AT18674B - Verfahren und Einrichtung zur Verminderung der zum Antrieb von Flüssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verminderung der zum Antrieb von Flüssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft.

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AT18674B
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liquid
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Gustaf Ture Rennerfelt
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Gustaf Ture Rennerfelt
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   GUSTAF TURE RENNERFELT IN NEW YORK (V. ST. A.). 



  Verfahren und Einrichtung zur Verminderung der zum Antrieb von Flssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Antrieb von Ftüssigkeitsschleudern, wodurch die erforderliche Triebkraft erheblich vermindert und somit der   Nutzeffekt   einer mit einer bestimmten Kraft zu treibenden Flüssigkeitsschleuder erhöht werden kann, sowie eine zur Ausführung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung an   Flüssigkoitssclileudern.   



   Die Zeichnung stellt eine nach vorliegender Erfindung angeordnete Trommel einer Milchschleuder dar. Fig. 1 zeigt die Trommel in zwei zueinander senkrechten Vertikalschnitten nach den Linien Z-Z in Fig. 2 und V-V in Fig. 4. Fig. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt nach der Linie X-X (Fig. 1). Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt nach der 
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 Klemmutter. 



   Die Fltissigkeitsschleudern besitzen   zweckmässig   eine hohe Drehgeschwindigkeit, weil dadurch eine vollkommenere Trennung und bei einer gewissen Grosse der Schleuder eine bessere Wirkung herbeigeführt wird. Die von der Trommel abzuleitende Flüssigkeit bewegt sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Trommel und strömt, wenn sie durch eine oder mehrere von ihr nicht ganz gefüllte Ausströmungsdüsen abgeleitet wird, mit einer Geschwindigkeit, die, dem Beharrungsvermögen der Flüssigkeit zufolge, derjenigen der Diise   gleichkommt   und in einer zur Drehrichtung der Trommel tangentialen Richtung ab.

   Diese Geschwindigkeit der ausströmenden Flüssigkeit stellt einen Energieverlust dar, der durch 
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   hältnisse   zur   Ahflussgeschwindigkeit   steigt, ist es einleuchtend, dass bei einer gewissen Flüssigkeitsmenge die zu einer guten Trennung erforderliche Geschwindigkeit in manchen Fällen nicht erhalten werden kann, falls die zur Verfügung stehende   Triebkraft beschränkt   ist, was besonders bei Schleudern, die, wie z.   H.   mehrere Milchschleudern,   mittelst   Handkraft betrieben werden, oft der Fall ist. 
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 Reaktionswirkung streben, die Trommel in der Richtung herumzudrehen, in welcher sie durch die Triebkraft gedreht wird. diese also unterstützen.

   Hiedurch wird die zum Antrieb der   Schleuder   erforderliche Kraft vermindert, indem die Geschwindigkeit der aus-   strömenden entrahmten Milch in   der Drehrichtung der Trommel so stark als praktisch 
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   Kraftersparnis   ist leicht zu berechnen.   n   bezeichnet die Trommel, o den   Deckel, q   dessen Hais, s das Milcheinlassrohr, t die den Deckel an der Trommel festhaltende Mutter und u, 14 die Löcher im   Einlassrohr   zur   Einleitung der Miich   in die Trommel. 



   Am inneren Ende der   Röhre m m   sind für die entrahmte Milch Tröge oder    Kammern f   vorgesehen, die nach der Mitte der Schleuder zu offen sind,   um   die Reinigung der Röhre m 
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 sind auch oberhalb der Öffnungen c mit Öffnungen d versehen, welche die Ableitung des   Mitchüberschusses   bezwecken, falls die Schleuder mit einer nicht normalen Geschwindigkeit getrieben würde, bei welcher die Düsen a nicht die ganze in die   Tröge f gepresste   Flüssigkeitsmenge ableiten könnten. Diese Öffnungen d liegen infolge der Kegelform des Halses q etwas näher zur Drehachse der Trommel als das Einlassende c der Düsen.

   Während des Ganges der Schleuder muss die Innenseite der entrahmten   Milchschicht   immer in einer gewissen Entfernung von der Drehachse gehalten werden, da sonst Veränderungen in der Beschaffenheit, d. h. im Fettgehalt des behandelten Rahmes bezw. des leichteren Bestandteiles eintreten. h, h sind Spalten im konischen Halse, durch welche der Rahm abgeleitet 

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 wird und welche mit Stellschrauben versehen sind. 9 ist eine dicht am äusseren Rand der Spalte vorgesehene Kante, über welche der Rahm ausströmt, wodurch dessen Geschwindigkeit geringer als bei anderen Schleudern    wird,   indem bei diesen der Rahm erst Über den äusseren Rand k des   Trommolhalsos   und mit dessen Geschwindigkeit ausströmt. 



