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GUSTAF TURE RENNERFELT IN NEW YORK (V. ST. A.).
Verfahren und Einrichtung zur Verminderung der zum Antrieb von Flssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Antrieb von Ftüssigkeitsschleudern, wodurch die erforderliche Triebkraft erheblich vermindert und somit der Nutzeffekt einer mit einer bestimmten Kraft zu treibenden Flüssigkeitsschleuder erhöht werden kann, sowie eine zur Ausführung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung an Flüssigkoitssclileudern.
Die Zeichnung stellt eine nach vorliegender Erfindung angeordnete Trommel einer Milchschleuder dar. Fig. 1 zeigt die Trommel in zwei zueinander senkrechten Vertikalschnitten nach den Linien Z-Z in Fig. 2 und V-V in Fig. 4. Fig. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt nach der Linie X-X (Fig. 1). Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt nach der
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Klemmutter.
Die Fltissigkeitsschleudern besitzen zweckmässig eine hohe Drehgeschwindigkeit, weil dadurch eine vollkommenere Trennung und bei einer gewissen Grosse der Schleuder eine bessere Wirkung herbeigeführt wird. Die von der Trommel abzuleitende Flüssigkeit bewegt sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Trommel und strömt, wenn sie durch eine oder mehrere von ihr nicht ganz gefüllte Ausströmungsdüsen abgeleitet wird, mit einer Geschwindigkeit, die, dem Beharrungsvermögen der Flüssigkeit zufolge, derjenigen der Diise gleichkommt und in einer zur Drehrichtung der Trommel tangentialen Richtung ab.
Diese Geschwindigkeit der ausströmenden Flüssigkeit stellt einen Energieverlust dar, der durch
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hältnisse zur Ahflussgeschwindigkeit steigt, ist es einleuchtend, dass bei einer gewissen Flüssigkeitsmenge die zu einer guten Trennung erforderliche Geschwindigkeit in manchen Fällen nicht erhalten werden kann, falls die zur Verfügung stehende Triebkraft beschränkt ist, was besonders bei Schleudern, die, wie z. H. mehrere Milchschleudern, mittelst Handkraft betrieben werden, oft der Fall ist.
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Reaktionswirkung streben, die Trommel in der Richtung herumzudrehen, in welcher sie durch die Triebkraft gedreht wird. diese also unterstützen.
Hiedurch wird die zum Antrieb der Schleuder erforderliche Kraft vermindert, indem die Geschwindigkeit der aus- strömenden entrahmten Milch in der Drehrichtung der Trommel so stark als praktisch
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Kraftersparnis ist leicht zu berechnen. n bezeichnet die Trommel, o den Deckel, q dessen Hais, s das Milcheinlassrohr, t die den Deckel an der Trommel festhaltende Mutter und u, 14 die Löcher im Einlassrohr zur Einleitung der Miich in die Trommel.
Am inneren Ende der Röhre m m sind für die entrahmte Milch Tröge oder Kammern f vorgesehen, die nach der Mitte der Schleuder zu offen sind, um die Reinigung der Röhre m
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sind auch oberhalb der Öffnungen c mit Öffnungen d versehen, welche die Ableitung des Mitchüberschusses bezwecken, falls die Schleuder mit einer nicht normalen Geschwindigkeit getrieben würde, bei welcher die Düsen a nicht die ganze in die Tröge f gepresste Flüssigkeitsmenge ableiten könnten. Diese Öffnungen d liegen infolge der Kegelform des Halses q etwas näher zur Drehachse der Trommel als das Einlassende c der Düsen.
