<Desc/Clms Page number 1>
Spritzpistole mit mehreren Spritzstoffbehältern
EMI1.1
desSpritzstoffen, beispielsweise von Lack und Härter, mit einem Spritzstofftbehälter, einer Zuleitung für Druckluft und einer Reguliervorrichtung für die Druckluftzufuhr und einer Düse zum Zerstäuben des im Behälter enthaltenen Spritzstoffes und mindestens einem auswechselbar an der Pistole befestigten, zusätzlichen Spritz- stoffbehälter ;
gemäss den Patentansprüchen des Patentes Nr. 189310 ist der zusätzliche Spritz- stoffbehälter über Flansche, eine mittels einer Stellschraube festgehaltene Hülse und einem mittels eines Ringflansches am Pistolengehäuse festgeschraubten Bolzen, derart unterhalb der Pi- stolendüse verstellbar angeordnet, dass die D) se des aus diesem Behälter kommenden Rohres in Höhe der Pistolendüse Hegt.
Bei den im Patent Nr. 189310 gezeichneten Ausführungsbeispielen ist die Zusatzdüse an einem schräg zur Längsachse des Zusatzbehälters abge- winkelten Hals eines von oben in den Zusatzbehälter eingeschobenen Einsatzes vorgesehen. Um die Zusatzdüse bezüglich der Pistolendüse in die richtige Lage bringen zu können, ist bei diesen Beispielen der Träger mit einem höhenverstelliba- ren und schwenkbaren Halter für den Zusatzehälter versehen und ausserdem kann der die Zu- satz düse aufweisende Einsatz gegenüber dem Zu- satzlbehälter gedreht werden.
Da dieser Einsatz ebenso wie der Zusatzbehälter bei den genannten Beispielen aus Glas besteht, muss zum Verdrehen des Einsatzes im Zusatzbehälter dieser in Gebrauchslage festsitzende Einsatz zuerst gelockert, dann gedreht und anschliessend wieder fest auf seinen Sitz gedrückt werden. Dieses zum Einstellen der Zusatz düse notwendige Verschwenken des ganzen Zusatzbehälters an seinem Träger und Verdrehen des Einsatzes im Zusatzbehälter ist nicht nur umständlich, sondern verunmöglicht praktisch ein rasches und sicheres Feineinstellen der Zusatzdüse.
Demgegenüber ist die Pistole nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatz- düse mit zur Achse der Pistolendüse senkrecht stehender Achse mittels eines Düsenkörpers axial verstellbar an einem Halter befestigt ist, der senkrecht zur Achse der Zusatzdüse verstellbar auf einem Träger sitzt, welcher seinerseits schwenkbar und parallel zur Achse der Zusatzdüse verstellbar an einem Tragorgan für den Zu- satzbehälter angeordnet ist, welches Tragorgan lösbar an einem Pistolenteil befestigt ist,
wobei die Zusatzdüse durch einen flexiblen Schlauch mit dem Zusatzbehälter in Verbindung steht.
Zufolge der genannten Ausbildung kann die Zusatzdüse unabhängig vom Zuastzbehälter in jede gewünschte Einstellage bezüglich der Pistolendüse gebracht werden.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemä- ssen Spritzpistole ist in der beiliegenden Zeich-
EMI1.2
dargestellt ;Fig. l eine Ansicht der Spritzpistole, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Zusatzbehälter und zugeordneten Teilen, und Fig. 3 einen Axialschnitt durch den Zusatzbehälter.
Die in Fig. 1 gezeichnete Spritzpistole besitzt in an sich bekannter Weise einen Oberteil 1 und einen von diesem schräg nach unten abstehenden Handgriff 2, der zur Zuleitung der Druckluft zur Pistolendüse 4 dient und zu diesem Zweck an seinem unteren Ende einen zum An-
EMI1.3
dem Oberteil 1 ist ein Behälter 5 für einen ersten Spritzstoff verbunden. Im übrigen ist die gezeichnete Spritzpistole bezüglich Druckluftzuleitung zum Pistolenmundstück 6 gleich ausgebildet wie die in Fig. 1 des Patentes 189301 gezeigte Pistole.
