AT202105B - Reinigungsverstärker zur Verwendung bei der Trockenreinigung - Google Patents

Reinigungsverstärker zur Verwendung bei der Trockenreinigung

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AT202105B
AT202105B AT724653A AT724653A AT202105B AT 202105 B AT202105 B AT 202105B AT 724653 A AT724653 A AT 724653A AT 724653 A AT724653 A AT 724653A AT 202105 B AT202105 B AT 202105B
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  Reinigungsverstärker zur Verwendung bei der Trockenreinigung 
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines reinigungsverstärkend wirkenden Gemisches bei der Reinigung von Textilien mit organischen, brennbaren und/oder unbrennbaren Lösungsmitteln. 



   Es ist bekannt, die Nasswäsche unter Verwendung von waschaktiven Substanzen durchzuführen und zur Erhöhung des Nasswascheffektes Mischungen von organischen, waschaktiven Substanzen, z. B. organischen oder anorganischen Salzen von organischen Sulfosäuren, mit anorganischen Phosphaten zu verwenden. 



   Es ist weiterhin bekannt, bei der chemischen Reinigung oder Trockenreinigung, die mit brennbaren Lösungsmitteln, z. B. Benzin, oder unbrennbaren Lösungsmitteln, z. B.   Trichloräthylen   oder Perchloräthylen, ausgeführt wird, zur Erhöhung des Reinigungseffektes den Lösungsmitteln sogenannte Benzinseifen oder Lösungsmittelseifen zuzusetzen. Benzinseifen sind meistens auf der Basis anorganischer ölsaurer Salze aufgebaute Stoffe, während die Lösungsmittelseifen im allgemeinen synthetische, waschaktive Körper, z. B. 



  Ammoniumsalze von Arylalkylsulfonaten, als Grundlage haben. 



   Die Trockenreinigung wird apparativ in sich immer mehr ausbreitendem Masse unter Verwendung von Filtern zur Klärung des Reinigungsmittels ausgeführt, und es wird daher die Forderung gestellt, dass die Reinigungsmittel die Filter weder verstopfen noch verkleben und eine ungehinderte Zirkulation des Reinigungsmittels gewährleistet ist. Mit Rücksicht darauf glaubte man bisher nur solche Reinigungsmittel verwenden zu sollen, bei denen das Lösungsmittel und der Reinigungsverstärker eine echte Lösung ergeben und dadurch einen normalen Filterdurchgang erwarten lassen. 



   Die chemische Reinigung bzw. die Trockenreinigung liess sich jedoch bisher noch nicht mit gutem Erfolg durchführen. Zwar haben die Reinigungsverstärker für Lösungsmittel in Gestalt der Benzin- oder Lösungsmittelseifen schon einen Fortschritt in der Richtung gebracht, dass das gereinigte Textilgut gegenüber reinen Lösungsmitteln eine grössere Aufhellung zeigte, indessen musste ein noch immer verhältnismässig grosser Anteil des trockengereinigten Textilgutes einer völligen oder teilweisen Nassnachbehandlung unterzogen werden. 



   In dem Bestreben, die chemische Reinigung oder Trockenreinigung so zu verbessern, dass sich eine Nassnachbehandlung erübrigt oder wenigstens der Anteil des nass nachzubehandelnden Textilgutes herabgesetzt werden kann, wurden Versuche angestellt, bei denen von folgenden Gedankengängen ausgegangen wurde. Bei der Trockenreinigung von Textilgut mit Hilfe von organischen Lösungsmitteln werden praktisch nur die in diesen Lösungsmitteln löslichen fettund wachsartigen Schmutzstoffe von dem Textilgut entfernt, die an diesem vermittels der fettbzw. wachsartigen Stoffe anhaften. Um nun wasserlösliche Schmutzstoffe gleichzeitig mitzuentfernen, hat man bisher sogenannte Benzinseifen oder Lösungsmittelseifen in den Lösungsmitteln gelöst mitverwendet.

