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verfahren und Presse zum Pressen von Platten aus mit einem Bindemittel versehenen Teilchen, wie Holzspänen, Holzfasern od. dgl.
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dgl.,endgültig geschlossen war. Eine Anpassung der Schliessbewegung an den fortlaufenden Schrumpfvorgang hatte man dabei nie im Auge. In den meisten Fällen wurde der Pressdruck gesenkt, um diesen nicht unnötigerweise wirken zu lassen, wenn die Pressplatten schon auf den Distanzleisten aufliegen.
Es ist im übrigen auch ein mit der Erfindung nicht vergleichbares Verfahren vorgeschlagen worden zur Ausgleichung des in der Mittelzone einer Platte stärker als längs den Randzonen auftretenden Schwundes.
Um den sich durch den ungleichen Schwund ergebenden Stärkenunterschieden vorzubeugen, soll beim be-
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zonen. Damit ist aber noch keine Gewähr gegeben, dass auf Einstreufehler zurückzuführende Schichtstärkenunterschiede oder ein an der ganzen Platte feststellbares Untermass vermieden werden.
Die Erfindung betrifft ausserdem eine Presse zur Durchführung des neuen Verfahrens. Das Neue liegt darin, dass die Presse mit einem durch die Relativbewegung zwischen den Pressplatten betätigten Gerät versehen ist, welches zur Auswertung beim Steuern des Pressdruckes auf den letzten bis zum Schliessen der Presse noch verbleibenden Schliesswegbereich der Presse anspricht. Dieses Gerät kann als direkt ablesbares Anzeigegerät ausgebildet sein oder auch mit einem an sich bekannten Steuergerät für die selbsttätige Regulierung des Pressdruckes zusammenwirken.
Im letzteren Falle wird man für das Wahrnehmen der bei nicht vollständig geschlossener Presse verbleibenden Restdistanz mit Vorzug ein elektrisches, hydraulisches oder pneumatisches Fühlorgan benutzen, wie sie an sich in andern Einrichtungen, wo eine bestimmte Grösse in Funktion einer Distanz geregelt werden soll. Anwendung finden. Das Steuergerät kann mannigfaltig ausgebildet sein. Es wertet die vom Distanzfühler abgegebene Informationsgrösse aus und beeinflusst die Erzeugung des Pressdruckes in einer vorbestimmten Weise, beispielsweise durch entsprechendes Öffnen oder Schliessen von Durchgängen für die auf die Presskolben der Presse wirkende Flüssigkeit.
Ein Ausführungsbeispiel eines durch die Relativbewegung der Platten betätigten Gerätes, das eine Informationsgrösse für das Steuern des Pressdruckes abgibt, ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 veranschaulicht eine Teilansicht einer Etagenpresse mit einem Anzeigegerät, an dem der Schliesszustand der Presse ablesbar ist. Fig. 2 zeigt eine entsprechende Ansicht in einer andern Lage der Presskolben.
Aus der Zeichnung ist ein Teil 1 desPressenrahmens ersichtlich. Es handelt sich um eine Presse mit zehn Etagen, von denen drei angedeutet sind. Die Presse enthält demnach im ganzen elf Heizplatten 4, die in üblicher Weise von Heisswassersc. hlangen durchzogen sind und auf einem Presstisch 3 ruhen.
Der Presstisch wird von mehreren hydraulisch beeinf1ussbaren Presskolben 2 getragen. Distanzleisten 6 begrenzen in üblicher W, ise die Pressbewegung.
Die Presse weist nun ausserdem noch ein direkt ablesbares Anzeigegerät auf, bestehend aus einer Skala 8, einem an einem Zapfen 9 vorgelagerten Zeiger 10, einem Zeigerhebelarm 11 und einer Feder 12.
Das Ende des genannten Hebelarmes wird durch die Zugkraft der Feder 12 dauernd gegen einen am Presstisch 3 befestigten Anschlag 7 angelegt. Bei völlig geschlossener Presse (Fig. 2) zeigt der Zeiger 10 auf den Nullpunkt der Skala.
Das Verfahren wird z. B. so durchgeführt, dass man nach dem Einschieben der noch losen oder nur leicht vorgepressten Presslinge 5a die Presse in üblicher Weise langsam schliesst. Sobald man die Heizplatten 4 einander so weit genähert hat, dass zwischen den Distanzleisten 6 und den oberen Heizplatten 4, d. h. pro Etage eine Restdistanz von höchstens 2, 50/0 der Distanzleistenhöhe (d. h. von zirka 0, 5 mm bei Platten mit einer Endstärke von 20 mm) verbleibt, wird der Pressdruck derart reguliert, dass das vollständige Schliessen der Presse nun stetig vor sich geht und beispielsweise 5 Minuten beansprucht. Das Ablesegerät unterrichtet den Steuermann an der Presse genau über deren Schliesszustand.
Nachdem der Zeiger 10 den Nullpunkt der Skale erreicht hat, kann man den Pressdruck noch weiter absenken, so dass keine unnötigen Drücke auf die Distanzleiste ausgeübt werden. Dies kann auch selbsttätig mit Hilfe eines mit dem Anzeigegerät kombinierten, e-npfindlichen Endschalters geschehen. Selbstverständlich wird man je nach der Dichte der Presslinge, der Temperatur der Heizplatten und der in den Teilchen enthaltenen Feuchtigkeit dem Druckverlauf eine derartige Form geben, dass die über den letzten Bereich des Schliesswegs der Presse stattfindende Schliessbewegung so weitgehend als möglich dem Schrumpfvorgang des Pressgutes angepasst ist.
Dies ist dann erreicht, wenn die Presse in dem Moment vollständig schliesst, wo die überschüssige Feuchtigkeit des Pressgutes verdampft und der Schrumpfvorgang beendigt ist. Die vollständig zusammengepressten Presslinge 5b sind in Fig. 2 ersichtlich.
Die Empfindlichkeit des Ablesegerätes kann durch die Zwischenschaltung von weiteren Hebelarmen oder Zahnradübersetzungen beliebig gesteigert werden. Um den Steuermann weniger zu ermüden, empfiehlt es sich, in Verbindung mit der Ableseskala verschiedenfarbige elektrischeLeuchtsignale zu verwen- den, die anzeigen, wann die Restdistanz zwischen den Platten auf einen vorbestimmten Betrag gesunken
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ist und wann die Presse völlig geschlossen ist. Gut sichtbare, in unmittelbarer Nähe des Ablesegerätes angebrachte Zahlentabellen, die beispielsweise die Schliessdistanzwerte in Abhängigkeit der Zeit zeigen, erleichtern dem Steuermann das Einhalten eines bestimmten Pressdruckverlaufes für eine bestimmte Plat- tenart.
Bei der Regulierung von Hand genügt es, das Ablesegerät und gegebenenfalls ein Zeitmessgerät zu beachten. Eine Kontrolle des Pressdruckverlaufs ann häufig entfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Pressen von Platten aus mit einem Bindemittel versehenen Teilchen, wie Holzspänen, Holzfasern od. dgl. unter Anwendung einer beheizten Presse, insbesondere Etagenpresse mit Distanzhaltern zwischen den Pressplatten, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressdruck kurz vor Erreichen des Endmasses der Platten herabgesetzt und während des Trocknungsprozesses der Platten, d. h. solange diese noch schrumpfen, derart reguliert wird, dass die Beendigung des Trocknungsprozesses und das endgültige Schliessen der Presse durch Auflaufen der lwressplatten auf die Distanzhalter zeitlich wenigstens angenähert zusammenfallen.