Auf den das Mundstück 6 tragenden Stutzen 7 des Pistolenteils 1 ist eine zweiteilige Rohrschelle 8 aufgeschraubt. Am unteren Teil der Rohrschelle 8 ist ein senkrecht zur Achse der Pistolendüse 4 nach unten ragender Tragbolzen 9 befestigt. Auf dem Bolzen 9 ist eine mit einer Stellschraube 10 versehene offene Klemmhülse 11 angeordnet, die als Halter für einen Düsenträger 12 dient. Zu diesem Zweck ist an der Klemmhülse 11 ein radial von ihr wegragender Füh-' rungsbolzen 13 mit Längsnut 14 befestigt. Auf dem Führungsbolzen 13 sitzt der Träger 12 und ist mittels einer Stellschraube 15, die mit der Nut 14 zusammenwirkt in der jeweiligen Ein-
<Desc/Clms Page number 2>
Stellage auf de : n Bolzen 13 fixierbar.
Die in die Nut 14 eingreifende Stellschraube 15 verhindert ausserdem ein Drehen des Trägers 12 auf dem Führungsbolzen j ? 3. Zum Verschieben des Trägers 12 auf dem Bolzen 13 ist in eine axiale Gewindebohrung des letzteren eine Verstellschraube 16 eingesetzt, deren Betätigungskopf mit einem Mitnehmerarm 12a des Trägers 12 zusammenwirkt. In einen mit Innengewinde versehenen Hülsenansatz 12b des Trägers 12 ist der Gewindeschaft eines Düsenkörpers 17 eingeschraubt und mittels zweier beidseits des Hülsenansatzes sitzender Muttern 18 in seiner jeweiligen Ein-
EMI2.1
die Achse des Düsenkörpers 17 senkrecht auf der Achse des Führungsbolzens 13 und verläuft parallel zur Achse) des Tragbolzens. 9.
Am oberen Endteil des mit einer durchgehenden Axial- bohrung versehenen Düsenkörpers 17 ist eine koaxiale Düse 19 befestigt. Die Düse 19 kann auswechselbar oder z. B. durch Löten starr mit dem Düsenkörper verbunden sein.
Unterhalb der Klemmhülse 11 sitzt auf dem
EMI2.2
ihrer jeweiligen Einstellage am Tragbolzen 9 fi- xieJ. 1bar ist (Fig. 1). Der untere Endteil der Hülse 20 trägt einen Becher 22, in welchen der als Flansch ausgebildete Zusatzbehälter 23 für einen zweiten Spritzstoff gestellt ist. Mit 24 ist ein Stutzen für den Lufteintritt in diesen Behälter bezeichnet. In den Zusatzbehälter 23 ist von oben ein Einsatz 25 eingeschoben, dem der Flanschenhals 26 als Sitz dient. Der wie der Zusatzbehälter 23 aus Glas bestehende Einsatz 25 besitzt einen oben durch einen Propfen 27 albgeschlossenen Hals 28 mit einem Anschlussstutzen 29. Der Anschlussstutzen 29 ist durch einen fle- xiblen Schlauch 30 mit dem unteren, offenen Ende des Düsenkörpers 17 verbunden (Fig. 1).
Der Hals 28 des Einsatzes 25 besitzt ein inneres Verlängerungsrohr 31 das in seinem oberen Teil doppelwandig ausgebildet ist. Die ein oben offenes Steigrohr 32 bildende innere Wand des Rohres 31 ist bis über den Stutzen 29 hinaus in den Hals 28 hinein verlängert. An einer verengten Stelle 33 dieses Rohres 32 ist ein Sitz für einen Anzeigestalb 34 geschaffen, der zum Zusammenwirken mit einer am Hals 28 angebrachten Markierung a bestimmt ist. Unterhalb der Ansatzstelle des Steigrohres 32 am Rohr 31, ist das letztere ausgeweitet und anschliessend zur Schaffung eines Ventilsitzes 35 verengt. Mit dem Ventilsitz 35 wirkt ein lose in der Rohrerweiterung angeordneter Ventilkörper 36 derart zusammen, dass ein Rückschlagventil gebildet ist.
In den unteren, konisch sich erweiternden Endteil des Rohres 31 ist ein Hohlkörper 37 eingesetzt, der mit einem oberen Stutzen 38 gegen das Rückschlagventil 35, 36 und mit einem unteren Stutzen 39 in den
EMI2.3
zens 39 ist dabei enger als der Durchlass des Stutzens 38.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Spritzpistole entspricht derjenigen der im Patent Nr. 189301 beschriebenen Beispiele. Bei Betätigung des Pisto'1enhebels reisst die durch den Pistolenteil 1 strömende Druckluft Spritzstoff aus dem Behälter 5. Zufolge Strahlpumpenwirkung wird der zusätzliche Spritzstoff durch die Zusatzdüse 19, welche sich im Wirkungsbereich des aus der Pistolendüse 4 austretenden Strahls und ausserhalb dieser Pistolendüse 4 befindet, aus dem Zusatzbehälter 23 herausgesogen.