   Die modernen Reinigungs-   anlagenarbeitenmitzirkulierendenLösungsmitteln,   wobei in den Kreislauf Filter eingeschaltet sind, die die Schmutzstoffe aus den Lösungsmitteln ausfiltrieren. Bei Zusatz der erwähnten Seifen, die waschaktive, hydrophile Mittel darstellen, verstopfen oder verschmieren die Filter sehr rasch und müssen daher oft ausgewechselt werden, was nicht nur den Betrieb in seiner Kontinuität beeinträchtigt, sondern auch einen unerwünschten Energieaufwand erfordert, weil bis zur gerade noch erträglichen Verstopfung bzw. Verschmierung ein ständig wachsender Filterwiderstand eintritt.

   Es erwies sich weiterhin als nachteilig, dass bei der Verwendung der erwähnten Seifen diese nicht allein so wirkten, dass die Schmutzstoffe an den Verschmutzungsstellen abgehoben wurden, sondern auch an nicht beschmutzte Stellen, selbstverständlich entsprechend dem Verteilungsgrad der Schmutzstoffe in dem Reinigungsmittel, übertragen wurden. Mithin liess häufig die Aufhellung bei der Trockenreinigung zu wünschen übrig, weil zwar durch die Lösungsmittelwirkung eine Aufhellung erzielt wurde, diese aber dadurch verlorenging, dass die genannten Seifen eine gewisse Einschmutzung bewirkten, insgesamt also betrachtet der Reinigungseffekt zu wünschen übrig liess und in einem erheblichen Anteil eine Nassnachbehandlung erforderte. 

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   Es wurde nun gefunden, dass die Trockenreinigung erheblich verbessert werden kann, wenn ein Gemisch, bestehend aus einem organischen, waschaktiven Stoff und einem Stoff mit auf Schmutzteilchen ausflockender oder aggregierender Wirkung, wie z. B. einem Phosphat, einem Polyphosphat, einem monomeren oder polymeren Alkalisilikat, einer kolloidal verteilten Kieselsäure oder einer stark adsorbierenden Kieselgursorte, Stärke oder Stärkeester, einem in Wasser kolloidal löslichen oder quellbaren Celluloseester oder Celluloseäther, oder einem Kunstharzvorkondensat, wie Dimethylolharnstoff, Trimethylolmelamin, Dimethyldicyandiamid, als Reinigungsverstärker verwendet wird. 



   Die Herstellung des erfindungsgemäss anzuwendenden Reinigungsverstärkers erfolgt dadurch, dass in organische, waschaktive Substanzen die ausflockend oder aggregierend wirkenden Stoffe eingebracht werden ; es empfiehlt sich hiebei, um die die Reinigungswirkung erhöhenden Substanzen in der gewünschten kolloidalen Form zur Anwendung bringen zu können, eine von Fall zu Fall verschiedene Menge Wasser zuzufügen. 



  Ein solcher Wasserzusatz erfolgt tunlichst bereits vor, spätestens gleichzeitig mit der Zugabe der die Reinigungswirkung erhöhenden und dem ganzen Produkt eine kolloidale Verteilung vermittelnden Substanzen und nicht erst in dem bereits fertiggestellten Reinigungsverstärker. Falls es sich um eine wasserlösliche bzw. quellbare Substanz handelt, wird diese zweckmässigerweise vor ihrer Zugabe in einer optimalen Menge Wasser gelöst oder vorgequollen. 



   Der Reinigungsverstärker kann flüssig, pastenförmig oder fest sein. 



   Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, ein Gemisch, bestehend aus einem organischen waschaktiven Stoff und einem Stoff mit auf Schmutzteilchen ausflockender oder aggregierender Wirkung, wie z. B. einem Pflanzenschleim, einem Pektin, einem Pflanzengummi oder einem Alginat, einem Erdalkalimetallhydroxyd oder einem Metallhydroxyd in kolloidaler Form, insbesondere einem farblosen Metallhydroxyd, in Abwesenheit oder Gegenwart eines Mittels zur Förderung oder Stabilisierung der feinen Verteilung der Hydroxyde, welches ein Erdalkalisalz von gesättigten oder nicht gesättigten, wenigstens acht Kohlenstoffatome enthaltenden Monocarbonsäuren oder sauren, schwefelsauren Estern gesättigter oder nicht gesättigter, primärer oder sekundärer aliphatischer Alkohole oder Sulfoderivaten aliphatisch-aromatischer Kohlenwasserstoffe sein kann,