   Eine in beschriebener Weise angeordnete Schleuder wirkt wie folgt : Nachdem die Stellschrauben in den Spalten h eingestellt worden sind und die Trommel in Drehbewegung versetzt ist, wird die Milch durch das Rohr s und die Öffnungen   it,   in die Trommel fortlaufend eingeführt, wobei die entrahmte Milch in gewöhnlicher Weise nach aussen und aufwärts durch die Rohre In, wie die Pfeile angeben und weiter in die   Tröge. r strömt,   von welchen sie durch die Einlässe c in die Düsen a eintritt und diese füllt, so dass die dort gesammelte entrahmte Milch unter Einwirkung des hydrodynamischen Druckes in einer der Drehbewegung der Trommel entgegengesetzten tangentialen Richtung ausgepresst wird.

   Dies wird in Fig. 2 schematisch veranschaulicht, wo die krummen Pfeile die Drehrichtung der Trommel, die Pfeile p die durch den hydrodynamischen Druck herbeigeführte Geschwindigkeit und Richtung der ausströmenden entrahmten Milch und die Pfeile 'die Geschwindigkeit und Richtung der ausströmenden Milch in   bisher gebräuchlichen Schleudern   angeben. Aus dieser Figur geht hervor, dass" die entrahmte Milch die Düsen mit einer Geschwindigkeit 
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   kommt bezw. (r-p) ist.   



   Infolge der schiefen Innenseite des Halses q und der Tröge f wird die abfliessende entrahmte Milch gewöhnlich nicht über den Oberrand der   Düseneiniässe   c steigen ; würde dies aber infolge verminderter Drehgeschwindigkeit oder vermehrter Milchzufuhr durch das Rohr s eintreten, so wird der Überschuss an entrahmter Milch wie bei gewöhnlichen Schleudern durch einfache Öffnungen d abfliessen, die, wie vorerwähnt, näher zur Achse der Schleuder liegen, als die inneren Enden der Düsen a. Die Öffnungen d bezwecken somit nur dann die Ableitung des   Milchüberschusscsvon   den   Trögen f,   wenn die Schleuder zu langsam getrieben oder die Menge der abgeleiteten Milch zu gross wird. 



   Es ist einleuchtend, dass die   Abflussgeschwindigkeit   des   ausströmenden   Rahmes auch dadurch beschränkt werden kann, dass dieser durch   Düsen, ähnlich   wie die entrahmte Milch abgeleitet wird, die   hiedurch erreichte Kraftersparnis   ist jedoch unbedeutend, da die Menge des Rahmes kleiner als die der Milch ist. Werden Düsen für den abgeleiteten   Rahm   verwendet, so müssen sie auch verhältnismässig kleiner gemacht werden und sind demzufolge auch schwieriger zu reinigen. 



   In der Praxis dürfte es daher   zweckmässiger   sein, den Rahm in gewöhnlicher Weise abzuleiten, doch ist hiebei zu bemerken, dass es besser ist, eine Kante g dicht an dem Abflussspalt h anzuordnen, als den Rahm wie   gebräuchlich   an der Kante k anhaften zu lassen. 



   Obwohl die Erfindung hier an Milchschleudern beschrieben worden ist, kann sie   selbstverständlich   auch auf andere   Flüssigkeitsschleudern   angewendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Verminderung der zum Antrieb von   Flüssigkeitsschleudern   erforderlichen Kraft, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der in der Schleuder getrennten   Flüssigkeiten,   gegebenenfalls auch die andere, in einer der Drehrichtung der Trommel entgegengesetzten Richtung von der Trommel abgeleitet wird, um die Wirkung der Triebkraft zu unterstützen.

Claims (1)

  1. 2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Flüssigkeitsschleuder, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslässe für eine oder beide getrennte Flüssigkeiten düsenförmig gest @tet und deren Mündunen tangential zur Trommel und entgegengesetzt zu deren Drehbewegung gerichtet sind, um die Umdrehung der Trommel mittelst der ReaktionswirkungderdurchdieDüsenausströmendenFlüssigkeitzuunterstützen.
    3. An Flüssigkeitsschleudorn nach Anspruch 2 eine Anordnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel m't einer oberhalb der Düsen für die spezifisch schwerere Flüssigkeit angebrachten Öffnung oder mit mehreren solchen (d) versehen ist, welche zur Ableitung derjenigen Menge der schwereren Flüssigkeit dienen, die etwa durch die Düsen nicht abfliessen kann.
    4. An Fiüssigkeitsschicudcrn nach Anspruch 2 eine Anordnung, dadurch gekenn- zeichnet, dass die zur Ableitung des Milchüberschusses dienende Öffnung (d) der Schleudernchso näher liegt als die inneren Enden der Düsen.
AT18674D 1903-11-03 1903-11-03 Verfahren und Einrichtung zur Verminderung der zum Antrieb von Flüssigkeitsschleudern erforderlichen Kraft. AT18674B (de)

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