<Desc/Clms Page number 1>
Apparat zum Reinigen und Entfetten von Werkstücken
Die Erfindung betrifft einenApparat zum Reinigen und Entfetten von Werkstücken mit einer Kammer, in welcher während einer Betriebsphase ein dampfförmiges Lösungsmittel auf die Werkstücke einwirkt und in deren unterem Teil ein Kühler vorgesehen ist, um nach Beendigung dieser Betriebsphase die Lösungsmitteldämpfe zu kondensieren.
Derartige Apparate sind bereits bekannt.
EMI1.1
der mittels mindestens zwei Einsteckrohren in mindestens zwei verschiedenen Höhen der Kammer anbring- bar ist, um ein Ventil derart zu steuern, dass bei Erreichung der eingestellten Temperatur dem Kühler
Kühlflüssigkeit zugeführt und ferner eine Heizvorrichtung für das Lösungsmittel abgestellt wird.
Diese thermostatisch Überwachung der Betriebsphase durch Einstellbarkeit des Thermostaten in zwei verschiedenen Höhen der Kammer hat den Vorteil, die Möglichkeit des Austretens von Dämpfen aus der geöffneten Kammer genügend klein zu halten.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Apparates nach der Erfindung schema- tisch dargestellt. Es ist :
Fig. 1 eine Vorderansicht des Apparates, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. l. und Fig. 3 ein Motor in Sei- tenansicht mit einem Reduziergetriebe im Schnitt.
Der dargestellte Reinigungs- und Entfettungsapparat weist eine Dampfkammer 1 auf, die auf vier Füssen 2 steht. Die Kammer ist oben mit einem aufklappbaren Deckel 3 versehen. In dieser Kammer be- findet sich ein Korb 4, in welchen die zu reinigenden und zu entfettenden Werkstücke gelegt werden.
Dieser Korb hängt an vier in Fig. l nicht gezeichneten Seilen 5, die über Führungsrollen 6 (siehe Fig. 2) zu Aufwickelrollen 7 geführt sind, die auf einer Welle 8 sitzen. Die Welle ist über eine Kupplung 9 mit der Abtriebwelle eines Reduktionsgetriebes 10 verbunden, das durch einen Motor 11 angetrieben wird.
Dieser Motor ist seitlich an einem Fortsatz 12 der Kammerrückwand 13 befestigt, an welcher die Lager 14 der Welle 8 angebracht sind. In der Mitte zwischen den Lagern 14 ist die Welle 8 mit einem Gewinde 15 versehen, auf welchem eine Mutter 16 aufgeschraubt ist, die durch nicht dargestellte Mittel am Drehen verhindert wird, Zwei in Fig. 2 durch Blöcke dargestellte Endschalter 17 und 18 setzen den Motor 11 still, sobald die Mutter 16 an dem einen oder andern dieser Schalter anschlägt, so dass der Korb 4 in seiner untersten (siehe Fig. l), bzw. in seiner obersten (nicht gezeigten) Stellung innerhalb der Kammer 1 stehen bleibt.
In Fig. 3 ist das an den Motor 11 angeflanschte Reduziergebiet 10 näher dargestellt. Auf der mit der Motorwelle in nicht näher dargestellter Weise gekuppelten Antriebswelle 19 sitzt eine Schnecke 20, während auf der zur Antriebswelle parallelen Abtriebswelle 21 ein Schneckenrad 22 sitzt. Auf einer zu den Wellen 19 und 21 senkrechten Welle 23 sitzt ein Zahnrad 24. Die Zähne 25 des Zahnrades 24 weisen Zahnflanken auf, die mit der Schnecke 20 zusammenarbeiten, und Zahnflanken, die mit dem Schnekkenrad 22 zusammenarbeiten, derart, dass das Zahnrad 24 in bezug auf die Schnecke 20 als Schneckenrad, in bezug auf das Schneckenrad 22 dagegen als Schnecke wirkt. Auf diese Weise wird eine sehr starke Untersetzung von zirka 1 : 500 mit sehr geringem Materialaufwand erzielt.
Dadurch wird das Anbringen der beschriebenen, mechanischen Hebevorrichtung für den Korb 4 erst wirtschaftlich tragbar. Bei den bis- herigen Apparaten gleicher Art und Grösse wurde der Korb von Hand gehoben und gesenkt, was anstrengend
<Desc/Clms Page number 2>
und wegen der aus dem Apparat immer etwas in den Arbeitsraum austretenden Lösungsmitteldämpfe auch gesundheitsschädlich war.
