AT19729B - Verfahren zum Überziehen metallener Flachdruckplatten mit einer wasseranziehenden Schicht durch Elektrolyse. - Google Patents

Verfahren zum Überziehen metallener Flachdruckplatten mit einer wasseranziehenden Schicht durch Elektrolyse.

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electrolysis
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Otto C Dr Strecker
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Otto C Dr Strecker
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Überziehen metallener Flachdruckplatten mit einer wasseranziehenden
Schicht durch Elektrolyse. 
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 mit dem Metall der Druckplatte unlösliche wasseranziehende Salze bilden. Es lag nahe, zu vermuten, dass auch die Anwendung komplexer Säuren, wie der   Kieselflusssäure, zu dem   gleichen Ergebnis führen würde, da anzunehmen war, dass das komplexe Säuremolekül bei   der Elektrolyse in die einfachen Sänremoleküle zerfallen würde. Die angestellten Versuche     ergaben     aber, dass ein brauchbarer Überzug   auf diese Weise nicht zu erzielen war, wahr- 
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   werdenden Wasserstoff   an   Sauerstoff binden konnten,   ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen sein würde.

   Tatsächlich gelang es denn auch auf diesem Wege, nicht nur die Wasserstoffentwicklung zu unterdrücken, sondern auch brauchbare, fest haftende Überzüge auf der Druckplatte zu erzeugen. Diese Methode ist besonders für diejenige (schon in der Patentschrift   Nr.   19727 erwähnte) Ausführungsform anwendbar, bei der aus Metallplatte, Elektrolyt und einem zweiten Metall ein Element gebildet und der Elektrolyt innerhalb der so gebildeten Kette zersetzt wird. Man benutzt der Löslichkeit halber als Elektrolyte   die Ammoniumsalzc   der   komplexen Säuren   und als Oxydationsmittel am einfachsten Ammoniumnitrat. Es können aber alle äquivalenten Salze und Oxydationsmittel verwendet werden, welche die gleiche Wirkung ausüben.

   Salz und Oxydationsmittel sind in dem Elektrolyten in solchem Verhältnis zu mischen, dass gerade alier überflüssiger Wasserstoff zu Wasser oxydiert wird. Ein brauchbares Gemisch besteht z. 13, aus 4 Teilen kieselfluss-   saurem Ammonium   und   46   Teilen Ammoniumnitrat. Die Auswahl der Substanzen für die Einwirkung ist dem gewählten Metalle der Druckplatte anzupassen ; bei Verwendung von 
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 durch   Nachbehandlung   mit etwas Phosphorsäure in   Gummilösung   in normale Salze verwandeln kann.

   Die Ausführung kann wie früher beschrieben geschehen, gestaltet sich am einfachsten aber   folgendermassen   :
Die Druckplatte, welche sorgfältig durch Schleifen vorbereitet und mit Zeichnung oder   Umdruck versehen wurde,   wird, wenn mit lithographischer Tusche gezeichnet worden war, mit arabischem Gummi gummiert, wenn mit Umdruck versehen, talkumiert. Der Elektrolyt wird   nun   auf die horizontal liegende Platte aufgetragen und rasch verteilt ; 
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   etwa 10, arabischem Gummi in Lösung.

   Man lässt die Einwirkung des elektrolytischen Prozesses ein bis zwei Minuten andauern und wäscht hierauf mit Wasser ab, trocknet,   

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    gummiert'mit dickem, Gummi in ganz dünner Schicht,   die Platte ganz deckend, und trocknet wieder. Über dem Gummi    wird- < mit Auswaschtinktur u. dgl.   die Zeichnung ausgewaschen und trocken mit schwarzer Farbe eingewalzt. Hierauf wird mit Wasser abgewaschen und getrocknet, mit Asphalt, Talkum oder dgl. gepudert und zum zweiten Male mit einem   ähnlichen,   etwa 2 bis   21/2a/,)   Elektrolyt und   100/0   arabischem Gummi der Belag verstärkt.

   Die Dauer der Operation mit dem Elektrolyten kann zwei bis vier Minuten be- 
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 wirkung gummiert man, am besten mit ganz schwach phosphorhaltigem Gummi und befreit hiedurch die Platte von etwa anhaftenden basischen Salzen. Auch kann man hierauf beliebig mit geeigneten schwachen Ätzen, welche den Belag nicht angreifen, nachätzen. 



   Für ein gutes Gelingen des Druckes, besonders des Fortdruckes ist wesentlich, dass die Oberfläche der Metallplatte sauber vorbereitet und mit einem feinsten gleichmässigen Korno versehen ist. Hiedurch wird die wasseranziehende Schicht sehr vergrössert und die Wasserzuführung beim Drucken besonders erleichtert. Soll die Platte erst nachträglich mit Zeichnung versehen werden, was z. B. bei Korrekturen der Fall sein wird, so ist dieselbe gut mit Wasser abzuwaschen und mit stark verdünnter Schwefelsäure oder Oxalsäure oder Alaun oder anderen für den jeweiligen Fall geeigneten Mitteln, wie üblich, zu entsäuern, nachdem der Belag fertig gestellt war.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Ausführungsform des durch Patent Nr. 19727 geschützten Verfahrens, bei dem die Verwendung komplexer Säuren oder der Salze derselben als Elektrolyte an Stelle der einfachen Säuren oder Salze dadurch ermöglicht ist, dass der eleldrolytischen Lösung oxydierende Substanzen zugesetzt werden.
AT19729D 1900-03-14 1902-07-10 Verfahren zum Überziehen metallener Flachdruckplatten mit einer wasseranziehenden Schicht durch Elektrolyse. AT19729B (de)

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