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Pfropfen für Schrotpatronen.
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konzentrieren oder zu zerstreuen.
Um eine Konzentration der Schrotiadungcn, d. h. ein dichtes Schiessen zu erzielen, wird ein Teil der durch Explosion des Puders entstehenden Gase zu den am Umfange der Schrotladung bcnndlichen Teilen geführt, wodurch diese beim Verlassen des Laufes von den Pulvergasen eingehüllt und infolge des Druckes dieser Gase zusammengehalten werden. Falls ein Zerstreuen der Schrotladung angestrebt wird, ist es erforderlich, die Pulvergase zu dem mittleren Teil der Ladung gelangen zu lassen, in diesen einzudringen und derart die Ladung je nach Wunsch mehr oder weniger zu zerstreuen.
Die erwähnten Erfolge werden durch einen als Scheidewand dienenden Ladepfropfen erreicht ; dieser ist zwischen der treibenden und der getriebenen Ladung angeordnet und besitzt einen oder mehrere Durchgangskanäle für die Gase, so dass diese in genügender Menge zu den bezüglichen Stellen der Ladung gelangen können.
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Da feste Munition zur Erzielung gleichmässiger Erfolge am geeignetsten ist, bezieht sich die nachfolgende Beschreibung auf derartige Ladungen.
In Fig. 1-2.. 1 0 der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Ladepfropfens veranschaulicht. Fig. 11 ist ein Längsschnitt einer Patrone, die ein Zerstreuen der Ladung hervorruft.
Fig. 12,13 und 14 zeigen ähnliche Patronen, die eine Konzentration der Schrot- ladung, d. h. dichtes Schiessen bewirken.
Fig. 15 zeigt einen Schnitt durch eine Patrone, die in ähnlicher Weise, wie die nach Fig. 11 geladen, aber vor dem eigentlichen Ladepfropfen mit einer dünnen und leicht zerstörbaren Scheibe versehen ist.
Fig. IC ist ein Schaubild derjenigen Teile nach Fig. 15, die die Pulverladung abschliessen ; die Teile sind der besseren Übersicht wegen getrennt dargestellt.
Fig. 17 zeigt eine Abänderung des mittleren Teiles der in Fig. 15 dargestellten Patrone.
Fig. 18,19 und 20 zeigen Pfropfen mit zu einem Punkte der Pfropfenachse konvergierenden Durchgangskanälen.
Fig. 21 bis 24 zeigen ähnliche Ausführungen.
Fig. 25 und 26 zeigen Ausführungen, die sich aus solchen nach Fig. 1 und 10 zusammensetzen.
In den Fig. 1 und 2 bedeutet A einen Ladepfropfen mit einer mittleren Durch- brechung a. Dieser Pfropfen verursacht ein Zerstreuen der Ladung, wenn derselbe zwischen der treibenden und der getriebenen Ladung angeordnet wird, indem die zentrale Durchbrechung die Gase zu dem achsialen Teile dar getriebenen Ladung leitet.
Gegebenenfalls können statt eines Pfropfens auch mehrere angeordnet werden.
Die Fig. 3-8 und 10 zeigen Ladepfropfen, die nicht zentral gelegene Durch- brechungen besitzen. Diese können einzeln oder zu mehreren zur Verwendung gelangen und bewirken beim Überleiten der Gase zu dem Umfange oder zu den diesem zunächst liegenden Teilen der getriebenen Ladung deren Konzentration und Zusammenhaltung.
Fig. 9 zeigt eine Abänderung, bei der eine zentrale Durchbrechung a und in einer gewissen Entfernung davon eine Reihe von Öffnungen b angeordnet ist. Diese Abänderung des Pfropfens kann in jenen Fällen verwendet werden, wo eine leichte Streuung des Schrots gewünscht wird und wo die getriebene Ladung anstatt einer konischen Form eine entsprechend dichte, im wesentlichen zylindrische Form haben soll.