   in Abwesenheit oder Gegenwart eines Hilfsmittels für das Lösen von Wasser in organischen Lösungsmitteln, z. B. Kohlenwasserstoffen, wie Benzin oder Schwerbenzin, und chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Tetrachlor- äthylen, Tetrachlorkohlenstoff, Perchloräthylen, sowie in Abwesenheit oder Gegenwart eines Emulgators und ferner in Abwesenheit oder Gegenwart von Aktivkohle, als Reinigungsverstärker bei der Trockenreinigung zu verwenden. 



  Die Hydroxyde der genannten Metalle haben z. B. gegenüber der Verwendung von Phosphaten den Vorteil, dass gewisse den Phosphaten eigentümliche, nachteilige Eigenschaften, die sich unter Umständen in einem Angriff auf das Metall der 
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 ;Trockenreinigung zur Anwendung kommen, nicht ohne weiteres verträglich. Ihre kolloidale Form ist hiebei instabil, und sie neigen daher leicht zu Ausflockungen. Dies kann sich nachteilig auf die Durchführung des Reinigungsverfahrens auswirken, indem grobflockige Abscheidungen in gelatinöser Form auftreten, die die Filteroberflächen vorzeitig verstopfen. Die Ursache für dieses Verhalten der Metallhydroxyde dürfte darin begründet sein, dass die in der Trockenreinigung üblichen organischen Lösungsmittel im allgemeinen kein Solvatationsvermögen in bezug auf die Metallhydroxyde besitzen.

   Die weiteren Untersuchungen haben nun zu der Erkenntnis geführt, dass die feine Verteilung der Meiallhydroxyde durch Zugabe geeigneter Mittel begünstigt und stabilisiert werden kann. Als Mittel dieser Art sind Stoffe verwendbar, die die Metallhydroxyde so weit organophil machen, dass die Aggregation zwischen dem Reinigungsverstärker und dem Schmutz in einer nicht zu grobflockigen und nicht zu gelatinösen Form erfolgt. Dadurch wird vermieden, dass die Filteroberfläche vorzeitig verstopft und für ein normales Arbeiten unbrauchbar wird. Geeignete Stoffe zur Dispergierung bzw. zur Stabilisierung der feinen Verteilung der Metallhydroxyde sind beispielsweise Erdalkalisalze von gesättigten oder ungesättigten, höhermolekularen Monocarbonsäuren mit mindestens 8 C-Atomen, z. B.

   Stearin-, Palmitin-, Oleinsäure, saure Schwefelsäureester primärer oder auch sekundärer Fettalkohole mit höherem Molekulargewicht, u. zw. sowohl gesättigter als auch   ungesättigter Fettalkohole,   z. B. Decyl-, Dodecylbzw. Lauryl-, Tetradecyl- bzw. Myristyl-, Oktadecyl-bzw. Stearyl-, Oleylalkohol, und Sulfoderivate von aliphatisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen, z. B. Decylbenzol, Dodecylbenzol, Nonylnaphthalin, Oleylnaphthalin, Dioktylnaphthalin. 



   Geeignete Stoffe zur Dispergierung bzw. zur Stabilisierung der feinen Verteilung der Metallhydroxyde sind weiterhin Lösungsvermittler für organische Lösungsmittel und Wasser, z. B. aromatische Alkohole, wie Cyclohexanol, Methylcyclohexanol, oder niedere Ketone, wie Aceton, oder   nieder- bzw. höhermolekulare   aliphatische Alkohole, wie z. B. Methanol, Äthanol, Decanol, Dodecanol, Tetradecanol. 



   Ausserdem kommen als geeignete Stoffe zur Dispergierung bzw. zur Stabilisierung der feinen Verteilung der Metallhydroxyde Substanzen in Betracht, die als gute Emulgatoren im Handel sind, wie z. B. Diglykololeat, Heptylaminpolyglyko- äther, Cetylmethylcyclohexylaminoxyd, Decylguanidin. 

