einer Verbindungsklasse benützt werden, oder es können Mischungen von zwei oder mehr Verbindungen einer Klasse herangezogen werden. Ferner können auch noch Zusätze an weiteren für Haarwaschmittel gebräuchlichen Verbindungen, wie Parfum, Farbstoffe, Blondiermittel, Verdickungsmittel, gemacht werden. Vorteilhaft werden den erfindungsgemässen Präparaten wasserlösliche, nichtionogene Verbindungen, abgeleitet von einer Merkaptoverbindung mit einem nichtaromatischen Rest von mindestens 10 Kohlenstoffatomen, zugesetzt.

   Solche nichtionogenen wasserlöslichen aliphatischen Merkaptanderivate können sich beispielsweise von Dodecyl-,   Hexadecyl- oder Octadecylmerkaptan   ableiten. Zweckmässig werden   Alkylenoxydkondensationsprodukte,   insbesondere Äthylenoxydkondensationsprodukte benützt. Ein besonders geeignetes Produkt ist die aus tert. Dodecylmerkaptan und Äthylenoxyd erhältliche Verbindung, deren Trübungspunkt in einer 0,115 % igen Lösung bei etwa 690 liegt. 



   Ferner können Fettsäurealkanolamide, z. B. Kokosfettsäureoxyäthylamid, mitverwendet werden. Die neuen Mittel können in fester, pastenförmiger oder flüssiger Form hergestellt werden. Ihre Anwendung erfolgt in an sich bekannter Weise bei der Haarbehandlung. 



   Es ist an sich bekannt, dass kationaktive Verbindungen in Haarwaschmitteln vor den anionaktiven Waschmitteln im allgemeinen den Vorteil haben, dass sie das Haar in seinen Eigenschaften günstig beeinflussen. Die Griffigkeit, Weichheit, Auskämmbarkeit des Haares wird wesentlich verbessert ; das Haar bekommt einen schönen Glanz, und geschwächtes und angegriffenes Haar wird so gefestigt, dass es sich leichter weiter bearbeiten lässt.

   Neben diesen Vorteilen weisen die bisher für diesen Zweck verwendeten kationaktiven Verbindungen gegenüber den anionaktiven Produkten aber den Nachteil auf, dass ihre Lösungen entweder zu wenig schäumen, oder dass beim Spülen mit Wasser nach dem Waschen von Haar mit Shampoo-Lösungen, die kation-kapillaraktive Verbindungen enthalten, salbenartige, wasserunlösliche Niederschläge auftreten, die das Haar, besonders langes Frauenhaar, vollkommen verpappen oder verkleben. Das Auftreten dieses Klebeeffektes ("Poissage") scheint im Zusammenhang mit den anionaktiven Bestandteilen des menschlichen Haarschmutzes zu stehen. 



   Überraschenderweise hat es sich nun gezeigt, dass die neuen Harnstoffumsetzungsprodukte diese den bekannten kationaktiven Verbindungen anhaftenden Nachteile nicht aufweisen. Ausser durch ihr ausgezeichnetes Schaumvermögen und durch das Fehlen oder mindestens nur geringe Ausmass des lästigen Klebeeffektes beim Waschen von menschlichen Haaren zeichnen sich die neuen Produkte ausserdem durch ihre gute Hautverträglichkeit aus. 



   Die erfindungsgemäss anzuwendenden Harnstoffderivate besitzen die mutmassliche Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 worin R einen höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, insbesondere den Kohlenwasserstoffrest einer Fettsäure, welcher   11 - 17   Kohlenstoffatome enthält,   R,R,R   und R4 ein Wasserstoffatom oder einen niedermolekularen aliphatischen Rest, insbesondere einen Oxyalkylrest mit   2 - 3   Kohlenstoffatomen bedeuten, R für ein Wasserstoffatom oder einen Rest der Formel 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 rutBeispiel 3 :

   9 g des unten beschriebenen Reaktionsproduktes, 6 g   SO'     ? oige   Milchsäure, 10 g eines   wasserlöslichen Umsetzungsproduktes aus l Mcl tert.-Dodecylmerkaptan   mit   8 - 12   Mol Äthylenoxyd und 75 g Wasser werden unter leichtem Erwärmen miteinander   Mi   einer klaren Lösung vermischt. 



