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Lastumschalteinrichtung für Stufentransformatoren
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Anzapfungen und mit dem andern Pol gemeinsam an die Lastleitung angeschlossen sind. Die Lastumschal- tung erfolgt hiebei durch gegenläufige Regelung der Impedanzen der beiden Drosselspulen auf einen mög- lichst hohen bzw. einen möglichst niedrigen Wert. Nach der österr. Patentschrift Nr. 104329 und nach der deutschen Patentschrift Nr. 606600 erfolgt diese Impedanzregelung durch Verschieben bzw. Verdrehen von
Eisenkörpern, nach der österr. Patentschrift Nr. 164807 durch veränderliche Gleichstromvormagnetisierung der beiden Drosselspulen und z.
B. nach der deutschen Patentschrift Nr. 647965, bei der zwei mit Luftspalt arbeitende Drosselspulen auf einem gemeinsamen Eisen : körper sitzen, durch Verschieben einer Sekundärwicklung, die in sich kurzgeschlossen, bzw. als Blechzylinder ausgeführt oder von-einer Wechselstrom- quelle, z. B. von der Regelwicklung des Transformators erregt sein kann, von der einen Drosselspule zur andern.
Es ist auch schon aus der deutschen Patentschrift Nr. 505924 bekannt, die erforderliche Veränderung . der Aufteilung des Laststromes im Sinne einer weitgehenden Stromentlastung des umzuschaltendenstufen- wählerkontaktes durch induktive, mittels koppelbarer Spulen erzielte Einwirkung des Laststromes selbst herbeizuführen.
Die Erfindung betrifft eine vereinfachte bzw. verbesserte Anordnung der letzteren Art. Ihr Gegenstand ist nämlich eine Einrichtung zur Lastumschaltung bei Regeltransformatoren oder-drosselspulen. bei der vor
Weiterschaltung eines Stufenwählerkontaktes die Aufteilung des Laststromes auf diesen Kontakt und einen zweiten, momentan nicht umzuschaltenden, auf derselben oder einer andern Anzapfung stehenden Stufen- wählerkontakt.
in solchem Sinne verändert wird, dass der Strom in dem umzuschaltenden Wählerkontakt nahezu verschwindet, und bei der diese Ändert, ag der Laststromaufteilung durch eine induktive, mittels koppelbarer Spulen erzielte Einwirkung des Laststromes selbst erzielt wird, wobei jedem der beiden beweglichen Stufenwählerkontakte eine Spule vorgeschaltet ist, mit den besonderen Merkmalen, dass die vom Stufenwählerkontakt abgekehrten Enden dieser beiden Spulen miteinander und mit dem einen Ende einer vom Laststrom durchflossenen Spule verbunden sind, wobei letztere wahlweise mit der einen oder andern der beiden an die Wählerkontakte angeschlossenen Spulen in solchem Sinne induktiv koppelbar ist, dass der betreffende Wählerkontakt praktisch den ganzen Laststrom allein führt.
Die Erfindung sei an Hand des in den Fig. l und 2 der Zeichnung schematisch dargestellten Ausfüh- rungsbeispieles näher erläutert. Die übrigen Figuren veranschaulichen eine Reihe weiterer Ausführungsva rianten des Erfindungsgegenstandes.
Erfindungsgemäss wird in die zu den Stufenwählerkontakten K., K-und zum Verbraucher führenden Strombahnen eine Art Stromwandler P, S., 2 geschaltet. Bei magnet... 3cher Verkettung der Primärwicklung P mit der Sekundärwicklung 51 wird der ganze durch die Primärwicklung P fliessende Laststrom von der Sekundärwicklung S, übernommen. Die Sekundärwicklung S wird bis zur Grösse des Magnetisierungsstromes herunter entlastet, der wieder durch einen Kondensator C grösstenteils kompensiert werden kann,
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auch S je die Hälfte des Stromes von P. Die Transformatorspannung ist sodann der Mittelwert der an 51 und S herrschenden Spannungen.