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   Für die Einarbeitung dieser Mittel in den Reinigungsverstärker sind keine Besonderheiten zu beachten. Sie können in beliebiger Reihenfolge bei der Herstellung des Reinigungsverstärkers dem Ansatz zugegeben werden. Die Metallhydroxyde können bei der Herstellung des Reinigungsverstärkers als solche zugegeben werden oder aber auch aus den entsprechenden Metallsalzen während der Herstellung eines Reinigungverstärkers mittels Basen ausgefällt werden. 



   Die Herstellung des Reinigungsmittels erfolgt dadurch, dass das brennbare oder unbrennbare Lösungsmittel mit dem Reinigungsverstärker in eine Emulsion bzw. Dispersion   übergeführt   wird. 



  Das Reinigungsmittel kann nach Massgabe des Verhältnisses zwischen Lösungsmittel und Reinigungsverstärker mehr oder weniger konzentriert bzw. konsistent sein. Zweckmässig wird die Konzentration so eingestellt, dass das Reinigungsmittel dem mengenmässig zur Hauptsache aus Lösungsmittel bestehenden Reinigungsbad ohne Schwierigkeiten der Verteilung zugesetzt werden kann. 



   Die Bedeutung der Erfindung liegt darin, dass ausser dem normalen, durch Lösungsmittel oder organische, waschaktive Substanzen allein zu bewirkenden Reinigungseffekt insbesondere auch die mit oder durch Wasser auf dem Textilgut aufgebrachte Verschmutzung von diesem abgehoben wird und wegen der Ausflockung bzw. Aggregation nicht auf andere Stellen des Textilgutes übertragen werden kann.

   Es war keineswegs naheliegend, Kompositionen von waschaktiven, organischen Substanzen mit ausflockend bzw. aggregierend wirkenden Stoffen, beispielsweise Phosphaten oder gar Metallhydroxyden, mit Mitteln zur Stabilisierung der feinen Verteilung dieser, zu verwenden, da organische, waschaktive Substanzen und Phosphate in Lösungsmitteln keine echte Lösung ergeben, sondern nur beschränkt haltbare Emulsionen, von denen man nach den bisherigen Anschauungen einen schlechten Filterdurchgang annehmen musste. 



   In apparativer Hinsicht eignet sich die Erfindung sowohl für solche Anlagen, bei denen in den Kreislauf Filter eingeschaltet sind oder nicht. 



  Wegen des flockigen bzw. aggregierten Zustandes von Schmutzteilchen können die Filtervorrichtungen mit Abstreifern versehen sein, wodurch es möglich ist, dass die Filter, die weniger häufig als bei anderen Verfahren ausgewechselt bzw. gereinigt werden müssen, von ihrem Belag befreit werden können. Bei filterfreien Kreislaufanlagen lassen sich die ausgeflockte bzw. aggregierten 
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 scheiden. 



   Zur Erzielung einer verbesserten Reinigungswirkung kann den Reinigungsverstärkern auch noch ein Zusatz von Aktivkohle geeigneter Körnun-zugegeben werden. 



     Beispiel l :   Zur Herstellung des Reinigungs-   verstärkers   werden 15 g Kaliummetaphosphat   md 35 g kalziniertes Dinatriumsulfat, letzteres als Losungsvermittler für. Kaliununetaphosphat, unter   Rühren in 45 g Wasser eingetragen. Dann werden unter weiterem intensivem Rühren 120 g eines etwa   70%igen Natriumdodecylbenzolsulfonats   und
20 g Diisohexylheptylphenolpolyglykoläther zugesetzt. In die aus den vorstehenden Stoffen bestehende, gut durchgearbeitete Paste werden 80 g
Tetrachlorkohlenstoff unter Rühren einemulgiert. 



  Von diesem Reinigungsmittel werden pro Liter des zur Verwendung kommenden unbrennbaren oder brennbaren Lösungsmittels, z. B. Perchlor- äthylen oder Benzin, 2g zugesetzt. Der Zusatz an Reinigungsmittel dieser Zusammensetzung und Konzentration, bezogen auf das Trockengewicht des Textilgutes, beträgt etwa   20%.   Er kann jedoch sehr viel grösser sein und bis zu 80 g bzw.   80%,   bezogen auf das Trockengewicht des Textilgutes, betragen. 



