<Desc/Clms Page number 1>
Gezahntes bzw. gewelltes Kuttermesser
Es sind schon lange gezahnte oder gewellte Kuttermesser verschiedener Art bekannt (vgl. die deutschen Patentschriften Nr. 401828,421712, 421759, 436653 462786 und 676550), die eine Relativbewegung zu einer das Schneidgut enthaltenden Schüssel ausführen. Hiebei wurden ungefähr sichelförmige Formen des Schneidenteiles der Messer bevorzugt.
Die durch Ausnehmungen in der Schneidkante gebildeten Zähne sind bei den bekannten Ausführungen entweder über die ganze Schneidkante verteilt oder vorzugsweise nur dort angeordnet, wo die Messer gegen die Schüsselinnenfläche hin arbeitend die Hauptschneidleistung verrichten (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 676550). Gerade dort aber folgen die Zähne in der Schneidrichtung des Messers praktisch der gleichen Spur im Schneidgut. Das hat den Nachteil, dass die nachfolgenden Zähne in den vom jeweils vorausgehenden Zahn im Schneidgut erzeugten Schnitt eintreten.
In der Schweizer Patentschrift Nr. 203418 ist ein diesen Nachteil milderndes Messer beschrieben, das zwei hintereinander herlaufende radiale Messerarme aufweist, wobei die Schneidkante an dem einen Arm durch einen Anschliff auf jener Seitenfläche gebildet ist, an welcher das Schneidgut ankommt und am andern Messerarm auf der entgegengesetzten Seitenfläche. Beim Messer nach der deutschen Patentschrift Nr. 436653 sind die Schneidkanten durch Ausbiegung in verscbr e Umlaufebenen verlegt, was ebenfalls den vorerwähnten Nachteil etwas mildert.
Demgegenüber wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, die der Innenfläche der Kutterschüssel gegenüberliegenden Zähne in einem spitzen Winkel zur Umlaufrichtung des Messers stehend anzuordnen.
Dies kann beispielsweise durch entsprechendenAnschHff odèr durch Verdrehung des Zahnquerschnittes um eine radiale Achse aus der Umlaufebene heraus erfolgen. Dadurch wird erreicht., dass jeder Messerzahn das durchschnittene Gut in Richtung der Schüsseldrehung fördert, so dass die Schneidkanten der nachfolgenden Zähne zwangsläufig auf neue3 Material treffen, wodurch eine erheblich höhere Schneidleistung gewährleistet wird. Diese Formgebung wird zumindest für jene Messer angewendet, welche den zentralen Teil der Kutterschüssel durchlaufen.
Ein Ausführungsbeispiel eines Kuttermessers gemäss der Erfindung ist in Fig. 1 in Ansicht und in Fig. 2 im Schnitt nach der Linie 11-H durch die Zähne dargestellt.
Das Messer 10 sitzt auf einer Sechskantwelle 8, die in Richtung des eingezeichneten Pfeiles umläuft, so dass sich die mit 6 bezeichnete Schneidrichtung ergibt. Der eigentliche Messerkörper 11 trägt am Umfang Zähne l, deren Schneidkante mit 4 und deren Rücken mit 5 bezeichnet ist. Die Zähne arbeiten mit der Schüsselinnenfläche 9 zusammen und sind, wie Fig. 2 erkennen lässt, um radiale Achsen 2 aus der in Fig. 2 mit 7 bezeichneten Umlaufebene des Messers im Sinne der durch einen Pfeil 3 angedeuteten Schüsseldrehung herausgedreht.
Bisher musste zwecks Unterbringung mehrerer oder gar vieler Zähne die unerwünscht gross werdende Messerfläche mit Durchbrüchen versehen werden, um dem Schneidgut mehr Durchlass quer zur"umlau- fenden Messerwand"zu verschaffen (vgl. die deutschen Patentschriften Nr. 436653, 676550, 462786 und 421712). Um genügend Durchlass zu erreichen, werden erfindungsgemäss die Messerkörper 11 so stark gegen die Umlaufebene geneigt bzw. um eine etwa radiale Achse 2 herum propellerflügelähnlich verdreht ausgebildet, dass die durch die Messer hervorgerufene Schraubförderwirkung quer zur Umlaufebene der Messer etwa gleich oder grösser ist als die mittlere Vorschubwirkung bzw. Drehgeschwindigkeit der Schus-
<Desc/Clms Page number 2>
sel des Kutters.
Nach einem andern Erfindungsmerkmal können die einzelne ! : Zähne l so stark gedreht bzw. schraubenförmig ausgebildet werden. dass sie etwa so viel mehr fördernd wirken als die übrige Seitenfläche des Messers gegenüber dem Schneidgutvorschub der Schüsseldrehung stauend entgegenwirkt. Das hat den Vorteil, dass das Schneidgut gezwungen wird, vermehrt dort durchzulaufen, wo es zwischen den vielen Zäh-
EMI2.1
Je schneller die Messer durch das Schneidgut laufen, desto besser wird dieses gespalten ; die Messergeschwindigkeit kann so lange gesteigert werden, bis die unerwünscht zunehmende Reibungswärme noch höhere Geschwindigkeit nicht mehr zulässt.
Da durch Polieren und Anwendung der Stromlinienform der Reibungswiderstand vermindert, die Schneidleistung der erfindungsgemässen Messer dagegen vergrössert wird, entsteht relativ weit weniger Wärme. Deshalb können die erfindungsgemässen Messer ohne schädliche Nebenerscheinungen unter erheblich höheren Umlaufgeschwindigkeiten verwendet werden als andere, bisher bekannte Messerformen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gezahntes bzw. gewelltes Kuttermesser t 1adurch gekennzeichnet, dass die der Innenfläche (9) der Kutterschüssel gegenüberliegenden Zähne (1) in einem spitzen Winkel zur Umlaufrlchtung (6) des Messers stehen, so dass jeder einzelne Zahn das durchschnittene Gut in Richtung der ScMsseldrehung (3) fördert und dabei die Schneiden der nachfolgenden Zähne stets auf neues Material treffen.