Während des Ganges der Schleuder muss die Innenseite der entrahmten Milchschicht immer in einer gewissen Entfernung von der Drehachse gehalten werden, da sonst Veränderungen in der Beschaffenheit, d. h. im Fettgehalt des behandelten Rahmes bezw. des leichteren Bestandteiles eintreten. h, h sind Spalten im konischen Halse, durch welche der Rahm abgeleitet
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wird und welche mit Stellschrauben versehen sind. 9 ist eine dicht am äusseren Rand der Spalte vorgesehene Kante, über welche der Rahm ausströmt, wodurch dessen Geschwindigkeit geringer als bei anderen Schleudern wird, indem bei diesen der Rahm erst Über den äusseren Rand k des Trommolhalsos und mit dessen Geschwindigkeit ausströmt.
Eine in beschriebener Weise angeordnete Schleuder wirkt wie folgt : Nachdem die Stellschrauben in den Spalten h eingestellt worden sind und die Trommel in Drehbewegung versetzt ist, wird die Milch durch das Rohr s und die Öffnungen it, in die Trommel fortlaufend eingeführt, wobei die entrahmte Milch in gewöhnlicher Weise nach aussen und aufwärts durch die Rohre In, wie die Pfeile angeben und weiter in die Tröge. r strömt, von welchen sie durch die Einlässe c in die Düsen a eintritt und diese füllt, so dass die dort gesammelte entrahmte Milch unter Einwirkung des hydrodynamischen Druckes in einer der Drehbewegung der Trommel entgegengesetzten tangentialen Richtung ausgepresst wird.
Dies wird in Fig. 2 schematisch veranschaulicht, wo die krummen Pfeile die Drehrichtung der Trommel, die Pfeile p die durch den hydrodynamischen Druck herbeigeführte Geschwindigkeit und Richtung der ausströmenden entrahmten Milch und die Pfeile 'die Geschwindigkeit und Richtung der ausströmenden Milch in bisher gebräuchlichen Schleudern angeben. Aus dieser Figur geht hervor, dass" die entrahmte Milch die Düsen mit einer Geschwindigkeit
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kommt bezw. (r-p) ist.
Infolge der schiefen Innenseite des Halses q und der Tröge f wird die abfliessende entrahmte Milch gewöhnlich nicht über den Oberrand der Düseneiniässe c steigen ; würde dies aber infolge verminderter Drehgeschwindigkeit oder vermehrter Milchzufuhr durch das Rohr s eintreten, so wird der Überschuss an entrahmter Milch wie bei gewöhnlichen Schleudern durch einfache Öffnungen d abfliessen, die, wie vorerwähnt, näher zur Achse der Schleuder liegen, als die inneren Enden der Düsen a. Die Öffnungen d bezwecken somit nur dann die Ableitung des Milchüberschusscsvon den Trögen f, wenn die Schleuder zu langsam getrieben oder die Menge der abgeleiteten Milch zu gross wird.
Es ist einleuchtend, dass die Abflussgeschwindigkeit des ausströmenden Rahmes auch dadurch beschränkt werden kann, dass dieser durch Düsen, ähnlich wie die entrahmte Milch abgeleitet wird, die hiedurch erreichte Kraftersparnis ist jedoch unbedeutend, da die Menge des Rahmes kleiner als die der Milch ist. Werden Düsen für den abgeleiteten Rahm verwendet, so müssen sie auch verhältnismässig kleiner gemacht werden und sind demzufolge auch schwieriger zu reinigen.
In der Praxis dürfte es daher zweckmässiger sein, den Rahm in gewöhnlicher Weise abzuleiten, doch ist hiebei zu bemerken, dass es besser ist, eine Kante g dicht an dem Abflussspalt h anzuordnen, als den Rahm wie gebräuchlich an der Kante k anhaften zu lassen.
Obwohl die Erfindung hier an Milchschleudern beschrieben worden ist, kann sie selbstverständlich auch auf andere Flüssigkeitsschleudern angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verminderung der zum Antrieb von Flüssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der in der Schleuder getrennten Flüssigkeiten, gegebenenfalls auch die andere, in einer der Drehrichtung der Trommel entgegengesetzten Richtung von der Trommel abgeleitet wird, um die Wirkung der Triebkraft zu unterstützen.