   Es ist natürlich auch möglich, das Reinigungsmittel in anderer als der im Beispiel angegebenen Konsistenz herzustellen. 



   Beispiel 2 : In   20 I   Wasser werden 3 kg pulvriges Aluminiumhydroxyd aufgeschlämmt, und 35 kg eines etwa   75%igen   Natriumnonylnaphthalinsulfonats eingerührt ; nach guter Verarbeitung unter Umrühren werden 5 kg Diisobutylisopropylphenolpolyglykoläther   zugefüh1t   und aus dem
Ganzen eine homogene Paste gebildet. Danach werden noch 4 kg Calciumchlorid unterrührt und nach völliger Einarbeitung 1, 5 kg Cyclohexanol beigegeben. Unter intensivem Rühren werden 40 kg Perchloräthylen langsam zulaufen gelassen, bis sich eine völlig gleichmässig zähe Paste ergibt. 



   Beispiel 3 : In einer Lösung von   26 I   Wasser und 5 kg Trinatriumpolyphosphat werden 3 kg pulvriges Aluminiumhydroxyd aufgeschlämmt, und unter stetigem intensivem Rühren werden in nachstehender Reihenfolge die weiteren Bestandteile :
45 kg eines etwa 75% igen Natriumdioctyl- naphthalinsulfonates
10 kg Diisobutylisopropylphenolpolyglykol- äther
2 kg Calciumchlorid
2, 5 kg Cyclohexanol
55 kg Trichloräthylen zugefügt und das Rühren so lange fortgesetzt, bis eine homogene Masse entstanden ist. 



   Beispiel 4 : Zu einer   Aufschlämmung   von 3 kg Aktivkohle in 201 Wasser werden unter gutem Rühren in der nachstehenden Reihenfolge die Bestandteile :
35 kg eines etwa 75% igen Natriumdodecyl- benzolsulfonat
5 kg Diisononylheptylphenolpolyglykoläther
4 kg Calciumchlorid
1, 5 kg Cyclohexanol
40 kg Tetrachlorkohlenstoff zugesetzt. Das Rühren wird bis zur Bildung einer homogenen Masse fortgesetzt. 



   Beispiel 5 : (Vergleichsbeispiel) Zum Nachweis, dass ein. Reinigungsmittel, das auf Schmutzteilchen ausflockend oder aggregierend wirkt, eine bessere Reinigungswirkung hat als ein Mittel, dem diese 

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 Eigenschaft fehlt, werden folgende Versuche durchgeführt :   l.   Herstellung eines Reinigungsverstärkers unter Zugrundelegung des Erfindungsgedankens ;
2. Herstellung eines Reinigungsverstärkers nach der gleichen Rezeptur, jedoch unter Fortfall der   aggregierend bzw. ausflockend wirkenden Bestand-    teile ;
3. Reinigung von Gewebeproben, die mit einer Standardanschmutzung versehen sind, in organischem Lösungsmittel unter Zusatz des nach 1. hergestellten   Reinigungsverstärkers ;  
4.

   Reinigung von Gewebeproben, die mit einer Standardanschmutzung versehen sind, in organischem Lösungsmittel unter Zusatz des nach 2. hergestellten Reinigungsverstärkers. 



   Die Rezepturen lauten :
Zu   1. :  
68, 6 Teile Wasser   15, 0 "   Ätznatron   8, 0 "   Triäthanolamin   78, 4 "   einer   etwa 90% igen Alkylarylsulfb-   säure   12, 0 "   Aluminiumsulfat   54, 5 "   einer Carboxymethylcelluloselö- sung in Wasser (1 : 10)   15, 0 " Kalziumchlorid 4, 5 " Cyclohexanol 29, 0 " eines waschaktiven Polyäthy1en-    oxidadduktes   115, 0 " Perchloräthylen.    



   Zu   2. :     118, 1   Teile Wasser   15,0 " Ätznatron      8, 0 "   Triäthanolamin   78, 4 "   einer etwa 90% igen Alkylarylsulfo- säure   4, 5 "   Cyclohexanol   29, 0 "   eines waschaktiven Polyäthylen- oxydadduktes   115, 0 "   Perchloräthylen. 