In andern Zwischenstellungen nimmt auch die Spannung entsprechende Zwischenwerte an.
Die Wicklungen des in seiner Wirkungsweise eben beschriebenen Stromwandteis können gemäss Fig. 2 auf einem zylinder-und einem nohlzylinderförmigen Blechpaket aufgebracht sein, die relativ zueinander verdrehbar sind (Stellung 1, 0, 2). Fig. 3 zeigt diesen Wandler in der Form des bekannten Schubtransfor- mators, wobei der Wandlerteil P vorteilhaft in zwei parallelgeschaltete Wicklungen P. und P, aufzuteilen ist. Der Kern ist von Stellung 1 über 0 in Stellung 2 beweglich. Man kann auch einen lamellierten Hohl- zylinder zwischen den Wicklungen P, P2 und , S verschieben, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Dabei kön-
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weitere Ausführung zeigt Fig. 5, wo ein Wicklungspaar zwei Schenkel umfasst, von denen der eine verschiebbar ist.
Auch hier liegen P,Pinnen,S , S aussen, oder umgekehrt.
Die Erfindung ermöglicht nicht nur eine Lastumschaltung, sondern auch eine stetige (stufenlose) Span- nungsänderung. Gegenüber bekannten Schaltungen besteht auch der Vorteil, dass die Klemmenspannung nur wenig von der Strombelastung beeinflusst wird. Sie ist fast nur von der Stellung des Stufenwählers und der erfind ungsgemässen Einrichtung abhängig. Das Verhältnis der Zweigimpedanzen kann auf beliebige kleine Werte herabgedrückt werden, die nicht nur Null, sondern sogar negativ werden können. Dementsprechend ist der Strom der weiter schaltenden Bürste weitaus geringer und die Lebensdauer der Kontaktbahn wesentlich erhöht.
Die Blindkomponente des Stromes im unbeaufschlagten Zweig kann durch ein-und denselben Kondensator (C in Fig.1) bei allen auftretenden Belastuagsstromen vollständig kompensiert werden, so dass nur die bedeutend kleinere Wirkkomponente an der Kontaktbahn zu unterbrechen ist. Die Kompensation durch den gleichen Kondensator ist auch bei verschieden grossen Werten der Stufenspannung, d. h. bei Anordnung der Anzapfungen in ungleichen Spannungsabständen soweit gegeben, als die Oberwellen im unbeaufschlagten Zweigstrom gegen dessen Grundwelle vemachlässigbar sind.
Die Erfindung hindert selbstverständlich nicht, bekannte Mittel zur Kompensation der im Überschalt- kreis (K.,S, S,, K.) wirksamen Stufenspannung bzw. zur weiteren Herabsetzung des in diesem Kreis flie- ssenden Ausgleichsstromes zu verwenden.
Die Erfindung ist nicht nur bei Regelstransformatoren, sondern selbstverständlich auch bei regelba ren Drosselspulen anwendbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Lastumschaltung bei Regeltransformatoren oder-Drosselspuleu, bei der vor Weiterschaltung eines Stufenwählerkontaktes die Aufteilung des Laststromes auf diesen Kontakt und einen zweiten, momentan nicht umzuschaltenden, auf derselben oder einer ändern Anzapfung stehenden Stufenwählerkontakt in solchem Sinne verändert wird, dass der Strom in dem umzuschaltenden Wählerkontakt nahezu verschwindet, und bei der diese Änderung der Laststromaufteilung durch eine induktive, mittels koppelbarer Spulen erzielte Einwirkung des Laststromes selbst erzielt wird, wobei jedem der beiden beweglichen Stufenwählerkontakte eine Spule vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Stufenwählerkontakt abgekehrten Enden dieser beiden Spulen miteinander und mit dem einen Ende einer vom Laststrom durchflossenen Spule (P)
verbunden sind, wobei letztere (P) wahlweise mit der einen (51) oder ande-
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pelbar ist, dass der betreffende Wählerkontakt (K oder K,) praktisch den ganzen Laststrom allein führt.