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Operationsleuchte
Es ist bekannt, Operationsleuchten an einem Gelenkarm aufzuhängen, so dass beliebige Stellen des Operationstisches beleuchtet werden können. Die bekannten Lampen dieser Art haben den Nachteil, dass nicht von jeder Stelle der Leuchte jede beliebige andere Stelle durch eine geradlinige Bewegung erreicht werden kann. Wenn nämlich die Leuchte nach einem Punkt gebracht werden soll, bei dem die geradlinige Bewegung durch den Deckendrehpunkt führt, muss man zunächst die Lampe etwas seitlich bewegen, um diesen toten Punkt zu vermeiden.
Dieser Nachteil wird durch die erfindungsgemässe Konstruktion vermieden. Die Erfindung betrifft solche Operationsleuchten, bei denen das Leuchtengehäuse an der Decke mittels eines Dreharmes schwenkbar befestigt ist. Die Erfindung wird darin gesehen, dass zwischen Leuchtengehäuse und Deckendrehpunkt zwei waagrechte oder leicht geneigte Gelenkarme angebracht sind, die durch drei Gelenke mit senkrechter Drehachse miteinander bzw. mit dem Deckendrehpunkt bzw. mit dem Leuchtenkörper verbunden sind. Durch die Anbringung des zweiten Gelenkarmes wird bewirkt, dass von jedem Punkt über dem Operationsfeld jeder beliebige andere in geradliniger Bewegung des Leuchtengehäuses erreicht werden kann.
Um sicherzustellen, dass kein Totpunkt, bei dem also alle beweglichen Teile in einer Richtung liegen, erreicht werden kann, ist gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Gelenk zwischen den beiden oben genannten Gelenkarmen derart mit Anschlägen versehen ist, dass die beiden Gelenkarme maximal einen Winkel von 1200 bilden können.
Um eine ausreichende Bewegungsmöglichkeit des Leuchtengehäuses zu erreichen, müssen die beiden Gelenkarme hinreichend lang gewählt werden. Bei der oben genannten Beschränkung des Winkels zwischen den beiden Gelenkarmen wird der grösste Hub etwa das 3,5-fache der gleich lang bemessenen Ge- lenkarme betragen.
In den Figuren ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. in Fig. 1 in einer Seitenansicht, in der Fig. 2 in. der Aufsicht und in Fig. 3 das Leuchtengehäuse allein.
An der Decke 1 ist ein Drehgelenk 2 mit der Achse AA angebracht. Um diese Achse drehbar ist der erste Gelenkarm 3 angebracht, der an seinem Ende das zweite Gelenk 4 mit der gleichfalls senkrechten Achse BB besitzt. Daran schliesst sich der zweite Gelenkarm 5 an, an dessen Ende wiederum das dritte Gelenk 6 sich mit der senkrechten Achse CC befindet.
Das Leuchtengehäuse 7 hat eine flache dosenförmige Gestalt, an dessen Unterseite 6 auf einem Kreis angeordnete Einzelscheinwerfer 14 angebracht sind. Ein siebenter Scheinwerfer 15 befindet sich in der Mitte. Das Leuchtengehäuse 7 ist zwischen die Arme 8 einer Gabel um eine waagrechte Achse EE schwenkbar gelagert. Die Verlängerung der Gabelachse ist in der Hülse 9 drehbar gelagert, u. zw. kann. die Bewegung um diese Achse mittels des Handgriffes 10 herbeigeführt werden. Durch die Schwenkachse EE, die durch die Enden der Gabelarme 8 geht, kann in Verbindung mit der Schwenkung um die Achse DD dem Leuchtenkörper 7 jede beliebige schräge Stellung gegeben werden.
Um die Leuchte in der Höhe verstellen zu können, ist das Gelenk 11 mit gleichfalls waagrechter Achse angebracht. Durch Anfassen an den Handgriffen 10 und einem weiteren Handgriff 12 wird die Höhe eingestellt.
Zwischen den Gelenken 6 und 11 ist der Ausleger 13 angebracht, der die Aufgabe hat, das Gelenk 11 so weit von der Achse CC zu entfernen-u. zw. auf die andere Seite wie das Leuchtengehäuse 7 -, dass
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zum Heben des Leuchtengehäuses nur ein verhältnismässig kleiner Drehwinkel der Gabelachse erforderlich ist. In dem Ausleger 13 ist eine Feder untergebracht, die das Drehmoment des Leuchtengehäuses kompensiert. Diese Feder wirkt auf eine nicht dargestellte Verlängerung des Teiles 9.
Die Wirkungsweise der beiden Gelenkarme 3 und 5 geht aus Fig. 2 hervor. Mit aucgezogenen Linien ist eine mittlere Stellung I des Leuchtengehäuses dargestellt, bei der die beiden Gelenkarme etwa einen Winkel von 600 bilden. In der Stellung II, die in gestrichelten Linien gezeichnet ist, haben sich die Gelenkarme bis auf etwa 120 geöffnet. Das Leuchtengehäuse befindet sich nunmehr in einer der beiden Endlagen. In der Stellung III, die gleichfalls in gestrichelten Linien dargestellt ist, bilden die beiden Gelenkarme 3 und 5 nur einen kleinen Winkel. Selbstverständlich kann das Leuchtengehäuse auch über diese Stellung hinaus bewegt werden, so dass sich dann der Gelenkarm 5 links von dem Gelenkarm 3 befindet. Bei dem gewählten Beispiel ist in der Stellung I die Mitte des Leuchtengehäuses genau unter dem
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tisches gebracht werden kann.
Wenn der Deckendrehpunkt 2 über dem unteren Teil des Operationstisches angeordnet ist, reicht der Hub jedoch auch a. ds. um das Leuchtengehäuse von der einen Seite so weit von dem Operationstisch zu entfernen, dass bei einer ausreichenden tieferen Lage auch gynäkologische Operationen möglich sind.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Konstruktion besteht darin, dass die Bedienungshandgrifie in der Nähe des Gelenkes 11 angebracht sind, so dass die Bedienenden überhaupt nicht in den sterilen Bereich zu langen brauchen. Dadurch, dass bei der erfindungsgemässen Konstruktion jeder Punkt durch eine parallele Verschiebung des Leuchtengehäuses erreicht werden kann, kann der Bedienende auch an seinem Platz stehen bleiben, weil eine seitliche Bewegung des Leuchtengehäuses entfallen kann. Dieser Vorteil wird dadurch unterstützt, wenn die Bewegung des Leuchtengehäuses 7 um die waagrechte, durch die Enden der Gabelarme 8 gehende Achse EE mit Hilfe von Seilen oder Kardangelenken erfolgt, die in den hohlen Gabelarmen 8 verlegt sind.
Dabeikönnen diese Verstellungen beispielsweise durch eine axiale Drehung des Handgriffes 10 bewirkt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Operationsleuchte mit an der Decke mittels Dreharmes schwenkbar befestigtem Leuchtengehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Leuchtengehäuse und Deckendrehpunkt zwei waagrechte oder leicht geneigte Gelenkarme angebracht sind, die durch drei Gelenke mit senkrechter Drehachse miteinander bzw. mit dem Deckendrehpult bzw. mit dem Leuchtenkörper verbunden sind.