Die Fig. 11 und 15 stellen Patronen dar, die aus einer Hülse C von gebräuchlicher
Form bestehen ; D ist eine Pulver-oder Treibladung, E eine Kugel-oder eine zusammen- gesetzte Schrotladung. Fein Abschlusspfropfen, der durch den nach innen umgebördelten Rand der Hülse oder auf sonstige Weise festgehalten wird, während G eine Scheidewand vorstellt, die zwischen Pulver-und Schrotladung angeordnet ist. Nach Fig. 11 besteht diese Scheidewand aus drei Pfropfen A von der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Form, d. h. aus kreisförmigen Scheiben mit je einer zentralen Durchbrechung, die gemeinsam einen Kanal von dem Pulver zur Schrotladung bilden.
In Fig. 15 tritt zu der Ausführung nach Fig. 11 eine dünne, durch die entstehenden
Pulvergase leicht zerstörbare Scheibe 7/, die zwischen der Schrotladung E und der Scheide-
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wand angeordnet ist und die dazu dient, den Eintritt der Geschosse in die Öffnung oder den Kanal a zu verhüten und die getriebene Ladung zusammenzuhalten, so dass die Gase wirksam und gleichmässig darauf einwirken können.
In Fig. 17 ist ausser der vorgenannten Scheibe H eine zweite Scheibe J vorgesehen, welche die Pulverladung von den Pfropfen A trennt.
Fig. 12 zeigt eine ähnlich zusammengesetzte Patrone mit dem Unterschiede, dass die Scheidewand G aus einem einzigen Pfropfen besteht, der am Umfange Aussparungen oder Kanäle & besitzt, wie dies aus den Fig. 6 und 10 zu ersehen Diese Patrone bewirkt ein dichtes Schiessen und sie ist ähnlich der Ausführung nach Fig.'13, bei der die Scheidewand G aus einer Reihe von Pfropfen A besteht, die etwas geringeren Durchmesser als die Hülse C besitzen (Fig. 8), so dass ein schmaler ringförmiger Durchgang b von der Pulver-zu der Schrotladung freibleibt.
Fig. 14 zeigt eine Patrone, die ebenfalls dazu bestimmt ist, eine Konzentration, also ein dichtes Schiessen zu bewirken und bei der die Scheidewand G aus zwei Pfropfen A besteht, von denen der vordere am Umfange Aussparungen oder Durchbrechungen besitzt (Fig. 5, 6,7 oder 10), während der andere eine zentrale Öffnung a nach Fig. 1 und 2 trägt. Ein Teil der Gase dringt durch die zentrale Öffnung, dann zwischen die beiden Pfropfen und schliesslich durch die an der Peripherie vorgesehenen Aussparungen zu dem dem Umfange zunächst liegenden Teile der Schrotladung.
Fig. 18,19 und 20 zeigen einen umstellbare Pfropfen oder eine Scheidewand, die entweder Zerstreuung oder Konzentration der Geschosse bewirkt, je nachdem die eine oder die andere Fläche nach vorn gekehrt wird. Der Pfropfen besitzt eine Reihe von Kanälen c, die gegen einen bestimmten Punkt seiner Achse konvergieren. Wenn dieser Pfropfen zwischen Pulver-und Schrotladung mit den konvergierenden Enden der Kanäle nach vorn angeordnet wird, so ergibt sich eine Ausbreitung der Ladung, bei umgekehrter Anordnung dagegen Konzentration, indem im ersten Falle die Gase gegen die Mittelachse der Schrot- ladung, im letzteren Falle dagegen nach deren Umfang geleitet werden.
Fig. 21-24 zeigen die Kanäle d, die auch hier konvergieren, aber derart, dass sie zu keinem gemeinsamen Punkte gehen. Diese Anordnung ruft neben vorgenannten Wirkungen eine schraubenartige Fortbewegung der Schrotladung mit entsprechend grösserer Streuung hervor.
Die Fig. 25 und 26 stellen einen besonderen Pfropfen für dichtes Schiessen dar. Er besteht aus drei Pfropfen, von denen die beiden äusseren an der Peripherie angeordnete
Aussparungen b besitzen, der innere eine zentrale Öffnung a aufweist. Vorteilhaft ist es, die Aussparungen b so versetzt anzuordnen, dass, wie dargestellt ist, kein Durchgang besteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Schrotpatronen, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Explosion des Pulvers entstehenden Gase oder ein Teil derselben in oder um die Schrotladung ge- leitet werden, zu dem Zwecke, den Schrot entweder zu zerstreuen oder zusammenzuhalten.