Um das Austreten von Lösungsmitteldämpfen möglichst zu verhindern, ist beim dargestellten Appa- rat in üblicher Weise im oberen Teil der Dampfkammer 1 ein Kühler 28 vorgesehen, an welchem sich diese Dämpfe niederschlagen. Ferner ist ein Ventilator 29 vorgesehen, der auf einer Konsole 30 ange- bracht ist und durch einen an ihn angeflanschten Motor 31 angetrieben wird. Der Saugstutzen 32 dieses
Motors ist mit dem Hohlraum einer den oberen Teil der Kammer 1 umgebenden Doppelwand 33 verbun- den. Dieser Hohlraum steht über horizontale Schlitze 34 mit dem oberhalb des Kühlers 28 befindlichen
Raum der Kammer 1 in Verbindung. Dämpfe, welche über den Kühler 28 nach oben gestiegen sind, werden durch den Ventilator über die Schlitze abgesaugt und über eine an den Druckstutzen 35 des Ventila- tors angeschlossene, nicht gezeigte Leitung ins Freie befördert.
Da die oben beschriebenen, bekannten Massnahmen in der Praxis nicht genügen, um ein Austreten von Dämpfen in den Arbeitsraum vollständig zu verhindern, ist beim vorliegenden Apparat nun auch im unteren Teil der Kammer 1 ein Kühler 36 vorgesehen, welcher in Betrieb genommen wird, wenn die
Werkstücke den Dämpfen des Lösungsmittels, z. B. Perchloräthylen, lange genug ausgesetzt worden sind und man den Lösungsprozess beendigen will. Dadurch, dass man kaltes Wasser durch die den Kühler 36 bildende, längs den Kammerwandungen angeordnete, fallende Rohrleitung fliessen lässt, wird schlagar- tig eine Kondensation der Dämpfe in der ganzen Kammer 1 bewirkt, so dass die Dämpfe sozusagen bis auf deren Boden "niedergeschlagen" werden.
Infolgedessen können beim Heben des Korbes keine Dämpfe mehr nach oben mitgenommen werden, die trotz des Absaugens durch den Ventilator 29 teilweise in den
Arbeitsraum gelangen würden. Da zudem das Heben des Korbes nicht mehr von Hand, sondern mechanisch erfolgt, ist jegliche unangenehme oder ungesunde Arbeit vollständig vermieden. Eine Konsole 37 dient zum Abstellen von in den Korb 4 zu legenden oder aus demselben entnommenen Werkstücken.
Das Kühlwasser wird dem Kühler 28 bei 44 zugeleitet und verlässt denselben durch einen verhältnis- mässig engen Auslaufstutzen 45. Wenn die Dämpfe lange genug auf die Werkstücke eingewirkt haben, wird ein elektromagnetisch steuerbares Ventil 46 geöffnet, so dass das Kühlwasser nur zum kleineren Teil durch den Stutzen 45 ausläuft, zum grösseren Teil dagegen durch das Ventil 46 und die Leitung 47 in den
Kühler 36 gelangt, welchen es bei 48 verlässt. Da der Stutzen 45 immer offen ist, kann der Kühler 28 durch einen Ventildefekt nicht ausser Betrieb gesetzt werden. Zur Steuerung des Ventils 46 dient ein Ther- mostat 49, welcher alternativ in eines der Rohre 50 oder 51 gesteckt werden kann. Diese Rohre befinden sich in einer Ausbuchtung 52 der Kammer 1, u. zw. in verschiedenen Höhen. In Fig. 1 ist der Thermostat im unteren Rohr 50 angebracht.
Wenn die Dämpfe bis zur Höhe des Rohres 50 gestiegen sind, befindet sich der Korb 4 bestimmt in einer Dampfatmosphäre. Wenn die Temperatur am Thermostaten eine durch
Versuche festgestellte Höhe erreicht hat, wird der Lösungsprozess durch Umschalten des Ventils 46 been- digt. Gleichzeitig schaltet der Thermostat auch die Heizstäbe 40 aus.
Je nach der Art des Lösungsmittels genügt ein geringer Abstand zwischen dem Thermostaten 49 und dem oberen Kühler 28, um die Möglichkeit eines Austretens von Dämpfen genügend klein zu halten. In diesem Falle wird der Thermostat in das obere Rohr 51 gesteckt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Apparat zum Reinigen und Entfetten von Werkstücken mit einer Kammer, in welcher während einer Betriebsphase ein dampfförmiges Lösungsmittel auf die Werkstücke einwirkt und in deren unterem Teil ein Kühler vorgesehen ist, um nach Beendigung dieser Betriebsphase die Lösungsmitteldämpfe zu kondensieren, dadurch gekennzeichnet, dass ein Thermostat (49) vorgesehen ist, der mittels mindestens zwei Einsteckrohren (50,51) in mindestens zwei verschiedenen Höhen der Kammer (1) anbringbar ist, um ein Ventil (46) derart zu steuern, dass bei Erreichung der eingestellten Temperatur dem Kühler (36) Kühlflüssigkeit zugeführt und ferner eine Heizvorrichtung für das Lösungsmittel abgestellt wird.