   Beim Waschen mit 2,7 cm3 dieser Lösung von 10 g homogen verschmutzter Rohwolle, die mit 30g Wasser angenetzt wurde, wird nach zweimaliger Waschung nur eine mässige Reinigung bei nur mässiger Schaumentwicklung erzielt. Menschliches Haar dagegen wird   mit einer üblichen Menge, z. B. 2 mal   5 cm3 der Lösung sehr gut sauber gewaschen, u. zw. diesmal unter starker Schaumbildung. Dieser ist feinblasig und sehr gut stabil. Ausserdem ist die Bildung eines sogenannten Klebeeffektes, ein Verpappen des Haares beim Spülen mit Wasser in der üblichen Nachwäsche nicht zu beobachten. Das Ausbleiben des Klebeeffektes kann auch in vitro mit Haar gezeigt werden, welches mit einer gewissen Menge, z. B. 3 oder 10 % Ölsäure künstlich verschmutzt wurde.

   Die Stärke der Verklebewirkung einer kationaktiven Substanz kann dadurch festgestellt werden, indem man zählt, wie oft mit einer bestimmten, die kationaktive Substanz enthaltenden Shampoomenge   (z.B. 5cm3)   das mit   3%   bzw.   10% Ölsäure ver-   schmutzte Haar (z. B. 18 g) gewaschen und   gespült werden muss, bis die Haarprobe weder verklebt ist   noch nach Ölsäure riecht. 



   Das oben benützte Umsetzungsprodukt kann wie folgt hergestellt werden :   220 g (1 Moí)   Kokosfettsäure werden mit 192 g   (1   Mol) N,   N'-Dioxyäthyl-diäthylentriamin   in siedendem Xylol in Gegenwart von   1 ja Toluolsulfonsäure   (bezogen auf Fettsäure) kondensiert. Man erhält nach Abdestillieren des Xylols ein Öl, das in verdünnter Essigsäure klar löslich ist. 



   394 g (ungefähr 1 Mol) des erhaltenen Acylierungsproduktes, dem man die Formel 
 EMI3.1 
 zuordnen kann, werden mit 75 g (1, 25 Mol) Harnstoff vermischt und unter Rühren während 15 Stunden auf 1500 erwärmt. Hiebei können aus der Reaktionsschmelze unter Einleitung von Stickstoffgas etwas mehr als 1 Mol Ammoniak mit einer Schwefelsäurevorlage abgefangen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Kosmetische Präparate, insbesondere gut schäumende, klebeeffektfreie und gut hautverträgliche Haarwaschmittel, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie kationaktive, amidgruppenhaltige Umsetzungsprodukte aus Harnstoff und Acylierungsprodukten, die aus 1 Mol eines aliphatischen Polyamins und mindestens 1 Mol einer aliphatischen höhermolekularen Carbonsäure entstehen, wobei die genannten Acylierungsprodukte vorzugsweise Oxyalkylgruppen enthalten, oder deren Salze und die die mutmassliche Formel besitzen EMI3.2 worin R einen höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, insbesondere den Kohlenwasserstoff- rest einer Fettsäure, welcher 11 - 17 Kohlenstoffatome enthält, R, R, R und R4 ein Wasserstoffatom oder einen niedermolekularen aliphatischen Rest, insbesondere einen Oxyalkylrest mit 2 - 3 Kohlenstoff- atomen bedeuten,
    R für ein Wasserstoffatom oder einen Rest der Formel <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 EMI4.2
AT423558A 1957-01-11 1958-01-09 Kosmetische Präparate, insbesondere Haarwaschmittel AT206116B (de)

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