   Die Durchführung der Reinigungsversuche erfolgt auf folgende Weise :
In einer maschinell angetriebenen Apparatur, die im wesentlichen mit einem Schaumprüfgerät nach dem Stösselprinzip vergleichbar ist, werden jeweils vier Prüfungen unter gleichen Bedingungen vorgenommen. Dabei werden 250 cm3 Perchlor- äthylen als organisches Lösungsmittel je Zylinder eingesetzt und diesem Lösungsmittel eine bestimmte Menge Reinigungsverstärker zugefügt. 



  Durch den maschinellen Antrieb wird gewährleistet, dass eine gleiche Hubzahl der Stössel für alle Versuche sichergestellt ist. Ausserdem wird die Prüfung bei allen Versuchen mit der gleichen Lösungsmitteltemperatur von 20   C durchgeführt. 



  Das zu prüfende Gewebe ist ein Baumwollkörper. 



   Beide Gewebe sind mit Standardanschmutzung der Farbwerke Hoechst AG. gleichmässig angeschmutzt. Vor der Prüfung werden die Gewebeabschnitte, die selbstverständlich in jedem Falle gleichmässig sind, auf die bei Textilprüfungen vor- geschriebene Feuchtigkeit von   650   relative Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von 20   C klimatisiert. Der Reinigungsvorgang wird während genau 5 Minuten durchgeführt, am Ende werden die Gewebeproben von Hand ausgedrückt und in frischem Perchloräthylen unter gleichen Bedingungen 2 Minuten nachgespült. Dann werden sie getrocknet und-um eine glatte Oberfläche für die nachfolgende Messung zu erzielen-bei mässiger Temperatur gebügelt. Die Messung des Weissgrades erfolgt mit einem Leukometer der gleichen Firma.

   Da der Weissgrad der standardangeschmutzten Gewebe festgelegt ist, lässt sich der Grad der Reinigungswirkung ohne weiteres berechnen. Es muss hiebei betont werden, dass die auf diese Weise durchgeführten Prüfungen jederzeit reproduzierbar sind und im Rahmen sehr enger Grenzen zu den gleichen Ergebnissen führen. Die unter diesen Umständen durchgeführten Prüfungen ergeben als Aufhellungswerte : bei Rezeptur 1 bei Rezeptur 2   75, 3% 68, 3%' 73, 3% 68, 9% 74, 3% 68, 3% 74, 6% 70, 3%    
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Wie sich beim Vergleich dieser Zahlen erkennen lässt, besteht eine erhebliche Differenz in der Reinigungswirkung beider Rezepturen. 



   Die Aufhellungswerte beziehen sich auf ein Gewebe, das vor der Anschmutzung einen rela- 
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 Anschmutzung hatte das Gewebe einen relativen Helligkeitsgrad von 0%. Dieser relative Helligkeitsgrad von 0% liegt bei   35% einer   kontinuierlich von schwarz nach weiss verlaufenden Skala. 



  Vernachlässigt man nun für die Zwecke der vorliegenden Betrachtung den Umstand, dass das unbeschmutzte Gewebe einen Helligkeitsgrad von weniger als 100% aufweist und setzt diese beiden Werte gleich, so hat man mit der Rezeptur 2 eines bekannten Mittels eine Aufhellung von   nur 68, 9%   der relativen Verschmutzung, während mit einem Mittel gemäss der Erfindung eine Aufhellung von 
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4%Helligkeitsgrad von 80% und der Helligkeitswert von   74, 4%   in der absoluten Rechnung einen solchen von   84%.   Es ist natürlich klar, dass eine Reinigungssteigerung, je mehr sie sich dem absoluten Wert, der ja praktisch unter   100%   liegt, nähert, schwieriger zu erreichen ist. 



