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Ausguss tur metalle
Die Erfindung betrifft einen Ausguss für Gefässe, insbesondere für Kannen, bei welchem die Öffnung an der Ausgussunterseite vorgesehen ist und bei welchem die Öffnungsebene mit der Waagrechten einen Winkel zwischen 0"und 350 einschliesst.
Die Ausgüsse von Gefässen, wie Kaffeekannen, sind vorzugsweise so geschaffen, dass nach Beendigung des Einschenkens kein Nachtropfen erfolgt. Bei bereits bekannten Kannen wird zu diesem Zweck an der Ausgussunterkante ein Kanal vorgesehen, durch welchen eventuell auftretende Tropfen in das Kanneninnere zurückgeführt werden. Ausgüsse dieser Art arbeiten zwar weitgehend tropffrei, die Herstellung des Kanals ist jedoch relativ schwierig.
Während des Herstellungsverfahrens derartiger Ausgüsse muss zunächst der Ausguss ohne den Kanal geformt und gebrannt werden, wonach der Kanal erst eingeschliffen wird. Bei diesem Einschleifen werden jedoch erfahrungsgemäss eine Reihe von Kannen verletzt, so dass diese Ausgussformen in fertigungstechnischer Hinsicht nicht befriedigen können.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Lösung vorgeschlagen, bei welcher der Ausguss so geformt ist, dass er ohne weiteres vor dem Brennen in die endgültige Form gebracht werden kann, so dass sich ein nachträgliches Schleifen erübrigt.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ausguss, bei welchem die Öffnung an der Ausgussunterseite vorgesehen ist und bei welchem die jffnungsebene mit der Waagrechten einen Winkel zwischen 00 und 350 einschliesst. Kennzeichnen ist hiebei, dass die öffnung seitlich durch zwei in der Offnungsebene liegende, eine scharfe Ecke bildende Kanten begrenzt ist, welche einen Winkel grösser als 450 einschlie- ssen, und dass der sich an die Öffnung anschlie- ssende Teil des Ausgusses waagrecht oder nach unten verläuft und mit der Waagrechten einen Winkel von höchstens 350 einschliesst.
In der Zeichnung sind einige Ausführungs- ) eispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen die Fig. 1, 2 und 3 ein Ausführungsbeispiel in Seitenansicht, Frontansicht und Ansicht bei gedrehter Kanne, die Fig. 4 und 5 ein weiteres Beispiel in Seitenansicht und Unter- ansicht der Ausflussöffnung, und Fig. 6 ein wei- teres Beispiel in Seitenansicht.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist der Ausguss einer
Kanne dargestellt, wobei von dem tiefsten
Punkt 1 der Öffnung die beiden Kanten 2 und 3 ausgehen, die einen Winkel c einschliessen. Die die Kanten 2 und 3 enthaltende Öffnungsebene schliesst mit der Waagrechten einen Winkel 1 ein. Bei der Schnittstelle 1 sind die beiden Kan- ten scharf ausgearbeitet.
Der Winkel cx ist hiebei grösser als 450, wäh- rend der Winkel 1 zwischen 00 und 350 liegt.
Durch Einhaltung dieser Abmessungen wird erreicht ; dass die Rückströmung nicht behindert wird, da sich Gewicht und Oberflächenspannung der Flüssigkeit so entgegenwirken, dass eine Kraft resultiert, welche die Flüssigkeit in der Öffnung zurückbehält. Der Ausguss ist ferner so lang ausgebildet, dass die Unterkante beim Einschenken nicht benetzt werden kann.
Das zweite dargestellte Ausführungsbeispiel (Fig. 4,5) ist unter gleichen geometrischen Bedingungen aufgebaut und zeigt die Anwendung auf eine Kaffeekanne. Die Öffnung ist hier nach oben geschlossen, so dass die äussere Erscheinung mit derjenigen der bisher üblichen Kannen identisch ist. Fig. 6 zeigt wiederum eine Kanne, die der in Fig. 1 dargestellten Kanne ähnlich ist.
Lediglich die Ausgusskante 4, d. h. die Kante unterhalb von Punkt 1 besitzt eine andere Steigung als die Steigung der durch die Kanten 2 und 3 gebildeten Ebene. Der spitze Winkel zwischen dieser Ausgussunterkante 4 und der Waagrechten ist mit b bezeichnet und liegt zwischen 00 und 350.
Das Material der Kanne spielt zur Erzielung des gewünschten Effekts keine Rolle, lässt sich jedoch besonders günstig bei Metall und keramischen Stoffen, wie Porzellan, erzielen.
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