Dabei gelangt der zusätzliche Spritzstoff durch den Hohlkörper 37 in das Rohr 31 des Einsatzes 25, hebt den Ventilkörper 36 von seinem Sitz 35 und steigt durch das Steigrohr 32 unter Hochheben des Stabes 34 bis in den Innenraum des Halses 28, von wo er durch den Schlauch 30 und den
EMI2.4
getroffen, dass bei richtiger Einstellung des Luftstromes am Pistolenteil 1 im Steigrohr 32 eine Saugwirkung entsteht, welche den Stab 34 bis zur Marke a auf dem Hals 28 des Einsatzes 25 hochhebt. Damit kann die richtige Einstellung des Luftstromes jederzeit auf einfache Weise kontrolliert werden.
Wird der Luftstrom durch den Pistolenteil 1 durch Loslassen des Abzughebels der Pistole unterbrochen, so hört die Saugwir- kung im Einsatz 25 auf ; der Stab 34 fällt auf sei- nen Sitz 33 und der Ventilkörper 36 fällt auf seinen Sitz 35 zurück. Der den Durchlass im Rohr 31 abschliessende Ventilkörper 36 verhin- dert somit ein Zurückfliessen des sich bereits oberhalb des Ventilkörpers 36 im Steigrohr 32 befindlichen Spritzstoffes in den Behälter 23. Damit wird erreicht, dass bei Wiederbeginn des Spritzens der Spritzstoffnachschub aus dem Behälter 23 augenblicklich wieder einsetzt, wodurch die gleichmässige Zusammensetzung des vor den Düsen 4, 19 erzeugten Luft/Spritzstoff- nebels in jedem Augenblick des Spritzens gewährleistet ist.
Das Mischungsverhältnis der beiden gemischten Spritzstoffe hängt weitgehend von der Hö- henlage der Zusatzdüse 19 bezüglich des Druckluftstrahls und vom Abstand dieser Düse 19 von der Pistolendüse 4 ab. Die beschriebenen Einstellmöglichkeiten des Düsenkörpers 17, des Halters 12 und der Klemmhülse 11 gestatten es das Mischungsverhältnis der beiden Spritzstoffe mü- helos und mit grosser Feinheit zu variieren. Dabei ist es auch möglich den Zusatzbehälter 23 aus seinem Becher 22 zu entfernen ohne dass die Einstellung der Düse 19 geändert wird.
Auch ein Wegschwenken der Düse 19 von der Düse 4 durch Lösen der Schraube 10 und Schwenken der den Halter 12 mit dem Düsenkörper 17 tragenden Klemmhülse 11 verändert die gegenseitige Einstellung von Düsenkörper 17 und Halter
<Desc/Clms Page number 3>
12 nicht, so dass ein Zurückschwenken der Klemmhülse 11 und Fixieren derselben in der
EMI3.1
4 bringt. Ebensowenig können irgendwelche Manipulationen am Einsatz 25 des Zusatzbehälters, wie sie z. B. beim Füllen des Behälters erforderlich sind, die Einstellung der Düse 19 verändern. Ausser wu die vertikale Achse des Bolzens 9 kann die Düse 19 zusammen mit Düsenkörper 17 und Halter 12 auch um die horizontale Achse des Bolzens 13 schwenkbar angeordnet sein.
Zu diesem Zweck kann entweder die Nut 14 im Bolzen 13 weggelassen sein oder der Bolzen 13 kann in der Klemmhülse 17 drehbar gelagert sein.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI3.2
tern, die einen Spritzstoffbehälter, eine Zuleitung für Druckluft und eine Reguliervorrichtung für die DrucMuftzufuhr und eine Düse zum Zerstäuben des im Behälter enthaltenen Spritzstoffes und mindestens einen auswechselbar an der Pistole befestigten zusätzlichen Spritzstoffbehälter gemäss dem Patent Nr.
189310 aufweist, dadurch ge-
EMI3.3
düse (19)stellbar an einem Halter (12) befestigt ist, der senkrecht zur Achse der Zusatz düse verstellbar auf einem Träger (13) sitzt, welcher seinerseits schwenkbar und parallel zur Achse der Zusatzdüse verstellbar an einem Tragorgan (9) für den Zusatzbehälter (23) angeordnet ist, welches Trag- organ (9,) lösbar an einem Pistolenteil (7) befestigt ist, wobei die Zusatzdüse durch einen fle- xiblen Schlauch (30) mit dem Zusatzbehälter in Verbindung steht.