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Verfahren und Vorrichtung zur Förderung und feinsten Verteilung von Gas in einer Flüssig- keit
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Förderung von Gas und zu dessen gleichzeitig feinster Verteilung in einer Flüssigkeit mittels rotierender Verteiler.
Die Verdichtung und Förderung des Gases erfolgt in an sich bekannter Weise vorzugsweise mittels eines Kreiskolbenverdichters.
Die Erfindung erstreckt sich im wesentlichen auf eine neuartige Anordnung dieses letzteren derart, dass die Gasverteilvorrichtung starr mit dem Gehäuse des Gasverdichters verbunden ist und dadurch indirekt vom Antriebsmotor aus in Drehung versetzt wird. Dies wird durch eine Drehmomentenkupplung erreicht.
Dem aus einer rotierenden Kraftmaschine austretenden bzw. in eine Arbeitsmaschine eintretenden Drehmoment muss bekanntlich durch ein Gegendrehmoment das Gleichgewicht gehalten werden. Im allgemeinen wird dieses Gegendrehmoment durch das Maschinenfundament aufgenommen.
Ordnet man einen Kreiskolbenverdichter beliebiger Bauart drehbar um seine Antriebsachse an, so wird dessen Gehäuse zufolge des eingeleiteten Drehmomentes um seine Achse rotieren. Seine Drehzahl steigt so lange, bis Widerstände irgendwelcher Art (z. B. Reibungswiderstände) ein Gegendrehmoment erzeugen, das gleich ist dem Antriebsdrehmoment des Kreiskolbenverdichters.
Erfindungsgemäss wird das notwendige Gegendrehmoment für den Kreiskolbenverdichter durch den Widerstand der mit dem Verdichtergehäuse starr verbundenen Gasverteilervorrichtung aufgebracht. Durch geeignete konstruktive Auslegung
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durch Wahl der Drehzahl des Verdichters kann das Übersetzungsverhältnis zwischen Antriebsmotor und Gasverteilvorrichtung in weiten Grenzen variiert werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt :
Fig. 1 zeigt die Einrichtung im Aufriss, wobei der Kreiskolbenverdichter im Schnitt dargestellt ist, Fig. 2 ist ein Grundriss in der Schnittebene I-I.
In Fig. 1 und Fig. 2 wurde als Beispiel ein Kreiskolbenverdichter c, d1-d3, e von an sich bekannter Bauart gewählt. Sein Gehäuse c, e bzw. die mit diesem zentrisch verbundene Hohlwelle el ist in der Vorrichtung f drehbar gelagert. Der exzentrisch zur Gehäusewand d1 gelagerte Läufer d2, der in radialen Einschnitten verschiebbare dünne Stahllamellen g trägt, wird durch den Motor a in Drehung versetzt. Die Lamel- lenig werden durch die Fliehkraft nach aussen, d. h. gegen die Innenfläche des Gehäusemantels d, geschleudert. Dabei unterteilen sie den Arbeitsraum in Kammern, welche sich bei der Drehung vom Saugraum c nach dem Druckraum e zu stetig verkleinern.
Die eingeschlossene, entsprechend verdichtete Luft gelangt vom Druckraum e aus über die Hohlwelle el nach dem rotierenden Gasverteiler -ssg, vgl. Fig. 1.
Der Antrieb dieses letzteren erfolgt erfindungsgemäss durch Drehmomentenkupplung mit dem beschriebenen Kreiskolbenverdichter c, d1#d3, e.
Das von dem Motor a über die Kupplung b
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bis 63. Die letztere gerät dadurch in Rotation, wobei sich ein Gleichgewichtszustand zwischen dem, über den Rotor d2 (vom Antriebsmotor a aus) eingeleiteten und dem von der Gasverteilvorrichtung elzen aufgenommenen Drehmoment einstellt. Die durch Elektromotor a auf Läufer d2 übertragene Leistung wird zum grösseren Teil für die Kompression des Gases im Kreiskolbenverdichter c, i-g, e, zum kleineren Teil für den Antrieb der Gasverteileinrichtung eI-es aufgebraucht.
Durch entsprechende Wahl von Drehzahl und Leistung des Motors a einerseits, sowie des Widerstandes des rotierenden Hohlkörpers ssg anderseits kann das Verhältnis zwischen der Drehzahl der die Leistung einleitenden Kupplung b zu jener der Gasverteilvorrichtung eI-eS beeinflusst werden.
Die in der zu begasenden Flüssigkeit rotierende Verteileinrichtung , g kann in jeder geeigneten Anordnung ausgeführt werden. Zweckmässig sind flügelartige Gebilde, die an ihrer Oberfläche Öffnungen für den Durchtritt des Gases haben (z. B. solche gemäss dem österr. Patent Nr. 142217 und Zusatzpatent).
Als Gasverdichter im Sinne der vorliegenden Erfindung kann jeder geeignete Rotationskom-
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pumpe od. dgl. ) verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur feinsten Verteilung von Gas in einer Flüssigkeit, unter gleichzeitiger Förderung dieses Gases, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Antrieb des, das Gas fördernden, Kreis- kolbenverdichters in dessen Läufer von aussen her eingeleitete Drehmoment für den Antrieb der rotierenden Gasverteilereinrichtung nutzbar gemacht wird.