   Es ist bekannt, synthetische Waschmittel mit Hilfe von "builders", meist anorganischen Elektrolyten, komplexen Phosphaten und organischen Aufbaustoffen, aufzubauen. Das Verhalten, die Wirkungsweise von synthetischen Waschmitteln mit builders   in wässeriger Lösung weicht   erheblich von dem Verhalten in organischen Lösungsmitteln ab. In   wässeriger Lösung tritt   u. a. eine Hydrolyse ein, die bei der überwiegend aus organischen Lösungsmitteln bestehenden flüssigen Komponente eines Trockenreinigungsbades nicht 

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 möglich ist. Weiterhin kommt einer ganzen Reihe von "builders" in wässeriger Lösung die Aufgabe zu, die Wasserhärte durch Komplexsalzbildung wirkungslos zu machen.

   Diese wichtige Eigenschaft der Phosphate kann naturgemäss bei Reinigungsbädern, die überwiegend aus organischen Lösungsmitteln bestehen, nicht in Erscheinung treten. Weiterhin sind bei dem Waschen in Wasser alle synthetischen, waschaktiven Substanzen sowie die mit vorliegenden "builders" entweder im Zustand einer echten oder zumindest einer kolloidalen Lösung. Bei Trockenreinigungsbädern sind lediglich die in diesen enthaltenen synthetischen, waschaktiven Substanzen in Lösungen, und diese z. T. auch nur in kolloidaler Form, während Stoffe, die in anderem Zusammenhang als "builders" bezeichnet werden, in den organischen Lösungsmitteln des Trockenreinigungsbades nicht gelöst sind. 



   Es zeigt sich somit, dass grundsätzliche Unterschiede hinsichtlich des Verhaltens und des Zustandes sogenannter "builders" bei der Nasswäsche und der Trockenreinigung bestehen. 



   Überdies ist es bekannt, bei der Trockenreinigung   Calciumdichlorostearat   zu verwenden. 



  Dieses hat die Aufgabe, abgelösten Schmutz in dem organischen Lösungsmittel in fein dispergierter Form zu halten. Im Gegensatz dazu wirkt das als Reinigungsverstärker gemäss der Erfindung anzuwendende Gemisch ausflockend oder aggregierend auf die abgelösten Schmutzteilchen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verwendung eines Gemisches, bestehend aus einem organischen, waschaktiven Stoff und einem Stoff mit auf Schmutzteilchen ausflockender oder aggregierender Wirkung, wie z. B. einem Phosphat, einem Polyphosphat, einem monomeren oder polymeren Alkalisilikat, einer kolloidal verteilten Kieselsäure oder einer stark adsorbierenden Kieselgursorte, Stärke oder Stärkeester, einem in Wasser kolloidal löslichen oder quellbaren Celluloseester oder Celluloseäther, oder einem Kunstharzvorkondensat, wie Dimethylolharnstoff, Trimethylolmelamin, Dimethyldicyandiamid, als Reinigungsverstärker bei der Trockenreinigung. 

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Claims (1)

  1. 2. Verwendung eines Gemisches, bestehend aus einem organischen waschaktiven Stoff und einem Stoff mit auf Schmutzteilchen ausflockender oder aggregierender Wirkung, wie z. B. einem Pflanzenschleim, einem Pektin, einem Pflanzengummi oder einem Alginat, einem Erda1kalimetalIhydroxyd oder einem Metallhydroxyd in kolloidaler Form, insbesondere einem farblosen Metallhydroxyd, in Abwesenheit oder Gegenwart eines Mittels zur Förderung oder Stabilisierung der feinen Verteilung der Hydroxyde, welches ein Erdalkalisalz von gesättigten oder nicht gesättigten, wenigstens acht Kohlenstoffatome enthaltenden Monocarbonsäuren, oder sauren, schwefelsauren Estern gesättigter oder nicht gesättigter, primärer oder sekundärer aliphatischer Alkohole oder Sulfoderivaten aliphatisch-aromatischer Kohlenstoffe sein kann,
    in Abwesenheit oder Gegenwart eines Hilfsmittels für das Lösen von Wasser in organischen Lösungsmitteln, z. B. Kohlenwasserstoffen, wie Benzin oder Schwerbenzin, und chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Tetrachloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff, Perchloräthylen, sowie in Abwesenheit oder Gegenwart eines Emulgators und ferner in Abwesenheit oder Gegenwart von Aktivkohle, als Reinigungsverstärker bei der Trockenreinigung. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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