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Gewinde schneidvorrichtung
Beim Gewindeschneiden auf der Drehbank, ist es von Vorteil, nach jeweils erfolgter Beendigung des Arbeitsganges, den Kreuzsupport in seiner eingestellten Lage zu belassen, um ihn dann entsprechend der gewünschten Spanstärke zustellen zu können. Das heisst also, den Support nicht immer vom Werkstück
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Irrtümer mit sich bringen.
Von einer Gewindeschneidvorrichtung wird verlangt :
1. dass man nicht nur Aussen- sondern auch Innengewinde schneiden kann,
2. dass der Drehstahl beim Aussengewindeschneiden, der entsprechenden Steigungsschräge des zu schneidenden Gewindes gemäss, leicht eingestellt werden kann und dass trotz der leichten Beweglichkeit der einzelnen Teile, keinerlei Spiel entsteht, wodurch eine genaue und saubere Arbeit unmöglich werden würde und dass
3. der Drehstahl schnell und leicht an das Werkstück herangebracht und wieder weggezogen werden kann.
Der erfindungsgemässe Messerhalter ist nun so ausgebildet, dass er allen obigen Anforderungen entspricht. In den Figuren ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
Fig. 1 und 2 stellen die Vorrichtung im Auf-und Seitenriss dar. Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie ICI-EX der Fig. 2 und Fig. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der Fig. 1.
In Fig. 4 ist eine Messerspindel für das Schneiden von Innengewinden abgebildet, Fig. 6 stellt eine Draufsicht zu Fig. 4 dar.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einem, an sich bekannten prismatischem Stahlgehäu-
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mal eingestellten Lage gebracht werden kann. Die Schnecke 5 ist als Büchse ausgeführt, die an ihrem Kopf 6 (Fig. l) eine kleine Handkurbel 7 trägt, mittels der man sie nach rechts oder nach links drehen kann.
Sie ist leicht drehbar auf einem Stift 8 (Fig. 1, 2,3, 5) gelagert, der im Gehäuse 1 festsitzt und mittels Schraube 9 gesichert ist. Während sich die Schnecke 5 einerseits gegen das Gehäuse 1 abstützt, wird sie anderseits mittels Kopfschraube 10 (Fig. 1), gegen ein Herausdrehen gesichert : sie kann sich also nur an Ort und Stelle drehen. Eine Drehung der Kurbel 7 bewirkt über die Mutter 4 eine Längsverschiebung der Messerspindel 2 nach vor-oder rückwärts, die begrenzt ist, einerseits durch den als Werkzeugträger ausgebildeten Kopf der Messerspindel 2 (bzw. 19 der Fig. 4) und anderseits durch Anschlag des vor der Mutter 4 angebrachten Klemmstückes 11 (Fig. 3), das auf : lem angesetzten Teil 12 (Fig. 4) der Messerspindel 2 bzw.
19 mittels der Klemmschraube 13 (Fig. 2,3) festgezogen wird. Dieses Klemmstück 11 ist mit seinem zy- lindrischen Teil 14 (Fig. 3) verschiebbar in Eingriff mit einem Führungszapfen 15 (Fig. 1, 3), der achspa-
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Durch diese Art Parallelführung ist es möglich den Messerspindelschaft glatt zylindrisch auszuführen unter Vermeidung jeglicher Keile oder Nuten, die nach kurzer Benützungsdauer Spiel bekommen und dadurch die Brauchbarkeit des ganzen Werkzeuges schwer beeinträchtigen würden.
Gleichzeitig ist es aber durch diese Bauart möglich, dem bei diesem Halter verwendeten kreisförmigen Gewindestahl 16 (Fig. l, 2) durch Lösen der Klemmschraube 13 (Fig. 2, 3) und Verdrehen der Messerspindel nach rechts oder links (je nach dem zu schneidenden Rechts- oder Linksgewinde, jene Steigungsschräge zu geben, die dem zu schneidenden Gewinde gerade entspricht und die notwendig ist, um ein sonstiges
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2) wird mittels Konusschraube mit Linksgewinde 17 (Fig. 1, 2) in der dazu vorgesehenen Bohrung 18 (Fig. l, 2) der "Messerspindel 2 befestigt.
Um nun mit demselben Halter auch Innengewinde schneiden zu können, ist die Messerspindel 2 austauschbar mit der in der Fig. 4 abgebildeten Messerspindel 19, die lediglich einen anders ausgebildeten Kopf besitzt, der eine Aufnah-
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Schneiden von Innengewinden infolge des weiter herausragenden Drehmessers weit höhere Verdrehungsbelastungen auftreten, würde die Klemme 11 (Fig.1, 2,3) allein nicht sicher genug ausreichen, um eine unliebsame Verdrehung während der Arbeit zu verhindern. Zur Sicherung besitzt deshalb die Messerspindel für Innengewinde noch zusätzlich eine zweite Parallelführung in Form eines vorn am Messerkopf fix angebrachten Stahlbolzens 23 (Fig. 4), welcher jeweils in eine der vier Bohrungen 24 des Gehäuses 1 (Fig. 1, 2) gleitend eingreifen kann.
Es sind deshalb vier Bohrungen 24 vorgesehen, um den Halter, sowohl beim Aussen-wie auch beim Innengewindeschneiden in 4 verschiedenen Stellungen benützen zu können. Die exzen- trisch angeordnete Bohrung für die Messerspindel ergibt, dass bei jeder Benützung eine der 4 Längsseiten desGehäuses 1 alsAuflage dient, die Drehstahlschneide dadurch entweder höher oder tiefer zu liegen kommt. Da auch
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Aufnahmebohrungen 18 und 20selseitiges Einsetzen dieser, oei gleichzeitiger Verdrehung der Messersplcdei um 180ù noch weitere 4 (zusammen also 8) Möglichkeiten, die Schneidkantenhöhe der Werkzeuge zu verändern, wodurch das lästige Unterlegen nit vielen Unterlagsplättchen wegfällt.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Gewindeschneidvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass in einer exzentrischen Bohrung eines prismatischen Gehäuses (1) eine Messerspindel (2) verschiebbar ist, die an ihrem rückwärtigen Ende eine Mutter (4) mit Steilgewinde trägt, welche in eine parallel zur Messerspindel im Gehäuse gelagerte und verdrehbare Gewindespindel (5) eingreift.